1. Dezember

Und schon ist es wieder 1. Dezember… noch 24 Tage bis Weihnachten.

Dieses Jahr schicke ich Euch auf eine musikalische Reise. Jeden Tag ein Youtube-Video – manchmal bekannt, manchmal auch weniger bis gar nicht. Gerne lese ich Eure Meinung zu den verschiedenen Titeln.

Es war super !

WOW ! Letzes Wochenende war – trotz ziemlich viel Stress – super !

Am Freitag abend hatten wir Hauptprobe. Pierre II war süss als wir fertig waren und ich mich auf die Treppe setzte, da ich etwas Rückenschmerzen hatte : Er setzte sich neben mich, massierte mir den Rücken und meinte „tut’s hier weh ?“ . Es tat mir gut – jemand der sich um mich kümmert. Leider sehr selten der Fall (also ich rede jetzt von einem Mann der sich um mich kümmert)… Nach ca 10 Minuten konnten wir dann gehen und ich kam kurz vor Mitternacht nach hause

Am Samstag morgen ruft mich unser Präsident an und fragt so ganz nebenbei, was ich gerade mache. Na ja, verschiedenes… weshalb ? Nun, unser lieber Chorleiter braucht unbedingt 2 Hocker von IKEA für die Lautsprecher. Und da du am nächsten bei IKEA wohnst… kannst du vielleicht die 2 Hocker organisieren ? Was macht man nicht alles für eine Diva 😛 . Gesagt – getan. Gut, dass ich im voraus die Information bekam, in welchem Regal die Hocker gelagert sind. Ich war schnell wieder draussen.

Dann musste ich noch 2 Flaschen Wein organisieren und noch dies und das zu Hause erledigen bevor ich dann um 16h los fuhr.

Das Konzert begann um 20h30 – aber es gab noch viel zu tun davor. Da wir jedoch alles gut organisiert hatten, waren wir pünktlich bereit, der vollen Kirche unser – mit Tanz und Licht kombiniertes – Konzert zu geben. Mama hat sich um die Kasse gekümmert und meine beiden Kids sollten rechtzeitig eintreffen. Allerdings kamen sie nicht zu zweit, sondern zu dritt. Eine Freundin von Töchterchen kam spontan mit und ich freute mich sehr darüber ! Das Publikum war vom Spektakel begeistert und wurde danach zu einem kleinen Aperitif im Gemeindesaal eingeladen. Ich habe dann Töchterchen dem Choregraphen (zu welchem ich einen guten Draht hatte) vorgestellt (könnte vielleicht später für sie von Vorteil sein, ihn schon zu kennen). Als Comité-Mitglied musste ich natürlich bis zum Ende bleiben und war schlussendlich knapp vor 1h morgens zu hause.

Am Sonntag schlief ich bis knapp 9h. Gegen 11h holte ich Mama und wir fuhren gemeinsam nach Genf. Diesmal kamen die Kids nicht ans Konzert.

Um 12h waren wir dort und ich nahm den Schlüssel für die Kirche entgegen, nachdem mir alles erklärt wurde. Der Choregraph, der Licht-Mensch (keine Ahnung wie man das auf Deutsch nennt) und unser Chorleiter waren um 12h15 ebenfalls alle eingetroffen. Um halb eins kam unser Präsident und ein paar von den wenigen Männern unseres Chors und installierten den Tanzteppich, die Lichter, die Podiums. Die Kasse wurde 16h15 geöffnet und als wir die Kirche von innen aufschlossen, standen schon mindestens 30 Leute davor und warteten auf Eintritt. Auch diesmal war die Kirche voll – was ich nicht gedacht hätte. Pünktlich um 17h fing das Konzert an und die Akustik vermischt mit dem Licht und dem Tanz … einfach magisch ! Das Publikum war begeistert und es war eine riesige Freude, vor solch einem grossen Publikum zu singen.

Das Projet „Lueurs“ war ein voller Erfolg und es heisst, dass die Direktorien einer Tanzschule in Genf den Spektakel gerne kaufen würde… mal sehen 🙂 Jedenfalls musste ich wieder feststellen, dass ich fürs Leben gern Tourneen machen würde. Das Künstler-Leben zieht mich einfach an !

