Tag-Archiv | Glaube

Erst wenn

der letzte Bibelvers missbraucht,
der letzte Choral verulkt,
der letzte Kirchenraum zertrampelt worden ist,
werdet Ihr merken, dass Ihr ohne heilig Räume, Worte und Klänge nicht leben könnte.

Margot Käßmann, deutsche Theologin

Nun ich bin ziemlich damit einverstanden, ausser vielleicht was den Kirchenraum betrifft. Natürlich mag ich Kirchen – vorallem ältere – aber ich kann überall beten und Gott nahe sein… Gott und das Göttliche ist allgegenwärtig : in jeder Pflanze, jedem Tier, jedem Stein… man muss nur offen sein, dann sieht und spürt man ihn / es überall – egal wo !

Hinter jeder Tür…

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Ich bin von Natur aus ein positiver Mensch. Ich versuche immer, das Gute zu sehen, vorwärts zu gehen und mich der jeweiligen Situation anzupassen. Es ist nicht immer einfach, aber meiner Erfahrung nach geht es einem mit dieser Einstellung einfach besser.

Natürlich hat jeder Mal eine schlechte Phase – auch ich, aber ich bin mit wenig zufrieden und freue mich über kleine Dinge.

Ich kann Menschen, die immer nur negativ denken einfach nicht verstehen. Mein Ex-Mann z.B. : oft schlecht gelaunt, immer nur das Negative sehen, selten zufrieden. Ich bin ja momentan dabei, auszumisten. Ich habe viele alte „Liebeszettelchen“ gefunden. Aber praktisch alle (nicht vergessen: ich kenn ihn seit 20 Jahren!) fangen mit dem gleichen Satz an: „Es tut mir leid, dass ich dir eine Kriese gemacht habe, aber verstehst Du, ich habe dieses Leben satt. blablabla….“ . Ja! Seit ich ihn kenne, hat er finanzielle und vorallem Beziehungsprobleme – also nicht nur Mann/Frau sondern allgemein. Er hatte wärenddem wir verheiratet waren, 2 sehr gute Jobs. Beide hat er nach knapp 1.5 Jahren verloren. Der Grund? 1. sind für ihn alle Leute doof und wissen sowieso nichts (nur er hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen) und 2. hat er Tendez zum Schürzenjäger… .

Gut, schlussendlich hat er mich ja vor 5 Jahren für eine andere verlassen (nur so nebenbei: er war 2 Monate mit ihr zusammen und dann war Schluss). Im Moment hat mich das natürlich sehr getroffen, vorallem auch dass er am 31.12.2010 um 23h aus dem Haus ging und erst am 01.01.2011 um 15h nach Hause kam, um dann um 17H wieder abzuhauen. Das dauerte etwa 1 Woche bis ich dann sagte „JETZT REICHTS!“. Aber heute bin ich so froh darüber! Eigentlich bin ich ihm dankbar dafür, denn es hat mein Leben so verändert, dass ich mich wieder wohl fühle. Es wurde mir letzhin bewusst, dass ich mich in diesen 5 Jahren enorm weiter entwickelt habe – er jedoch immer noch gleich wie vor 20 Jahren tickt!

Seine jetzige Frau (ja er hat inzwischen wieder geheiratet und ein Kind das im August 1 Jahr alt wird) tut mir leid. Wir kennen uns und kommen gut miteinander aus. Aber er ist immer noch derselbe… Auch wenn wir inzwischen ein gutes Verhältnis haben: Ich möchte ihn um keinen Preis zurück!

Mir geht es gut: ich habe Arbeit, verdiene jetzt allmählich genug, um nicht mehr vom Sozialamt abhängig zu sein und sehe nach vorn. Ich hatte die Hoffnung nie aufgegeben und das Rad ist nun dabei, sich zu meinen Gunsten zu drehen. Ich hatte genug Selbstvertrauen, Hoffnung und Glaube mich weiter zu entwickeln – und ich bin stolz darauf!

Mein Ex-Mann ist übrigens nicht der einzige in meinem Umfeld der so tickt! Meine Tante z.B. – sie ist 62 – verhält sich immer noch als wär sie 20. Ist oft betrübt und immer ist alles schlecht. Ich versteh’s nicht, aber manche lernen es einfach nie…

Karma

KarmaGlaubt Ihr an Karma? Ich schon.

Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass ich (als bekennende und praktizierende Christin) doch nicht an Karma glauben könne – doch kann ich! Ich glaube z.B. auch an Reinkarnation, was ja ein Christ normalerweise nicht glaubt, denn schliesslich eifert der Christ nach dem ewigen Leben.

Aber ich bin halt sehr offen. Ich denke, dass ich – wie meine Mama auch von sich manchmal sagt – ein buddhistischer Christ bin. Ich glaube an Gott, oder eine grössere Macht. Eigentlich kann  man es nennen wie man will. Jedenfalls gibt es Etwas… da draussen, da oben, da im Irgendwo.

Ich kann beten und Meditationen machen. Beides gibt mir etwas: Kraft, Ruhe, Ausgeglichenheit.

