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Jetzt bin ich genesen

Da habe ich doch glatt vergessen zu erzählen, dass ich letzte Woche Corona hatte… Angefangen hat es am Freitagabend, 1. Juli. Ich hatte Kopfschmerzen und mir war total übel.

Da Töchterchen die Woche zuvor CoVid hatte, dachte ich mir, dass es mich jetzt wohl erwischt hat und ich machte am Samstag einen Test… und einen 2. Test… positif !

Samstag und Sonntag verbrachte ich mehr oder weniger im Bett. Kopfschmerzen, Übelkeit und etwas Fieber. Eigentlich kam es mir eher vor wie eine Migräne. Nun gut, ich blieb dann Montag bis Mittwoch zuhause, denn ich fühlte mich doch noch ein wenig schlapp.

Am Mittwochnachmittag ging ich dann einen PCR-Test machen. Das Resultat bekam ich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, um 2h45 per sms und email… und es war nun offiziell bestätigt, dass ich CoVid habe.

Da ich mich am Donnerstag allerdings wieder genug fit fühlte und es auch nicht mehr obligatorisch ist, in Quarantäne zu bleiben, fuhr ich ins Büro und habe den ganzen Tag gearbeitet. Ich habe mich mit Maske bewegt, wenn ich z.B. einen Kaffee holte – obwohl es nicht mehr obligatorisch ist… einfach um meine Arbeitskollegen weniger zu gefärden.

Nun muss ich 10 Tage warten (also das ist eigentlich heute), damit ich das Genesen-Zertifikat für 6 Monate bekomme.

Jedenfalls hat mich Corona also doch noch erwischt, nach 2.5 Jahren… und ich bin – Gott sei Dank! – nicht geimpft.

Neue Batterie

Vor 2 Tagen war meine Autobatterie vollständig entladen… schon seit ein paar Tagen hatte mein Auto Mühe zu starten und ich war auch 2 Mal morgens um 8h in der Werkstatt. Der Mechaniker hat alles kontrolliert, die Batterie wurde 2020 ausgewechselt, der Motorstarter war auch intakt und wir konnten uns nicht wirklich erklären, was der Grund war.

Allerdings musste ich vor ca 1 Monat ein kleines Teil auswechseln lassen, welches dazu da ist, den Motor-Ventilator an und auszuschalten. Bevor dieses Teil ausgewechselt wurde, hat leider 2 Mal der Ventilator die ganze Nacht gedreht und somit die Batterie komplett geleert. Das kann also der einzige Grund sein – dachten wir.

Vorgestern abend fuhr ich zu Mama. Und plötzlich, auf halben Weg, zeigte die Motor-Kontrollleuchte an. Orange und konstant. Es stresst mich immer (eines der wenigen Dinge die mich stressen) und ich habe meinem Mechankiker eine Whatsappnachricht geschickt. Er meinte, ich könne schon noch fahren, allerdings sollten wir die Batterie wechseln. Wir haben dann direkt einen Termin für den nächsten Tag vereinbart.

Als ich bei Mama wieder gehen wollte, war die Batterie wieder komplett leer. Ich musste sogar das Auto manuell öffnen – die Schlüsselfernbedienung funktionniert auch nicht mehr. Nun denn… gut, dass ich vor etwa 2 Monaten mal Ladekabel gekauft habe. Ich fragte den Hausmeister, ob er mir beim Starten helfen kann – was er auch machte. Am nächsten Tag, also gestern, sollte dann die neue Batterie eingebaut werden. Leider musste ich das Auto wieder mit Hilfe der Kabel starten um überhaupt in die Werkstatt zu kommen. Allerdings diesmal allein. Mama kam mit ihrem Auto und ich schloss die Kabel an. Ich habe eine Website gefunde, auf welcher Schritt für Schritt steht, welches Kabel wo zuerst und danach hingehört … und ich hab’s geschafft 😀

In der Werkstatt angekommen, sagt mir der Mechaniker, er hätte mit Opel telefoniert und die aktuelle Batterie sei für dieses Auto nicht standartgemäss – das sei wohl, unter anderem, der Grund, weshalb verschiedene Kontrollleuchten ab und zu an waren. Auch die Montor-Kontrollleuchte sei vermutlich deshalb an gewesen.

Nun habe ich also eine neue Batterie und eine neue Rechnung…. über CHF 500.- 😦 … ich hoffe nun, dass das Auto mir keine Scherereien mehr macht bis mein Leasing fertig bezahlt ist. Das läuft noch 2 Jahre und ich habe eigentlich keine Lust, noch mehr Geld (was ich eigentlich gar nicht habe. Ich frage mich jetzt schon, wie ich das bezahlen soll) in den Wagen zu stecken…

Es gibt sie noch…

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… die guten Menschen. Nicht die GutMenschen, sondern die guten Menschen.

