Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel
… hab ich Pierre geschrieben.
Ja, heute hätten wir uns eigentlich gesehen. Aber er musste (laut seiner Mutter) kurzerhand einspringen und einen Chor dirigieren.
Tja… war irgendwie enttäuscht und gleichzeitig habe ich mir beim hinfahren gesagt „er ist vielleicht gar nicht da“… mein Bauchgefühl war nicht falsch!
Aber seine Mutter war da und irgendwie ganz angetan von mir. Sie macht mir Komplimente für meinen Speach (ja, ich habe in der Kirche eine kurze Ansprache gehalten – vor ca 60 Leuten), und auch für meine Strickjacke 🙂 . Und dann wollte sie wissen wie’s denn so gehe und sie werde Pierre sagen, dass eine Freundin von ihm da gewesen sei… !? Sie hat mich dann auch noch eingeladen, am 3. Januar in den Gottesdienst zu kommen – dann sei Pierre nämlich da. Und so weit sei es ja nicht. Ich solle doch öfters kommen. Und sie würde mich auch vom Bahnhof abholen, falls ich mit dem Zug komme… Hä? Irgendwie hab ich nicht ganz geschnallt, wieso sie so darauf beharrte, dass ich komme… !?
Ich weiss nicht, ob ich dann gehen soll? Es wär irgendwie etwas auffällig – denke ich.
Na ja, ist ja erst in 2 Monaten… kann’s mir ja noch überlegen.
Jedenfalls bin ich todmüde und werd mich jetzt auf dem Sofa mit irgen deinem Film ablenken…
Dinge – die man nicht versteht.
Momente – in denen einem alles egal ist.
Worte – die einen verletzen.
Träume – die man nicht vergessen kann.
Lieder – die man nicht hören will.
Orte – wo man sich an alles erinnert.
Menschen – die man sehr vermisst.
Erinnerungen – die einem das Herz brechen.
Gefühle – die man nicht steuern kann.
Tränen – die unweigerlich kommen.
Augenblicke – die einem nicht aus dem Kopf gehen.
Einiges – das man hätte besser machen können.
Tage – an denen man nicht mehr weiter weiß.
Stunden – in denen man sich allein gelassen fühlt.
Minuten – wo man begreift, was einem wirklich fehlt.
Sekunden – in denen man verzweifelt ist.
Es gibt Momente im Leben eines jeden Menschen,
da hört die Erde für einen Moment auf,
sich zu drehen; und wenn sie sich dann wieder dreht,
wird nichts mehr sein wie vorher.
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, das ist falsch. Man lernt nur damit
zu leben.
In der Nacht vom 31.10. auf den 01.11. hatte ich einen etwas seltsamen Traum:
Ich war im Büro und bekam einen Anruf aufs Handy. Die Nummer kannte ich nicht und nahm ab. Da
war am anderen Ende meine Grossmamme. Sie sagte:
Hallo, wie geht es Dir?
Ja gut, danke – und Dir?
Oh, mir geht es sehr gut. Es ist so schön da wo ich jetzt bin.
Das freut mich!
Dann legten wir auf. Erst ein paar Minuten später realisierte ich (im Traum), dass meine Grossmamme ja gestorben war. Ich suchte vergebens auf meinem Handy nach der Nummer – sie war nicht mehr da.
Als ich erwachte, fragte ich mich, ob mir meine Grossmamme wirklich im Traum erschienen ist? Irgendwie war mir ganz komisch zumute und gleichzeitig fühlte ich eine innere Zufriedenheit. Ich bin davon überzeugt, dass es meiner Grossmamme im Jenseits gut geht und dass sie über meine Familie und mich wacht…
Gestern Abend war Sohnemann (10 1/2) traurig. Er hätte keine Freunde ausser sich selbst…. und unseren Hund. Und ausserdem bekäme er oft ein „nein“ auf seine Fragen oder Wünsche. Und seine Schwester habe ihn auch nicht gern, und sowieso sei das Leben langweilig: Immer nur Schlafen, Essen, Schule oder Arbeit – das sei doch kein Leben. Moralisch war er irgendwie ziemlich unten.
Ich versuchte ihm dann klar zu machen, dass halt das Leben nicht immer einfach sei – „das Leben ist kein Ponyhof“, wie man so schön sagt. Aber er müsse halt vorallem sehen, dass er eine tolle Familie habe, die immer für ihn da sei, die ihn liebe – auch seine Schwester (obwohl sie ihm das schon nicht so deutlich zeigt, aber sie ist auch knapp 15, hat einen Freund und ich würde meinen, dass man im Teenie-Alter halt vorallem seine Freiheit und Unabhängigkeit sucht. Ich habe ihm aber versichert, dass sie ihn lieb hat. Immerhin hat sie jetzt schon das Geburtstagsgeschenk für ihn…). Und wir haben alles war wir zum leben brauchen: ein Dach über dem Kopf, zu essen, Kleider.
