Diese Bezeichnung finde ich irgendwie witzig. Was es genau bedeutet, könnt Ihr HIER lesen.
Ich finde es eigentlich gut, dass jeder Kanton seine Eigenart hat. Es ist ein bisschen wie Europa: Jeder für sich und doch zusammen. Ein kleines Europa in Europa 😀 .
Was ich immer so lustig finde: Wenn ich als Baslerin in einem anderen Kanton ein Auto mit Basler Kennzeichen sehe, dann entsteht sowas wie eine Verbundenheit. Die anderen Kantone sind mir in dem Moment nicht so wichtig. Wenn ich aber im Ausland bin, z.B. in Frankreich oder Deutschland, und da ein Auto mit Kennzeichen irgend eines schweizer Kantonts sehe… dann ist diese Verbundenheit auch da.

Ich bin stolz, Schweizerin zu sein – auch wenn das von vielen verpöhnt wird. Ich verstehe nicht, wieso die Franzosen, die Italiener, oder alle anderen stolz sein dürfen und ich nicht? Als ich mit 16 in der Schule war, hatte ich eine griechische Freundin. Irgendwann haben wir mal darüber geredet und als ich sagte, ich sei stolz, Schweizerin zu sein, meinte sie: „was? Du bist stolz? also echt ey !“… ich sagte ihr dann: „Bist du stolz, Griechin zu sein?“ – „Ja, klar doch!“ – „Also: Wieso soll ich dann nicht stolz sein, Schweizerin zu sein? Wieso hast Du das Recht und ich nicht?“… darauf sagte sie nichts mehr.
Ich bin kein Rassist – im Gegenteil. Eine meiner besten Freundinnen ist Algerierin, eine andere halbe Ägypterin, dann habe ich gute Bekannte die kommen aus Argentinien, Polen, Portugal und Marokko… aber ich sehe nicht ein, wieso alle auf ihre Herkunft stolz sein dürfen, nur ich nicht??
Ich finde, dass wir Schweizer im grossen und ganzen sehr tolerant sind. Wenn man bedenkt, dass auf knapp 8 Millionen Einwohner über 1,5 Million Ausländer im Land sind (statistisch gesehen, sind das etwas über 22% der Gesamtbevölkerung).
Wir lassen den verschiedenen Völkern ihre Religionsfreiheit. Das geht soweit, dass in Zürich sogar am Samstag eine ganze Strasse gesperrt wird, damit Moslems beten können.
Das geht soweit, dass es Aufstände gibt, wenn eine Schule dagegen ist, dass Mädchen den Schleier tragen oder verlangen, den Schwimmkurs zu besuchen.
Das geht soweit, das verlangt wird , dass in Schulen oder anderswo Kreuze abgehängt werden müssen.
Das geht soweit, dass man einführen will, in Kindergärten nur noch Hochdeutsch und keinen Dialekt mehr zu sprechen.
Geht’s noch?? Können wir in den anderen Ländern verlangen, dass in einer Schule der Koran nicht gelesen wird oder das unsere Töchter und Frauen ohne Schleier herumlaufen können? Wir müssen uns anderswo auch anpassen, aber gleichzeitig in unserem eigenen Land akzeptieren, dass sie ihre Religion leben. Und dann wird behauptet, wir seien untolerant !
Ich habe nichts gegen diejenigen, welch hier integriert sind, arbeiten, Steuern zahlen und sich anpassen – und auch dass sie ihre Religion oder Tradition leben, akzeptiere ich. Ich habe nur dann etwas dagegen, wenn man die Schweizer kritisiert und als untolerant hinstellt. Ich sage immer: leben und leben lassen !
Ich finde, wir Schweizer sollten zu unserem Land, unserern Traditionen und unseren Vorfahren stehen! Vor ein paar Jahren war unser Gemeindeamman (Bürgermeister) eine ehemalige Spanierin (sie ist hier geboren und hat auch die schweizerische Staatsangehörigkeit). Aber am 1. August – unserem Nationalfeiertag – spielte eine spanische Musikgruppe irgendwelche spanischen Lieder. Hallo?? Am Nationalfeiertag? Da erwarte ich als Schweizerin Hudigäggeler und Jodler… (Am darauffolgenden Jahr fuhren wir am 1. August ins Berner Oberland… Ach war das ein schöner 1. August !!!)
Damals – 1291 – haben die drei Urkantone dagegen gekämpft, um nicht mehr von anderen regiert zu werden. Wie heisst es so schön im Rütlischwur :
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Wir wollen sein ein einzigVolk von Brüdern
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.