Ich bin seit gut einem Jahr finanziell nicht sehr gut gestellt. Meine beiden Kinder leben noch bei mir, allerdings sind sie momentan nicht in Ausbildung und auch wenn Töchterchen ca 50% arbeitet, reicht das nicht um die CHF 720.- Kindergeld (360.-/Kind ab 16 hier in der Schweiz) welche ich seit etwas mehr als einem Jahr nicht mehr bekomme, auszugleichen.

DiesesLoch in meinem Budget macht sich sehr bemerkbar. Ich komme mit zahlen bei gewissen Sachen einfach nicht mehr mit. Anfang Juni war es so schlimm, dass ich einen Aufruf auf schweizerdeutsch in meinen Whatsapp-Status geschrieben habe.

Es haben darauf 2 Personen reagiert … und zwar 2 Personen, welche nicht schweizerdeutsch oder deutsch reden… sondern französisch.

Ich war ziemlich baff. Eine Person hat mir CHF 500.- ausgeliehen. Ich habe einen Vertrag aufgesetzt und werde diese Summe à CHF 100.-/Monat zurück zahlen.

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Dann bekam ich ca 1 Woche nach meinem Foundraising-Aufruf Post. Die andere Person (84 Jahre alt) hat mir CHF 100.- geschickt.

Und heute kam ein Bekannter ins Büro (am Mittwoch arbeite ich in einem kleinen Kirchensekretariat und ich kenne diesen Mann seit fast 10 Jahren). Wir plauderten ein wenig und er erzählte mir, wie doch alles teurer und teurer werde und es nicht einfach sei – vorallem auch für junge Leute (der Mann ist über 80 !). Ich habe ihm dann ein bisschen erzählt – ohne irgendwelche Hintergedanken – dass ich finanziell seit einiger Zeit am rudern bin. Nach unserem Gespräch nimmt er sein Portemonnaie, holt einen 100.- Schein raus und sagt „ich hoffe Du akzeptierst dieses Geld. Ich möchte es Dir als Freund schenken“. Ich war so gerührt und habe es angenommen. Ich habe ihn umarmt.

Diese 3 Personen, welche mir aus Nächstenliebe Geld geliehen, respektive geschenkt haben, gaben mir die Hoffnung und Bestätigung, dass es sie doch noch gibt : die guten Menschen !

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Preis/Leistung

Schon seit einigen Jahren fällt mir auf, dass das Preis/Leistungsverhältnis, beziehungsweise die Lebenskosten/Löhne einfach nicht übereinstimmen.

Oder wie finder Ihr das, dass meine Mama in meinem Alter gleich viel verdient hat (bei einem gleichen Job) wie ich heute (allerdings habe ich drei Jobs und sie hatte einen) ? Das ist doch nicht normal, oder?

Die Lebenskosten steigen ständig, aber die Löhne bleiben gleich wie vor 25 Jahren ? Wie soll das bitte weiter gehen ? Wie lange wird es dauern, bis die Löhne angeglichen werden ?

Die Tochter einer Freundin macht jetzt gerade die gleiche Ausbildung die ich habe und verdient im 1. Lehrjahr genau gleich viel, wie ich vor 30 Jahren… da stimmt doch irgendwas nicht !!

Ich möchte gerne etwas unternehmen, aber ich hab keinen Plan, wie man sowas angehen kann. Habt Ihr eine Idee ?

Jahresrückblick 2021

Nun, schon wieder neigt sich das Jahr dem Ende zu. Das 2. „Pandemie“-Jahr, wenn es denn wirklich eine Pandemie ist… ? Jedenfalls denkt ein grossteil der Menschheit das und ich will jetzt hier auch gar nicht ausführlicher werden. Nur eins : ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich kann denken und glaube einfach, dass das ganze viel schlimmer dargestellt wird, als es in Wirklichkeit ist.

Nun aber möchte ich das Jahr revue passieren lassen :

Januar : Sohnemann wurde 16 und ich hatte grosse Hoffnung, dass er dieses Jahr eine Beschäftigung findet. Töchterchen begann ihren neuen Job

Februar : Sohnemann hat den 1. Hilfekurs absolviert

März : Die Basler Fasnacht fiel zum 2. Mal aus und ich bekam Nachricht von Pierre.

