Frank sagt ja. Aber ich finde das nicht. Niemand kann Gefühle einfach ganz ausblenden. Ich rede nicht unbedingt von amourösen Gefühlen, sondern auch Mitgefühl, Gefühl der Freude, der Trauer, der Freundschaft, was auch immer.
Wie kann man jemandem etwas gefühlvolles sagen, wenn man kein Gefühl hat ? Frank schreibt mir manchmal Dinge, die – für mich - mit Gefühl zu tun haben. Er aber meint, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Aber vielleicht meint er eher Gleichgültigkeit ? Kann man Gleichgültigkeit mit Gefühlskälte vergleichen ? Was meint Ihr zu DIESEM Artikel ?
Nicht nur Saison-, sondern vorallem Gemüts-bedingt.
In letzter Zeit habe ich wieder grosse Mühe, einzuschlafen und durch zu schlafen. Ich denk einfach zu viel nach…
Frank ist eine grosse Hilfe – aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich ihn nerve. Auch wenn er dies wehement verneint, glaub ich trotzdem, dass ich ihm manchmal auf den Wecker gehe.
Frank wär eigentlich ein toller Mann. Er sagt zwar immer, ich kenne ihn nicht (wir haben uns ja noch nie getroffen – nur 2 Mal telefoniert und sonst nur per Whatsapp). Und dann denkt er auch, er sei zu alt (für mich) und natürlich ist da – wie sollte es auch anders sein – die Distanz. 600km sind nicht ohne. Aber ich bin sehr dankbar, ihn als Freund zu haben.
Manchmal denke ich, dass ich nicht normal bin. Ich bin (und war noch nie) ein „Mitläufer“ und wenn ich gewisse Dinge sehe oder höre, frage ich mich, ob ich oder die anderen keinen Durchblick haben ? Aber die heutige Gesellschaft ist so… ach ich weiss gar nicht wie ich das nennen soll.
Ich weiss nicht, wer von uns zwei der grössere hoffnunglsose Fall ist – aber wir sind es beide !
Am Dienstag dachte ich mir noch, Pierre wird sich nicht melden und das Treffen fällt ins Wasser. Ich hatte sogar schon eine strategische Nachricht vorbereitet : „Ich warte morgen um 14h in E. auf dich“. Wollte es so gegen 22h schicken, aber dann kam um 20h eine Whatsapp :
Pierre : Muss noch auf die Bestätigung warten… Ist noch frei…
boelleli 🐘 : Ok, donc ? (donc = also)
Pierre : Hab gefragt wie ich vorgehen soll. Ist kompliziert
boelleli 🐘 : In wie fern kompliziert?
Pierre : Anmeldung ist im Spam gelandet, man kann nur über sms reservieren… aber wie weiter? Jetzt wart ich auf Meldung. Es ist frei, das ist schon mal positiv Er fragt mich, ob ich noch nie dort gewesen sei… nö noch nie. Jetzt warte ich
boelleli 🐘 : Ah so… ok Na dann hoffen wir, dass er bald antwortet
Pierre : Mein Bauchgefühl ne me prédit rien de bon ! (sagt mir nichts gutes) Erst keine Antwort, Hinweis auf Spam. Drei Tage keine Nachricht, dann finde ich doch eine Nachricht im Spamordner und jetzt kann man sich nur via SMS anmelden…. und diese Frage. C‘est louche (ist suspekt) …. wart immer noch auf seine Antwort
boelleli 🐘 : Also falls es nicht klappen sollte, dann treffen wir uns aber trotzdem… ich muss dich wirklich sehen
Pierre : Wo und wann? Wär schön sich zu sehen …
boelleli 🐘 : Ja, ich will dich unbedingt seh’n 😚 E. z.B. und dann schauen wir ? Ich kenn mich sonst nicht wirklich in B./B. und Umgebung aus
Pierre : Ok E., kann um 14h30 dort sein.
boelleli 🐘 : 14h30 ist perfekt – beim Parkplatz vor dem Eingang.