Und dann erinnerte ich ihn an meine beste Freundin: sie wurde als Kind von ihren Eltern weggegeben in ein Heim. Die Mutter wollte nichts mehr von ihr wissen, der Vater war Alkoholiker. Schlussendlich landete sie auf der Strasse und in den Drogen. Sie hat weder Familie, noch Freunde. Inwzischen ist sie seit 20 Jahren clean und nicht mehr in den Drogen. Sie hat einen Starken Willen. Da meinte Sohnemann:
Doch! Sie hat(te) einen Freund!
Ah ja? Wen?
Die Drogen !
Ja, das ist vollkommen richtig – sagte ich zu ihm. Es war ihr Freund, ein sehr schlechter Freund, der sie kaputt machte.
Wow – ich war baf. Ein 10-jähriger, der die Situation durchschaut hat.
Ich habe ihm dann noch einiges erklärt und wir hatten ein wirklich gutes Gespräch, welches wir dann mit einem Tee abrundeten. Am ende meinte er noch: Danke Mama, dass wir geredet haben – jetzt geht es mir viel besser!
Langsam aber sicher fühlt man sich wirklich nicht mehr wohl im eigenen Land! Es ist schlimm. Meinen 2 besten Freundinnen ist dieses Wochenende folgendes passiert :
Freundin M. ist Schweizerin. Sie geht Samstag abend mit ihren zwei Huskys nochmal raus und macht einen Rundgang durch die Stadt Thun. Es ist knapp 22h und plötzlich verstellen ihr 3 Typen den Weg und einer fängt an, gegen einen der Hunde zu treten. M. zieht sofort ihren Husky zu sich und wehrt sich mit Worten. Die 3 Typen bedrängen sie und sie „flüchtet“ in den Vorraum einer Bank (dort wo die Geldautomaten sind). Von dort aus ruft sie die Polizei an, denn inzwischen stehen 5 Typen vor der Glastür… als die Polizei kommt, werden die 5 gebeten, weiter zu gehen und meine Freundin wird gefragt, was sie denn um diese Zeit hier mache… :-O Hallo ?? Wo sind wir? Darf man abends um 22h nicht mehr in die Stadt als Schweizer? Nur als Ausländer? Sorry… aber es waren nun mal Ostgoten…
Freundin L. kommt aus Algerien und wohnt seit über 20 Jahren in der Schweiz. Sie ist integriert, arbeitet und liebt die Schweiz über alles. Sie geht am Sonntag Nachmittag in Lausanne in den KNIE-ZOO mit ihrem 10-jährigen Sohn. Sie verbringen einen wundervollen Nachmittag und wollen dann gegen 17h mit der Bahn nach Hause. Am überfüllten (!) Bahnhof fängt plötzlich ein Typ (arabischer Herkunft) an sie zu beschimpfen. Du Schla***, warum schupfst du mich!!? (Sie hatte überhaupt nichts getan). Er bedrängte sie, beschimpfte sie und meinte, solche wie sie bräuchten wir hier in der Schweiz nicht (solche wie ihn mit Sicherheit auch nicht!!!). Und sie müsse ja nicht meinen, das Gesetz sei auf seiner Seite, ausserdem sei er Jurist (wer’s glaubt!). Sie versuchte 2 mal mit ihrem Handy die Polizei zu rufen, doch der Typ nahm ihr das Handy aus der Hand. Beim 3. Versuch klappte es und die Polizei kam erst, als sie ein 2. Mal anrief. Beide (also der Typ und sie) wurden getrennt auf offener Strasse „verhört“. Schlussendlich durften beide gehen und meiner Freundin wurde gesagt, wenn sie Anzeige erstatten wolle, solle sie an einem Wochentag kommen, denn jetzt sei der Polizeiposten dafür nicht offen.
Ich glaub ich spinn!! Wo leben wir eigentlich?? Man traut sich ja nicht mehr auf die Strasse… Ich fass es nicht.
Gestern war ich eine Wohnung anschauen – ein Traum !
Es gibt nur einen Hacken : Hunde sind nicht erlaubt – nur Katzen 😦
Der Besitzer meinte, er hätte einen Freund, der hätte Mal mit einem Mieter Probleme gehabt deswegen, darum wolle er das Risiko nicht eingehen.
Ich will jetzt aber einen Brief schreiben und irgendwie versuchen, den Besitzer umzustimmen. Ich kann unseren Gino doch nicht einfach abgeben – er gehört zur Familie seit mehr als 7 Jahren…
Ich glaube immer noch an das Gute im Menschen und hoffe, der Besitzer ändert seine Meinung…
Drückt mir die Daumen !