Pierre X

Ich habe dann durch einen Pfarrer erfahren, dass er im Mai kirchlich heiratet. Am liebsten wär ich hin gefahren – traute mich natürlich nicht, denn ich wollte ja niemanden in Verlegenheit bringen.

Ich schrieb ihm eine sms am Tag nach seiner Hochzeit, in welcher ich ihm alles Gute für die Zukunft wünschte.

Ich hörte nichts von ihm, den ganzen Sommer nicht. Auch an die jährliche Veranstaltung der Kirche an Auffahrt kam er nicht. Im Oktober 2011 schrieb ich ihm eine sms:

Hallo Pierre. Ich habe soeben nochmals deine sms gelesen, welche du mir an der Fasnacht geschickt hast… ich warte seitdem auf dein Telefonat… Ich weiss nicht weshalb, aber in den letzten Wochen kommst du mir immer wieder in den Sinn und ich habe das Gefühl, es gehe Dir nicht besonders gut… Ich hoffe, mich zu täuschen. GLG und knuddel

2 Tage später läutet das Telefon – er ! Ich war innerlich ganz aufgeregt, nahm ab und versuchte, so cool wie möglich zu sein. Anfangs sagte er mir, dass er meine sms seit 2 Tagen immer und immer wieder gelesen und es jetzt einfach nicht mehr ausgehalten habe. Drum rufe er auch an. Wenn ich jetzt bei ihm wäre, würde er mich mit Sicherheit nicht von der Bettkannte stossen… Wir haben über eine Stunde telefoniert und er machte mir – echt wahr! – ganze Liebeserklärungen. Also am liebsten würde er jetzt gleich zu mir kommen. Ich meinte dann, es sei ein wenig spät, um 23h eine Stunde bis zu mir zu fahren. Er bejate dies und versprach dann aber, ganz sicher mal vorbei zu kommen – allerdings könne er mir dann nicht garantieren, dass er als Kirchenmann käme, sondern eben als MANN… Unter anderem bestätigte er mir auch, was ich insgeheim dachte: er antworte bewusst nicht auf meine sms, aus reinem Selbstschutz.

Ihr könnte Euch wohl vorstellen, dass ich nach diesem Gespräch total aufgewühlt war und das Gefühle hatte, die Welt drehe sich nicht mehr…

Fortsetung folgt…

Pierre IX

Der Inhalt seiner sms verwirrte mich doch sehr, da stand:

Liebe boelleli, manchmal ist das Leben doch sehr unverständlich. Seit kurzem hast Du Dich von Deinem Mann getrennt. Irgendwie ist das doch merkwürdig, denn im Februar habe ich standesamtlich geheiratet… Ich frage mich, was passiert wäre, wenn Du dich schon letzten Sommer getrennt hättest… Wie auch immer, bei mir hat sich das Leben relativ stark verändert, ich bin seit dem 1. Feburat wieder zu 100% krank geschrieben. Ob ich je wieder für unsere Kirche tätig sein werde weiss ich noch nicht… Alles weitere erzähl ich dir am Telefon. GlG, knuddel  Pierre

Schock ! Was sollte ich darauf antworten?? Ich las die sms sicher 10 Mal bevor ich ihm dann schrieb, dass ich nicht recht wisse, was ich sagen solle, ausser natürlich ihm alles Gute für seine Ehe zu wünschen – Es kam nichts mehr zurück…

Etwa 2 Wochen später schickte ich ihm eine Mail, in welcher ich ihm ein „Gedicht“ schickte, welches ich speziell für ihn im November des Vorjahres geschrieben hatte, mich aber nie traute, es zu schicken :

Wenn ich an Dich denke,
verlieren sich die Gefühle
in einer endlosen Tiefe.
 
Wenn ich die Augen schliesse,
sehe ich Dich vor mir
und wünschte, es sei Realität.
 
Mein Gemüt ist traurig,
meine Seele brennt
und doch: allein der Gedanke
an Dich macht mich glücklich.
 
Auch wenn ich genaustens weiss,
dass dieser Wunschtraum wohl
niemals in Erfüllung gehen wird.
 
Denn die Distanz die uns trennt,
sowie die momentane Lage der Dinge
erlauben es nicht.

– und doch sagt mir eine innere Stimme,
dass Du eines Tages mein sein wirst!

Es kam nichts zurück…

Fortsetzung folgt…

Exibithionist

Gestern ist meine Tochter einem Exibithionisten über den Weg gelaufen 😦

Sie war zusammen mit einer Freundin unterwegs zu mir – am hellichten Tag!

Als ich dann einen Anruf von einer unbekannten Frau bekam, wurde mir schon ein bisschen mulmig.

Töchterchen kam kurz darauf bei mir an, zusammen mit der Freundin und deren Mutter.