Pierre : Genau. Freu mich – muss jetzt dringend ins Bett; hab schon eine Stunde geschlafen… gute Nacht
boelleli 🐘 : Ok ist guet – dann bis morgen. Ich freu mich 💕 Schlaf guet 💫😇
Pierre : 👙💫
Wow, ich hätte das echt nicht erwartet. Ich war positiv überrascht – habe ich auch Frank geschrieben (der übrigens einfach top ist ! Obwohl er an diesem Abend arbeitete, hat er sich die Zeit genommen, mit mir zu reden (vorallem bevor die Nachricht um 20h gekommen ist), aber auch nachher noch). Ich bin sehr dankbar, dass ich Frank habe !
Inwischen war 22h vorbei und ich ging – für meine Verhältnisse früh – zu Bett. Dann, kurz vor 23h :
Pierre : Morgen um 14h30 in A., es klappt. Judihui !! Komm doch sonst erst auf 14h45 dann hast du keinen Stress ! boelleli 🐘 : Ich arbeite bis 13h… wollen wir uns nicht in E. treffen und dann mit einem Auto hinfahren? Oder ist das blöd für dich ?
Das verneinte er, und wir machten also auf 14h in E. ab.
Gestern morgen habe ich dann mit relativ viel Arbeit die Zeit schnell herum gebracht. Um 13h fuhr ich los und als ich dann in E. ankam, war er schon da.
Ich stieg aus, wir umarmten und begrüssten uns wie zwei gute Freunde. Dann fuhren wir mit seinem Auto nach A. und warteten bis die Person mit dem Schlüssel für das Zimmer kam.
Ehrlich gesagt war (und ist) mir das irgendwie peinlich. Obwohl, der nette Herr schien damit keine Probleme zu haben. Er meinte sogar, er wäre froh gewesen, wenn es solche Zimmer „zu seiner Zeit“ gegeben hätte… schliesslich lebe man nur einmal… ok, so gesehen hat er ja nicht unrecht.
Das Zimmer und die Modalitäten wurden uns gezeigt / erklärt und dann wurden wir allein gelassen.
Das Zimmer war ganz ok, aber irgendwie war’s komisch. Wir haben dann aber beide unsere erste Scham abgelegt und küssten uns. Na ja… das letzte Mal als wir uns geküsst haben ist Jahre her… weiss nicht mal mehr, wieviele Jahre das jetzt sind, denn das letzte Mal als wir uns im August 2021 sahen, gingen wir „nur“ miteinander essen – sonst ist da nichts (nicht mal ein Kuss) passiert.
Ein Kuss gab den anderen und mehr… aber das werd ich jetzt hier nicht erläutern – ihr wisst ja alle, wie das geht 😀
Plötzlich setzte er sich auf den Bettrand, stützte seinen Kopf in die Hände und schüttelte ihn. Ich fragte, ob alles ok sei und er meinte, er gehe kurz unter die Dusche, um den Kopf frei zu bekommen. „Nimm Dir die Zeit die du brauchst“ gab ich zurück und er verschwand im Bad.
Nach 10 Minuten kam er wieder.
Wir lagen nebeneinander im Bett und redeten. Er erzählte mir, dass er und seine Frau ein anderes Haus suchen. Vielleicht sogar nach Frankreich ziehen wollen – obwohl, seine Frau wolle nicht nach Frankreich, wenn er weiterhin in der Schweiz arbeite. Aber es sei schwierig, ein Haus zu finden, das so allein und verlassen steht, dass keine Wi-Fi Felder u. ä. da sind (seine Frau hat Elektrosmog) und das auch bezahlbar ist. Häuser in der Schweiz kosten ein Vermögen und Hypotheken hat man lebenslänglich…
Zusammengefasst wird er seine Frau nicht verlassen – zumindest im Moment nicht – weil : sie könnte niemals allein ein Haus halten… wie auch mit einer Rente von CHF 600.- ?? Sie ist 64 (9 Jahre älter als er, 16 Jahre älter als ich … ) und war/ist Kunstmalerin und Kunsttherapeutin … selbständig… also Minimalrente… Sie wär ja blöd, sich von ihm zu trennen : er arbeitet, zahlt alles und kümmert sich auch noch um Einkauf, Garten, etc… Und er als „gute Seele“ und verantwortungsvoller Mann kann keine kranke, „alte“ Frau verlassen. … Voilà – alles auf Anfang.
