Kartenlegen

Kartenlegen ist wie Astrologie. Man glaubt daran oder nicht, oder irgendwie so etwas dazwischen. Ich glaube jetzt nicht felsenfest an Astrologie, auch wenn ich gewisse Ähnlichkeiten bei gleichen Sternzeichen feststelle – aber ich lebe nicht danach. Obwohl ich schon davon überzeugt bin, dass es irgendwas gibt, das übernatürlich ist…. dass ich z.B. in den letzten 10 Tagen immer wieder Federn finde, respektive mir Federn vor die Füsse (oder sogar aufs Handy !) fallen, sind für mich gewisse Zeichen. Welche genau, weiss ich allerdings nicht

Kartenlelegen seh ich in etwa gleich. Meine Grossmutter hat Karten gelegt. Für mich allerdings nie. Aber Mama hat mir davon erzählt. Eines Tages hat Grossmamme für Mama die Karten gelegt und etwas darin gesehen, dass nicht gut war. Sie hat Mama nie gesagt, was es war aber seit diesem Tag wollte sie nie mehr Karten legen…

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Seit dem ganzen Hin und Her mit Pierre, stolpere ich täglich über Kartenleger auf Tik Tok (ich bin bei denen nicht abonniert ! und ich habe auch keine Suche danach gemacht. Wie der Algorythums funktionniert, frag ich mich)… und JEDESMAL könnte man meinen, es sei genau meine Geschichte… wenn das stimmt, was die da alle sagen, dann wird alles so kommen wie ich mir das wünsche…allerdings braucht es Zeit (also ob ich nicht schon genug lange gewartet hätte ! ).

Irgenwie finde ich das sehr strange… ja fast unheimlich :-O

Wieso einfach, wenn’s kompliziert auch geht ?

Wieso sind wir Menschen eigentlich so kompliziert ? Es könnte alles so einfach sein, wenn wir nicht immer denken würden, was der andere wohl denkt, wenn wir dies oder das tun oder sagen …

Würde ich immer nach Gefühl handeln, dann hätte ich wohl vieles anders gemacht und vieles wäre anders gekommen. Hätte ich damals gefühlsmässig beim 1. Treffen Pierre geküsst, hätte ich mich wohl von meinem damaligen Mann getrennt und mein Sohn wäre niemals geboren… . Im Endeffekt, wäre ich also so oder so geschieden.

Gefühlsmässig würde ich jetzt am liebsten zu Pierre fahren und ihn mal ordentlich durchschütteln… aber sowas macht man nicht

Gefühlsmässig würde ich auch viele andere Dinge tun, die man aber nicht tut, weil man Angst vor Reaktionen oder daraus folgenden Auswirkungen hat … z.B.

  • würde ich zu meinem Chat-Partner fahren, einfach so, um ihn mal zu umarmen und danke zu sagen
  • würde ich meinem Ex-Mann mal sagen, was ich wirklich von ihm halte als Vater
  • würde ich meine 1. grosse Liebe anrufen und fragen, wie’s ihm geht
  • würde ich meiner Schwägerin mal die Leviten lesen
  • würde ich meinen Job hinschmeissen und ein Tierheim eröffnen
  • würde ich mit Sissi-Kleidern rumspazieren
  • würde ich mich einem Chor anschliessen, der auf Tournée geht
  • würde ich offen meine politische Meinung äussern – kann man ja heute fast nicht mehr, wenn man kein Gutmensch ist…

Aber eben, man macht das halt nicht

Wieso hat man Angst vor den Reaktionen der Mitmenschen ?

