Er ist umgezogen

Gestern hatten wir eine St. Nikolaus-Feier in der Kirche.

Es war eine kurze Andacht mit anschliessendem Nachtessen. Es hat mir gut gefallen – nur eines hat mich etwas stuzig gemacht:

Der Pfarrer hat wärend dem Essen erzählt, dass Pierre vor ce 3 Wochen umgezogen sei. Er würde mir die neue Andresse schicken…

Vor 3 Wochen? Das ist ziemlich genau dann, als seine sms kam – irgendwie komisch, nicht? Ich habe mich gefragt, ob das der Grund war, dass er mir geschrieben hat? So im Sinne: ich ziehe gemeinsam mit meiner Frau um, aber eigentlich will ich das gar nicht…

Ich hab keine Ahnung, ob es daran liegt – aber es war ein naheliegender Gedanke.

 

Nacht-Gedanken

… So grosse Sehnsuchtangel4

… Erinnerungen, als wär’s gestern gewesen

… Traurig, kann’s nicht vergessen

… Sollte loslassen – schaff es einfach nicht

… Es tut so weh

… Es ist so ungerecht

… Die Situation zerreisst mich innerlich

… Das Herz ist einfach grösser als der Verstand

 

Und trotz deiner Funkstille, bist Du täglich in meinen Gedanken… Versuche mich abzulenken und schweife doch immer wieder zurück.

Man sagt, mal soll im Jetzt leben… aber es ist verdammt schwierig und verletzend…

 

Warum kann ich Dich nicht vergessen?

Warum bist Du so präsent?

Warum hast Du mich seit über 15 Jahren in Deinen Bann gezogen?

Warum??

Ja, es muss Liebe sein – unglückliche Liebe, aber echte Liebe … Sorry 😦 ❤

Eine Idee ?

boite-cadeau-ouverte-orange11Wir Erwachsenen machen uns zu Weihnachten keine Geschenke mehr – schon seit ein paar Jahren. Die Kids bekommen was und schenken den Grosseltern und Gotte / Götti (Paten) etwas.

Töchterchens Freund wird ziemlich sicher mit uns zusammen am 24. feiern. Also er ist ja nicht mein Kind, aber irgendwie halt doch noch „ein Kind“… und meine Kinder bekommen etwas von mir, also denke ich, dass ich auch etwas für ihn haben sollte…. die Frage ist nur was??

Was schenkt man einem 16-jährigen den man grad mal 2 Monate kennt? Hat irgend jemand eine Idee?

Was für eine Woche…

… und es ist noch nicht vorbei…

Letzten Mittwoch habe ich den Brunsliteig gemacht. Mein Vater hat – wie jedes Jahr – eine Bestllung für seine Arbeitskollegen gemacht.

Dann am Donnerstag ist meine Kindsfreundin (ich kenne sie, seit ich 2 Jahre alt bin) gegen 14h am Bahnhof angekommen. Ich holte sie dort mit meinen beiden Pflegekindern (1,5 und 3,5 Jahre alt) ab und es ging gleich los:

Erst mussten wir einkaufen, dann – zuhause – machten wir einen Zitronencake und 24 Muffins für Mama. Sie hatte mich darum gebeten, da sie in der Kirche einen Weihnachtsbasar hatten.

Als meine Pflegekinder gegen halb sechs abgeholt wurden, stiegen wir ins Auto und holten Töchterchens Freund auf der Arbeit ab. Wir begleiteten ihn an ein Unihockey-Spiel ca 40km von hier. Seine Mannschaft hat gewonnen und gegen 21h waren wir wieder daheim. Meine Freundin und ich haben dann noch bis halb zwei Uhr morgens gequatscht…

Freitag morgen haben wir Brunsli ausgestochen und zum trocknen hingelegt. Auch kam Mama noch vorbei, um die Muffins und den Cake abzuholen. Wir haben noch gemeinsam Mittag gegessen. Nachmittags habe ich das Gepäck für Sohnemann vorbereitet – er fährt am 1. Dezember für eine Woche mit der Schule in ein Lager. Dann brachten wir Sohnemann in die Tanzstunde und danach musste ich zu Hauptprobe. Von 18h-23h war ich also abwesend und meine Freundin kümmerte sich um die Kinder, das Nachtessen und meine Mama kam dann auch noch vorbei (das war so abgesprochen 😉 ). Auch heute redeten wir bis spät in die Nacht….

Samstag morgen war es einigermassen gemütlich. Ich fuhr um 16h los und meine Familie kam später mitsamt Töchterchens Freund auf 20h ans Konzert. Es war super! Wir haben wirklich gut gesungen und die Kirche war voll !

