Stillen

stillenIch habe da zufällig einen Blogartikel gefunden, der übers Stillen in der Öffentlichkeit geht.

Also ich bin ja fürs Stillen – aber man kann es ja auch etwas unauffällig machen.

Ich habe meine Kinder auch gestillt. Aber ich habe mich nie einfach in einem Restaurant am Tisch so entblöst und drauf los gestillt… es ist zwar etwas natürliches, aber es geht schlussendlich aufs gleiche hinaus wie die heutige Sexualität: Sex ist etwas natürliches, aber deswegen muss man es ja nicht gleich immer und überall und vor jedem machen…

Unglückliche Liebe

6788_sehnsucht… ja, so nenne ich das.

Pierre hat mir vorgestern Nacht um halb zwölf geschrieben, aus heiterem Himmel, gerade als ich dabei war, den Reisebericht hier zu schreiben. Ich war doch sehr baff :

„Ja, die rechte Hirnhälfte sagt: Ja, das ist er! Die andere sagt: spinnst du? Er wird dir das Leben zur Hölle machen.

Was würde dir wohl nicht passen an mir? Willst du die Liste? Dies und jenes und nochmal dies. Er ist nicht pünktlich, denkt an andere … und ich? Ich boelleli komme zu kurz.

Natürlich finden meine Hormone zu deinen Zugang, aber Mann! Ich habe einen Ring um den Finger… An unseren Körpern soll es auch nicht liegen – wir hätten uns schnell gefunden… auch das Baseldeutsch ist nicht das Problem….

Wie es weitergeht ???

Schlaf gut und möglichst tief… :-*

Eh ja… was soll ich dazu sagen? Ich war erst mal baff. Dann dachte ich: er hat getrunken oder irgendwas geraucht… ich habe ihm dann geantwortet:

… ich weiss … aber ich kann nichts dagegen tun – sorry

Weisst, ich versteh dich ja… und ich akzeptiere es auch irgendwie… aber es tut trotzdem weh, wenn man einfach rein gar nichts mehr hört…

Auch wenn du einen Ehering trägst: Du hast den ersten Schritt gemacht… ich möchte es nicht missen, niemals vergessen und die Hoffnung nicht aufgeben! Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Unglückliche Liebe nennt man das wohl…

Sei mir bitte nicht böse, wenn ich dir ab und zu mal schreibe, melde dich ab und zu… und vergiss mich nicht…

Ich legte das Handy zur Seite und schrieb weiter an meinem Eintrag. *pling* He? Nochmal eine Antwort? Er hat wohl wirklich was genommen…

Wäre die Situation anders, käme ich mit offenen Armen auf dich zu… Ich habe etwas Angst vor Deinen Reaktionen. Was soll ich dir sagen, damit’s funktionniert? Ja, mit viel Feingefühl für den anderen und die Kinder…. Jetzt aber Schluss

Körperlich kann ich dich auch nicht vergessen… typisch Männer… :-*

Aha! Jetzt hatte ich die Bestätigung sogar schriftlich: es liegt wirklich einzig und allein daran, dass er verheiratet ist und sie einfach nicht verlassen will – wohl aus Mitleid: Sie ist knapp 10 Jahre älter als er und krank…

Natürlich – so bin ich nun mal – habe ich geantwortet:

Ich habe dir gesagt, dass ich es akzeptiere. Du sagst, du wollest keine Verletzungen zufügen, aber gerade indem du auf Funkstille stellst, tust du das…

Das schlimmste ist: Ich habe keine andere Möglichkeit als zu simsen…

Stell Dir vor, dir würde etwas passieren… ich würde es nicht mal erfahren… wie auch? Du bist nicht mehr in unserer Kirche tätig, wir haben keine gemeinsamen Freunde und ich kann ja wohl schlecht deine Frau fragen…

Ich verlang ja nur, dass du ab und zu mal schreibst oder anrufst (du darfst auch gern mal auf einen Kaffee oder ein Bier vorbei kommen – ich würde nicht versuchen dich zu verführen, solang du das nicht willst !)

Bitte versteh mich… ich respektiere deine Moral, aber gern hab ich dich trotzdem… :-*

Ich war nach diesen 2 sms von ihm schon ziemlich durcheinander und ich konnte dann auch bis vier Uhr morgens nicht schlafen…. und seitdem habe ich nichts mehr gehört…

Heute morgen habe ich ihm noch geschrieben:

Noch was: mach dich nicht schlechter als du bist! Niemand ist perfekt!