Als ich ihn darauf ansprach, wie er das denn meinte, dass sein Ziel sei, die 20 verlorenen Jahre nachzuholen, meinte er, dass dies in dem Moment als er das geschrieben habe, wirklich so gemeint gewesen sei. Inzwischen habe sich aber das Klima zu hause etwas verbessert und er könne nicht einfach so gehen.
Dann ist er auch extrem viel beschäftig mit den verschiedenen Engagements als Musiker nebst seinem Hauptberuf als Lehrer. Ich habe ihm gesagt, er sollte einige Dinge vielleicht aufgeben. Er ist erschöpft und das wirkt sich schlussendlich auf seine Gesundheit (sowohl körperlich wie mental) aus.
Wir haben auch viel über die Kirche (Leute die wir beide kennen und allgemein) geredet und es war interessant. Trotz der ernüchternden Erkenntnis, dass es so wie bisher weiter gehen wird, habe ich die Zeit mit ihm genossen. Und ich rede jetzt nicht von Sex, sondern allgemein.
Um halb sechs verliessen wir das Zimmer, verabschiedeten uns und jeder ging seines Weges.
Auf der Heimfahrt habe ich viel nachgedacht, Frank und einer guten Freundin Sprachnachrichten (Berichterstattung) geschickt. Auch wenn ich den beiden gesagt habe, was Sache ist, und dass das so ok für mich sei (so nach dem Motte : nimm was du kriegen kannst – immer noch besser als nichts), ist es das natürlich nicht… Aber hab ich eine Wahl ? Ok, ich könnte ihn blokieren, seine Nummer löschen… und dann ? Ich weiss genau, dass wenn er mir früher oder später schreibt oder über den Weg läuft, ich nicht die Kraft hätte, ihn zu ignorieren… ich weiss – ich bin ein hoffnugsloser Fall… und die Leute können mich nicht verstehe’n.
Ich war froh, dass ich um 20h Chorprobe hatte… und um halb zwölf war ich dann zu hause. Pierre bekam von mir dann folgende Nachricht – und ich erwartete keine Antwort (es kam auch keine) :
Ich hoffe, du bist gut gefahren und dass die Musikprobe gut war. Bin jetzt grad von meiner Répétition heim gekommen. Es war – wenn auch kurz – schön mit dir. Dich zu spüren, dich zu küssen, mit dir reden. Einfach mit dir zusammen sein. Ich fühl mich so wohl mit dir zusammen (nicht nur für das eine) . Ich hoff wirklich, dass wir das wiederholen können (wenn möglich nicht erst in 2 Jahren). Es macht mir ein wenig Angst, dass du so überlastet (erschöpft) bist. Bitte pass auf dich auf 🙏🏻💕 Ich wünsche dir eine gute Nacht ✨ und freu mich, wenn du mir zurück schreibst.
Nun… wir werden sehen wie’s und ob’s und vorallem wann’s weiter geht…
Gestern haben Frank und ich über Frau und Mann geredet. Es war ein interssantes Gespräch. Irgendwann meinte Frank, dass man sich an Frauen normalerweise die Zähne ausbeisst, weil eine Frau nie wisse, was sie wirklich wolle : „Weiss auch nicht, vielleicht, oder auch nicht oder dann doch, vielleicht morgen, vielleicht auch nicht, …“
Darauf antwortete ich, dass ich eigentlich schon wisse, was ich will und schlug vor :
boelleli 🐘: Versuchens Sie’s doch… Sie werden schon sehen…
Frank : In der Ökonomie heisst diese Methode „try and error“.
