Wozu?

Manchmal frage ich mich, wozu wir eigenlich leben?

Ich meine:

  • Wir versuchen unser ganzes Leben Liebe zu finden. Manche finden sie und leben sie auch. apfel-herzAndere haben sie zwar gefunden, können sie aber nicht leben. Und wieder andere werden ihr ganzes Leben niemals die Liebe ihres Lebens finden…
  • Wir versuchen, Geld zu verdienen, damit wir nicht auf der Strasse leben müssen. Zumindest hier in Mitteleuropa gelingt uns das ganz gut. Wir haben auch Sozialämter die den schwächeren helfen. Obwohl: ich habe nicht gross das Gefühl, dass mir geholfen wird. Ich habe zwar Ergänzungsleistungen, da ich nicht job100% arbeite, aber eine Wohnung zu finden… da lässt man mich einfach stehen. Niemand hilft wirklich. Abgesehen davon, dass ich vom Sozialamt einen Brief habe, welcher garantiert, dass die Miete übernommen wird. Nur leider interessiert das die Verwaltungen herzlich wenig. Wenn ich bis November 2016 keine Wohnung bekomme… was mach ich dann? Geh ich dann mit meinen Kindern unter die Brücke? Es belastet mich enorm!
  • Wir versuchen, uns gesund zu ernähren. Damit wir gesund bleiben. Achten auf Zucker, sh_94993798_Ernaehrung_gesund_800x462.jpg.115644Cholesterin, etc… Und trotzdem sind wir oft übergewichtig. Ich habe mal gelesen, dass sozial schlecht gestellte Menschen (also so wie ich) viel eher zu Übergewicht neigen als die oberen 10’000. Weshalb? Weil die schlecht Verdienenden es sich einfach nicht leisten können, sich wirklich gesund zu ernähren. Wir kaufen billige Sachen. Gemüse und Früchte sind teuer. Fleisch sowieso (zumindest hier in der Schweiz).
  • Wir versuchen, unsere Kinder zu erziehen. In der heutigen Zeit ist es sehr schwierig, da die Einflüsse von aussen (Schule, Sport) sowie die schnelllebige Zeit mit den sozialen Medien silhouette-74876_640manchmal fast die Überhand bekommt. Die Spiele für die Playstation sind zwar erst ab 18 – aber alle 10-jährigen haben diese Spiele. Und wenn sie diese Spiele nicht selbst besitzen, werden sie halt bei den Freunden gespielt. Wir Eltern sind praktisch machtlos dagegen – ausser man erlaubt seinen Kindern einfach gar nichts,  sperrt sie zuhause ein und überwacht sie strengstens.
  • Wir versuchen, die Familie zusammen zu halten. Aber heute geht jeder mit jedem. Bei den geringsten Problemen trennt man sich. Und schon hat man den nächsten Partner (ausser ich). Familie hat heute keine Bedeutung mehr, irgendwie. Patchwork-Familien sind „in“.
  • Wir versuchen, glücklich zu sein. Was ist Glück? Für mich bedeutet Glück inneren Frieden, ladybug-on-daisy-flower-pics-for-merchFamilie, genug Mittel zu haben, um nicht jedesmal 3 mal zu überlegen, ob man dies oder das kaufen kann. Ich brauche weder eine Haus mit Garten, noch eine Jacht oder teure Autos.

Aber wozu versuchen wir das eigentlich alles? Wir werden ja sowieso sterben.

In letzter Zeit habe ich so genug davon, immer zu kämpfen. Sei’s jetzt um eine Wohnung, einen Job oder die Liebe. Manchmal möchte ich einfach alles hinschmeissen und davon laufen… hab grad ziemlich die Nase voll von allem! Ist ja nicht verwunderlich, dass ich seit 3 Tagen höllische Rückenschmerzen habe und zeitweise kaum gehen kann. Zuviel Last und Sorgen liegen momentan auf meinen Schultern.

Aber: Die Erde wird sich weiter drehen. Morgen ist ein neuer Tag. Und irgendwann wird es sich auch bei mir wieder zum  Besseren wenden…. hoffentlich!

 

Baff

… war ich gestern gleich zweimal.

  1. hat mir Sohnemann gestern einfach so ein Blumenkörbchen geschenkt :

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2. Ich bin gestern Abend gegen 23h auf dem Sofa (wie sooft) eingeschlafen. Um 00h20 bin ich erwacht… instinktiv habe ich mein Handy zur Hand genommen. Eine sms? Wer schickt mir um diese Zeit eine sms? WOW ! Ich traute meinen Augen nicht :

Allein in einem Hotelzimmer in Solothurn… Denke an Dich und will Dich… das gibt’s oder soll’s geben…

Er hatte mir dies um Mitternacht geschickt. Habe ihm dann zurück gesimst:

… allein … zu hause … was machst Du in Solothurn (ausser an mich denken…)… ?

