Immer weiter machen

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Ich habe ein Gebet wieder gefunden, dass mir schon einige Male geholfen hat :

Ewiger Gott, in Momenten der Furcht suche ich deine Stärke. Verleihe mir Mut, meine Ängste zu überwinden. Lass dein Licht die Dunkelheit vertreiben und führe mich auf den Weg der Zuversicht. Gib mir die Kraft, Herausforderungen anzugehen, wissend, dass du an meiner Seite bist. Möge dein Frieden meine Unruhe vertreiben und mich in deiner Liebe geborgen fühlen.
Amen.

Für Menschen die nicht gläubig sind, ist das vielleicht nicht relevant – aber mir gibt es immer wieder die Kraft, weiter zu machen 🙌🏻

Frühling ?

Frühling ! Ja, der Frühling ist bei mir nicht nur in der Natur ausgebrochen, sondern auch in meinem Herzen.

Meine Midlife-Crises hat ein Ende… ich glaube, ich brauchte das um Abstand zu bekommen und meinen Entschluss von Anfang Januar zu unterstützen.

Es mag für einige von Euch vielleicht etwas übertrieben gewesen sein; das kann ich auch irgendwie nachvollziehen. Und sollte es einige vielleicht geschockt oder entsetzt haben, entschuldige ich mich dafür – aber jetzt es ist vorbei.

Claudius ist in mein Leben getreten. Seit letztem Dienstag schreiben wir täglich sehr viel. Nach unserem Treffen haben wir abends noch hin und her geschrieben und am nächsten Abend habe ich ihn gefragt, was er bei der Heimfahrt gedacht habe. Seine Antwort war :

Er meinte dann, das mache ihn auch verlegen und dann wusste ich irgendwie nicht mehr richtig, was ich sagen soll. Plötzlich fragte er mich, ob mein Herz normal schlage, wenn ich mit ihm schreibe. Das tut es nicht wirklich … gab ich zur Antwort und er meinte, das sei bei ihm eben auch so.

Dann fragte ich ihn, ob er bei unserem Treffen etwas hätte tun wollen, was er aber dann nicht getan hat. Er bejahte das… und ich finde es sehr ehrenvoll, dass er es nicht getan hat. Er hätte mich küssen wollen, meinte er, aber er habe gedacht, dass das bei einem 1. Treffen nicht gut sei.

Wir haben seither viel geschrieben und herausgefunden, dass wir extrem viele Gemeinsamkeiten haben. Irgendwann habe ich ihm erzählt, dass meine Cheffin die Tochter eines Altbundesrates sei. Darauf meinte er, dass er ein Gross-Neffen eines anderen Altbundesrates sei. Ich habe dann herausgefunden welcher und etwas recherchiert – ich wär immer noch gut beim FBI 😀

Jetzt war mir klar, wieso wir uns so gut verstanden. Wir sind aus der gleichen Generation; wir haben noch gelernt, was Wertschätzung, Respekt und Anstand bedeutet. Wir haben die gleichen politischen Ansichten, lieben beide alte Filme, essen und kochen beide gern (er als Koch sowieso), und noch vieles mehr.

Ich bekomme jeden morgen eine „Guten-Morgen-Nachricht“ und wenn er Pause oder Mittag hat schreibt er mir. Und vor 2 Tagen kam plötzlich – wärend des Gesprächs auf Whatsapp – ja klar, Schatz … Ich war etwas überfordert muss ich gestehen. In der nächsten Nachricht von ihm stand, er hätte gedacht, er dürfe das jetzt sagen. Du darfst, hab ich zurück geschrieben, bin aber nicht weiter darauf eingegangen.

Ich mag ihn gern und schätze sehr, dass es „langsam“ vorangeht. Theoretisch könnten wir uns abends manchmal sehen – aber wir werden uns erst am 20.4. das nächste Mal treffen. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nichts überstürzen will und er akzeptiert, respektiert und versteht das.

Mir geht’s grad ziemlich gut 🙂

Damals, als es noch Stöckchen gab

Herr MIM hat eine alte Blogger-Tradition aufleben lassen. Ich hab früher auch ab und zu solche Stöckchen gefangen und mitgemacht. Wieso also heute nicht ?

Teil 1

Falls Du mehrere Hobbys hast, beantworte die Fragen für jenes Hobby, das Du am häufigsten ausübst oder das Dir als erstes einfällt.

1.) Wie bist Du zu Deinem Hobby gekommen?
–> Ich habe schon immer sehr gern Musik gemacht und gesungen. Als Kind mit 5 Klavierstunden gehabt und das dann ganze 12 Jahre lang. Viel auch gesungen zu hause mit meiner Mama, ob daheim oder im Auto. Allerdings steh ich nicht so gern im Mittelpunkt und da war der Chor genau das richtige. J
2.) Was fasziniert Dich an Deinem Hobby?
–> Ich finde es faszinierend, was man nur mit Stimmen alles erschaffen kann. Welche Harmonien entstehen und wie sehr einem das tief ins Gemüt geht.
3.) Jemand möchte Dein Hobby ausprobieren. Was rätst Du?
–> Komm einfach mal mit mir mit und lass dich davon verzaubern.

