… die lieben und guten Menschen.
Ich bin wieder einmal – wie so oft – sehr knapp mit dem Geld. Es ist der 14, April und ich habe noch CHF 30.- bis Ende Monat.
Ich finde es schlimm, dass in der Schweiz die Armut so unter den Teppich gekehrt wird. Praktisch alle nicht-Schweizer haben das Gefühl, dass alle in der Schweiz reich sind. Dabei gibt es bei knapp 9 Millionen Einwohnern über 1 Million Arme… die Mittelschicht ist praktisch ausgelöscht.
Aber es gibt doch Menschen hier, die grosszügig und mitfühlend sind. Ich bin bei FB in einer Gruppe, die „Hilfe mit Herz für Menschen in Not Schweiz“ heisst. Da hab ich heute geschrieben, dass ich sehr knapp bin und etwas Unterstützung brauchen könnte.
Es ging keine 30 Minuten, da haben mir schon 4 Leute Hilfe in Form einer kleinen Geldüberweisung angeboten. Wir haben hier in der Schweiz ein System das TWINT heisst. Da kann man Geld direkt von einem Konto auf das andere über die Handy-Nummer überweisen. Innert 5 Minuten ist das Geld auf dem Konto (im Normalfall – es ist schon vorgekommen, dass es etwas länger gedauert hat).
So konnte ich jetzt wenigstens etwas einkaufen gehen und werde auch noch für nächste Woche etwas haben. Tanken muss ich auch noch, da ich sonst nicht zur Arbeit fahren kann.
Das alles ist heute Anfang Nachmittag passiert und jetzt vor ca 15 Minuten hat mir eine Person aus dieser Gruppe geschrieben, dass er mir gerne eine Vorratspäckchen schicken möchte. So mit Mehl, Zucker, Teigwaren, etc. Er kenne dieses Gefühl, wenn man sich jeden Monat durchkämpfen müsse. Er habe zwar selbst auch nicht sehr viel, aber für das reiche es allemal.
Ja, es gibt sie noch… die lieben und guten, grosszügigen, herzlichen Menschen – ich bin sehr dankbar 🙌🏻