boelleli🐘: Ich bin aber nicht Ökonomie…
Frank : aber ich
boelleli🐘: Wenn Sie Frauen mit Ökonomie vergleichen, kann’s ja nicht funktionnieren…
Frank : Es gibt in allen Wissenschafts- und Forschungsgebieten übergreifende Ergebnisse. Da die Frau zwar das meisterforschte, aber trotzdem am wenigsten erschliessbare Thema ist, projiziert man Ergebnisse aus den anderen Wissenschaften zunächst mal darauf, um vielleicht im Zeitverlauf (ich rechne in Generationen) zusammenhanglose einzelne Felder anzufangen zu erschliessen zu versuchen.
boelleli 🐘: Eine Frau sollte man(n) nicht mit Wissenschaft vergleichen… Eine Frau ist mehr als Wissenschaft. Eine Frau muss man nicht verstehen, sondern fühlen (nicht nur körperlich) Eine Frau ist etwas, was man nicht erklären kann (genau so wenig wie ein Mann). Wenn eine Frau nicht versucht den Mann zu ändern und der Mann nicht versucht, eine Frau zu ändern, sondern jeder den anderen in seinem Wesen akzeptiert, kann es wunderbar funktionnieren. Eine Partnerschaft sollte immer gleichberechtigt sein, nicht einer der über den anderen bestimmt, jedem seine Macken und Freiheiten lassen, loyal sein, Vertrauen haben… dann funktionniert’s
Frank : Ein Mann ist sehr wohl „erklärbar“. Er agiert stets logisch, wohlüberlegt und jede Handlung und Äusserung ist eindeutig, klar und nachvollziehbar. Das Gegenteil von einer Frau.
boelleli 🐘: Da kenn ich aber andere Männer… Sie dürfen nicht von sich auf alle anderen Männer schliessen 😏
Frank : Sie aber auf weitere Frauen?
boelleli 🐘: 😅 nein, auch nicht…
Da musste ich dann eingestehen, dass das stimmt, und ich aus meinen Erfahrungen schliesse, wie er auch… .
Man sollte sich wirklich bemühen, nicht zu denken, dass nur das was man selbst denkt, fühlt, tut oder erlebt (hat) auf alle zutrifft. Man sollte Niemanden kategorisieren, weil jeder auf seine Art einzigartig ist. Jeder hat seinen Charakter, seine Macken, seine Fehler, seine Begabungen. Jeder Mensch versucht doch eigentlich nur sein Bestes, das was für ihn richtig ist und logisch scheint. Doch manchmal (oft sogar) schliesst man einfach automatisch von sich auf alle anderen, was wohl menschlich ist… und dadurch urteilt man indirekt über den anderen.
Grundsätzlich will ja ein Mensch weder leiden, noch anderen Schaden zufügen. Natürlich gibt es Personen, die böse, gemein oder unsenibel und gefühlskalt sind. Aber wurden sie das vielleicht, weil sie verletzt wurden ? Es gibt emotionale und körperliche Verletzungen. Beide sind sehr schmerzhaft. Wir kennen das Leben jedes Einzelnen nicht bis ins Detail und können deshalb auch manchmal nicht verstehen, wieso der andere dies oder das tut (oder nicht), weil wir selbst es nicht so handhaben würden. Man sollte wirklich versuchen, den anderen einfach so zu nehmen und akzeptieren, wie er ist.
Gestern war ich bei einer alten Schulfreundin in der Deutschschweiz. Wir kennen uns, seit wir 12 sind. Das sind jetzt also 36 Jahre… wie doch die Zeit vergeht. Geht es Euch auch so : wenn mir jemand sagt, das war vor 20 Jahren, dann kommt bei mir direkt 1980 vors innere Auge ?