Es kam nicht’s mehr zurück.

Na ja… immerhin…. er macht Fortschritte… er schreibt mir …

Na denn. Wir werden sehen…

Anfrage

Gestern hat mich unser ehemaliger Pfarrer angerufen. Er ist jetzt in der Kirchgemeinde tätig, in welcher auch Pierre ab und zu mithilft.

Nun gut, ich war ziemlich überrascht, dass er mir telefoniert, doch schlussendlich sehr froh darüber.

Er hat mich gefragt, ob ich gemeinsam mit ihm im Gremium der soundso-Edition Mitglied sein wolle. Er als Pfarrer hat vor ein paar Jahren mitgholfen, ein Buch über die verschiedenen Weltreligionen für die Schule mitzugestalten. Jetzt wurde das Ganze neu aufgebaut und sie brauchen nun von jeder Konfession (also von den Katholischen, den Evangelischen, den Orthodoxen, etc) 2 Personen. Also hätte er an mich gedacht. Diese Kommission trifft sich 2 mal pro Jahr. Es werden dann Texte und so diskutiert und überarbeitet. Ziemlich interessant – finde ich.

Jedenfalls freute ich mich sehr darüber und bin gespannt, wann das 1. Treffen stattfindet und wie es sich entwickelt. Ausserdem: gemeinsam mit unserem ehemaligen Pfarrer… das wird sicher toll !

Nun wünsche ich Euch ein schönes Wochenende ! Ich muss noch Sohnemanns Koffer packen, denn er fährt am Montag mit seiner Klasse in ein Skilager (ja, der Gips wurde heute abgenommen und es ist alles ok und der Arzt meinte, er könne auf jeden Fall skifahren – Gott sei Dank!)

Ich sitze hier…

… im Büro und komm nicht voran.IMG-20160110-WA0007

Habe diese Nacht kaum geschlafen – Sohnemann hatte gestern einen Unfall. Sein rechter Fuss kam unter einen Autoreifen… Gott sei Dank ist nichts gebrochen, nur gequetscht. Aber wir sind natürlich in die Notaufnahme gefahren und waren knapp 3 Stunden dort. Nun hat er einen Gips und den Fuss zu stabilisieren und nicht unnötig zu belasten.

Nachdem wir dann um 21h30 draussen waren, hatten wir noch nicht gegessen… Sohnemann meinte, er hätte Hunger. OK – gut gibt’s nicht weit von  uns eine McDo… Schlussendlich war Sohnemann um 23h im Bett und ich konnte Feierabend machen…

Feierabend ist gut! Ich habe mich erst mit ein wenig CandyCrush abgelenkt und dann so gegen Mitternacht mal mein Schlafmittel (sprich TV) genommen. Als ich ein bisschen gezappt habe, fand ich den Film „Die Päpstin“ und blieb hängen. War sehr spannend – ich liebe solche Filme. Schlussendlich war 2h morgens und ich immer noch hellwach.

Also habe ich eine langweilige Sendung eingeschalten. Hat aber nichts genützt. Um 3h war ich immer noch wach…

Gedanken kreisen… worüber muss ich wohl nicht erwähnen. Es nervt mich ! Ich muss mich zusammen nehmen. Ich frage mich ob es ihm wohl auch so geht? Wenn ich daran denke, was er mir gesagt hat, denke ich schon. Aber wie kann er so „still“ bleiben? Ist dies einer der ach so famosen Unterschiede zwischen Mann und Frau? Ich würde einerseits am liebsten zur Schule (wo er arbeitet) hinfahren und an die Tür klopfen – einfach so. Und doch würd ich mich das andererseits niemals trauen. Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt wieder Monate warten muss. Oder doch? Fasnacht z.B. ist ja bald. Aber weder er noch ich haben Ferien und wir werden dieses Jahr wohl beide nicht hingehen können. Andere Gelegenheiten gibt’s kaum. Ich wüsste nicht wann und wo. Oder soll ich wirklich einfach mal an einem Dienstag abend nach B. fahren und ihn vor vollendete Tatsachen stellen? Aber eigentlich habe ich das ja letzten Sonntag schon gemacht. Was hat’s gebracht? Nicht wirklich was – ausser einem schönen Moment. Ich will endlich die Seite weiterblättern… aber irgendwie schlag ich die blöden Buchseiten immer wieder zurück. Ich bin doof ! Anders kann ich es mir nicht erklären.

