Gestern Abend

… war schlimm.

1002270_392384357538089_1568034393_nJa, ich war ziemlich schlecht drauf abends. Ich hatte von vorgestern auf gestern einen Traum von Pierre… Tagsüber ging’s – ich war mit den Kids den ganzen Tag in der Stadt. Doch dann, abends als die Kids im Bett waren, kam alles wieder hoch…

Dabei war der Traum von Pierre nicht mal extrem lang oder spektakulär (obwohl…) :

Ich kam in ein Café das auf 2 Etagen war. Unten waren alles Leute, die ich kannte und die mich aufforderten, in den 1. Stock zu gehen. Ich ging also hoch und da sass Pierre – ganz allein – an einem Tisch. Ich setzte mich zu ihm und er nahm meine Hand, schaute mich an und sagte: meine Frau ist gestorben…

Dann erwachte ich.

Irgendwie war ich etwas verwirrt… was sollte das? Wieso träum ich so einen Schwachsinn? Soll das ein vorhersagender Traum gewesen sein? Oder ein Wunschtraum?

Seit seiner letzten sms habe ich nichts mehr von ihm gehört und ihm auch nicht mehr geschrieben. Ich versuche – einmal mehr – ihn zu verdrängen. Wieso um alles in der Welt träum ich von ihm? Es nervt mich, weil ich – trotz guten Willens – nicht von ihm los komme.

Jemand sagte mir, ich solle ein klärendes Gespräch mit ihm verlangen. Ich soll ihm eine sms schicken und ihm 2 Wochen zeit zum antworten / abmachen geben und ihm schreiben, dass wenn er sich nicht melde, er meine Nummer löschen und mich nicht mehr kontaktieren soll. Ok, das wär eine Lösung, aber: Er hat die Nummer von meiner Mama und von meiner Tochter… ausserdem: das „Risiko“ ihm vielleicht in einem Jahr oder so wieder über den Weg zu laufen (wie an der Synode) ist auch da…

Ich weiss nicht…

 

Dicke Mädchen

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Wer kenn schon
die Not eines überaus dicken Mädchens?

Man sagt:
nun ja – doch sie hatte ein gutes Herz

Stets braucht die Gesellschaft
dicke Mädchen mit guten Herzen
in Heimen, Spitälern, Kantinen
in Fabriken, Geschäften, Büros

Doch manchmal
möchten auch ihre Herzen
verrückt und geliebt
statt immer nur gut sein

Dann träumen sie liebe
in wetterleuchtenden Farben
liebkosen den einsamen Körper
abends im traurigen Bett
mit den fühlsamen Händen
des zärtlich erdachten Freunds

Später verschliessen sie
solche Träume tief in ihre Enttäuschung
und versuchen so tapfer als möglich
gut und gütig zu bleiben
statt böse und bitter zu werden

Doch wer kennt schon
die heimlichen Kämpfe
der überaus dicken Mädchen
die man zur Rolle bestimmt hat
gut und selbstlos zu sein?

Ach wäre ein Gott
ach wäre ein Gott
der Fleisch wird im Fleisch
eines überaus dicken Mädchens

(im www gefunden)

.

.

.

„In jedem fetten Mensch sitzt ein dünner gefangen,

der mit wilder Zeichensprache darum bittet, herausgelassen zu werden“

(Cyril Connolly)

Religion


Die Frage ist nicht,

was mir die Religion nützt,

sondern was ich durch sie werde.


~ © Ernst R. Hauschka ~

… und es ist auch ganz egal, welche Religion. Ob Christ, Buddhist oder Moslem. Ich bin einfach davon überzeugt, dass Menschen mit einem Glauben – egal in welche Richtung – ausgeglichener sind. Ich rede jetzt nicht von Extremisten, sondern von solchen, die ihren Glauben leben – in einem normalen Rahmen.

Ich bin zwar Christ, aber ich bin sehr oeukumenisch. Eine meiner besten Freundinnen ist Muslima. Wir tauschen uns viel aus, reden über Gott, respektive Allah und die verschiedenen christlichen und muslimischen Traditionen. Ich finde diese Gespräche immer sehr bereichernd. Aber auch im Buddhismus und der Esotherik kann ich viel lernen und für mich heraus nehmen.

Ich glaube auch, dass ich durch meinen Glauben (unter anderem, natürlich nicht nur) auch die nötige Kraft habe, meinen Gefühlszirkus und die täglichen Probleme besser in den Griff zu bekommen…

Frühreif… ?

Heute morgen war ich mit den Kids in der Stadt.

