Allein im Hotelzimmer

Soeben bin ich vom Bankett der Synode ins Hotel zurück gekommen. Habe geduscht und sitze jetzt auf dem Doppelbett im Hotel mit meinem Laptop 🙂

Es war heute drückend und schwül – die Dusche kurz vor Mitternacht musste einfach sein…

Nun habe ich Kopfhörer an und höre mir Musik von Tomás Luis de Victoria an – wunderbar !

Ich lasse mal den Tag revu passieren:

Aufgestanden um 5h30 habe ich 35 Minuten später das Haus verlassen und trottete zum Bahnhof – beladen mit Laptop, kleinem Koffer und meiner Handtasche (die eher die grösse einer Sporttasche hat), kam ich relativ verschwitzt 10 Minuten später beim Bahnhof an.

Ich fuhr nach Lausanne und traf dort unseren Pfarrer, um dann gemeinsam bis Luzern zu reisen. Um 9h kamen wir an und und winkten ein Taxi herbei, welches uns erst ins Hotel und anschliessend in die Christuskirche brachte. Es gab Croissants und Kaffee bevor um 10h der Eröffnungsgottesdienst begann. Ich finde es immer sehr spannend, alle die Leute – viele vertraut – wieder zu sehen. Es ist wie eine Art Familie die sich einmal im Jahr trifft und von überall aus der Schweiz kommt.

Die Synode begann nach der Messe in der Kirche mit dem Bischofsbericht. Um halb eins verliessen wir die Kirche und schlenderten zum Mittagsimbiss.

Um 14h hatten alle ihre Sitzplätze im Regierungsgebäude gefunden, und die ersten Traktanden wurden abgehakt…

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Nach einer Pause um 16h mit Kaffee und Kuchen, wurde weiter diskutiert, argumentiert, abgestimmt bis dann um halb sechs die restlichen Traktanden auf den nächsten Tag vertagt wurde.

Nun konnten wir endlich die Hotelzimmer beziehen. Ein Doppelzimmer für mich ganz allein – irgendwie komisch – aber ich hatte nicht sehr viel Zeit darüber nachzudenken, denn 20 Minuten später hatte ich schon wieder Rendez-Vous in der Hotelhalle um gemeinsam mit ein paar anderen zum Hotel Hermitage mittels Bus chauffiert zu werden, um den Apéro am See und das anschliessende Bankettmenu zu geniessen.

Ich dachte, ich zergehe….am liebsten wär ich in den See gehüpft. Zusammen mit ein paar anderen setzten wir uns dann ins Gras und versuchten uns so wenig wie möglich zu bewegen um nicht noch mehr zu schwitzen.

Nach gut einer Stunde wurden wir aufgefordert, in den vorbereiteten Bankettsaal zu wechselen, welcher im 1. Stock war. Oben angekommen, stellten wir fest, dass wenigstens hier ein bisschen kühlere Luft war. Es war angenehm und wir suchten uns einen Platz.

Das Essen war gut, obwohl ich nicht so ein Fan von Nouvelle Cuisine bin. Das Menu:

Entrée :Rauchlachs-Wrap mit Äpfeln und sommerliches Salatbouquet

Hauptgang : Roastbeef am Stück gebraten an Kaffee-Jus mit jungen Zuckerschoten (Kefen) und Kartofel-Sellerie-Püree

Dessert :Beerenparfait mit Mascarpone-Schaum und Mandelgebäck

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Und natürlich durfte der obligate Kaffee am Schluss nicht fehlen.

Zwischen den Gängen gab es Ansprachen und einige waren wirklich super! Der evangelisch-reformierte offizielle eingeladene Pfarrer hat wirklich eine ausgezeichnete Rede gehalten ! Wohl deshalb, weil er es einfach aus dem Stehgreif getan hat – nichts aufgeschrieben und wirklich vorbereitet – einfach sehr sympatisch!

Das essen zog sich von 20h bis knapp 23h hin – etwas lang für meinen Geschmack.

Schlussendlich bin ich mit dem Bus um 23h30 im Hotel angekommen und finde es eigentlich etwas doof, so ganz allein in einem Doppelbett zu schlafen…

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Aber das ist nun mal so. Ich werde jetzt schlafen gehen – zumindest werde ich es versuchen. Morgen muss ich spätestens um 7h aufstehen, denn um 8h30 geht die Synode weiter…

Bis dann meine Lieben…

Ich brauche positive Energie !

Langsam aber sicher wächst mir alles über den Kopf. Zuviel passiert in letzter Zeit :

Die RAV (Regionale ArbeitsVermittlung) z.B. : Jeden Monat muss ich eine Mindestanzahl von Bewerbungen vorweisen – was ich tue. Letzten Donnerstag bekomme ich via Post eine Aufforderung, mich als Gouvernante bei einer Familie zu bewerben. Ich habe dann der RAV eine Mail geschickt: Ob ich diese Bewerbung machen MÜSSE?

