Été indien

Ich liebe den Été indien. Ich könnte auch „Indian Summer“ schreiben, denn das deutsche Wort „Altweibersommer“ finde ich einfach so unschön !

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Herbsonne durchflutet den Wald
Laub liegt schon am Boden
Es wird kälter nun schon bald
Zeit wird langsam verschoben
 
Man kann den Herbst jetzt riechen
und bunt sind nun die Wälder
Auch Tiere wollen sich verkriechen
geerntet sind die Felder
 
Der Sommer musste weichen
Bunt sind des Herbstes Farben
Ich lieb‘ die alten Eichen
Mit ihren vielen Narben
 
Der indianische Sommer ist nun da
Ich geniesse ihn in vollen Zügen
Ich weiss, der Winter ist nun nah,
und ich lass‘ mich vom Schein nicht trügen
 
Angenehm sind die letzten Strahlen
Welche die Sonne mir noch schickt
Ich nehm sie für die fahlen
Und grauen Tage mit mir mit…

(c) by boelleli

Stille

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Nicht außerhalb, nur in sich selbst
soll man den Frieden suchen.
Wer die innere Stille gefunden hat,
der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.


~ Buddha ~

Eine letzte sms

habe ich gestern abend verschickt. Eigentlich wollte ich ihm ja nicht mehr schreiben, aber dies wollte einfach noch gesagt sein:

artlimited_img263549Lieber Pierre, ich habe erfahren, dass Du es abglehnt hast als Leiter ins nächste zweisprachige Lager zu kommen. Es ist ja schon schade – wir wären ein super Team gewesen, Du als Leiter, ich in der Küche. Tja, es sind alle ziemlich enttäuscht (von mir wollen wir jetzt nicht reden!!), aber man kann es wohl nicht ändern… ??!!

Ich verstehe nicht, warum Du mir NIE Antwort gibst – ich habe mir wirklich Sorgen um Dich gemacht !!! Ich weiss ja, dass du verheiratet bist und ich weiss, dass du das mit deinen Prinzipien nicht vereinbaren kannst. Du willst mich nicht verletzen, aber es tut umso mehr weh, wenn Du mich einfach ignorierst… !! Glaub mir, ich kann Dich schon versteh’n, aber wilst Du mir jetzt ganz aus dem Weg gehen und mich nie mehr seh’n ? Bedeute ich Dir gar nichts??

Wenn Dir auch nur ein bisschen etwas an mir liegt, dann komm doch mal vorbei oder wir treffen uns an der Herbstmesse!!??
Bitte Pierre, lass mich nicht einfach so links liegen – Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du ein kaltherziger Mensch bist. Und wenn du das machst, damit ich denke „so ein Vollidiot“… dann täuscht du dich! Das werd ich NIE vo Dir denken!

Schlaf gut und denk ein wenig an mich :-*

 

Voilà – und das war meine letzte sms an ihn. Es kam natürlich (bis jetzt) nichts zurück.

Ich werd ihm nun nicht mehr schreiben. Wenn wir dafür bestimmt sind, uns wieder zu treffen (was ziemlich sicher der Fall sein wird. Früher oder später werde ich an einem Event der Kirche teilnehmen und ihn wieder sehen) – dann war und ist jetzt einfach nicht die richtige Zeit dazu…

 

 

Aus der Traum…

… zumindest für nächsten Sommer.ferkel_ballon

Pierre hat (nicht mir) geantwortet, dass er nicht als Hauptleiter mit ins Lager kommt. Er hätte zuviel zu tun und keine Zeit.

Ob das wahr ist?

Ich weiss nicht, ob er wusste, dass ich in der Küche sein werde.

Na ja, was soll ich tun? Ich finde es natürlich sehr schade – aber ändern kann ich nichts daran. Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass er dabei sein wird, aber irgendwie wusste ich, dass er nicht kommt…

Was wohl mein heutiges Horoskop bedeutet ?

Sie fühlen heute ein leichtes Kribbeln in Ihrem Körper, das Sie einfach nicht in Ruhe lässt. Wenn sie ein ruhiger und ausgeglichener Mensch sind, kann das genau die richtige Anregung dafür sein, einen lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen…

… Die Frage ist nur: welcher?