Shoppen ist zur Zeit die Lieblingsbeschäftigung meiner Tochter (12,5). Heutzutage sind die Kids ja extrem frühreif – na ja, wie sollte es auch anders sein, wenn man mit 5 schon Sexualkunde in der Schule hat…

037Aber zurück zum Shopping: Wir waren also in verschiedenen Läden, hauptsächlich für Kleider (zum Leid von Sohnemann, 8, der das gar nicht spannend fand. Aber auch er kam später noch auf seine Kosten !). Töchterchen hatte ihr Taschengeld dabei und kaufte sich einen neuen Bikini und 3 Leggins… und dann wünschte sie sich schon seit langem BH’s… na ja, so richtige, obwohl sie eigentlich noch praktisch keinen Busen hat. Aber alle in der Schule haben das – „man“ muss mit dem Trend gehen… also gut, ich habe ihr zwei gekauft: einen schwarzen und einen weissen.

Manchmal macht es mir Angst, dass sie mit 12 schon so ist wie ich damals mit 15/16… Eben noch war sie noch so klein und jetzt schon eine junge Dame. Mode, Schminke, Haare…. alles im Rahmen, nicht übertrieben. Ich finde sogar, sie macht das sehr dezent und ausgesprochen gut.

Doch ich frage mich manchmal: war ich auch so? Ich kann mich nicht erinnern, das es wichtig für mich war, das mein Busen wächst. Irgendwann war er einfach da… . Mit schminken habe ich angefangen, als ich 15/16 war und die Haare… na ja, ich hatte immer gepflegte Haare, aber nicht so, dass ich jetzt stundenlang vor dem Spiegel stand und mit dem Babyliss dran rum werkelte…

Meine Tochter ist diesbezüglich ganz anders als ich. Crèmen für dies und jenes sind jetzt schon wichtig, Make-Up wie Stars (sie hat mehr Schminkzeug als ich – selbst gekauft) ein absolutes Muss. Aber sie ist sehr vernünftig und obwohl ich ihr die Freiheit lasse, schminkt sie sich immer sehr wenig und natürlich. Ich bin stolz auf meine Tochter, wie sie das alles handhabt.

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Andererseits vermisse ich jetzt schon die Zeit, als sie noch ein kleines Mädchen war, ich ihr putzige Röckchen von H&M anziehen und tolle Mädchenfrisuren machen konnte – nach meinem Geschmak. Heute kann ich ihr nicht mehr einfach etwas kaufen, denn unsere Geschmäker sind ziemlich verschieden. Natürlich lasse ich sie machen, sie muss ja ihre eigene Persönlichkeit, ihren eigenen Style entwickeln… doch ab und zu wüschte ich mir, sie wär noch mein kleines Mädchen…

 

 

Schönen 1. August !!!

1-august

Heute ist Nationalfeiertag in der Schweiz.

722 Jahre ist es her, seit Uri, Schwyz und Unterwalden sich trafen und den Rütlischwur ablegten.

Ich kritisiere zwar mein Land, doch ich bin auch stolz darauf, Schweizerin zu sein. Ich finde es krass, wieviele Schweizer/-innen nicht mal die Geschichte und Landeshymne kennen. Wieso sollen wir Schweizer nicht stolz auf unser Land sein? Andere Völker sind es auch !

Drum hier für Euch unserer Landeshymne (die ich übrigens sehr schön finde und mich jedesmal wenn ich sie singe fast zu Tränen rührt – bin wohl einfach zu sensibel… ) mit Text :

Zuviel des Guten

Die Menschen neigen immer mehr dazu,

über ihre Gefühle nachzudenken,

anstatt zu fühlen.

Erich Fromm
 

Nun, ich bin damit eigentlich ziemlich einverstanden, denn ich mach das ja selbst auch. Ich frage mich oft, warum fühle ich so für diesen Menschen? Eigentlich ist er doch ein Idiot und würde mir warscheinlich sowieso nur weh tun…

In die gleiche Richtung geht auch folgendes:

084Ich habe schon darüber nachgedacht, wieso heute soviele junge Leute sexuelle Probleme haben? Also in meinem direkten Umfeld kenne ich einige. Liegt es vielleicht daran, dass man heute in der Theorie alles genau lernt? (Sexualkunde mit 5 bei uns in den Schulen ist normal. Wie soll ein Kind einen normalen Bezug dazu bekommen, wenn es mit 5 schon darüber aufgeklärt wird? Man muss sich dann nicht fragen, weshalb fünfjährige Genitalien anstatt Blumen und Schmetterlinge zeichnen…).

Ich meine: es wird einem alles erklärt (letzhin habe ich sogar ein Spam bekommen, welche auf eine Seite führt, um einen Blow-Job richtig zu machen… hallo ???) Schlussendlich hat man dann in der Praxis doch  Angst, alles richtig zu machen… und genau das führt  im Endeffekt dazu, dass es eben nicht klappt. Man ist verkrampft, unsicher und lässt sich nicht einfach gehen… . Man hat ja nichts mehr „zu erkunden“… es wurde einem ja schon alles gesagt und gezeigt.

