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Gedanken am Sonntag

Gedanke 1
Wenn man jemanden zwar kennt, ihn aber noch nie gesehen hat, kennt man ihn dann wirklich ? Manche sagen, man kann sich nicht kennen, wenn man sich noch nie gesehen hat. Ich glaube das nicht – oder zumindest : ich will das nicht glauben.

Kommt es darauf an, was für Gespräche man führt ? Natürlich kann man sich hinter einem Whatsapp oder einer Email anders geben, als man wirklich ist. Wenn das Gegenüber einem vis-à-vis sitzt, traut man sich vielleicht weniger, wirklich zu sagen, was man problemlos schreibt ?

Aber ich glaube trotzdem, dass man den anderen nach einer gewissen Zeit kennt, mehr oder weniger erahnen kann, was für eine Reaktion kommt und es einem auch wichtig ist, wie der andere denkt, fühlt, empfindet.

Wie in jeder Beziehung – ob freundschaftlich oder amourös – denkt man an den anderen, stellt sich Fragen, wenn (lange) keine Reaktion oder Antwort kommt, macht sich vielleicht sogar Sorgen.

Frank ist so ein Freund. Ich kenne ihn, ohne ihn wirklich zu kennen. Er sagt oft, dass ich ihn ja gar nicht kenne – und doch wage ich zu behaupten, dass ich ihn relativ gut kenne. Aber vielleicht täusch ich mich ? Wie würde er wohl reagieren, wenn ich eines Tage plötzlich vor seiner Tür stehen würde ? Wäre er enttäuscht ? Wär ich enttäuscht ?

Gedanke 2
Eine gute Freundin von mir, ein paar Jahre jünger, ist dabei sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ihr Papa bald sterben wird. Sie überspielt das ziemlich und jedesmal wenn ich sie frage, wie es ihr geht, antwortet sie rethorisch „gut- und dir ?“ . Das ist eine Art Selbstschutz, denn ich weiss genau, dass es sie sehr beschäftigt und wenn es dann soweit ist, wird es ihr erst bewusst werden, wie sehr es sie trifft. Ich fühle sehr mit ihr und wenn ich daran denke, wie ich mich dabei fühlen würde, verwerfe ich den Gedanken sehr schnell wieder … ich will mir das gar nicht vorstellen !

Gedanke 3
Eine andere gute Freundin von mir, gleich alt wie ich, hat niemanden auf der Welt ausser ihrem Hund. Keine Familie, keinen Partner, nur ihren Hund. Sie tut alles für „ihr Kind“ .

Ihre Lebensgeschichte ist eher tragisch : Aufgewachsen im Heim, Vater Alkoholiker, Mutter im Rotlichtmilieu. Hat auf der Strasse gelebt, war Drogenabhängig von 12 bis 20 und schaffte den Entzug. Da hab ich sie auch kennen gelernt, als wir 20 waren. Und zwar dort – auf einem Bauernhof bei Leuten die ich kenne – wo sie den Entzug durchgezogen hat. Heute lebt sie von 100% IV. Ihr Körper ist total kaputt. Reden kann man mit ihr sehr gut, denn durch ihre Lebenserfahrungen hat sie gewisse Sichtweisen die jemand, bei dem immer alles glatt lief, niemals haben könnte.

Wir haben seit bald 30 Jahren regelmässig Kontakt, und wenn ich kann, dann helfe ich ihr. Wie z.B. nächsten Mittwoch. Da werd ich zu ihr fahren und ihren Husky hüten, damit sie zum von der IV gefordeten psychologischen Termin gehen kann.

Wenn ich an sie denke, muss ich sagen, dass mein Leben eigentlich super ist – trotz meinen Sorgen um die Kinder oder meiner finanziellen Kriese.

Menschen und Freunde

Es gibt Menschen… und es gibt MENSCHEN – Es gibt Freunde … und es gibt FREUNDE

Ich habe das grosse Glück, solche MENSCHEN und FREUNDE in meinem Leben zu habe.