Juhuuuuu…. es ist Mittwoch

Ich freu mich immer auf den Mittwoch abend, denn dann geh ich für 2 Stunden singen. Immer von 20h-22h. Da kann ich richtig abschalten, mich gehen lassen, geniessen, mal nicht immer an die gleichen Dinge denken – ausserdem fühle ich mich danach immer super, ausgeglichen, relaxed und zufrieden. Juhuuuu !!!

Unser Konzert am 15. Dezember beinhaltet unter anderem folgendes WUNDESCHÖNE Lied

Er lebt !

sonne-gluechlich copieJa, ich weiss, Ihr denkt sicher langsam, ich sei nicht normal… aber er lebt !

Nun, heute habe ich über eine Drittperson erfahren, dass Pierre noch arbeitet – also nicht irgendwie krank oder sonst irgendwas vorgefallen ist.

Es ist schon komisch, aber seit ein paar Wochen war ich so total demotiviert, hatte zu nichts Lust, mein Haushalt verlotterte langsam ein bisschen (bis auf’s kochen und Wäsche waschen und natürlich die diversen Sachen, die die Kids betreffen) und heute ging fast alles wie von selbts. Ich hab Fenster und Böden geputzt, gut gekocht, mit Freude den Kids bei den Hausaufgaben geholfen, … ich war einfach total gut drauf (und bin es immer noch).

Seltsam, was so eine positive Information für Auswirkungen hat…

Zeit

Haben wir genug Zeit?

In unserer heute hektischen Welt hört man oft: ich hab keine Zeit dazu – mir fehlt die Zeit – das braucht zu viel Zeit

Alles muss immer schnell und noch schneller gehen. Wieso eigentlich? Was haben wir davon, wenn wir alles schnell machen ? Ausser Stress eigentlich nicht viel.

Natürlich ist es toll, wenn man schnell per email etwas fragen kann, wenn man schnell im www eine Information findet, wenn man mit dem Auto noch schnell zur Tankstelle fahren kann, wenn man vergessen hat, Milch zu kaufen (allerdings dann das doppelte oder dreifache dafür zahlt)… Aber ist es wirklich nötig?

Früher brauchte man zwar länger, um etwas zu bekommen, zu erfahren oder zu machen. Aber ich glaube, die Menschen waren glücklicher. Natürlich war das Leben hart. Um essen zu können, musste das Feld bestellt, gepflegt und geerntet werden. Socken wurden gestopft (und nicht weggeschmissen und schnell neue gekauft). Kinder freuten sich über einen lang ersehnten Ausflug oder das Geburtstagsfest, über einen Restaurant-Besuch (als Kind war es für mich ein Ereignis, wenn wir an meinem Geburtstag nach Zürich ins Mc Donalds fuhren !). Die Adventszeit wurde gelebt und genossen – es ging nicht immer nur um Konsum. Heute fangen die Geschäfte schon im Oktober mit Weihnachtsdekoration an…. Zeit ist Geld …

Heute ist auch alles selbstverständlich. Ein Kindergeburtsagsfest muss immer übertrieben organisiert sein, Hochzeiten mit 300 geladenen Gästen sind normal (an meiner Hochzeit waren wir 20 Leute – Pfarrer inbegriffen), einen Ausflug an den XY-See ist langweilig – no action !

Ich bin noch keine 40 und fühle mich heute manchmal schon als wär ich 80. Der Satz „Früher war alles besser“ kommt mir fast täglich in den Sinn… Ich glaube, ich lebe wirklich in der falschen Zeit…

Modernes Mittelalter

Seit geraumer Zeit fasziniert mich das Mittelalter.

Seit Jahren lese ich regelmässig Romane, welche im Mittelalter spielen und auch geschichtliche Hintergründe beinhalten. Meist so zwischen 1150 und 1500.

Viele historische Gestalten wie z.B. der Erzbischoff von Canterburry, Thomas Becket (1118 – 1170) oder der englische Earl Henry Plantagenet (1281-1345) werden immer wieder erwähnt. Auch die damaliegen Ratsherren – manche haben wirklich existiert – sind wie Vertraute.