Teil 2

Wenn man etwas schreiben möchte, aber kein Hobby hat.

1.) Welches Hobby würdest Du gern ausprobieren?
–> Influencer werden
2.) Was hindert Dich daran?
–> zu wenig Zeit und wohl zu wenig kreativ oder zu wenig bereit, mich zum Affen zu machen
3.) Welche Dir machbaren Alternativen kannst Du Dir als Hobby vorstellen?
–> mehr bloggen

Claudius

Seit einiger Zeit bin ich wieder aktiver auf X (vormals Twitter) und es gibt einige ganz tolle Menschen die ich da kennen lerne (kennen gelernt habe).

Die meisten sind aus Deutschland oder Österreich. Auch wenn ich in der Romandie lebe, und hier die französische Mentalität überwiegt, bin ich doch im Herzen immer noch sehr Deuschschweizer. Meine Gene und meine Mentalität sind und bleiben germanisch (und noch ein kleines bisschen italienisch von Mama’s Seite) – auch wenn ich nie in die Deutschschweiz zurück gehen würde. Hier bin ich „die typische Deutschschweizerin“ und in der Deutschschweiz „typisch welsch“ … irgendwie witzig.

Na ja, jedenfalls habe ich zwei oder drei Follower (das klingt so trendy :-D) aus der Schweiz – der Deutschschweiz versteht sich – denn ich bin (wie auch hier) auf deutsch bei X unterwegs. Einer davon ist Claudius.

Seit 2 Wochen etwa ist er immer sehr reaktiv wenn ich was neues poste. Seine Kommentare gibt er auf Berndeutsch ab – und ich antworte dann auch auf schweizerdeutsch. Meinen Dialekt kann man als Deutscher oder Österreicher grösstenteils verstehen… Berner Dialekt hingegen ist relativ eigen. Wisst Ihr, z.B. was folgendes heisst : Ig gha de auwä hurtig na go es caffé reiche 😀 .

Als wir unter einem meiner Tweets so hin und her geschrieben haben, habe ich dann irgendwann eine private Nachricht geschickt in welcher ich als erstes „Sorry, dass ich hier schreibe. Hoffe es ist ok. Denke, wir müssen nicht die ganze Konversation öffentlich machen und ausserdem verstehen die anderen dein Berndeutsch sowieso nicht 😛 „ schrieb.

Das Eis war gebrochen und wir haben viel hin und her geschrieben. Irgendwann hab ich ihn gefragt, ob er auch WhatsApp habe – was er bejahte. Ich gab ihm meine Nummer und wir setzten unsere Konversation von nun an da fort.

Am Ostermontag haben wir praktisch den ganzen Tag hin und her geschrieben. Er ist Witwer, 51 und hat 2 Kinder (17 und 21. ). Seine Frau ist nach der Chemotherapie gegen Brustkrebs an einer Lungenembolie gestorben 😦 . Die Kinder waren 6 und 10 … muss nicht leicht gewesen sein. Er ist Koch in einem Altersheim und hat somit mehr oder weniger geregelte Arbeitszeiten von 7h – 17h. Oft arbeitet er am Wochenende und hat dafür dann Montag/Dienstag frei.

Irgendwann Montag abend schrieb ich ihm, dass ich gar keine Lust hätte morgen (also Dienstag) zu arbeiten. Aber ich könne ja schlecht krank sein – ist nach einem langen Wochenende jetzt nicht grad ideal „blau“ zu machen. Er meinte darauf, dass es das schon geben könnte. Er würde dann einen Krankenbesuch machen, falls ich „krank“ wäre :-).

Ich erklärte ihm dann, dass ich das nicht machen will, was er auch absolut verstand und auch nicht irgendwie enttäuscht darüber war. Wir haben dann noch den ganzen Abend weiter geschrieben und gingen irgendwann um Mitternacht zu Bett.