Ich sag es noch einmal: Ich respektiere und akzeptiere es… aber lass mich nicht einfach so ohne News wärend Monaten…

Reisebericht

So, da bin ich wieder. Also eigentlich schon seit Dienstagabend, aber ich musste mich erst ein wenig von der langen Reise erholen… aber fangen wir am Anfang an 😉

Tag 1, 11.07.13

Ich holte Mama um halb neun ab und wir fuhren richtung Meersburg. Ein kurzer Zwischenhalt auf einer Raststätte zum Mittagessen und dann bei Konstanz über die Grenze, führte uns das GPS zur Fähre über den Bodensee. Wir wollten aber nicht mit der Fähre auf die andere Seite. Doch das Navigationsgerät führte uns immer wieder zur Fähre, auch wenn ich einen „Alternativ-Weg“ verlangte. Na gut, schlussendlich nahmen wir halt die Fähre. Aber es hatte sich gelohnt. Es war mal was anderes.

Als wir auf der anderen Seite ankamen, fuhren wir rauf zur Meersburg und fanden auch sofort einen Parkplatz. Wir schlenderten gemütlich durch das mittelalterliche Meersburg und als wir die Eintrittskarten für die Burg kauften, hatte es ziemlich viele Touristen und wir befürchteten, dass es mühsam werden wird. Doch wir hatten uns getäuscht. Die Meersburg ist so gross, dass sich das „verlaufen“ hat und wir in aller Ruhe dieses historische Gemäuer anschauen und geniessen konnten. Nach dem Rundgang, tranken wir im Burgcafé einen Apfelsaft und genossen die wunderbare Aussicht auf den Bodensee.

Inwischen war knapp 18h und wir fuhren zu unserem Motel. Es handelt sich eigentlich eher um eine Ferienwohnung. 85 Euro für zwei Personen, mit 2 Zimmern, Wohnküche und Bad, knapp 10 Minuten von Meersburg entfernt und wirklich empfehlenswert ! Auch das Morgenbuffet war sehr gut und die Möglichkeit, im Garten noch etwas auszuspannen bestand ebenfalls

Tag 2, 12.07.2013

Nach einem Nachtessen in der Ferienwohnung, einem gemütlichen Abend und einer guten Nacht, ging’s am nächsten Morgen weiter. Wir verliessen Meersburg gegen 9h und fuhren auf der Autobahn über München und Salzburg nach Wien. Die Fahrt war sehr angenehm und die Landschaft ausgesprochen schön. Wir brauchten gut 8 Std für 650km – inklusive Pausen.

Als wir im Urban Resort Hotel im 15. Bezirk ankamen, benachrichtigte ich unseren alten Bekannten Christian. Wir kennen uns seit knapp 20 Jahren und haben uns über 10 Jahre nicht gesehen. Es war ein freudiges Wiedersehen und wir gingen gemeisam in einem gegenüberliegenden Restaurant Abendessen.

Gegen elf waren wir zurück im Hotel und schliefen auch ziemlich schnell ein.

Am nächsten Morgen stand Schönbrunn auf dem Programm. Das Hotel liegt eine gute 1/4 Std von der Sommerresidenz der Kaiserfamilie zu Fuss. Gegen 9h trotteten wir los. Allerdings brauchten wir eine gute 1/2 Std bis dorthin, denn leider hatte ich seit 2 Tagen schon einen stechenden/ziehenden Schmerz im linken Bein. Wohl der Ischias. Aber hey! Ich war in Wien – da konnte mich auch kein Ischias-Schmerz aufhalten!

Schönbrunn… ja, Massentourismus ebenfalls. Aber ich muss sagen: es ist total super organisiert. Mit einem Audio-Guide haben wir die 42 zugänglichen Räume besichtigt und die Asiatischen Reisegruppen störten uns nicht all zu sehr. Allerdings war ich sehr froh, dass in jedem 2. Zimmer ein oder mehrere Stühle vorhanden waren – denn hinsetzen musste ich mich immer wieder – zu sehr schmerzte mein Bein…

Nach dem Rundgang fuhren wir mit einem kleinen Zug durch den Schlosspark bis zur Gloriette und wieder zurück. Eine ganze Stunde dauerte die Fahrt und es war wunderbar.

Gegen 17h waren wir zurück im Hotel und ruhten uns etwas aus. Etwas später assen wir nochmal mit Christian im Restaurant. Auch diesmal waren wir gegen elf wieder im Hotel und verbrachten eine erholsame Nacht.

Tag 3, 13.07.2013

Wir hatten um halb neun bei der Bushaltestelle mit Christian abgemacht und fuhren gemeinsam ins Stadtzentrum zur Kleinen Kapelle. Christian ist nämlich Priester und hat seine eigene kleine Gemeinde in Wien. Wir haben uns damals kennen gelernt, als er in Bern 1 Jahr die christkatholische theologische Fakultät besuchte. Nach dem schönen Gottesdienst gabs noch Kaffee und Kuchen und wir plauderten angeregt mit den anderen. Ah ja, ein kleiner Hund, ganz ähnlich wie meiner, war auch noch mit dabei 😀

Am Nachmittag machten wir die Innenstadt unsicher 😀 . Wir besuchten den Stefansdom, machten eine Sight seeing tour mit einem Bus (weil ich immer noch Schmerzen hatte) und kehrten dann gegen 18h zurück zum Hotel. Wir assen eine Pizza beim Pizzaservice und gingen dann relativ früh zu Bett.