Wir fuhren dann zur Polizei und da es sich um Minderjährige handelt, müssen sie von Gesetzeswegen dem ganzen nach gehen. Eine Fahndung ist im ganzen Kanton am laufen und heute Abend kommt nun eine spezialisierte Frau der Polizei vorbei, um die beiden Mädchen nochmals einzeln zu befragen.

Bis jetzt habe ich das Gefühl, dass es keinen enormem Schaden bei Töchterchen angerichtet hat – aber wir werden sehen…

Wie gestört unsere Welt doch ist!

Dudelsack II

Dudelsack wollte mir also etwas sagen – nur was? Er meinte noch, er hoffe, ich sei nicht böse auf ihn… ??? … na dann mal raus mit der Sprache !

Nun ja, also er lebe nicht in einer WG und auch nicht mit einem Kollegen sondern zusammen mit seiner Frau in einer Eigentumswohnung.

Nun, ich war natürlich etwas überrascht und er erklärte mir dann, dass er ja nicht hatte ahnen können, dass er sich in mich verliebt. Na ja, immerhin hat er mich nicht wochen- oder sogar monatelang belogen…. Ich verzieh ihm und wir traffen uns ein paar Tage später am Abend. Ich hatte eine Sitzung und wir verabredeten uns auf 22h30. Nach dem wir – sehr schnell – unseren Drink zu uns genommen hatten, fuhren wir ein Stück mit seinem Auto an ein abgelegenes Örchen am See. Was dann geschah, könnt Ihr Euch ja denken 😉

Etwa eine Woche später waren meine Kinder nicht da und er kam schon anfang Nachmittag zu mir. Wir blieben zu Hause und hattens gemütlich. Als ich dann vorschlug, dass wir doch auswärts was essen gehen könnten, meinte er, dass er noch in seinen Motorfahradclub müsse und danach (also irgendwann so gegen 23h) einem Freund versprochen habe, etwas zu helfen.

Er ging dann und ich war natürlich beleidigt, fühlte mich irgendwie ausgenutzt und die Nacht war enorm lang….

weiter geht’s morgen 😉

Pierre VIII

Am 31. 12.2010 verliess mein Mann mich und die Kinder um 23h, kam am 1. Januar 2011 gegen 15h nach Hause, um dann um 17h wieder zu gehen. Ab dann ging das einen ganzen Monat so. Er kam und ging wie es ihm passte, sagte mir nie, wohin er geht oder wie lange er weg bleibt. Es war ein schlimmer Monat für mich.

Ende Januar stellte ich ihn dann zur Rede und wir vereinbarten gemeinsam, dass es so nicht weiter gehen kann und er ausszieht.

Es war natürlich DIE Gelegenheit und ich schrieb Pierre eine Mail in welcher ich ihm erklärte, dass ich mich von meinem Mann getrennt hätte. Es kam – wieder mal – kein Antwort.

Im Vorjahr hatten wir abgemachte, dass wir zusammen an die Fasnacht gehen (abends, ohne Kinder) und so schrieb ich ihm einen Tag vor Beginn der Fasnacht eine sms, um zu fragen, wie’s aussehe. Wieder keine Antwort.

Am nächsten Tag schrieb ich ihm morgens wieder eine sms: ich sei ab 19h ca vor Ort – no answer…

Am selben Abend gegen 23h schrieb ich ihm : Und? Wo bist Du? Ich bin da und da – keine Reaktion…

Um 1h morgens kehrte ich dann heim und da kam eine sms von ihm…

Fortsetzung folg

Dudelsack

Dudelsack heisst eigentlich Stefan, aber da er Dudelsack spielt, nenne ich ihn immer so wenn ich von ihm erzähle 😛

Also, Dudelsack habe ich auf dem Internet kennen gelernt. Anfangs hatten wir ein bisschen miteinander gechattet und dann, nach eigentlich sehr kurzer Zeit, wollte er unbeding mal vorbei kommen. Und zwar nachts, irgendwann so zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens. Erst wollte ich nicht – schliesslich liest man oft genug wie gefährlich es ist. Doch schlussendlich liess ich mich dazu überreden und er besuchte mich.

Meine beiden Kinder schliefen bereits tief und fest – sonst hätte ich es sowieso nicht akzeptiert – und wir machten es uns in der Küche gemütlich und tranken einen Kaffee. Sein durchdringlicher Blick machte mich irgendwie etwas verlegen, aber Dudelsack scheute sich nicht, sich mir zu nähern und mich zu küssen.