Irgendwie ernüchternd…

… denn seit Pierre’s letzter Nachricht habe ich ihm am Sonntag Nachmittag

geschrieben, und dann am Dienstag

und am Mittwoch diesen Bild mit Text

Ich wünsche mir wirklich sehr, dass es dir wieder gut geht…🙌🏻 Du würdest mir eine grosse Freude machen, wenn du mir sagst, wie’s dir geht. Mehr will ich ja gar nicht im Moment … 😘

Und auch darauf kam nichts. Dann habe ich am Mittwoch abend – etwas genervt – folgende Nachricht geschickt :

Und dann kam gestern, Donnerstag, gegen 20h eine Antwort :

Gut… ich war irgendwie erleichtert und schrieb zurück :

Und jetzt ? Ich bin wieder im Wartemodus

Ohnmacht

Seit dem ganzen Hin und Her mit Pierre letzte Woche, den (Gift-)Schmetterlingen, den Sorgen um meinen Sohn, den Frustrationen einiger Personen in meinem direkten Umfeld, finanziellen Schwierigkeiten, den Rückenschmerzen fühle ich mich langsam aber sicher einer Ohnmacht nahe.

Ich bin von Natur aus eigentlich mit soliden Nerven und einer gewissen Ruhe ausgestattet. Ich bin froh, dass ich nicht wie andere immer gleich beim geringsten gestresst bin und in Angstzustände verfalle. Aber momentan bin ich nah dran…

Meine sonst relativ verlässliche mentale Stärke ist etwas verblasst. Hätte ich sie gehabt, wär mir das mit Pierre nicht passiert. Ich erinnere mich, als er sich damals vor 2 Jahren bei mir gemeldet hat und wir Zeit miteinander verbrachten, ich die mentale Stärke hatte, nicht von Neuem auf ihn rein zu fallen. Aber dieses Mal ist es mir nicht gelungen. Und ich bin davon überzeugt, dass ich einfach zu viele andere Baustellen habe und es deshalb nicht geklappt hat…

Würde ich ohnmächtig, dann würd ich wenigstens nichts mehr fühlen… es ist wirklich fast unaushaltbar….

Psychologie

Psychologie ist einerseits faszinierend… andererseits manchmal schon recht mühsam, vorallem dann, wenn die Psyche auf die körperliche Gesundheit schlägt, wie das bei mir momentan der Fall ist. Ich habe seit 3 Tagen Rückenschmerzen und ich weiss genau, dass diese psychisch bedingt sind… den Grund dafür könnt Ihr Euch ja denken…

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Vor 30-50 Jahren wusste man noch nicht soviel über Psychologie. Wenn jemand traurig war, dann war er halt einfach schlecht drauf… dass es aber psychologische Hintergründe (Depression, Burn-out, etc) haben könnte, war den Menschen nicht wirklich bewusst.

Heute weiss man enorm viel über Psychologie. Aber manchmal denke ich, man manövriert sich auch ein bisschen selbst hinein. Heute muss man alles bennen können und ich bin davon überzeugt, dass bei manchen dies eine – im Endeffekt – negative Auswirkung hat.

Man denkt z.B., man hätte eine Depression, oder man habe eine Art von Autismus (da gibt es ja zig Faktoren und viele verschieden – teils extreme, teils schwächere – Arten), weiss es aber nicht wirklich. Und dann beginnt man mehr und mehr sich reinzusteigern, überzeugt davon, dass man irgend eine psychische Störung hat und ist/wird es dann wirklich. Ich sage nicht, dass das nicht existiert, aber ich glaube, dass Auto-suggestion, Auto-Diagnose nicht der richtige Weg ist. Je mehr man sich einredet, man habe etwas, je mehr hat man es. Man kommt in eine Spirale (Negativ-Spirale) und es wird immer schwieriger, da wieder raus zu kommen.

Ich will damit nicht sagen, dass all die Menschen mit psychischer Störung gar keine psychische Störung haben. Die gibt es auf jeden Fall ! Aber ich denke, wenn man sich die ganze Zeit einredet, ein psychisches Problem zu haben, wird das (meist sicherlich vorhandene psychische Problem) einfach stärker und es wird noch schwieriger.