Dienstag morgen hatte ich eine „guten Morgen“-Nachricht auf dem Handy. Süss 🙂 . Ich mag sowas sehr. Gegen 9h war ich dann im Büro und die 1. Email war die Nachricht eines Todesfalles…:-O— und das hat mich grad etwas aus den Socken gehauen. Es war der ehemalige Seelsorger bei uns und ich hatte damals oft mit ihm geredet. Ein toller und einfühlsamer Mensch. Er war erst 69 und hatte Lungenkrebs. Das einzig etwas tröstliches war der Gedanke, dass er in der Osternacht gegangen ist. Als Geistlicher mit Leib und Seele – denn das war er – muss das doch schön sein, wenn man quasi aufersteht…

Nun denn, ich schrieb Claudius darüber und fragte ihn dann, ob wir uns eventuell irgendwo in der Mitte um 17h treffen wollen. Durch die traurige Nachricht hatte ich das Bedürfnis, jemanden zu sehen. Und zwar jemanden, der mich auf andere Gedanken bring.
Claudius wohnt natürlich – wie sollte es anders sein – nicht in meiner Nähe. Also haben wir je 45 Autofahrt auf uns genommen und uns auf dem Autobahnrestaurant in Estavayer-le-Lac getroffen.

Als ich ankam war er schon dort. Wir haben uns herzlich begrüsst – fast wie alte Freunde. Wir gingen rein und er bestellte uns Kaffee. Wir sind beide sogenannte Coffee-Junkies 😀 . Es war sehr interessant, lustig, manchmal etwas traurig, aber auch sehr erfrischend. Wir haben fast 4 Stunden miteinander geredet…

Als wir nach ein paar Kaffees und vielen positiven Eindrücken gegen 21h die Raststätte verliessen, umarmten wir uns herzlich zum Abschied. Ich hab schon gemerkt, dass er mich mag… und ich hab auch irgendwie gemerkt, dass er mich 2 oder 3 Mal wärend des Gesprächs gern an der Hand berührt hätte – aber er hat es nicht getan. Er ist Gentleman und eher alte Schule . Sowas mag ich sehr.

Knapp eine Stunde später war ich wieder zu hause und wir haben dann noch bis Mitternacht miteinander geschrieben. Und heute morgen hatte ich eine Guten-Morgen Nachricht 🙂 .

Wir werden sehen, wie es weiter geht…

Chaotisch vor 8h morgens…

2 Enten im Hof heut morgen

(die haben sich irgendwie verirrt – oder vielleicht wollten sie einfach einen Ausflug ins Städtchen machen… ? )

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1 Mann mitten in Lausanne im weissen Bademantel, Flip-Flops und Regenschirm

☔️

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1 Fahrradfahrer der ein Standpauke eines Fussgänger bekommt, weil er bei Rot über die Ampel gefahren ist…

🚴‍♂️

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und das alles vor 8h…

🤪

Irgendwie war heute morgen alles etwas chaotisch

Unorganisiert – Umorganisiert

Heute morgen um halb sieben bekomme ich von unserer Chorleiterin folgende Whatsapp-Nachricht :

Hallo, ich hoffe, es geht dir gut.
Sag mal, wegen des Wochenendes am 13. und 14. April, ich habe die Reservationsinfos für die Proben mit Orchester nicht richtig verfolgt…
Entschuldige bitte meinen frühen Stress.
Sind die beide am Morgen in der Kirche St. Jakob richtig?
Einen schönen Tag noch! ☀️

Ich bekam leicht Panik (das braucht viel bei mir, bis ich panisch werde). Ich habe unserem Präsidenten geschrieben und erklärte, dass ich jetzt ziemlich verunsichert sei, denn bis jetzt ist immer vom 14.4. am Nachmittag die Rede gewesen (das hatte ich vor knapp einem Jahr reserviert) und jetzt plötzlich ist es am 13. und 14. April, jeweils morgens… Er meinte darauf, er werde Nachschauen und mir bescheid geben, sobald er im Büro sei.

Inzwischen hab ich versucht, das Sekretariat zu erreichen, um zu fragen, ob eine zusätzliche Reservation am Samstag möglich sei (so kurzfristig, fast unmöglich). Leider konnte ich niemanden erreichen… bis kurz vor 12h. Uff, was für ein Wunder, der Saal und die Kirche sind am Samstag 13.4. noch verfügbar. Nun habe ich also provisorisch reserviert.

Knapp eine Stunde später bekomme ich die Info, dass die Probe vom Samstag nicht in Lausanne sondern in Neuenburg statt finden soll. Das sei so organisiert… und jetzt ist ein riesen Durcheinander… Einige haben Neunburg eingetragen, andere Lausanne… Es muss jetzt abgeklärt werden.

Wie kam es dazu ? Nun, unser nächstes Projekt mit 3 Konzerten in Genf, Lausanne und Neuenburg ist ein gemeinsames Projekt mit einem Chor aus Genf. Diesbezüglich gibt es ein „Sous-Comité“ welches Mitglieder beider Chöre hat. Das Problem : Das Sous-Comité macht und entscheidet Dinge, welche dann an das jeweilige Comité weitergegeben wird (zumindes sollte es das) … hat irgendwie nicht geklappt…

Nun denn, ich warte zur Zeit auf weitere Anweisungen…