Im Nachhinein und verglichen mit unserer heutigen Lebenslage, komme ich je längs je mehr zum Schluss, dass wir heute in einem modernen Mittelater leben

Natürlich haben Frauen heute Rechte, werden Menschen nicht mehr gefoltert um ein (unwahres) Geständnis zu erpressen, haben Kinder ein Recht auf „Kind sein“, regiert nicht mehr die Kirche, wissen wir viel über Krankheiten und deren Heilung, haben wir Ferien und können auch als „das gemeine Volk“ lesen und schreiben. Outlaws (Gesetzlose) gibt es so wie damals nicht mehr und es muss auch niemand mehr auf der Strasse leben – soziale Einrichtungen verhindern dies.

ABER: lassen wir mal das ganze „Drumherum“ weg und konzentrieren uns auf das Wesentliche: Haben wir es heute wirklich soviel besser?

Der Normalbürger muss Steuern zahlen – heute an den Staat, damals an den Marktgrafen oder den Bischoff, respektive den König.

Zahlt man nicht – weil es einem unmöglich ist – gibt’s schlussendlich eine Pfändung; damals wurde einem die einzige Kuh genommen oder die Tochter musste auf dem Gut des Grafen unetgeltlich als Magd (und was eine Frau sonst noch alles zu bieten hatte…) arbeiten und jede Laune des Grafen still ertragen.

Unser heutiger Staat verhält sich nicht sonderlich besser… wir werden von ein paar „Oberen“ und einigen Privaten Leuten (z.B. Banken, Krankenkassen) regiert und haben nicht viel zuKraeuterfrau sagen. Obwohl wir hier in der Schweiz die direkte Demokratie haben, finde ich oft, dass wir nicht viel zu melden haben. Ich habe jedenfalls noch über eine Erhöhung der Krankenkassenprämen abgestimmt … Und wie damals im Mittelalter wird die „unterste“ Schicht oft am meisten (finanziell) schikaniert. Diejenigen, die sowieso schon wenig bis nichts haben, müssen noch drauf zahlen.

Manchmal möchte ich am liebsten in einer Blockhütte im Wald leben. Alleinversorger sein und mich nicht mehr die ganze Zeit zu fragen, ob ich mir morgen noch einen Liter Milch leisten kann. Ein bisschen so, wie eine Kräuterfrau im Mittelalter 🙂

3-4 Stunden

2512_snowriseDas ist mein durchschnittlicher Schlaf pro Nacht seit ein paar Wochen…

Erst kann ich bis 2h morgens nicht einschlafen  und dann erwach ich wie auf ein Fingerschnippen um 5h und bin hellwach.

Manchmal denke ich: spinnst Du! Jetzt wird noch etwas weiter geschlafen – mindestens bis 6h30. Aber nein, es geht nicht. Kein Wunder, dass ich dann tagsüber Kriesen habe und am liebsten gleich stehend einschlafen möchte. Vorallem, wenn es seit Wochen so ist. Die Übermüdung ist da und macht sich je längs je mehr bemerkbar.

Ich habe seit etwa einer Woche links an der Hüfte und rechts in der Kniekehle so ein bizarres Ziehen. Es schmerzt nicht wirklich aber ist doch sehr unangenehm. Ich frage mich, ob das psychisch ist? Oder eben, weil ich zu wenig schlafe? Oder ob wirklich etwas ist und ich zum Arzt muss?

Seit ich aus Österreich zurück bin, hat sich mein Ischias-Schmerz wieder gelegt und zum Arzt bin ich nicht gegangen. Ich hatte vor 2 Wochen für einen kurzen Moment ein Ziehen. Das dauerte aber eine knappe Stunde und war dann wieder vorbei.

Ich werde wohl noch das Wochenende abwarten bevor ich zum Arzt renne…

Loslassen

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Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten,
und dennoch ist es schwerer.

© Detlev Fleischhammel, deutscher Theologe

Sehr treffend und realistisch ! Es braucht enorm viel Kraft und Wille, um etwas oder jemanden los zu lassen, sich nicht ständig Gedanken zu machen und dabei nicht unter zu gehen.