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Nach dem Konzert mussten noch die Kirche aufgeräumt werden und gegen halb elf beschlossen wir noch in einer Hotelbar einzukehren. Mama, Kinder, Freundin und ich hatten es wirklich lustig. Im Hotel fand irgend eine Travestie-Party oder so statt – hatte schon ein paar eigenartige Gestalten :D. Als wir um 00h30 nach Hause fuhren (Mama zu sich, alle anderen mit mir) merkten wir – als wir ankamen – dass Mama mein Hausschlüssel hat. Na toll! Also gut, wir mussten den Schlüssel holen und wir haben Mama in der Mitte des Weges getroffen… Schlussendlich war es kurz nach 1h, bis wir daheim waren. Geschlafen haben wir allerdings nicht vor 2h30…

Am Sonntag morgen brachte ich meine Freundin gegen 10h auf den Bahnhof. Um 13h fuhr ich nach Genf – das 2. Konzert war um 17h und ein voller Erfolg. Wir hatten sogar Standing Ovations… Danach gab’s noch ein Apéro und als ich um 21h zuhause ankam wollte Mama mit den Kids ins Mc Donalds. Ok, gesagt – getan. Wir waren kurz vor halb elf wieder zurück und ich steckte die Kinder ins Bett.

Montag morgen habe ich Sohnemann dann zum Bus gebracht und ich war kurz nach halb neun wieder daheim. Ich war ziemlich k.o. Habe mich von 9h15 – 10h15 nochmals ein wenig hingelegt… Mittags kam ein Pflegekind zum Essen und um halb zwei fuhr ich zu meiner neuen Arbeit. Das war schön chaotisch. Abgemacht war, dass die Schlüssel im Briefkasten sind – den Briefkastenschlüssel hatte ich bekommen. Ich öffne den Kasten… keine Schlüssel da. Na gut… ich ruf mal den Pfarrer an. Er war erstaunt darüber, kam aber sofort vorbei, damit ich ins Büro konnte. Als ich den PC startete, wurde ein Passwort verlangt. Ich habe verschiedene (aufgeschriebene) Passwörter ausprobiert…. aber keines hat funktionniert. Also hing sich der Pfarrer an die Strippe und telefonierte 3 verschiedenen Leuten, um das Passwort heraus zu finden (die ehemalige Sekretärin war schon nach Chile weggeflogen und nicht mehr erreichbar). Schlussendlich hat es dann geklappt. Alles in allem war der 1. Arbeitstag ganz gut 🙂 . Abends habe ich noch die Brunsli eingepackt, um sie heute morgen weg zu schicken. Geschlafen habe ich kurz nach Mitternacht…

Heute morgen, nachdem ich auf der Post war, musste ich noch aufs Arbeitsamt und um 10h kam mein 1. Pflegekind und mein Bruder. Er hatte mich heute morgen via whatsapp gefragt, ob er vorbei kommen könne – er bräuchte meine Hilfe bei der Buchhaltung seines Baseballclubs… Dann hat mich um halb elf Töchterchen angerufen: sie hätte ganz vergessen, dass sie heute in der Schule mittag isst… Kannst Du mir um 11h30 etwas bringen? Gut, also fuhr ich in den Laden, brachte ihr das Pic-Nic und holte dann mein 2. Pflegekind. Wieder nach Hause, mittag essen kochen… Mama kam vorbei und wir assen alle gemeinsam.

Heute Nachmittag war es endlich etwas ruhiger. Die Pflegekids spielten ganz toll miteinander, Bruderherz ging gegen 14h und mit Mama haben wir in der Küche Kaffee getrunken und gequatscht.

Wie ihr seht – es war mir nicht langweilig seit einer Woche… aber immerhin vergess‘ ich so andere Dinge, an welche ich sonst zu oft denke….

Ich hab’s gewusst…

Heute morgen wär ich fast aus dem Bett gefallen…

Als um 6.30 der Wecker läutete (mein Handy ist mein Wecker), sah ich, dass ich eine neue SMS habe. Ich öffne sie und traute meinen Augen nicht:sms copie

Um 1h04 (ich schlief Gott sei Dank schon) schrieb Pierre:

… jetzt vermisse ich deine sms… verdammt, ich darf dir keine Hoffnung machen und doch denke ich zu oft an dich…

Das ist doch mal eine tolle Überraschung am morgen *Ironiemodusaus*. Ich wusste es! Ich wusste genau, dass genau dann, wenn ich ihn langsam am vergessen bin, irgendwas von ihm kommen wird… Und ich habe ihm schon lange nicht mehr geschrieben – voilà!