Tag 4, 14.07.2013

Wir standen gegen 8h auf und nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus wieder ins Zentrum. Wir besuchten erst die Statue von Mozart im Stadtpark und gingen dann zu Fuss zur Hofburg (Winterresidenz). Dann schlenderten wir weiter in Richtung Stefansdom, denn etwa 300 m weiter befindet sich die Wohnung, in welcher Mozart 3 Jahre wohnte. Wir besuchten also das Mozarthaus. Ich bin ein grosser Fan von Mozart ! Als wir raus kamen, entschlossen wir uns, auch noch zur Wohnung von Johann Strauss zu fahren. Erst fuhren wir aber zurück zum Stadtpark und assen unser Pic-Nic. Danach besichtigten wir die Statue von Johann Strauss und genehmigten uns noch einen Kaffee im Kursalon.

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Danach nahmen wir also die Strassenbahn und mussten dann noch ein Stück zu Fuss gehen. An der Praterstrasse 54 befindet sich also Strauss‘ Wohnung. Leider ist die Besichtigung am Montag nicht möglich, denn dann ist das Museum geschlossen… Pech gehabt. Wir setzten uns dann in ein Strassencafé und sahen schräg gegenüber eine Kirche. Wir beschlossen, sie uns anzusehen.

Als wir dann langsam dein Heimweg ins Hotel antraten, sahen wir etwas witziges: ein Swimmingpool auf dem Donaukanal – mitten in Wien

Und noch was anderes sehr lustiges habe ich entdeckt:

Bevor wir dann den Bus zum Hotel nahmen, gingen wir Abendessen. Es war ganz angenehm, eine sehr nette Bedienung und das Essen gut.

Tag 5, 15.07.2013

Der letzte Tag für die Heimreise begann mit einem gemeinsamen Frühstück mit Christian im Hotel. Nach etwa einer Stunde verabschiedeten wir uns, bezahlten das Hotel (ebenfalls sehr günstig: 320 Euro für 4 Nächte, 2 Personen mit Frühstück) und stellten das GPS ein. Nach dem Tanken gings dann auf die Autobahn zurück über Salzburg, München und dann aber nicht Meersburg sondern richtung St. Gallen.

Wir fuhren etwa 3 Stunden und hielten dann bei einer Raststätte an, um einen Kaffee zu trinken

Wir setzten unsere Reise fort und hielten dann am Chiemsee fürs Mittagessen

Nach weiteren 3 Stunden waren wir über die Grenze und kehrten dann ca 60km vor Zürich nochmal ein. Es war eine total nette Bedienung und ein guter Apfelkuchen mit geriebenen Haselnüssen „gebödelet“… 😀

Um 21h waren wir zu hause. Ich war nicht mal unbeding müde nach dieser 10 stündigen Fahrt (knapp 1000km). Es war eine super Reise – trotz Ischias – und die Österreicher sind ein sehr nettes Volk. Wir haben vor, im Oktober nochmal hinzufahren (respektive zu fliegen, denn es wär nur für ein Wochenende – einen speziellen Anlass in der kleinen Kapelle). Ich hoffe, das klappt !

Bundesparlament

Gestern haben Mama und ich einen tollen Tag verbracht. Wir haben vor etwa einem Monat eine Tageskarte der SBB gekauft für den 9. Juli. Erst wollten wir eigentlich nach Schwyz ins Nationalmuseum, doch schlussendlich fanden wir, dass knapp 4 Stunden Zugfahrt etwas lang ist für einen Weg. Also haben wir uns entschlossen, eine Führung durchse Bundeshaus zu machen.

Wir nahmen den Zug um 09.32 Richtung Bern. In Lausanne mussten wir umsteigen :

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In Bern angekommen, schlenderten wir gemütlich am Zytglogge Turm vorbei bis zum Rathaus und assen dann in einem Restaurant direkt neben der christkatholischen Kirche St. Peter & Paul zu Mittag

Neben uns sassen drei ältere Herren und eine Dame. Berner, wie man dem Dialekt entnehmen konnte. Wir kamen irgendwie ins Gespräch und die Unterhaltung mit den 4 Pensionierten war sehr interessant.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, spazierten wir zum Bundeshaus. Die Führung, welche gratis (wo findet man das heute noch !!??) ist, fand um 15h statt.