Einer davon ist Frank. Ich weiss gar nicht, was ich ohne ihn machen würde – wie hab ich das gemacht, bevor ich ihn kannte ? Er ist immer da… manchmal zwar geht es eine Weile, bis er antwortet… und ich muss mich manchmal zurück halten, dass ich ihm nicht ständig schreibe. Aber er ist für mich fast sowas wie der Fels in der Brandung. Auch wenn er manchmal sehr rational und fast etwas hart ist, fühle ich mich irgendwie in Sicherheit. Seine moralische und auch sonstige Unterstützung ist unglaublich und ich hoffe wirklich, dass diese Freundschaft noch lange bestehen wird und nie endet !

Und dann gibt es da noch ein älteres Ehepaar. Beide über 80 und ich besuche sie regelmässig. Wir machen dann immer Tea-Time. Ich geh gegen 16h hin, wir trinken Tee, reden und meistens bleib ich 2 oder 3 Stunden. Sie haben mir auch vor ein paar Monaten mal Geld geliehen, und eigentlich wär ich heute zu ihnen gegangen, habe aber gestern abgesagt, weil ich z.Z. einfach zu viel anderes im Kopf habe. Ich habe erklärt, dass ich mit dem Auto Probleme hätte und ich mich melden würde, sobald ich eine Lösung hätte und wieder mobil sei. Kurz darauf kam zurück, dass sie mir zwar mit dem Auto nicht helfen können, aber dass ich das geliehene Geld nicht zurück zahlen müsse. Ich war sprachlos.

Auch meine Arbeitskollegen sind immer sehr herzlich, mit Worten (manchmal auch Taten) sehr unterstützend und verständnisvoll. Gestern Abend hat mir einer der Kollegen verschiedene Links für Gebrauchtwagen geschickt.

Auch wenn es mir teilweise nicht so gut geht, bin ich doch äusserst dankbar, solche lieben MENSCHEN und FREUNDE zu haben.

Richard

Gestern Abend hatte ich – wie jeden Mittwoch – Chorprobe. Wir kommen ganz gut mit Mozart voran, langsam „nimmts Klang an“.

Nach der Probe gibt’s immer einen Apéro riche im Tournus-Verfahren und wir quatschen noch miteinander.

Richard ist 56 und wir mögen uns ganz gut. Er hat bei uns im 2017 angefangen und nach seinem 1. Konzert (Requiem von Mozart), nachdem das Publikum schon weg war, kam er auf mich zu, umarmte mich herzlich und meinte „Das war einfach so toll !“ Er war total begeistert von dieser Erfahrung und musste seine Freude einfach irgendwie kund tun. Ich fand das irgendwie sehr berührend.

Zurück zu gestern : nach der Probe und vor dem Apéro stapelt jeder seinen Stuhl. Ich wollte dies also grad tun und da stand Richard neben mir und meinte „lass, ich mach das“. Das war nicht das erste Mal, dass er das tat. Ausserdem arrangierte es mich zusätzlich, da ich immer noch – wenn auch etwas weniger – Rückenschmerzen und ein hexenschussmässiges Ziehen im Bein habe.
Ich bedankte mich bei ihm und erwähnte meine „kleinen“ Beschwerden. Da meinte er lachend „wirst du etwa alt ?“ Ich entgegnete, dass das sehr wohl der Fall sei, immerhin werde ich in 2 Jahren 50 😀 . – „Was soll ich denn sagen, in 2 Jahren werd ich 58. Und schau doch mal, wie ich aussehen, schon ganz graue Haare“. – „Na und ? Männer mit grauen Haaren haben etwas charmantes ;-)“ „Meinst Du ? Aber ich habe ja sonst nichts“ (er ist gelernter Ingenieur, ist aber schon über 2 Jahre arbeitslos und darbt mehr oder weniger dahin. Er hat einen 40% Sekretariats-Job gefunden, was ihm – nebst den Sozialleistungen die er empfängt – ein minimales Einkommen bring.) „Ja ok, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass Männer mit grauen Haaren etwas anziehendes haben können.“ Darauf lächelte er verlegen und wir begaben uns in den Flur wo der Apéro statt fand. Wir haben dann noch ein wenig zusammen geplaudert und ein Stück Zitronen-Kuchen gegessen. Dann versabschiedete sich Richard.