Um halb zehn fuhr ich los und war kurz vor Mittag bei ihr. Ihr (2.) Mann war auch da – wie immer. Ich mag ihn sehr gut. Sie sind jetzt seit 5 Jahren verheiratet… das war die Hochzeit, an welcher ich mit Otto eine heisse Nacht verbracht habe… 😏
Aber zurück zu gestern. Meine ehemalige Schulfreundin kocht und probiert gerne Neues aus. Es gab erst mal ein Gnocchi-Auflauf der wirklich köstlich war. Zum Dessert servierte sie ein Apfel-Tiramisu :
Es war einfach göttlich – ich bin eigentlich nicht so Tiramisu-Fan, aber das war wirklich ausgesprochen umwerfend.
Etwas später kam ihre Mutter zum Kaffee – meine Mama war auch dabei und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag.
Gegen späteren Nachmittag/frühen Abend – ihre Mutter war inzwischen wieder gegangen – hatte meine Schulfreundin eine wunderbare Kürbis-Wähe aus dem Ofen gezaubert (leider hab ich kein Foto gemacht). Wirklich ein Gaumenschmaus – muss ich auch mal ausprobieren. Mal was anderes, als die „traditionnelle“ Kürbissuppe.
Wir haben viel geredet und gelacht und sind schlussendlich erst gegen 21h von dort gegangen.
Zuhause war ich kurz vor Mitternacht. Ich kam in die Wohnung… die Küche sah aus wie Sau…
Wieso kann man (Sohnemann) eigentlich nicht aufräumen, wenn man die Küche benutzt hat ??
Immerhin waren Wasabi und Saké gleich unter dem Bett hervorgekommen und haben mich – zwar noch etwas scheu – begrüsst. Ich hab dann noch ein wenig mit ihnen gespielt, bevor ich zu Bett ging.
Und dann fing’s wieder an… ich konnte nicht schlafen… Frank war das letzte Mal auf Whatsapp um 18h34 … inzwischen schlief er wohl. Aussedem hab ich sowieso das Gefühl, dass ich ihm manchmal zu viel schreibe – also hab ich es gelassen und mich auf TikTok und Instagram etwas umgesehen…
Und dann kamen da wieder diese Gedanken über Pierre. Ich möchte ihn eigenlich zum Mond schiessen… aber es gelingt mir irgendwie nicht. Am Freitag abend habe ich ihm folgende Nachricht geschickt : Hast Du mich nicht mehr gern? … oder bedeute ich Dir sowenig, dass es nicht so wichtig ist, Dich mal zu melden…? Aber auch darauf kam – bis jetzt – keine Reaktion. Ich habe dieses Spiel wirklich langsam satt.
Irgendwann bin ich dann eingeschlafen… und heute morgen um halb acht war ich wieder wach. Ich habe Wasabi und Saké gefüttert, mir einen Kaffee und eine Kopfschmerztablette eingeschmissen und mit einer meiner besten Freundinnen ein paar Sprachnachricht hin-und her geschickt.
Wäsche zusammen gelegt, Küche aufgeräumt, andere Blogs gelesen… und jetzt diesen Artikel hier geschrieben.
Es ist jetzt halb elf und Sonntag. Wasabi und Saké spielen zusammen im Wohnzimmer, der Wecker von Sohnemann klingelt ins Leere und ich warte, was der Tag noch bring…
Das Wochenende war kompliziert – 1001 Fragen im Kopf und keine Antworten.
Samstag morgen war der obligate Wäschemorgen, nachmittags hab ich mich mit Mama zum Kaffee getroffen. Was für ein wunderbarer goldener Herbsttag ! Es waren ein paar Stunden, in welchen ich den Kopf etwas leeren konnte. Der Abend gestaltete sich wieder schwieriger.
Die Nacht war irgendwie nicht sehr erholsam und Sonntag fühlte ich mich nicht so toll. Gut, dass wir jetzt Wasibi und Saké haben – ich verbrachte mehrere Male am Tag Zeit damit, sie etwas „zutraulicher zu machen“… es wird wohl noch ein wenig dauern, bis wir sie anfassen können – aber ich bin zuversichtlich.