Ich kann in die Kirche gehen und dort die Stille in unserer hektischen Welt geniessen.

Ich kann in die Natur gehen und dort das göttliche (oder die höhere Macht) überall finden: in Mensch, Tier, Pflanze, Stein, Wasser, etc

Karma ist schlussendlich das, was uns zu dem macht, was wir sind; wie wir handelt; wie wir leben; wie wir die Welt sehen und uns in ihr bewegen. Und je mehr Positives wir denken, um so eher erleben wir Positives.

Ich wünsche Euch allen eine „THINK POSITIV“ gute Woche!

 

Mein Glaube macht mich stark !

Ja, ich bin bekennede Christin und ich schäme mich auch nicht, das zu sage!

Ich war dieses Wochenende bei meiner besten Freundin und sie wollte unbedingt mit mir in einen Gottesdienst unserer Kirche (christkatholisch Kirche). Hauptgrund ihres Wunsches war eigentlich, Leute kennen zu lernen, denn sie hat keine Familie und die wenigen Freunde die sie hat, wohnen alle mindestens 100km von ihr entfernt.

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St Beatus-Kirche, Thun

Natürlich freute ich mich darüber, dass sie in den Gottesdienst gehen wollte. Vorallem auch, weil der dortige Pfarrer unser ehemaliger Pfarrer ist und ich ihn sehr gut kenne. Die St Beatus Kirche ist ein kleines Kirchlein, etwas erhöt und hinter Bäumen. Es ist nicht leicht, sie zu finden, doch wenn  man dann die Treppen hochgegangen ist, erfreut man sich eines wunderbaren Ausblicks und einer wirklich herzigen Kirche.

Der Pfarrer staunte nicht schlecht, als er mich im Kirchenbank erblickte und ich merkte, dass er sich sehr darüber freute. Am Schluss hat er mich sogar offiziell vor allen begrüsst und gesagt, wer ich bin (na ja… schliesslich spiele ich in unserer Kirchgemeinde das Harmonium, kümmere mich um die Website und bin Synodal-Delegierte… 🙂 ).

Meine Freundin war ziemlich unbeteiligt im Gottesdienst. Sie las nicht, sprach nicht, sang nicht und kam auch nicht zur Kommunion. Ich fand es ein wenig ungeschickt, dass sie so „apathisch“ da sass. Ausserdem flüsterte sie mir einmal zu „Das ist nicht meine Welt“. Ich nickte nur mit dem Kopf – denn ich war ziemlich konzentriert und genoss das gemeinschaftliche Gebet.

Ich bin sehr froh darüber, dass ich meinen Glauben habe, denn ich denke, dass Menschen mit Glauben (egal welcher: Christen, Juden, Moslems, Buddhisten, etc… – und ich meine nicht die Fanatiker! ) einfach ein „reicheres“ Leben haben als andere. Es gibt mir Kraft und Gelassenheit. Ich vertraue auf Gott wie man so sagt. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass ich ein „Frömmeler“ bin. Ich würde nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen, denn um die Kraft Gottes zu spüren, brauch ich nicht unbedingt eine Kirche. Gott ist überall: In der Natur, in der Musik, in meinen eigenen vier Wänden. Manchmal gehe ich allerdings sehr gerne in eine Kirche, allein, einfach um die Stille in unserer hektischen Welt zu geniessen; um zu beten; um in mich zu hören. Und ich bin sicher, dass ich durch meinen Glauben viele Situationen besser meistere (gemeistert habe).

Mein Glaube gibt mir die Möglichkeit, Dinge hinzunehmen wie sie sind. Ich hätte etliche Beispiele, doch darauf werde ich vielleicht in einem späteren Post eingehen 😉

Die Welt ist immer noch schön

022Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und suche den Frieden in dir selbst zu finden.
Und wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen.
Sag ihm die Wahrheit ruhig und besonnen und höre ihm zu,
auch wenn er gleichgültig und unwissend ist,
denn auch er hat seine Sorgen.
Vermeide laute und aggressive Menschen,
denn sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.
Wenn du dich mit all den anderen vergleichst,
wirst du eitel und bitter werden,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer oder kleiner sind als du selbst.
Sei stolz auf deinen Erfolg und denke an deine Karriere,
aber bleibe bescheiden,
denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden.
Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke,
aber laß dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.
Viele Leute reden von hohen Idealen,
und überall wird Heldenmut angepriesen:
Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl.
Stehe der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige,
das wahr und unvergänglich ist.
Sei dankbar für jedes Jahr, das du erleben darfst,
auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet.
Bereite dich auf den Augenblick vor,
in dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt,
aber zerstöre dich selber nicht aus Angst vor der Einsamkeit.
Sei immer so, daß du vor dir selbst bestehen kannst.
Du hast ein Recht auf der Welt zu sein –
genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht.
Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein.
Hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?
Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir begegnet.
Ganz gleich, was das Leben Dir auch an Schwierigkeiten auferlegt:
die Welt ist immer noch schön.
Versuch, auf ihr zu leben und glücklich zu werden!
Dieser Text wurde 1692 in der alten St. Paul`s Kirche in Baltimore gefunden