Das ist ein bisschen wie bei meinem Sohn : je weniger er raus geht und in seinem Zimmer bleibt, je mehr fühlt er sich draussen nicht mehr wohl. Je mehr man sich isoliert, je mehr will man allein sein. Es ist allerdings sehr schwierig (für mich), ihn da irgendwie rauszuholen und ihm wieder Mut und Energie zu geben, damit er in seinem Leben vorwärts kommt. Mein Sohn… das ist der 2. Punkt, der mich psychisch belastet und sich somit physisch bemerkbar macht…

Es muss eine Lösung her… welche allerdings weiss ich (noch) nicht…

Widersprüchlich

Küsse und Zärtlichkeit lassen mich über alle sonstigen Fährnisse schweben.
Wo man ist, ist egal.

Das hat mir jemand geschrieben, der eigentlich sehr rational und vernünftig scheint. Irgendwie hätte ich solch einen Satz von dieser Person nicht erwartet (auch wenn ich mich geschmeichelt fühle) – und eigentlich würde mich interessieren, was genau dahinter steckt und was genau diese Person damit gemeint hat.

Einerseits ist es sehr deutlich, andererseit verwirrt es mich ein wenig, denn diese Person hat Pläne, welche mit obgennantem Satz eigentlich nicht vereinbart werden können. Vielleicht weiss diese Person selbst nicht richtig, was sie wirklich möchte ? Ich verurteile niemanden – jeder ist seine Glückes eigener Schmied – und doch möchte ich dieser Person nahe legen, dass sie sich darüber klar wird und vielleicht mal mit gewissen Leuten Tacheles redet. Man kann doch nicht jahrelang einfach warten ? Obwohl, ich bin ja Meister darin (im Warten), aber andere müssen ja nicht gleich blöd wie ich sein, oder ?

Vielleicht bekomm ich ja irgendwann noch ausführlichere Erklärungen…

Zufall ?

In den letzten paar Tagen ist mir aufgefallen, dass Männer – welche mich in irgendeiner Form anziehen oder angezogen haben – alle im März Geburtstag haben. Ist das jetzt einfach Zufall ?

Diese ganze Geschicht mit Pierre (28. März), dann z.B. auch meine 1. Grosse Liebe (1. März) – der mich übrigens gestern abend überraschenderweise auf LinkedIn zu seinem Freundeskreis hinzugefügt hat – und dann gibt’s da noch andere, von denen ich aber hier im Blog nicht berichtet habe.

Was haben die März-Männer besonderes an sich, dass ich mich von ihnen angezogen fühle ? Die selben Sternzeichen haben sie nicht, denn vom 20.02. bis 20.03. sind es Fische und ab 21.03. Widder. Woran könnte es liegen ? Fragen über Fragen… ja, keine existentiellen, aber trotzdem …

Habt Ihr eine Idee ?

Abendspaziergang

Da ich heute ja schlussendlich nicht unterwegs war und den ganzen Tag nur auf dem Sofa sass und irgendwelche blöde Videos auf TikTok ansah, nebenbei X_Faktor am TV lief und ich mit meinem Chat-Partner etwas hin und her schrieb, beschloss ich gegen 17h ein Bad zu nehmen 😀 . Das ist etwas, was ich sehr selten tue – eigentlich dusche ich viel lieber. Aber heute hatte ich mal Lust dazu.

Und dann, später, so gegen 20h fand ich, dass ich jetzt einen Abendspaziergang mache. Ich nahm also mein Handy, Kopfhörer und Schlüssel mit und schlenderte zum See.

Es war eine wahsinnige Stimmung – und dazu das Klavierkonzert 20, KV 466 von Mozart und dann noch Fantasia in d-moll, KV 397 … es war einfach nur traumhaft. Und ich hatte grosse Lust, Klavier zu spielen – was ich ja leider seit ein paar Jahren nicht mehr kann, da ich ja weder (m)einen Flügel noch (m)ein Klavier habe 😦