April : Meine tolle Freundin hat für mich spontan eine kleine Geburtstagsfeier organisiert

Mai: Ich stellte mir viele Fragen…. und verglich das heutige Leben mit dem Mittelalter. Wir leben je längs je mehr in einem modernen Mittelalter…

Juni : Es sind UEFA Europameisterschaften und ich, als Fussballbanause, habe mir das Spiel Schweiz-Frankreich begeistert angesehen.

Juli : Ein Dank ans Unsiversum – auch wenn noch nicht alles so gekommen ist, wie ich das gerne hätte – aber die Hoffnung wird nicht aufgegeben. Wie man auf französisch sagt : „l’espoir fait vivre!“ (Hoffnung macht lebendig)

August : Nun, im August habe ich hier nichts berichtet… aber ich hatte da auch Ferien – obwohl ich zu Hause geblieben bin. Und es war nicht sonderlich spektakulär, denn nicht ein einziges Mal war ich am See. Das Wetter wollte einfach nicht wie ich… na ja, es war trotzdem erholsam 🙂

September : Nun, ich fiel vom Hocker als ich Pierre’s 2. Nachricht dieses Jahr bekam…

Oktober und November : Nun, ich hatte so viel arbeit, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, hier irgendwas zu schreiben. Aber etwas entscheidendes ist doch passiert : Wir haben eine neue Chorleiterin ausgewählt. Da unsere ehemaliger Dirigent psychisch ein totales Down hat(te), wurde im gegenseitigen Einverständnis entschieden, dass er uns nicht mehr dirigiert. Eigentlich finde ich es schade, denn seine Methode und Art haben mir immer sehr gefallen und ich habe viel mit ihm gelernt. Die Neue kann ich nicht wirklich beurteilen, denn – ausser einer Probe-Repetition – habe ich noch nicht mit ihr gearbeitet. Da ich weder geimpft, noch genesen bin und es mir nicht leisten konnte, wöchentlich einen Test machen zu lassen, habe ich momentan eine Auszeit genommen. Hoffentlich gibt es bald wieder Normalität… wer weiss, vielleicht habe ich ja bald das CoVid Zertifikat, denn …

Dezember : … Mama wurde am 25.12. postif darauf getestet und wir sind nun alle in Quarantäne. Sohnemann ist ebenfall positif, Töchterchen und ich (leider) negatif. Aber vielleicht bekommen wir es ja noch und können dann als Genesene das Zertifikat anfordern. Was war sonst noch im Dezember? Nun, ich habe meine traditionnellen Weihnachtsgutzeli gemacht. Sonst eigentlich nicht viel mehr.

Update : heute, 31.12.21, mussten wir uns von Djuna verabschieden

Tja, das wär’s dann wohl. Ich hoffe, Ihr hattet alle – trotz aktueller Langzeitlage – ein gutes 2021 und ich wünsche uns allen, dass 2022 ein gutes Jahr wird !

HAPPY NEW YEAR !

Danke Universum !

Ich danke dem Universum (oder Gott, oder einer höheren Macht – was auch immer), dass :

  • Töchterchen regelmässig arbeiten kann und sich langsam eine Existenz aufbaut
  • Sohnemann am Donnerstag ein Vorstellungsgepräch für eine Steinmetz-Lehre hat und diese bekommen wird
  • Sohnemann sehr motiviert ist und „aus dem Loch“ in welchem er ein Jahr lang war gekommen ist
  • Mein Ex-Mann sich – für einmal – für Sohnemann eingesetzt hat (Vorstellungsgespräch am Donnerstag) und sich ein bisschen kümmert
  • Töchterchens Freund seine Metzger-Lehre abgeschlossen und mit nur einer einzigen Bewerbung eine Stelle gefunden hat
  • Mama immer für mich da ist
  • Papa sich nicht einsam fühlt
  • Bruderherz sich lagsam wieder etwas annähert
  • Bruderherz 2 (ich habe 2 Halbbrüder, Zwillinge, aus 2. Ehe von Papa die 30 sind) mich finanziell unterstützt hat
  • Unsere 2 Katzen uns viel Liebe und Geborgenheit geben
  • Unser Hund Gino bei Bruderherz 2 super aufgehoben ist
  • Ich eine super Freundin habe, welche seit 10 Jahren meine Höhen und Tiefen miterlebt

Danke Universum, dass alles ins Lot kommt – einfach Danke für all das !

Wow – was für ein Match !