Ich mag Richard – und er mich scheinbar auch – aber auch er ist (wieder mal) ein Typ Mann, der mir zu instabil ist… und in seinem Alter noch einen „guten“ Job zu finden, gestaltet sich eher schwierig.
Mit meinem Ex hatte ich lange genug einen Mann, der – trotz guter Ausbildung – nichts auf die Reihe kriegt(e), Pierre ist emotional instabil und Richard scheint zwar bodenständig zu sein, aber ist auf dem Sozialamt. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen (war ja selbst jahrelang vom Soz abhängig), aber ich will niemanden mehr, der finanziell nicht ein Minimum von Sicherheit hat – es reicht, wenn ich es nicht habe…

Ja, meine Kriterien in Bezug auf Männer werden langsam von den rationalen Überlegungen übertrumpft…

Begegnungen

Es gibt im Leben Begegnungen, die passieren einfach. Plötzlich hat man einen Menschen in seinem Leben, der einem wichtig geworden ist. Man fragt sich, wieso genau dieser Mensch in unser Leben getreten ist.

Mir ist das passiert. Und zwar seit Anfang Juli. Dieser Mensch hat in kürzester Zeit eine grosse Bedeutung für mich bekommen. Unsere tägliche Kommunikation bereichert mein tägliches Leben und gibt mir viel. Dieser Mensch ist etwas ganz besonderes und hilft mir oft sehr mit seinen Worten. Er bringt es fertig, mich zu motivieren, mir Mut zu machen, mich wieder aufzubauen wenn ich ein Down habe und mich so zu nehmen wie ich bin. Er ist immer da wenn ich ihn brauche. Auch wenn wir uns nur virtuel begegnet sind : ich habe das Gefühl, dass ich ihn schon ewig kenne und ich möchte ihn nie wieder missen.

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Vielleicht treffen wir uns mal – auch wenn er das nicht will, für den Moment zumindest – aber wünschen würde ich es mir schon…

Danke, lieber Mensch, dass Du da bist !

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Nähe

Seit einigen Tagen habe ich eine gewisse Nähe zu einer Person aufgebaut. Es ist überhaupt keine körperliche Nähe, eher eine geistige. Ausserdem ist besagte Person – wie soll’s auch anders sein – weit weg von mir.

Jedenfalls bin ich einerseits sehr froh über diesen regen Austausch via Whatsapp und andererseits stimmt es mich manchmal fast etwas traurig. Nicht weil dieser Mensch mir Dinge schreibt die mir nicht gefallen – im Gegenteil – sondern weil dieser Mensch weit weg ist.

Jeder sollte seine festen Wurzeln haben, aber doch in der Nähe des anderen sein.

Reelle Nähe spüren fehlt mir manchmal schon. Ich meine jetzt nicht unbedingt körperliche Nähe, sondern die Nähe des Austausches mit dem Gegenüber. Miteinander über Gott und die Welt diskutieren, sich dabei anschauen, vielleicht mal auf die Schulter klopfen oder in den Arm nehmen (ohne Hintergedanken !), den anderen lesen indem man seine Reaktionen nicht nur liest oder hört sondern auch sehen kann… ja, das fehlt mir manchmal.

Sich über Whatsapp austauschen ist wirklich toll und ich möchte es auch überhaupt nicht missen, aber auch da gibt es Erwartungen. Wenn man weiss, dass der andere die Nachricht gesehen hat, aber keine Antwort gibt, fängt man (ich zumindest) sofort an, sich zu hinterfragen. Wäre ich der Person gegenüber, würde ich sofort an seiner Reaktion merken, ob ich jetzt vielleicht was falsches gesagt habe. Dabei kann es ja tausend Gründe geben, wieso man nicht antwortet. Aber es liegt wohl in der menschlichen Natur (meiner menschlichen Natur), sich über solche Dinge den Kopf zu zerbrechen.

Falls diese Person diesen Post hier jemals lesen sollte, wird sie sich darin erkennen. Dann möchte ich darauf hinweisen, dass es in keinster Weise ein Vorwurf ist ! Es sind einfach meine momentanen Gedankengänge.

Anwort anders als erwartet

Gestern abend habe ich ersehnte Antwort erhalten… und sie war angenehm unerwartet… Ich musste es 3 Mal lesen, um wirklich sicher zu sein, dass ich es richtig verstanden habe.

Es hat mich berührt, diese Worte zu lesen. Sie waren sehr schmeichelnd und wohltuend. Und dann, ja dann gab es ein unerwartetes Telefonat… über eine Stunde haben wir geplaudert und es war angenehm, lustig und interessant. Später gab es noch ein paar Whatsapp-Nachrichten… und ich muss sagen, es war mir manchmal fast etwas unangenehm. Nicht im negativen Sinn, überhaupt nicht – aber es machte mich irgendwie verlegen.

