Am Ende des Tunnels strahlt das Licht
Ich kann eine Silouette erkennen
Doch wag‘ ich es nicht
Dich beim Namen zu nennen.
Bist wirklich Du die Person die dort steht?
Oder ist es nur eine Sehnsucht die mich plagt ?
Ich kann nur hoffen…
Ich wünsche Euch allen ein
Ich komme erst jetzt dazu, hier wieder ein wenig was zu erzählen. Weihnachten war relativ still. Da Töchterchen nicht mehr mit Herzbube zusammen ist, war es am 24. irgendwie ein wenig komisch.
Na ja, schlussendlich hat er es überstanden und Töchterchen geht’s auch besser.
Das Einzige was mir etwas aufgehauen hat, waren gewisse Erinnerungen… A propos Pierre : ich habe ihm zu Weihnachten und zu Neujahr eine sms geschickt – es kam nichts zurück… Am 3. Januar fuhr ich (allein) in die Messe (siehe hier weshalb)….
Also setzte ich mich in einen der hinteren Bänke und wartete. Da kam seine Mutter und als sie mich sah, strahlte sie übers ganze Gesicht und meinte: „Ach wie schön, dass du gekommen bist! So ist wenigstens einer hier, der jung ist so wie Pierre“... Ehhh… ja ok, jung ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. Pierre wird dieses Jahr 48 und ich 41 … aber ok – verglichen mit den anderen Kirchengängern sind wir „jung“ 🙂
Nach dem Gottesdienst gab es Kirchenkaffee – wie so üblich, setzte sich Pierre neben mich und wir unterhielten uns mit den anderen. Nach einer guten Stunde hatten sich alle verabschiedet und Pierre fragte mich (so dass seine Mutter es nicht mitbekommt) ob wir noch was trinken gehen wollen. Natürlich bejahte ich und wir verabschiedeten uns.
Ich fuhr ihm nach. Kurze Zeit später hielten wir auf einem Parkplatz an, welcher gleich neben dem Bestattungsinstitut ist. Wir stiegen aus und ich sagte ihm „Willst du mich umbringen?“ – „Oh nein, ganz sicher nicht, im Gegenteil !“ … und dann umarmte er mich so sehr, dass ich kaum noch Luft bekam. Es blieb für den Moment bei der Umarmung. Ich fragte: „Wieso antwortest Du mir nie!??“ – „Du weisst weshalb“ – „Nein, weiss ich nicht. Sag es mir !“ – „Ich will Dir keine Hoffnung machen. Du kennst die Situation…“ – „Ja, ich weiss. Aber ohne jegliche Nachricht von Dir werd ich noch verückt. Das ist viel schlimmer, denn ich habe ja keine einzige andere Möglichkeit, etwas zu erfahren! Nicht mal an Weihnachten hast Du dich gemeldet!“ – „Ich hatte die sms schon geschrieben, und dann dachte ich, es sei besser, nicht zu schreiben“ – „das war ein Fehler!“.
Wir entschieden dann, gemeinsam etwas essen zu gehen. Ich fuhr ihm nach und wir fanden eine Spelunke… na ja, war nicht grad sehr romantisch, aber weit und breit das einzige, was offen hatte. Also setzen wir uns und haben eine Pizza für beide bestellt. Pierre meinte, er hätte gar keinen Hunger, aber er müsse was essen – es ging mir nicht anders.
Wir redeten über dies und das, auch darüber, dass es für mich so extrem schwierig ist, wenn ich nie
etwas von ihm höre. Er schaute mir tief in die Augen und meinte „Ich verspreche Dir, dass ich mich melden werden und dir ab und zu schreibe“. Wir werden sehen… Ich fragte ihn auch noch, ob er mein Geburtstagsgeschenk bekommen habe. Ja hatte er… und es habe ziemlich Stress zu hause gegeben… ich solle ihm bitte nichts mehr schicken. Seine Frau sei ziemlich ausgersatet… Upppsss…. :-S
Plötzlich meine er, er hätte enorm heiss und müss raus. Ok – er zahlte und wir gingen. Wir spazierten ein wenig um die Häuser und dann sagte er „es ist kälter als ich dachte… Du könntest mich ein wenig wärmen“ – „Ja, könnte ich…“ und wir hielten und fest und … ja… küssten uns. Wir blieben sicher etwa 10 Minuten so… es war schön und schmerzhaft zugleich. Als wir dann wieder zurück zu den Autos schlenderten, standen wir noch einen Moment bei einem Hauseingang. Ich habe ihn dann gefragt, wieso er geheiratet habe und dass ich einfach das Gefühl habe, er hätte dies nur aus Mitleid getan. Darauf sagte er, er hätte schon Gefühle für seine Frau gehabt – allerdings seien die sehr schnell wieder weg gewesen. Sie sind seit Mai 2011 verheiratet und haben seit Sommer 2012 getrennte Schlafzimmer… Toll, oder? Er betonte noch, dass er momentan noch nicht bereit sei, zu gehen, aber dass er wohl nicht bis an sein Lebensende mit ihr zusammen bleiben werde. Aber ich müsse mein Leben leben, nicht auf ihn warten. Ich erklärte ihm dann, dass ich das ja versuche, es aber einfach nicht klappt. Wohl weil ich unbewusst irgendetwas ausstrahle, dass eine Beziehung abblockt.