Fussball ist nicht meins – wirklich nicht. Aber gestern Abend war ich gezwungenerweise dabei, mir den Match Schweiz – Frankreich anzusehen. Sohnemann und Freund von Töchterchen waren schon vor TV installiert, als ich nach Hause kam 😀

Also hab ich mit ihnen zusammen geschaut. Wow – was für ein Match. Die Schweiz gewinnt beim Penalty-Schiessen schlussendlich mit 5 : 4

Papa hat auch geschaut. Er wohnt ja als Schweizer in Frankreich und meinte : jetzt muss ich wohl die Türe gut verschliessen und die Heugabel zur Verteidigung hervorholen 😀 😀 😀

Ich mag es der Schweizer-Nati gönnen und hoffen wir auf einen weiteren interessanten Match am Freitag, wenn die Nati gegen Spanien spielt (was ich logischerweise schauen werde 😉 )

Hier den Match nochmal sehen

Deutschschweizer halt ! :-)

Gestern hat mich Mama zum Essen eingeladen. Wir haben hier einen Campingplatz mit Restaurant, in welchem man relativ gut und günstig isst. Wir gehen da ab und zu hin und kennen auch die Betreiber ganz gut.

Am Tisch neben uns hat sich ein Ehepaar hingesetzt und wir haben sofort gehört, dass es Deutschschweizer sind. Na ja, ist in einem Camping-Restaurant jetzt nichts wirklich besonderes 😀

Wir bekamen einige Gesprächsbrocken mit und waren uns rasch einig, dass es wohl Zürcher sind. Die Frau bestellte den gleichen Salat mit Schafskäse wie ich, der Mann genoss Egli-Filet (eine Spezialität an diesem Ort).

Mama und ich haben die beiden dann nicht weiter beachtet und genehmigten uns noch ein Dessert zum Kaffee. Gegen 21h15 haben wir bezahlt.

Beim vorbei gehen sagte Mama zu den beiden „Schöni Ferie no 😉 “ und Silvano (so hiess der Mann, wie wir dann erfuhren) meinte „sitzed doch ane und trinked no es Kaffi mit eus“. Gesagt – getan. Sandra (seine Frau) ist seit 1988 Stewardess, damals noch bei SwissAir, heute bei Swiss und die beiden verbrigen meistens ihre Ferien mit dem Camper.

Wir hatten ein angenehmes „Käffele“ mit anregenden und interessanten Themen wärend knapp einer halben Stunde – es war wirklich witzig und unterhaltsam 🙂

Na ja, sowas machen nur Deutschschweizer – die Romands sind da (was man eigentlich nicht denken würde) viel verschlossener !

Wacht endlich auf !

Ich fühle mich immer mehr wie im Mittelalter 🤦 schau –》 die Herren, die dem Bauern die letzte Ziege wegnehmen, um Steuern zu zahlen … dass der Bauer verhungert und nicht mehr überleben kann, interessiert niemanden!


Die „Kleinen“ (im Klartext: Menschen, die wenig Einkommen haben) werden immer kleiner (ärmer) und werden mit allen Mitteln (Krankenkasse, Versicherungen, Steuern, etc.) belastet, müssen sich rechtfertigen, beweisen, aufgeben, auf sich nehmen …

… und die „Großen“ (d.h. diejenigen, die ein angemessenes Einkommen haben, oder ein Einkommen im Überfluss) werden immer größer (reicher), gehen einkaufen, wann sie wollen, haben VIP-Vorteile auf allen Ebenen, gehen auf Reisen (auch wenn sie mehr bezahlen müssen, das beeinträchtigt sie nicht), …

Die Mittelschicht gibt es nicht mehr!

Das Leben wird immer teurer, die Gehälter folgen seit mindestens 30 Jahren nicht mehr !

… Und dann gibt es tatsächlich Leute, die es wagen zu sagen, dass es in der Schweiz keine armen Menschen gibt 😤🤦😫.

Wann wird etwas passieren? Wann beginnen die Menschen (die Bevölkerung !) aufzuwachen und zu verstehen?

Manchmal frage ich mich…

… wo wär ich heute, wenn meine Mama 1990 nicht entschieden hätte, in die Romandie zu ziehen ?

… was hätte ich anders gemacht, wenn ich nicht geheiratet hätte ?

… wie sähe mein Leben ohne Kinder aus ?

… wie wäre mein Leben mit einem neuen Partner ?

Es gibt Momente, da frag ich mich solche Dinge – vorallem wenn ich das Gefühl habe, dass nichts vorwärts geht, keine Lösungen sichtbar sind, gewisse Personen sich verhlaten, als wäre ich unsichtbar oder aber der (die) Depp vom Dienst.

Na ja, irgendwie geht’s immer weiter, aber momentan fühl ich mich so hilf- und ratlos…