Man ist es sich in der heutigen Zeit gar nicht mehr gwohnt, dass ein Mann auf einen eingeht, sich interessiert, ein bisschen den Hof macht und charmant ist. Ich muss fast wieder lernen, damit umzugehen.

Was etwas komisch ist : besagte Person kennt mich relativ gut und weiss viel von mir – was ich nicht behautpten kann. Ich weiss sehr wenig über diese Person und ich hoffe, dass sie mir bald versprochene Details zukommen lässt…

Geduld ist die Tugend der Könige…

… sagte meine Grossmamme immer.

Ich muss demzufolge eine Königin sein 😀 . Ich bin ein sehr geduldiger Mensch. Vorallem im Warten bin ich Meister der Geduld. Auch wenn ich manchmal innerlich vor Ungeduld koche, sieht man mir das doch äusserlich nicht an.

Am schlimmsten finde ich, wenn ich auf Antworten warten muss. Ich bin jemand, der in der Regel immer sofort auf eine Mail oder Whatsapp-/SMS-Nachricht antwortet. Und ich kann nicht verstehen, wieso manche Leute Tage oder Wochen brauchen, um zu antworten.

Natürlich kann es Gründe geben, die gerechtfertigt sind. Jeder hat mal ein unvorhergesehenes Ereignis und kann dann nicht umgehend antworten. Und es kommt auch darauf an, wie wichtig einem die Person ist, welche auf Antwort wartet. Eine Firma kann ruhig mal ein paar Tage warten – da muss man ja manchmal auch diplomatisch oder strategisch vorgehen – aber privat ? Ausser man mag die Person nicht. Da muss ich zugeben, ich kenne zwei Personen, denen geb‘ ich nie sofort Antwort, weil ich sie einfach nicht sonderlich mag.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich bald von einer gewissen Person Antwort bekomme (und ich rede hier nicht von Pierre !!). Einen regen Austausch halt. Vor allem auch, weil besagte Person sehr interessant scheint und ich gerne mehr über sie erfahren würde… auch wenn ich diese Person nicht persönlich kenne, ist es eine Art Begegnung die ich sehr bereichernd finde.

Als ich 13/14 war hatte ich einen Brieffreund. Wir schrieben uns quasi täglich. Jeden 2. Tag hatte ich einen Brief von ihm, und zwar von Hand geschrieben und immer mehrere , meistens A4-Seiten. Ich schrieb dann am selben Tag zurück und so hatte auch er jeden 2. Tag Post von mir. Mit der heutigen Technologie (Email) ginge das sogar noch schneller, aber auch jeden 2. Tag wäre schon toll.

Na ja, ich werde warten und mich weiterhin in Geduld üben…

Chor-Wochenende

Letztes Wochenende waren wir mit dem Chor in Albertville. Könnt Ihr Euch noch an die olymischen Winterspiele von 1992 dort erinnern ? Benannt ist die Stadt nach König Karl Albert I., der sie 1836 gründete.  Der Vorgängerort war die Cité Médiévale de Conflans; sie liegt heute als mittelalterlich geprägter Ort mit Stadtmauer oberhalb von Albertville.

Wir hatten ja am 6. Mai ein Konzert hier in Lausanne gemeinsam mit dem französischen Chor Cantabile aus Albertville. Und nun waren wir bei ihnen und haben dort nochmal ein gemeinsames Konzert gegeben.

Wie die Choristen von Cantabile, wurden auch wir jeweils bei einem Choristen des Gastgeberchores logiert. Wir fuhren mit dem Car gegen Mittag von Lausanne weg und waren nach etwas mehr als 2 Stunden am Ziel angekommen und wurden herzlich empfangen.

Das Konzert war gut, dass gemeinsame Abendessen mit einem üppigen kalten Buffet köstlich und das Beisamensein amüsant.

Gegen 22h fuhr dann jeder mit seinem Gastgeber nach Hause und ich war bei Robert und Hélène gut aufgehoben. Am nächsten Morgen fuhr mich dann Robert zum vereinbarten Treffpunkt nach Conflans. Dort wurden wir schon erwartet und genossen eine interessante Führung durch das mittelalterliche Städtchen.