Die Aufklärung und Befreiung in den 60er/70er war ja schon gut… aber zuviel des Guten ist dann – meines Erachtens – nicht mehr gut…

Verdrängen

Mein Bruder wurde letzte Woche von seiner Freundin verlassen – einfach so, aus heiterem Himmel. Mich hat es sehr erstaunt, sagte sie (die Freundin) doch oft, wir seien ihre Familie – wir nannten uns schon gegenseitig Schwägerin… und vor noch gar nicht all zu langer Zeit, habe ich sie gefragt, ob sie die Patentante von Sohnemann sein möchte – was sie total freute und gerne annahm. Sie redete von Kindern, von Heirat und die beiden haben sich vor etwa einem Monat Ringe (für mich sah es nach Verlobungsringen aus) gekauft…?

Irgendwie fühle ich mich auch verlassen. Es stellen sich Fragen, die man vorher nie gewagt hätte zu stellen… und doch studiere ich dran rum… also irgendwas ist daran komisch. Kann man sich so in einem Menschen täuschen? Hat sie uns allen wärend 2,5 Jahren etwas vorgespielt? Hat sie nur davon – resektive von meinem Bruder – finanziell profitiert? Sie hat ihre Ausbildung jetzt fertig und verlässt ihn kurz danach? Eigentlich sollte mein Bruder jetzt eine Fortbildung anfangen – jetzt, da sie einen richtigen Lohn hat… Was ist an der Sache faul?

Mein Bruder war jetzt eine Woche weg (war schon lange geplant) und es ging ihm mehr oder weniger gut. Doch jetzt, seit er wieder zu hause ist, geht es ihm doch ziemlich besch…

Als er die Woche nicht zu hause war, war es ihm wohl nicht so bewusst. Doch als er nun am Samstag heim kam und all ihre Sachen weg waren, knallte ihm die Realität ins Gesicht. Er hatte es diese Woche einfach nur verdrängt.

Tausend Fragen und keine Antworten… Ich kenne das nur zu gut. Und ich weiss auch, wie gut man Dinge verdrängen kann, welche einen dann wie eine Ohrfreige treffen, wenn man plötzlich wieder damit konfrontiert wird.

Man verdrängt Sachen um sich selbst zu schützen, um nicht in ein Loch zu fallen… Friede, Freude, Eierkuchen…. doch schlussendlich wird man irgendwann davon eingeholt und muss sich der Sache stellen. Man muss da durch – auch wenn’s schwierig ist und weh tut.

 

geb-herzDie Zeit heilt Wunden, sagt man. Doch Narben bleiben immer zurück…

Schadenfreude

schadenfreude_picSchadenfreude ist die schönste Freude… sagt man. Finde ich persönlich überhaupt nicht.

Wenn man manchmal auf youtube ein Video sieht, wie jemand umfällt, sich dabei weh tut und die anderen lachen…. ich finde das nicht witzig. Wie kann man sich über das Unglück oder Schmerzen anderer lustig machen?

Ich finde es auch sehr kleinlich und primitif, wenn jemand extra Dinge sagt oder schreibt, mit dem Hintergedanken, jemanden anderen damit emotional zu verletzen.

Kinder machen das manchmal auch. Sie spotten über ein anderes Kind, dass etwas nicht gut kann. Wenn meine Kids das tun, versuche ich immer, ihnen zu erklären, dass sie es sicher nicht lustig fänden, wenn man so mit ihnen umgehen würde… aber das ist ein längerer Lernprozess. Manche jedoch lernen es nie…

Wikipedia meint dazu:

Als Schadenfreude (selten auch Schadensfreude) wird die Freude über das Missgeschick oder Unglück anderer [1] bezeichnet. Sie kann versteckt als heimliche Schadenfreude empfunden werden oder sich als offene Schadenfreude (Hohn, Spott, Ironie, Häme, Sarkasmus) zeigen. Bei der offenen Schadenfreude wird diese Emotion dem „Verursacher“ direkt mitgeteilt.

Schadenfreude scheint eine dominante Rolle beim Erhalt von Gerechtigkeit und der Bestrafung von Normverstößen in menschlichen Gesellschaften zu spielen. In vielen Religionen und Wertesystemen wird sie jedoch geächtet.

Es werden geschlechterspezifische Unterschiede in Entstehung und Motivation angenommen.[2]

Das Wort „Schadenfreude“ existiert als deutsches Lehnwort im Englischen, Französischen, Italienischen, Spanischen, Portugiesischen und Polnischen.

Stillen

stillenIch habe da zufällig einen Blogartikel gefunden, der übers Stillen in der Öffentlichkeit geht.

Also ich bin ja fürs Stillen – aber man kann es ja auch etwas unauffällig machen.

Ich habe meine Kinder auch gestillt. Aber ich habe mich nie einfach in einem Restaurant am Tisch so entblöst und drauf los gestillt… es ist zwar etwas natürliches, aber es geht schlussendlich aufs gleiche hinaus wie die heutige Sexualität: Sex ist etwas natürliches, aber deswegen muss man es ja nicht gleich immer und überall und vor jedem machen…