Wir hatten also noch eine knappe Stunde Zeit und verbrachten sie auf einem Bänkli hinter dem Bundeshaus, mit einem wunderschönen Blick auf die Aare

Um halb drei schlenderten wir dann zum Besuchereingang. Dort stand ein Sicherheitsbeamter mit welchem wir sofort ins Gespräch kamen. Er was äusserst sympatisch.

Wir holten dann unserer Eintrittskarten und mussten durch die Sicherheitskontrolle. Fast wie am Flughafen. Auch die ID musste abgegeben werden und wir bekamen einen Besucher-Badge. Dann ging die Führung los.

Es war hochinteressant und ich kann diese Führung jedem wärmstens empfehlen! Ich bin sogar der Meinung, dass diese Führung als Pflicht ins Schulprogramm aufgenommen werden sollte…

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So, jetzt muss ich aber Koffer packen und noch ein paar Dinge erledigen… schliesslich fahr ich morgen erst nach Meersburg und dann nach Wien. Ich wünsch Euch was! Bis nächste Woche 😉

Ferien

Seit Freitag Mittag haben die Kids Ferien – 7 Wochen…

Am Montag (also morgen) fahren sie für 2 Wochen ins Sommerlager unserer Kirche auf die Mörlialp.

Sie waren letztes Jahr schon dort und ich habe vor ein paar Jahren mehrere Male gekocht wärend diesen Lagern. Dort habe ich ja auch zum ersten Mal Pierre gesehen – damals vor mehr als 15 Jahren… Aber ich will jetzt nicht von ihm schreiben, es ist so schon schwer genug.

Nun, wenn die Kids nicht da sind, werde ich für 5 Tage zusammen mit Mama nach Wien zu einem alten Bekannten fahren. Ich freu mich darauf, denn wir haben uns seit etwa 10 Jahren das letzte Mal gesehen… Ausserdem – ich als Sissi-Fan werde es mir natürlich nicht entgehen lassen, Schönbrunn zu besuchen…

schonbrunn-carola2000

Wenn’s also hier die nächste Woche etwas ruhig ist: keine Angst – ich komm wieder 😉

 

 

Ein weiser Indianer sagte …

Wenn du am Morgen aufstehst,

dann sage Dank für das Morgenlicht,

für dein Leben und die Kraft,

die du besitzt.

Sage Dank für deine Nahrung und die Freude,

am Leben zu sein.

~ Tecumseh eigentlich Tecumtha oder Tikamthi ~

bekannter politischer und militärischer Führer der nordamerikanischen Indianer vom Volk der Shawnee

*1768 (Ohio) / † 05.10.1813 (Moravian/Ontario)

Wer mehr über Tecumseh wissen möchte, klick HIER (Wikipedia)

Ein Zeichen?

Heute habe ich die Wohnungskündigung bekommen…

Also gestern Abend dachte ich : ich will von hier weg… und heute morgen hatte ich den Brief in der Hand. Der Vermieter schreibt, er brauche es für Eigenbedarf (ob das stimmt? Immerhin hat er das bei der oberen Wohnung auch schon mal gemacht, aber niemand von seiner Familie ist danach eingezogen…).

Na ja, jedenfalls hab ich’s gelassen genommen. Irgendwie war mein erster Gedanke: Das ist ein Zeichen. Du musst weg hier !

Na denn…. ich begebe mich demzufolge auf Wohnungssuche…. wird wohl nicht einfach, aber ich schaff das !!!

Glauben – zweifeln – skeptisch

Ich habe diese lesenswerte Geschichte mal irgendwo im Netz gefunden… leider weiss ich nicht mehr wo, aber ich möche sie Euch nicht vorenthalten:

***

entwicklung-des-embryos-lIm Bauch einer schwangeren Frau sind 3 Embryos. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker. Der kleine Zweifler fragt: Glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt? Der kleine Gläubige: Ja, klar das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, daß wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns erwartet.

Der kleine Skeptiker: Blödsinn, das gibt s doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen ein Leben nach der Geburt? Der kleine Gläubige: Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen. Der kleine Skeptiker: So ein Quatsch! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das gar nicht, daß es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon jetzt viel zu kurz ist. Der kleine Gläubige: Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bißchen anders.

Der kleine Skeptiker: Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Quälerei. Und dunkel. Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen. Der kleine Skeptiker: Mutter?!? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte? Der kleine Gläubige: Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein. Der kleine Skeptiker: Quatsch! Von einer Mutter habe ich ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht.

Der kleine Gläubige: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt. Da fragt der kleine Zweifler: Und wenn es also ein Leben nach der Geburt gibt, wird der kleine Skeptiker dann bestraft, weil er nicht daran geglaubt hat? Der kleine Gläubige: Das weiß ich nicht. Aber vielleicht bekommt er einen Klaps auf den Po, damit er die Augen aufmacht und sein Leben beginnt.