Ich habe bis jetzt nicht zurück geschrieben *stolzbin* – aber werde ich es durchziehen? Oh Mann ist das schwer… oh Mann ist das ein Idiot… oh Mann was soll ich tun ?

 

Flügel

PICT0054Ich habe einen Flügel der momentan in einer Pianobar in einem Hotel in Davos steht. Nun wurde ich angerufen, dass die Pianobar aufgelöst wird… und ich muss einen neuen Platz für meinen Flügel finden.

Bei mir habe ich keinen Platz. Nun suche ich jemanden, der meinen Flügel bei sich aufnehmen will. Ich stelle in gratis zur Verfügung, allerdings müssten die Transportkosten übernommen werden.

Nun denn, ich habe soeben eine Mail an meine Chor-Freunde gemacht. Und der Saxophonlehrer von Sohnemann wird sich in der Musikschule erkundigen, ob sie eventuell Interesse hätten.

Ich hoffe, ich finde einen Platz…

Unihockey

Töchterchens Freund hatte heute 2 Unihockey-Spiele in Genf. Das ist ca 45 km von uns entfernt.Unihockey-Club-Comet-Cheseaux-3

Da Töchterchen ja noch nicht selbst mobil ist, habe ich vorgeschlage, dass ich sie hinbringen kann. Eigentlich wollte ich in der Zeit des Spiels irgendwas machen, aber beide meinten, ich soll doch unbedingt auch bleiben und zusehen.

Ok – also bin ich geblieben.

Wir waren um 10h45 dort und fuhren gegen 13h30 wieder heimwärts. Bei der Rückfahrt haben wir den Freund gleich mitgenommen. Als wir zu hause ankamen, machten es sich die beiden auf dem Sofa gemütlich. Eingekuschelt schauten sie gemeinsam Musikvideos und genossen die Zweisamkeit. Ich wollte ja nicht stören und zog mich in die Küche zurück – hatte sowieso noch etwas zu tun.

Der junge Mann fühlt sich anscheinend sehr wohl bei uns, denn er hat überhaupt keine Hemmungen sich wie zu hause zu fühlen, und das freut mich sehr 🙂

Freud und Leid

Wir kennen alle Hochs und Tiefs in unserem Leben. Doch was ich momentan fühle, ist wirklich beides gleichzeitig…

018Einerseits freue ich ich total für Töchterchen. Sie ist so glücklich und der junge Mann ist wirklich ein Goldschatz. Ich habe glaub noch nie einen so tollen Teenager gekannt. Er ist gut erzogen, freundlich, hilfsbereit, verständnisvoll, sensibel, macht Konversation, hat ein gutes Familienverhältnis… alles was man sich eigentlich wünscht, und ich bin sehr glücklich für die beiden. Ich wünsche mir wirklich, dass die beiden noch lange zusammen bleiben – denn er hat einen sehr positiven Einfluss auf Töchterchen und sie passen einfach toll zusammen.

 

Gleichzeitig stimmt es mich traurig. Wohl weil mir bewusst wird, dass Töchterchen langsam erwachsen wird und ich immer älter :D. Nicht das ich eifersüchtig bin – im Gegenteil, aber ich frage mich seit ein paar Tagen, ob ich jemals wieder jemanden haben werde? Ich fühle mich irgendwie allein – nicht zu verwechseln mit einsam, denn das bin ich nicht. Meine Familie und meine Freunde geben mir das Gefühl, nicht einsam zu sein. Aber wenn ich – wie letzten Samstag – Töchterchen zum Freund fahre und Sohnemann beim Kolleg ist, dann fühl ich mich irgendwie leer und allein. Natürlich könnte ich zu meiner Mama fahren oder zu einer Freundin, aber das ist halt nicht das gleiche wie wenn man mit einem Partner etwas unternimmt. Oder auch abends, wenn die Kids im Bett sind… ich sitze (oder besser: liege) auf dem Sofa, der Fernseher läuft nebenbei und ich denke, wie schön es wäre, den Abend mit jemandem zu teilen. Natürlich kommt mir – wie sollte es auch anders sein – ständig Pierre in den Kopf, und dass nervt mich zusätzlich! Denn dieser Trottel meldet sich ja seit über einem Jahr nicht mehr. Ich sollte ihn endlich vergessen!

Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich glücklich bin und auch nicht dass ich traurig bin. Irgendwie bin ich beides zusammen. Und das beklemmende Gefühl in der Brust schwächt mich irgendwie. Meine Motivation scheint auf Reisen gegangen zu sein… gestern und heute musste ich mich mehrere Male zusammen nehmen, um nicht in Tränen auszubrechen.

Ich hoffe, dass dieser Zustand nicht all zu lang andauert, denn dieses bedrückende Gefühl mag ich überhaupt nicht….