1. Suche ich eine Stelle als kaufmännische Angestellte / Sekretärin.

2. Will ich ja eben mit Kinder hüten aufhören, sonst hätte ich schon längst beim Tagesmütterverein nachgefragt, ob ich mehr als 2 Tage die Woche 2 Kinder „haben könne“.

3. Habe ich als Gouvernante (das beinhaltet nämlich nebst den Kindern hüten auch, putzen, waschen, kochen, etc) keine Erfahrung. Tagesmutter bei mir zu Hause oder Gouvernante bei jemandem privat ist ja wohl nicht das Selbe…

4. Handelt es sich um eine 80%-100% Stelle. Muss ich dann für meine Kinder hier eine Gouvernante engagieren??

Die Anwort der RAV war: JA! Sie müssen! Sie haben Erfahrung mit Kindern und man muss alle möglichen Pisten in Angriff nehmen!

Ok, ich habe dann meine Bewerbung geschickt. Als die Frau mich für ein Gespräch anrief, war ich ehrlich zu ihr und sie meinte, dass sei ja wohl nicht normal, dass die RAV mich zwinge wenn ich so einen Job überhaupt nicht suche… Ja! Das finde ich eben auch! Am liebsten würde ich der RAV schreiben und fragen, ob sie mir nicht auch Stellenangebote als Köchin vermitteln wollen? Immerhin habe ich mehrer Male in den Kirchenlagern gekocht und habe Erfahrung… ! Also ehrlich, ich versteh’s nicht!

Das Sozialamt : Schicken die mir vor 10 Tagen ein Schreiben, dass mein Dossier neu überarbeitet werde, und dass ich ihnen dies und das und jenes schicken müsse – bis zum 18. Juni ! Ok, kann ja verstehen, dass die das machen müssen. Aber die haben das Gefühl, dass man als Mutter / Tagesmutter / Teilzeit-Sekräterin ja Zeit hat, auf dieses und jenes Amt gehen kann um dieses und jenes Formular zu holen… man tut ja sonst den ganzen Tag nichts!

Die Wohnung : Es hat mit der Wohnung nicht geklappt und ich muss weiter suchen. Ok, ich habe schon noch etwas Zeit (ich muss bis im November 2016 was finden), aber es belastet mich trotzdem!

Die Finanzen : Um die Finanzen steht es sehr schlecht. Ich weiss bald nicht mehr, wie ich was bezahlen soll…

Pierre : Keine News seit dem 21.03.15

Mein Ex-Ehemann : Wir haben zwar ein normale/gutes Verhältnis, aber als er mir letzten Sonntag eröffnete, dass er in einer Woche (sprich nächsten Montag) heirate, hat es mich schon etwas umgehauen. Es sei reine Formalität, denn das Baby (ja, seine Freundin ist schwanger von ihm) sei so automatisch „seins“ und er müsse keine tausend Papiere anfordern, damit es als seine Tochter annerkannt werde. Nun denn, ich finde es TOTAL daneben, aber bitte.

Mein Auto : Tja, das ist noch das Beste… *Ironiemodusaus“ … Mein Auto hat Montagabend den Geist aufgegeben. Plötzlich fing das Motorenlämpchen an zu blinken und 30 Sekunden später stand das Auto still. Ich konnte grad noch rechts ran fahren. Jetzt bin ich also momentan ohne Auto – was für mich sehr unangenehm ist – und ich weiss nicht mal, ob es reparabel ist. Ich habe der Werkstatt (sie sind das Auto dann gestern holen gegangen) gesagt: wenn es Reparaturen von Frs 2’000.- oder mehr hat, brauchen sie es gar nicht zu machen! Dann versuche ich das Auto noch für ein paar Franken los zu werden und schaue andersweitig. Auch wenn ich überhaupt kein Geld habe, mir ein anders Auto zu kaufen! Aber ich stecke keine mehrere tausend Franken in Reparaturen!

Ich konnte Dienstag und Mittwoch von einer Nachbarin das Auto ausleihen…. und habe dann beim Kindersitz „einbauen“ irgendwie eine blöde Bewegung gemacht, so dass ich extreme Rückenschmerzen bekam und kaum stehen konnte! Wohl auch psychisch bedingt – es lastet momentan einfach zuviel auf mir…

Voilà! Wie Ihr seht kommt alles auf einmal! Morgen fahre ich mit dem Zug nach Luzern an die Synode unserer Kirche. Da bin ich 2 Tage weg! Wird mir vielleicht ganz gut tun… obwohl: ich muss noch einiges dafür vorbereiten… heute Abend dann, denn in 1/2 Stunde kommt ja schon der kleine Hyden (knapp 2) und etwas später dann Zoé (gestern 4 geworden)…

Ich wünsche Euch was und bitte: schickt mir etwas positive Energie… ich glaube, ich kann’s brauchen 😉

Voll…

… war die Kirche gestern wärend des Konzerts – und wir hatten ziemlich Erfolg.