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Und dann hatte ich doch gestern abend noch eine Nachricht von einem Typen. Ich hatte mich vor 3 Jahren oder so mal bei Twoo eingeschrieben (hab ich nicht mal mehr gewusst). Er sagte, hallo wie gehts… blablabla… und nach dem 5. Satz kam: Du willst wohl etwas Seriöses und nicht nur Sex? Hallo ??? Wieso geht es eigentlich immer nur um SEX ? Mich nervt das total!

Bin grad  ziemlich von allem und jedem enttäuscht…

 

Verlagen

Will Dich berühren
Dir Küsse schenken
Deinen Atem spüren
Und nichts anderes denken

Komm nicht los von Dir
Und stell mir vor
Du lässt Dir von mir 54aff69ea3ef3
Öffnen das Tor

Die Lust ist gross
Das Verlangen noch mehr
Nicht hoffnungslos
Doch wahnsinnig schwer

Meine Gefühle für Dich
Kann ich nicht lenken
Gäb mein ganzes ich
Will es Dir schenken

Ich werde auf dich warten
Dauerts auch ’ne Ewigkeit
Und kommst Du dann in meinen Garten
Gibt’s endlich Zweisamkeit

08.01.16 by boelleli

Am Ende…

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Am Ende des Tunnels strahlt das Licht

Ich kann eine Silouette erkennen

Doch wag‘ ich es nicht

Dich beim Namen zu nennen.

 

Bist wirklich Du die Person die dort steht?

Oder ist es nur eine Sehnsucht die mich plagt ?

Ich kann nur hoffen…

 

Happy New Year !

Ich wünsche Euch allen ein

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Ich komme erst jetzt dazu, hier wieder ein wenig was zu erzählen. Weihnachten war relativ still. Da Töchterchen nicht mehr mit Herzbube zusammen ist, war es am 24. irgendwie ein wenig komisch.

  • Am 25. hab ich dann von Ex-Herzbube morgens um 7h eine Whatsapp-Nachricht bekommen, er habe extreme Bauchschmerzen. Als ich ihn darauf hinwies doch endlich zu Arzt zu gehen, meinte er, der hätte jetzt nicht offen und er wolle nicht Weihnachten in der Notaufnahme verbringen. Als ich ihn dann ein wenig „bearbeitete“, dass er doch nicht einfach nichts tun könne, da er ja schon seit etwa 2 Monaten immer wieder über solche starken Schmerzen klage, wollte er erst nichts davon wissen. Gegen 9h30 bekam ich dann von ihm eine Nachricht, dass er jetzt im Krankenhaus sei… Er war schlussendlich wärend 24 Std auf der Intesivstation… eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung… Insgesamt blieb er 4 Tage dort. Inzwischen geht es ihm besser. Es war schwer für Töchterchen, denn er hatte sie auf Whatsapp blokiert und sie hat schlussendlich über Schwester, Freunde und Mutter erst erfahren, was er wirklich hat. Eigentlich wär sie gern zu ihm gegangen; allerdings durfte auf die Intensivstation nur die Mutter und der Vater…

Na ja, schlussendlich hat er es überstanden und Töchterchen geht’s auch besser.

  • Vom 27. Dezember bis 2. Januar waren wir im Skilager, welches von der Jugend unserer Kirche organisiert wurde. Schnee hatte es nicht wirklich, aber das Lager war wirklich ziemlich toll. Ich habe für knapp 40 Leute gekocht und muss sagen, dass es – verglichen mit den vielen anderen Lagern die ich gemacht habe – eines der besten war.

Das Einzige was mir etwas aufgehauen  hat, waren gewisse Erinnerungen… A propos Pierre : ich habe ihm zu Weihnachten und zu Neujahr eine sms geschickt – es kam nichts zurück… Am 3. Januar fuhr ich (allein) in die Messe (siehe hier weshalb)….

  • Ich fuhr also um 8h bei mir ab und war kurz nach 9h dort angekommen. Es war noch niemand da und so wartete ich ihm Auto. Gegen 9h20 sah ich seine Mutter kommen – ich blieb ihm Auto. Gegen 9h40 kam Pierre und er hat mich nicht gesehen – ich blieb im Auto. Der Gottesdienst begann um 10h und ich wollte nicht jetzt schon in die Kirche. Also wartete ich bis 9h50. Als ich eintrat, stand Pierre bei der Kanzel und richtete etwas. Oben bei der Orgel waren der Organist und 2 Sängerinnen – sonst war (noch) niemand in der Kirche. Ich schritt den Mittelgang nach vorn und Pierre sah mich. Er war sichtlich überrascht und kam mit offenen Armen auf mich zu. Wir umarmten uns und ich sagte: „Ich musste kommen und schauen, ob du noch lebst ! Du gibst mir ja nie Antwort !“„Ja, ich lebe noch… also so halb…“ sagte er er leicht beschämt und meinte :“ sorry, ich muss mich fertig machen“.