Abends kam Mama zum Essen und ich hatte den Tag mehr oder weniger überstanden. Wirklich kompliziert gestaltete sich der Abend, nachdem Mama um halb neun nach Hause fuhr…
Ich hab Frank dann geschrieben :
Sein (ich rede von Pierre) bis bald kam vor 1 Monat !! Hallo? Langsam reicht’s mir Er braucht vielleicht Zeit, ok, aber ich hab langsam keine mehr… oder besser: ich will meine restliche Zeit nicht mit Warten verbringen Finalement, bin immer ich es, die darauf wartet, Antwort(en) zu bekommen oder Taten zu sehen. (Nicht nur was Pierre betrifft – sondern allgemein. Ich habe die Gabe, nur solche Leute anzuziehen, oder von ihnen angezogen zu sein. )
Ja, es liegt wohl einfach an mir
Aber was reg ich mich auf oder hinterfrage ich?? Ich bin’s ja gar nicht anders gewohnt (was Männer betrifft). Die „Blöde“ und die, die allein ist, bin schlussendlich immer ich… mein Ex-Mann hat wieder geheiratet und wird wohl recht haben, mit dem, was er mir damals an den Kopf warf… 😔 Ist wohl einfach mein Schicksal…
… und ja, ich bin grad – wieder mal – drüber, dreh am Rad, bin unausstehlich und nervend… tut mir leid Schade, dass ich nicht trinke… sonst würd ich mich glaub jetzt betrinken
aber Frank war zu müde oder zu beschäftigt um mir irgendwie ein bisschen den Blues zu nehmen. Er antwortete nur „Versuchen Sie zu schlafen“.
Ich war irgendwie etwas enttäuscht – aber ich mache ihm keine Vorwürfe ! Er ist ja nicht mein Therapeut 😅
Ja, das Wochenende war irgendwie kompliziert – und heute morgen fing eine neuen Woche an. Immerhin habe ich ziemlich zu tun – aber es beschäftigt mich … Der Beweis: Ich schreibe während unserer wöchentlichen Team-Sitzung einen Artikel in meinem Blog…
Seit ein paar Tagen empfinde ich Frank als relativ distanziert – zumindest verglichen mit vorigen Wochen. Da war unsere Kommunikation sehr intensiv. Nicht das wir nicht mehr schreiben, aber es ist eher spärlich.
Vielleicht bin ich halt doch zu anspruchsvoll ? Erwarte ich zu viel oder ist es einfach die triste Realität, dass man(n) wirklich ganz anders tickt ? Vielleicht ist es ihm zuviel ? Ich bin ihm vielleicht zu anstrengend ? Oder ist es eventuell eine Art Schutzmechanismus ?
Meine momentane (triste) Realität ist, dass ich abends immer sehr lang wach bin und nicht schlafen kann. Diese Nacht hatte ich wieder dieses beklemmende Gefühl… und Frank war seit 21h55 zum letzten Mal on-line. Meine letzte Nachricht von 22h01 hat er nicht gesehen. Und jene, welche ich um 01h10 geschickt habe, hab ich heute morgen wieder gelöscht… wieso ? Weil ich – nachdem ich sie nochmal gelesen habe – fand, dass Frank sicher denken wird, ich schreibe extra „so Zeug“, um irgendwie Mitleid zu bekommen. Das ist zwar überhaupt nicht wahr, aber ich kann mir vorstellen, dass das so rüber kommt.
Vielleicht fühl ich mich einfach einsam und allein gelassen ?