Nach einem gemeinsamen Pic-Nic kehrten wir noch für einen Kaffee ein, bevor es dann gegen 14h mit dem Car wieder heimwärts ging.

Hier noch ein paar Eindrücke :

Chatten

Als ich etwa 17 war und Internet langsam so richtig aufkam, hatten wir zu Hause ebenfalls einen Zugang zu Compuserve. Kennt Ihr das noch ? Caramail war da auch noch. Man konnte so schöne Email veschicken. Und MSN natürlich 🙂

Ich chattete vorallem in verschiedenen Foren und ich habe mich bewusst in Foren aufgehalten, wo französisch gesprochen wurde. Wie oft habe ich mich genervt, wenn das Modem nicht wollte und es 10 Minuten lang versuchte, die Verbindung her zu stellen 😀

So habe ich damals auch meinen (Ex-) Mann* kennen gelernt.

Ich habe Nächte damit verbracht zu chatten. Damals war da noch ein gewisser Respekt und man konnte manchmal sehr interessante Gespräche führen.

Heute gibt’s das so nicht mehr. Leider. Heute sind es meist nur noch Dating-Apps und wenn als 1. Satz so was wie „willst Du fi*%+#“ kommt, wird mir schlecht.

Es geht eigentlich immer nur um das Eine und ich finde das irgendwie richtig abstossend. Wieso geht es den Menschen immer nur um das ? Es gäbe so viele interessante Gesprächsstoffe…

Ich würde gerne manchmal abends mit jemandem chatten… mich austauschen. Eigentlich am liebsten über Whatsapp… aber leider habe ich niemanden, der mir antwortet…

Tja, so schwelge ich halt manchmal in Erinnerungen und wünschte ab und zu, das Zeitrad zurück drehen zu können…

* Wir haben uns in einem Forum im Juni 97 kennen gelernt, trafen uns zum 1. Mal am 15. Oktober, haben uns am 24. November verlobt und am 20. Juni 98 zivil und am 23. Mai 99 kirchlich geheiratet. Wir waren 15 Jahre verheiratet (allerdings zog er nach 13 Jahren aus) und sind seit dem 14.02.14 (Valentinstag 😀 ) offiziell geschieden. Wir haben 2 Kinder zusammen und immer noch Kontakt. Witzigerweise – obwohl mein Ex-Mann wieder geheiratet hat – schreibt er mir, wenn irgend etwas passiert ist oder er einen Rat braucht…

Glück im Unglück

Verdammt, ich hatte so ein Glück 🙏🏻.
Als ich Sonntag auf die Autobahn Richtung Lausanne fuhr, tauchte plötzlich ein kleiner Lieferwagen auf und ich habe ihn mit meinem Rückspiegel gestreift. Ich habe ihn einfach nicht gesehen und frage mich bis jetzt, wie mir das passieren konnte…

Wir hielten dann auf dem Pannenstreifen an … es waren Deutsche, ein Paar, ca. 60 Jahre alt, die aus dem Urlaub aus Südfrankreich zurück kamen. Sie hatten nur einen Kratzer an der Seite ihrer Tür. Dem Rückspiegel ist nichts passiert. Wir tauschten Adressen, Telefonnummern und E-Mails aus, um uns gütlich zu einigen. Der nette Herr sagte, dass die Karosserie wahrscheinlich neu lackiert werden müsse.

Ich schrieb ihm dann am Montag morgen eine E-Mail, in der ich mich nochmals entschuldigte (es war eindeutig meine Schuld) und ihm sagte, er solle mich über die Kosten informieren, sobald er die Informationen habe. Abends hat er mir geantwortet: Der Mechaniker konnte nur polieren und hat nicht einmal darum gebeten, bezahlt zu werden… er (der Mechaniker) schlug vor, ich solle ihnen doch etwas für den kleinen moralischen Schock überweisen, damit sie sich einen schönen Abend im Restaurant machen können 😅.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie erleichtert und dankbar ich bin 🙌🏻 Ich hatte erwartet, 500 Euro oder mehr zahlen zu müssen… also werde ich ihnen Euro 100.- überweisen und ich denke darüber nach, ihnen Schokolade oder etwas anderes typisch schweizerisches zu schicken 🇨🇭.