Also setzte ich mich in einen der hinteren Bänke und wartete. Da  kam seine Mutter und als sie mich sah, strahlte sie übers ganze Gesicht und meinte: „Ach wie schön, dass du gekommen bist! So ist wenigstens einer hier, der jung ist so wie Pierre“... Ehhh… ja ok, jung ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. Pierre wird dieses Jahr 48 und ich 41 … aber ok – verglichen mit den anderen Kirchengängern sind wir „jung“  🙂

Nach dem Gottesdienst gab es Kirchenkaffee – wie so üblich, setzte sich Pierre neben mich und wir unterhielten uns mit den anderen. Nach einer guten Stunde hatten sich alle verabschiedet und Pierre fragte mich (so dass seine Mutter es nicht mitbekommt) ob wir noch was trinken gehen wollen. Natürlich bejahte ich und wir verabschiedeten uns.

iloveyouIch fuhr ihm nach. Kurze Zeit später hielten wir auf einem Parkplatz an, welcher gleich neben dem Bestattungsinstitut ist. Wir stiegen aus und ich sagte ihm „Willst du mich umbringen?“ „Oh nein, ganz sicher nicht, im Gegenteil !“ … und dann umarmte er mich so sehr, dass ich kaum noch Luft bekam. Es blieb für den Moment bei der Umarmung. Ich fragte: „Wieso antwortest Du mir nie!??“„Du weisst weshalb“„Nein, weiss ich nicht. Sag es mir !“„Ich will Dir keine Hoffnung machen. Du kennst die Situation…“„Ja, ich weiss. Aber ohne jegliche Nachricht von Dir werd ich noch verückt. Das ist viel schlimmer, denn ich habe ja keine einzige andere Möglichkeit, etwas zu erfahren! Nicht mal an Weihnachten hast Du dich gemeldet!“„Ich hatte die sms schon geschrieben, und dann dachte ich, es sei besser, nicht zu schreiben“„das war ein Fehler!“.

Wir entschieden dann, gemeinsam etwas essen zu gehen. Ich fuhr ihm nach und wir fanden eine Spelunke… na ja, war nicht grad sehr romantisch, aber weit und breit das einzige, was offen hatte. Also setzen wir uns und haben eine Pizza für beide bestellt. Pierre meinte, er hätte gar keinen Hunger, aber er müsse was essen – es ging mir nicht anders.

Wir redeten über dies und das, auch darüber, dass es für mich so extrem schwierig ist, wenn ich nie Kerzenetwas von ihm höre. Er schaute mir tief in die Augen und meinte „Ich verspreche Dir, dass ich  mich melden werden und dir ab und zu schreibe“. Wir werden sehen… Ich fragte ihn auch noch, ob er mein Geburtstagsgeschenk bekommen habe. Ja hatte er… und es habe ziemlich Stress zu hause gegeben… ich solle ihm bitte nichts mehr schicken. Seine Frau sei ziemlich ausgersatet… Upppsss…. :-S

Plötzlich meine er, er hätte enorm heiss und müss raus. Ok – er zahlte und wir gingen. Wir spazierten ein wenig um die Häuser und dann sagte er „es ist kälter als ich dachte… Du könntest mich ein wenig wärmen“„Ja, könnte ich…“ und wir hielten und fest und … ja… küssten uns. Wir blieben sicher etwa 10 Minuten so… es war schön und schmerzhaft zugleich. Als wir dann wieder zurück zu den Autos schlenderten, standen wir noch einen Moment bei einem Hauseingang. Ich habe ihn dann gefragt, wieso er geheiratet habe und dass ich einfach das Gefühl habe, er hätte dies nur aus Mitleid getan. Darauf sagte er, er hätte schon Gefühle für seine Frau gehabt – allerdings seien die sehr schnell wieder weg gewesen. Sie sind seit Mai 2011 verheiratet und haben seit Sommer 2012 getrennte Schlafzimmer… Toll, oder? Er betonte noch, dass er momentan noch nicht bereit sei, zu gehen, aber dass er wohl nicht bis an sein Lebensende mit ihr zusammen bleiben werde. Aber ich müsse mein Leben leben, nicht auf ihn warten. Ich erklärte ihm dann, dass ich das ja versuche, es aber einfach nicht klappt. Wohl weil ich unbewusst irgendetwas ausstrahle, dass eine Beziehung abblockt.