Also eigentlich bin ich nicht allein. Ich habe viele soziale Kontakte, gute Freundinnen und Bekannte. Gestern kam spontan ein ehemaliger Berufskollege vorbei und schlussendlich haben wir abends zusammen gegessen. Nachdem er um halb neun ging, schrieb mir grad eine Freundin, ob ich noch auf einen Drink vorbei käme. Gesagt – getan. Aber als ich mich dann um 1h wach im Bett hin und her wälzte, Frank offensichtlich schlief, Pierre sowieso seit dem 13. September kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, überkam mich wieder dieses unangenehme Gefühl …
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ich gar nicht so sein will. Aber gestern abend haben wir mit meiner Freundin darüber geredet. Mir fehlt einfach jemand (um es direkt zu sagen : ein Mann) der mich einfach mal in die Arme nimmt. Es geht nicht um S*x ! Es geht um starke Arme… und auch wenn ich viele andere (ausser dem ehemaligen Arbeitskollegen von gestern eigentlich nur Frauen) habe, ist es einfach nicht das gleiche…
Vielleicht liegt es auch an der heutigen (egoistischen und individuellen) Gesellschaft ? Vielleicht daran, dass heute erwartet wird, dass man als Frau alleine stark sein muss ? Ich vermisse das alteModel irgendwie : Mann war Mann und Frau war Frau. Jeder hatte seine Rolle. Ja, natürlich bin ich für Gleichberechtigung und bin froh darüber, aber die Gesellschaft ist kaputt ! Jeder für sich und jeder schlussendlich allein ! Und dann dieses ganze Drama ums Klima (ich bin da – wie man heute betitelt wird – ein Komplotist), der Genderwahn, die (weltweit!) Politiker… für mich einfach nur noch krank !
Ich möchte ausbrechen – wenn schon allein, dann wenigsten irgendwo, wo ich mich nicht über die Gesellschaft und die ganzen „Dramen“ aufregen muss. Aber das ist eine Illusion – die triste Realität sieht (leider) anders aus…
Gestern ging es mir – zusätzlich zu meinem grippalen Zustand seit Sonntag – moralisch nicht so gut. Ich hatte irgendwie so eine Weltuntergangsstimmung.
Frank hatte gestern nicht viel Zeit… seine Worte, der Austausch mit ihm fehlte mir sehr. Irgendwie war er sehr wortkarg. Er hatte wohl viel zu tun, oder vielleicht auch einfach keine Lust gestern und ich versuchte so gut es ging, mich irgendwie zu beschäftigen (siehe weiter unten). Kurz vor 20h schrieb ich Frank (ich hatte vorher schon ein paar Mal geschrieben, worauf aber nur knappe Antworten kamen) :
[19:48] boelleli 🐘: Monsieur… vos paroles commencent à me manquer… 🥺 Ich weiss, Sie arbeiten… aber es ist halt so still… [20:56] : Wirklich sehr still… Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich keine Nachricht von Ihnen bekomme und ich spüre, wie sich alles in mir zusammenzieht, wenn es diese Stille gibt… und ich weiss nicht recht, wie ich damit umgehen soll. …
[20:59] Frank: So schnell gehe ich nicht kaputt
[21:01] boelleli 🐘: Das ist gut zu wissen… Sie sind hoffentlich bald mit arbeiten fertig… Geht grad nicht so wie ich möchte 😓
[21:04] Frank: Wie möchten Sie es denn gerne?
[21:04] boelleli 🐘: Weiss nicht, irgendwie grad nicht gut… 🤦🏻♀️😓 Dieser 🤧 ist mühsam, fühl mich schlapp und allein
Hab ein wenig ausgemistet heut Nachmittag… kam aber irgendwie nicht vorwärts. RIO schauen war nicht so ne gute Idee (Nostalgie, aber das ist ’ne andere Geschichte)… Abendessen allein (wie meistens) Versucht zu lesen – Konzentrationsschwäche TV nix G’scheites
Sie arbeiten (und ich wollt eigentlich gar nicht schreiben – mais c’était plus fort que moi)
Launen einer Frau ? Hab zwar manchmal das Gefühl, dass ich nicht so eine typische Frau bin… aber vielleicht ja doch… 🤷🏻♀️
[21:11] Frank: Vielleicht versuchen zu schlafen
[21:13] boelleli 🐘: Dafür hab ich zuviel im Kopf… geht nicht… ausserdem ist schlafen nicht die Lösung, sondern nur ein Mittel, sich nicht mit selbst zu beschäftigen… [21:24]: Na ja, vielleich haben Sie morgen mehr Zeit… Sie scheinen noch viel Arbeit zu haben Ich lass Sie… Mals sehen, was ich tun kann, um das leide Gefühl los zu werden…
Eine knappe Stunde später, fragte Frank, wie es mir inzwischen gehe, worauf ich nur mit „nicht sonderlich“ antwortete. Ich betonte dann noch, dass es nicht an meinem grippalen Zustand läge, sondern meinem moralischen. Und um 23:19 schrieb ich :
Sie fehlen mir grad sehr… Aber ich weiss, Sie haben auch ein Leben und ich bin nicht Ihre Priorität. Das ist auch richtig so. Ich bin schon sehr chanceuse, Sie überhaupt zu haben. Ich werd noch ein bisschen raus gehen… halt das grad nicht aus…
Und ich fuhr mit dem Auto ein bisschen rum, hörte mir laut Musik an und landete schlussendlich auf dem Friedhofparkplatz (!).