Es gab dann eine etwas wilde Aktion in der Küche und Gott seiDdank hat man als Mutter gute Ohren, denn plötzlich stand Sohnemann an der Tür und wir konnten ihm einen gewissen Anblick ersparen 😉

Kurz danach – Sohnemann schlief wieder – ging’s dann aufs Ganze. Mein 1. One-night Stand war hinter mir… Es war irgendwie sehr erregend, andererseits kann man fast sagen, dass ich mich etwas schämte. Aber hey! Ich hatte bevor ich heiratete keine sexuellen Beziehungen. Ich hatte zwar 2,3 Freunde (Partner) – aber nie solange, dass wir es ins Bett schafften 🙂 . Also sagte ich mir, dass ich in gewisser Weise meine Jugend nachhole. Was andre zwischen 18 und 25 tun, tat ich jetzt.

Am nächsten Morgen bekam ich eine sms: Hallo. Also eigentlich dachte ich ja, dass unsere Begegnung ein Anfang und ein Ende hat. …. ehhhh, ok, aber? – Na ja, das Ende ist nicht in Sicht, denn ich glaube ich habe mich in dich verliebt. Irgendwie machte mich das ein bisschen stutzig – aber gut, ich mochte ihn ja auch. Er schrieb mir den ganzen Tag immer wieder sms. So ging das dann 3 Tage lang bis er mir plötzlich simste, er müsse mir was sagen…

Mehr dazu morgen…

Pierre VII

Ab und zu schrieb ich ihm mal ne sms. Eher belanglos, wie Hallo, wie gehts, ich wünsche Dir einen schönen Tag. Aber nie kam eine Antwort. Ich versuchte mich in ihn hinein zu versetzen. An seiner Stelle hätte ich vielleicht – aus Eigenschutz – auch nicht geantwortet. Denn ich merkte jedesmal, dass er sich enorm zurück halten musste, wenn wir uns sahen.

Nun war es soweit, dass das alljährliche Treffen der französischsprechenden Gemeinden wieder statt fand. Ich freute mich darauf – freute mich auf ihn. Als wir ankamen, steuerte er direkt auf mich zu, umarmte mich und schien sehr erfreut zu sein. Wärend der Messe flirteten wir wie noch nie. Irgendwie war mir nicht so recht wohl und doch genoss ich das Gefühl.

Beim Mittagessen dann bestand er darauf, mir seine Familie vorzustellen: Seine Mutter, seine Nichte und sein Neffe, die Schwester. Wir sassen gemeinsam an einem Tisch. Es war total gemütlich und am liebsten wär ich gar nicht mehr gegangen.

Als er sich dann vor mir verabschieden musste, war ich DIE EINZIGE, welcher er persönlich auf Wiedersehen sagte (mit Umarmung und Küsschen auf die Wange)… allen anderen winkte er nur kurz zu.

Beim Heimfahren schickte ich ihm wieder eine sms „Es war toll heute, ich hoffe, Du kommst gut nach Hause. Bis bald und knuddel“ … wieder keine Antwort…

Forsetzumg folgt…

Pierre VI

Inzwischen war ich seit über 12  Jahren verheiratet und hatte 2 Kinder. Pierre hat mal hier und dort eine kurze Beziehung, aber nie etwas wirklich dauerhaftes. Ich habe es auch nie von ihm direkt erfahren sondern immer über andere Kirchenmitglieder.

Ich schickte ihm eine sms als ich an der Fasnacht war. Gegen 22h30 antwortete er mir erst, er käme eben aus einer Sitzung in Olten und bis er da sei, sei es ein bisschen spät. Aber ich solle ihm doch morgen um 15h Bescheid geben, wo ich sei, da komme er.

Gesagt – getan und er kam um 15h an abgemachten Ort. Wir verbrachten – zusammen mit den Kindern – eine tollen Nachmittag an der Fasnacht. Als ich dann abends heim musste und wir uns verabschiedeten, umarmte er mich und liess mich fast nicht mehr los.

Als ich dann auf der Heimfahrt eine sms schrieb, um ihm zu sagen, wie toll es gewesen sei, kam keine Antwort zurück…

Fortsetzung folgt…

Schlaflos…

… in Seattle… nein, natürlich nicht. Aber hier… Es ist fast 2h morgens und ich bin immer noch wach :-S

Es gibt Tage – respektive Nächte – da kann ich einfach nicht schlafen. Alles dreht sich in meinem Kopf. Gedanken kommen und gehen – ein richtiges Wirrwarr. Wirkliche Sorgen sind das nicht, eher Gedanken an Handlungen gewisser Menschen. Ich verstehe manchmal einfach nicht, wie jemand so oder so handelt.

Und ich kenne da nicht nur eine Person die mir solche „Strickereien“ im Kopf verursacht… nein, es gibt mehrere davon.

Und komischerweise handelt es sich dabei immer nur um Männer (nein, stop, eine Frau ist auch darunter. Aber : „Ausnahmen bestätigen die Regel“ 😉 ).

Na ja, ich werd jetzt nochmals versuchen zu schlafen. Morgen hat nämlich Mama Geburtstag und wir sind um 10h verabredet…

Gute Nacht allerseits !