Es ist immer ein super Erlebnis, wenn wir ein Konzert geben. Der Chor ist fast wie eine zweite Familie und ich fühle mich immer toll davor, wärend und danach. Unsere wöchentlichen Proben sind mein Highlight der Woche !

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Ende Juli fahren wir nach Ungarn für eine Woche ans „Europa Cantat“ – eine Projektwoche, die alle 3 Jahre in einem anderen europäischen Land statt findet. Ich freu mich total darauf! Was mich etwas „beunruhigt“ ist das Fliegen. Nicht das ich Angst vorm fliegen habe… es ist nur so, dass ich das letzte Mal vor über 20 Jahren in einem Flugzeug sass 🙂

Unser nächster Auftritt findet am 21. Juni in der Kirche St Laurent in Lausanne im Rahmen der Fête de la musique (Musikfest) statt. Falls Ihr in der Nähe seid, wir singen um 19h45 😉

 

Angst

11351261_854184414668459_7620312699154883663_nIch habe Angst, Dich nie wieder zu sehen
Frage mich, was ich tun soll
Aber der Gedanke, Dich nie mehr zu berühren,
Dich nie mehr zu spüren, macht mich krank!

Wie soll ich damit umgehen? Dich anfleehen?
Ich kann Dich nicht vergessen – bin von Dir besessen!

Das Verlangen nach Deiner Nähe,
Mit Dir reden, lachen, weinen,
Wird von Tag zu Tag stärker.

Sogar in meinen Träumen lässt Du mich nicht in Ruhe,
Alles was ich will bist Du ! Mein grösster Wunsch wäre,
dass Du einfach eines Tages spontan vor meiner Tür stehst…

Was muss ich tun, damit Du dich mal meldest?
Ich verlange ja nicht, dass Du bei mir einziehst!
Nur manchmal eine Nachricht würde mein Leid lindern…

Du denkst wohl, ich sei verrückt…
Ja, vielleicht ein bisschen. Aber gegen Gefühle kommt man nicht an…
und ich glaube zu wissen, dass es Dir nicht viel anders geht…
Aber Du kannst wohl einfach besser damit umgehen…

Es würde mich interessieren, was Dein Psycho annalysiert hat –
immerhin ging es dabei ja teils auch um mich.

Ja, meine sms sind meistens lang, aber ich habe Dir so viel zu sagen.
Es tut mir leid und ich will Dich nicht belästigen,
aber Du verstehst sicher, dass ich einfach nicht anders kann!

Je t’aime ❤

Hochzeitstag

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Heute vor genau 16 Jahren habe ich kirchlich geheiratet.

Schon so lang ist das her… wie doch die Zeit vergeht!

 

Vielleicht geht es nicht um das „Happy End“, sondern um die Geschichte selbst…

Manchmal glaube ich, dass mein Leben ein Traum ist. Und wenn ich wieder erwache, bin ich erst im richtigen Leben.

Ich frage mich oft, wieso ich dies oder jenes erlebe oder fühle. Frage mich, ob es wohl ein Happy-End geben wird? Ich hoffe und glaube eigentlich daran, und doch sag ich mir manchmal: Vielleicht geht es nicht darum, anzukommen, sondern darum meine (Lebens-)Geschichte zu verstehen?

 

In Endschlaufe…

kann ich mir das anhören :

Morgen ist „Journée Romande“… ich freu‘ mich drauf, und doch kommen Erinnerungen hoch… es war zwar an der Synode, aber die Umgebung, die Menschen sind die gleichen – nur das ER fehlt. Na ja, was soll’s, ich kann’s sowieso nicht ändern!

Ich wünsche Euch allen ein paar schöne Tage! Bis dann :-*

Wenigstens eine sms…

Wenn ich wenigstens ab und zu mal eine sms bekommen würde. Aber nein – nix, nada, rien du tout !

Ich habe Pierre vor 2 Tagen geschrieben:

… ja, ich weiss, du kannst mir nicht geben was ich verdiene (das hat er mir gesagt!)… aber ich hätte dich jetzt einfach gern hier. Fühl mich grad sooo allein… so traurig. Warum machst du das, Pierre ??? Wovor hast du angst??? Wenigstens eine sms… miss you ❤

Aber natürlich kam nichts zurück.

Eigentlich kann ich es ganz gut handhaben, doch manchmal überkommt es mich einfach. Wie gestern abend, als ich dachte: wieso habe ich mich nicht früher getrennt? Mir kamen die Tränen – Gut, dass es schon spät war und die Kids schon schliefen.

Ich weiss ja, das es nichts bringt, und doch verstehe ich manchmal nicht, wieso dass wir uns jedesmal verpassen.

Na ja, ich muss halt eifach damit leben, nach vorn schauen und hoffen, dass er mir nicht wieder über den Weg läuft, wenn ich soweit bin, ihn wirklich vergessen zu haben… Denn sonst fängt alles wieder von vorne an und langsam mag ich nicht mehr!

Mahatma GandhiLiebe ist die stärkste Macht der Welt,
und doch ist sie die demütigste,
die man sich vorstellen kann.

Mahatma Gandhi