Frank meinte noch, dass die Mitternachtsstimmung am See sicher interessant sei, worauf ich verneinend antwortete und erklärte, dass ich grad traurig sei. Wieso ? – Wusste ich nicht, hatte einfach Weltschmerzstimmung. Liegt vielleicht am Herbst ? Oder einfach an mir, weil ich zu emotional bin – was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt. Darauf meinte Frank, dass mich das auszeichne…
Sollte ich das als Kompliment nehmen ? Denke schon, aber ich fragte nur „in was? La connerie ? (Schwachsinn)
Es kam nichts mehr zurück.
Als ich knapp vor 1h wieder zu Hause war, schrieb ich ihm noch
Sorry, bin grad sehr drüber… Dieses ständige auf und ab in den letzten Wochen macht mich echt wahsinnig…
Aber er war wohl inzwischen eingeschlafen…
Meine Nacht war relativ kurz, denn um halb drei war ich immer noch wach und jetzt seit 7h wieder… Ich kann mir denken, was Ihr denkt… und vielleicht ist das ein bisschen so – kann zumindest so interpretiert werden – aber das ganze hat mit meinem Naturelle zu tun; so wie ich das gestern hier geschrieben habe…
Frank ist das neue Pseudonym für jemand, ein Freund, mein Chat-Partner.
Ich fand, dass obgenannte Bezeichnungen so unbedeutend sind. Und Frank bedeutet mir sehr viel – also bekommt er auch ein Pseudonym in meinem Blog.
Frank ist einzigartig. Frank ist witzig. Frank ist einfühlsam. Frank ist interessant. Frank ist gebildet. Frank spricht mehrere Sprachen. Frank ist vielseitig interessiert – man kann über alles mit ihm reden Frank ist immer da wenn ich ihn brauche.
Frank wär eigentlich mein idealer Partner… aber, er ist viel zu weit weg und (laut seiner Aussage – ich finde das nicht !) zu alt für mich. Das Einzige, was ich bis jetzt (wenn überhaupt) beanstanden könnte, wär dass er keinen Käse mag 😀 . Ich liebe Käse – normal als Schweizerin… ein Leben ohne Fondue und Raclette ist unvorstellbar 😀
Ich weiss auch nicht, aus welchem Grund mich solche Männer immer anziehen. Wenn ich zurückdenke, an den Anfang meines Liebeslebens (also mein 1. Freund mit 14, über meine 1. grosse Liebe, bis hin zu meiner gescheiterten Ehe und dem letzten „Freund“ ), waren ALLE ohne Ausnahme geographisch nicht in meiner Nähe. Nie.
Ich frage mich, wieso das so ist ? Habe ich Angst davor, weil ich – wenn’s denn auseinander geht – nicht will, dass ich der Person weiterhin über den Weg laufe ?
Der einzige, der noch in meiner Nähe ist (15km ca) ist mein Ex-Mann. Und den brauch ich nun wirklich nicht zu sehen. Der ist sowas von unsensibel, herablassend, verletzend, egoistisch, unreif und unverantwortlich…