Er küsste mich nochmals und meinte dann, er müsse jetzt gehen, weil sonst werde wieder das selbe wie letztes Mal passieren – er wolle nicht, dass ich leide. Wie nett ! Also verabschiedeten wir uns und fuhren beide davon.

Ich fuhr langsam, auf normaler Strasse. Gedanken ordnen. Als ich zu hause ankam, schrieb ich ihm:

So mein Lieber, ich bin wieder zuhause. Hab nicht die Autobahn genommen… Gedanken ordnen braucht Zeit…. Jedenfalls bereu‘ ich 3674064_1nicht, dass ich gekommen bin und es tat gut, dich zu sehen und zu spüren… auch wenn ich nichts gegen mehr gehabt hätte… aber ich versteh’s und akzeptier’s. Wie schon gesagt, ich kenne deine Situation… aber dich zu vergessen kannst Du nicht verlangen… das schaff ich nicht…  Bitte brich dein Versprechen nicht und schreib mir hin und wieder… ich leide so oder so… aber das schlimmste überhaupt ist, wenn ich gar nichts höre… Ich liebe Dich – kann nix dafür… ❤

Bis jetzt habe ich – war zu erwarten – nichts gehört…

Ihr könnte Euch in etwa vorstellen, wie’s mir geht…

  • Und dann habe ich heute Mittag noch die Absage für den Job bekommen, für welchen ich mich kurz vor Weihnachten beworben habe. Wie Ihr seht… meine Moral ist momentan ziemlich am Boden.

Aber: Es wird irgendwie weiter gehen…

  • Heute hat ja Sohnemann Geburtstag und wir werden ein wenig feiern heute Abend… das wird meine Gedanken etwas ablenken…

 

Ich bete

Ich bete.

Jetzt müsste mir
etwas Originelles einfallen,

damit Gott aufmerkt und denkt:
Hey, da ist einer,

der betet anders als andere,
auf ganz besondere Weise –

dem höre ich mal zu.

Und Gott hört wirklich zu
und denkt: Bleib doch locker

und du selbst.
Ein Gebet ist kein Gedicht.

Ich bin dein Vater,
der dich ohne Bedingungen liebt.

Es genügt, wenn du bei mir bist
mit deinen Gedanken.

Aus: Andreas Noga, Kurz & Gott

Endgültig?

happy-sad-52464Gestern kam Herzbube und holte seine Sachen.

Normalerweise kam er ja einfach rein – er klopfte und wartete, dass jemand die Tür öffnete

Er sagte mir „hallo“ indem er mich fest umarmte – ich musste mich echt zusammen nehmen.

Dann ging er zu Töchterchen ins Zimmer.

Ich konnte nicht einfach so da sitzen und fuhr mit Sohnemann weg. Ich sagte den beiden durch die Tür, dass ich kurz weggehe.

Als ich nach eine guten 1/2 Stunde wieder kam, standen die beiden unten vor dem Haus.

Sie waren dabei, sich zu verabschieden.

Sohnemann und ich sagten Herzbube auf Wiedersehen. Er umarmte erst Sohnemann und dann mich. Er flüsterte mir ins Ohr „Es tut mir leid. Aber wenn Du willst, komme ich ab und zu vorbei. Und Du hast ja meine Nummer – schreib mir! Und bitte kümmere Dich gut um die zwei“ – Ich bejahte mit einem Kopfnicken und ging dann mit Sohnemann hoch.

Vom Fenster aus konnte ich sehen, dass die beiden sich fest in den Armen hielten, er küsste sie mehrer Male auf die Stirn und wollte sie auch küssen. Sie drehte sich weg – mit Tränen in den Augen. Dann fuhr er mit seiner Vespa weg.

Es ist unglaublich. Die beiden lieben sich aber trennen sich. Er hat mir dann noch eine lange sms geschickt und erklärt, dass er sich mit dem Kopf gesagt habe, eine Entscheidung zu treffen. Was aber genau passiert ist weiss ich immer noch nicht…

Ich glaube, dass der Druck seiner Familie (Eltern geschieden) und hier in meiner Familie einfach zu gross war. Er wollte es immer allen recht machen und hat sich wohl schlussendlich für seine Familie entschieden. Blut ist nun mal dicker als Wasser. Und gegen seine Familie traut er sich nicht, etwas zu sagen – also hat er wohl so entschieden, seine Liebe aufzugeben.

Aber ich sehe und spüre, dass die beiden zwar äusserlich sehr gefasst (stark) sind  doch innerlich sehr leiden…

Ich bete für die beiden – es tut mir so leid…