Als das Publikum nach tosendem Applaus die Kirche verlassen hatte und wir dabei waren, aufzuräumen, kommt plötzlich Richard  (das ist ein neuer Chorist und es waren seine ersten Konzerte) mit einem grossen Lachen auf mich zu, umarmte mich, gab mir 3 Küsschen und meinte : Wow, es war einfach super ! Ich war erst etwas perplex, denn irgenwie erwartete ich das nicht, aber dann freute ich mich mit ihm und musste ihm einfach recht geben.

Als der Choregraph ging, war ich die einzige, welche er umarmte um auf Wiederseh’n zu sagen – auch dass hat mich irgendwie berührt. Ob’s vielleicht daran liegt, dass meine Tochter eine Ausbildung in Tanz macht ?

Bis alles richtig aufgeräumt war und wir den Schlüssel der Kirche wieder abgaben, war es 19h30. Einige von uns beschlossen noch etwas essen zu gehen und schliesslich war ich gegen halb elf daheim.

Ich war glücklich – es war ein super-tolles-intensives-bereicherndes-magisches Wochenende !

Leider erwachte ich morgens gegen 4h mit einer Migräne, welche mich 24 Stunden ins Bett brachte ! Ich glaube, ich hatte noch nie so eine heftige Migräne ! Na ja, ich blieb dann Montag und Dienstag zu hause. Immerhin konnte ich mir am Dienstag das Wochenende so nochmals in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen und in Erinnerungen schwelgen…

 

 

Hauptprobe

Heute abend haben wir Hauptprobe. Morgen dann Konzert. Ich freu mich und bin überzeugt, dass diese Projekt Anklang finden wird !

Heute habe ich ein Rad ausgewechselt !

… erzählte mir Sohnemann stolz am Telefon, als er mich gegen 16h von zu Hause aus anrief. Er konnte heute morgen in einem „Mechaniker-Atelier“ arbeiten. Er schien sehr aufgestellt zu sein. Ich werde sicher mehr Details erfahren, wenn ich später nach Hause komme.

Es war ein ruhiger Tag für mich. Kein einziges Telefonat oder Nachricht von Sohnemann wie sont. Es war fast schon komisch… 😀

Jetzt muss es einfach so weiter gehen 🙂

 

Ignoranz

Worte verletzen – Ignoranz zerstört

 

Gestern Nacht habe ich um 00h20 Pierre folgendes geschrieben :

Im Grunde ignorierst du mich einfach – sympatisch 😓

Komischerweise hat er die Nachricht sofort gelesen – und weiter ignoriert…

Ich versteh’s nicht. Mir wär tausend Mal lieber, er würde ein für alle Mal Tacheles reden. Es ist wirklich verletzend. Gut, gestern war ich speziell sensibel, denn der Tag war anstregend… ich fühl mich momentan sehr allein mit allen Problemen.

Aber Gott sei Dank habe ich noch Hoffnung, dass ich Lösungen für alle Probleme finden werde.  Und wie man so schön sagt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ …

Wie lange noch?

Heute morgen verliess ich das Haus um 7h. Kurz zuvor habe ich Sohnemann geweckt und er meinte, er hätte den Wecker um 7h30 gestellt. Darauf antwortete ich, dass ich ihn demzufolge zur Sicherheit um 7h45 anrufe.

Gesagt – getan. Allerdings musste ich 20 x telefonieren, bis er schlussendlich um 7h53 den Anruf entgegen nahm. Ich beteuerte, dass er nun wirklich aufstehen müsse, sonst käme er zu spät (er sollte um 8h30 dort sein). Er entschuldigte sich und meinte, er stehe auf und ziehe sich an.

Dann habe ich um 8h nochmals angerufen, um sicher zu gehen, dass er auch aufgestanden ist. Doch leider war dem nicht so…. ich habe 1 Stunde lang ununterbrochen angerufen… ca 100 mal… nichts ! Einfach nichts !

Schlussendlich habe ich ihm eine Nachricht geschickt und erklärt, dass ich aufgeben. Dass er – sobald er wach sei – aus dem Haus gehe, auch wenn er dann verspätet ankomme. Die Leute dort habe ich informiert.

Ich weiss, dass man als Teenager irgendwie eine Zeitverschiebung hat und morgens schlecht aufstehen mag, aber so !? Gut, Töchterchen schafft es auch erst seit etwa einem Jahr, selbst aufzustehen. Vorher hörte sie weder Wecker, noch Telefon, noch sonst was. Sie wird am nächsten Montag 19….

Wie lange noch ? Frag ich mich, denn wenn das noch 5 Jahre so weiter geht, dann „guet Nacht am sächsi!“