Erleichtert

RTEmagicC_a534b6814e.jpgHeute morgen war ich beim Frauenarzt. Eigentlich hätte ich die Spirale entfernen sollen und ich hatte ziemlich Bammel davor. Denn das Einsetzen war schon ziemlich schmerzlich und ich fühlte mich danach, als hätte ich ein Kind geboren… da graute mir vor dem Entfernen noch mehr…

Ausserdem habe ich seit 4-5 Tagen so ein komischen Ziehen unten (genau wie damals, als ich mit meinem Sohn schwanger war) und ich hatte einige Bedenken. Die Möglichkeit konnte bestehen, auch wenn das Risiko bei dieser Spirale „nur“ 2 zu 1000 ist…

Aber 1. : ich kann noch ein Jahr warten mit dem Entfernen und 2. ich bin nicht schwanger ! Gott sei Dank. Das wär wirklich nicht der richtige Zeitpunkt gewesen…

Es kamen dann noch die üblichen Untersuchungen und nach gut 20 Minuten war ich wieder draussen.

Ich war so erleichtert, dass ich zur Kirche ging. Beim Eintreten überkam es mich und ich musste mich erst wieder sammeln, bevor ich wieder raus gehen konnte.

Ich denke, diese Ungewissheit hatte eine grosse Wirkung auf meinen moralischen Zustand… es geht mir heute viel besser als die letzten Tage.

Stärke

„Kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird.“

Karl Johann Hödl

408535_566084286754004_391400769_nDas starke und das schwache Geschlecht… ja, heutzutage weiss ja nun (fast) jeder, dass das starke Geschlecht eben nicht der Mann sondern die Frau ist.

Wir verstehen uns: man redet nicht von Muskel- sondern von emotionaler Stärke. Eine Frau hält von Natur aus schon nur durch die Geburt eines Kindes mehr Schmerz aus als ein Mann sich je vorstellen kann.

Und doch fühle ich mich zeitweise total schwach, habe das Gefühl, dass ich gewisse Dinge nicht mehr aushalte. Emotional total am Boden und doch stark genug, mich um die Kids zu kümmern, „gut drauf bin“… Friede, Freude, Eierkuchen… dabei ist es gar nicht so.

Die letzten Tage waren irgendwie ziemlich stressig. Freundinnen die kommen oder anrufen, weil sie irgendwelche Probleme haben – Helfersyndrom? Ich kann irgendwie nicht nein sagen – dabei geht’s mir ja selbst auch nicht gerade super… und doch finde ich es schön, dass andere das Vertrauen haben und zu mir kommen. Aber ich muss irgendwie ein bisschen bremsen, sonst brauch ich selbst noch eine Therapie…

Ich weiss auch nicht wieso, aber seit 3-4 Tagen bin ich total mies drauf. Ich versuche, es mir so wenig wie möglich anmerken zu lassen, aber die kurzen Nächte und (fast) nichts essen helfen nicht gerade…

Es gibt Dinge…

110893***

… zwischen Himmel und Erde, die versteht man einfach nicht.

Aber man muss damit leben.

Es handelt sich um nichts spezifisches, sondern eher so allgemein.

Aber momentan habe ich grad Null Moral…

Verzweiflung

Heute morgen hab ich zufälligerweise Stunde des Höchsten gesehen. Die Predigt ging um Verzweiflung und sie hat mich irgendwie sehr berührt.

ein Ausschnitt davon:

desespoir

Die Verzweiflung macht es sich gemütlich bei denen, die gelähmt sind vor Angst. Bei denen, die blind sind vor Wut, Trauer, Schmerz. Bei denen, die voller Schuldgefühle und Gewissensbisse sind. Die Verzweiflung richtet es sich da gut ein, wo Menschen die Hoffnung verloren haben auf Veränderung, Besserung, Heilung, Zusammenführung, Vergebung.
 
Verzweiflung kann man die Türe öffnen, wo einer über den anderen denkt, sagt, fühlt, handelt: »Du bringst mich noch zur Verzweiflung«. »An dir kann man ja verzweifeln.«
 
Es ist egal, ob man an Gott glaubt, oder an das Universum, oder an was weiss ich – aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die an etwas glauben, besser im Leben zurecht kommen. Ich glaube an Gott, und auch ich bin manchmal verzweifelt, aber es gibt mir Stärke und Kraft, auch in schwierigen Momenten durchzuhalten…
Hier könnte Ihr die ganze Predigt lesen.

Warten

Ich habe das Gefühl, dass ich immer nur warte, und das seit Jahren.

Das Universum (Gott, oder was oder wer auch immer) scheint es lustig zu finden, mich die ganze Zeit warten zu lassen…

… auf eine Antwort … auf eine Begegnung … auf eine Entscheidung … auf einen Kuss … auf eine Umarmung … auf eine sms … auf ein Telefon …

 

Waiting_for_you_by_pincel3d

 

Manchmal hab ich so genug davon, immer nur zu warten. Und an Tagen wie heute, da möcht ich am liebsten weit weg gehen, alles stehen und liegen lassen, keine Verpflichtungen haben, ausbrechen aus dem Altag.  Dieses „gefangen sein“ im Altag zerreisst mich manchmal fast. Ich möchte ausbrechen, das tun, wozu ich jetzt grad im Moment Lust habe… aber nein, ich muss warten… immer warten…

 

Haiku

040 copie

Meine Grossmamma liebte Haikus. Sie hat auch selbst welche geschrieben.

Dieser Post ist für Dich, Grosmamme ♥ R.I.P.