Er küsste mich nochmals und meinte dann, er müsse jetzt gehen, weil sonst werde wieder das selbe wie letztes Mal passieren – er wolle nicht, dass ich leide. Wie nett ! Also verabschiedeten wir uns und fuhren beide davon.
Ich fuhr langsam, auf normaler Strasse. Gedanken ordnen. Als ich zu hause ankam, schrieb ich ihm:
So mein Lieber, ich bin wieder zuhause. Hab nicht die Autobahn genommen… Gedanken ordnen braucht Zeit…. Jedenfalls bereu‘ ich
nicht, dass ich gekommen bin und es tat gut, dich zu sehen und zu spüren… auch wenn ich nichts gegen mehr gehabt hätte… aber ich versteh’s und akzeptier’s. Wie schon gesagt, ich kenne deine Situation… aber dich zu vergessen kannst Du nicht verlangen… das schaff ich nicht… Bitte brich dein Versprechen nicht und schreib mir hin und wieder… ich leide so oder so… aber das schlimmste überhaupt ist, wenn ich gar nichts höre… Ich liebe Dich – kann nix dafür… ❤
Bis jetzt habe ich – war zu erwarten – nichts gehört…
Ihr könnte Euch in etwa vorstellen, wie’s mir geht…
Aber: Es wird irgendwie weiter gehen…
Aus: Andreas Noga, Kurz & Gott
Gestern kam Herzbube und holte seine Sachen.
Normalerweise kam er ja einfach rein – er klopfte und wartete, dass jemand die Tür öffnete
Er sagte mir „hallo“ indem er mich fest umarmte – ich musste mich echt zusammen nehmen.
Dann ging er zu Töchterchen ins Zimmer.
Ich konnte nicht einfach so da sitzen und fuhr mit Sohnemann weg. Ich sagte den beiden durch die Tür, dass ich kurz weggehe.
Als ich nach eine guten 1/2 Stunde wieder kam, standen die beiden unten vor dem Haus.
Sie waren dabei, sich zu verabschieden.
Sohnemann und ich sagten Herzbube auf Wiedersehen. Er umarmte erst Sohnemann und dann mich. Er flüsterte mir ins Ohr „Es tut mir leid. Aber wenn Du willst, komme ich ab und zu vorbei. Und Du hast ja meine Nummer – schreib mir! Und bitte kümmere Dich gut um die zwei“ – Ich bejahte mit einem Kopfnicken und ging dann mit Sohnemann hoch.
Vom Fenster aus konnte ich sehen, dass die beiden sich fest in den Armen hielten, er küsste sie mehrer Male auf die Stirn und wollte sie auch küssen. Sie drehte sich weg – mit Tränen in den Augen. Dann fuhr er mit seiner Vespa weg.
Es ist unglaublich. Die beiden lieben sich aber trennen sich. Er hat mir dann noch eine lange sms geschickt und erklärt, dass er sich mit dem Kopf gesagt habe, eine Entscheidung zu treffen. Was aber genau passiert ist weiss ich immer noch nicht…
Ich glaube, dass der Druck seiner Familie (Eltern geschieden) und hier in meiner Familie einfach zu gross war. Er wollte es immer allen recht machen und hat sich wohl schlussendlich für seine Familie entschieden. Blut ist nun mal dicker als Wasser. Und gegen seine Familie traut er sich nicht, etwas zu sagen – also hat er wohl so entschieden, seine Liebe aufzugeben.
Aber ich sehe und spüre, dass die beiden zwar äusserlich sehr gefasst (stark) sind doch innerlich sehr leiden…
Ich bete für die beiden – es tut mir so leid…
Töchterchen und Herzbube haben sich getrennt – es ist furchtbar. Nach über einem Jahr Beziehung.
Hätte ich den Jungen nicht so gemocht, wär’s wahrscheinlich nicht so schlimm – aber er war für mich fast wie ein Sohn.
Sie hätten schon seit 2 Monaten fast täglich gestritten, und so gehe es nicht weiter. Und das vor Weihnachten!
Ja ich weiss, sie sind noch sehr jung. Und ja ich weiss, das geht vorbei. Aber momentan fühlt es sich schrecklich an. Dazu kommt noch, das Herzbube zu mir kam und sagte: Ich mag dich wirklich sehr gern und es tut mir so leid. Aber wir werden uns schon noch sehen. Ich komme ab und zu vorbei. Und dabei umarmte er mich sehr herzlich mit wässerigen Augen. Auch ich hatte grosse Mühe, die Tränen zurück zu halten.
Irgendwas ist vorgefallen… was genau, weiss ich nicht… und ich merke, dass es eine Kopf- und nicht eine Herzentscheidung ist.
Wir hatten alle schon mal Liebeskummer – und ich denke, dass es mir gewisse Erinnerungen hochgeschaukelt hat… da es sich aber um mein eigenes Kind handelt, habe ich das Gefühl, das der Schmerz 10x schlimmer ist, als wenn ich es selbst erlebe.
Wir kommen auf die Welt und unser ganzes Leben suchen wir nach Liebe. Das Leben ist kein Ponyhof – ich weiss. Aber es ist grausam. Dieser Klump im Magen und im Hals.
Ihr denkt sicher, dass ich übertreibe. Aber so fühl ich mich momentan.
Zusätzlich zu all meinen anderen Sorgen, hätte ich gern darauf verzichten können!
Habe ich zufällig auf youtube gefunden – finde es echt süss. Vielleicht mach ich das mal :
Ich habe ihm vor 2 Tagen eine sms geschickt und ihn gebeten, mit den Kosenamen aufzuhören und dass er „erstickend“ sei …. seitdem habe ich nichts mehr gehört ! Um so besser !
Also wir haben uns letzten Donnerstag getroffen…
Ich wartete im Café (Selbstbedienung) und als er kam und sich hingesetzt hatte, wartete ich einen Moment bis ich dann fragte, ob er auch einen Kaffee wolle? Er verneinte, da er soeben einen getrunken hätte. Ok – ich holte mir selbst einen.
Wir redeten ca 1 Stunde – er ohne Kaffee – und alles in allem war er nett. Aber irgendwie störte mich die Tatsache, dass er 1. nichts trank (wir trafen uns ja, um zusammen was zu trinken) und 2. dass ich mir den Kaffee selbst holen und zahlen musste (da bin ich halt irgendwie etwas altmodisch).
Nun denn, als wir uns verabschiedeten, hatte ich noch ein paar Erledigungen zu machen.
Abends kame eine lange Nachricht auf Whats*** . Eine regelrechte Liebeserklärung. Ach du meine Güte. Ich habe darauf nicht geantwortet. Ich weiss auch gar nicht, was ich darauf antworten soll, denn ich könnte mir keineswegs vorstellen, mit diesem Mann mehr als eine Bekanntschaft zu haben. 
Seit Donnerstag kommen immer wieder Nachrichten wie „Na mein Engel, hast Du gut geschlafen“ – „Mein Schatz, ich wünsche Dir eine gute Nacht / einen schönen Tag“ – „Liebes, wenn ich was für Dich tun kann, sag es mir“ – etc…
Ich habe bis jetzt 3 oder 4 mal sehr knapp mit „Ja“ – „Nein“ – „ok“ – „Danke“ geantwortet, mehr aber nicht. Ich muss ihm irgendwie klar machen, dass ich nichts von ihm will, weiss aber irgendwie nicht so richtig, wie.
Eine Freundin meinte, ich soll einfach gar nicht mehr drauf reagieren. Aber irgendwie stört mich das. Er ist ja im Grund genommen sehr nett – nur kann ich mir einfach nicht mehr mit ihm vorstellen. Aber wenn er sich verliebt hat, kann ich ihm ja schlecht vorschlagen, einfach nur befreundet zu sein, da er im Hinterkopf immer diesen Gedanken haben wird… oder seh ich das falsch?
Was meint ihr?