Archiv

„Es hat nicht sollen sein…“

… hab ich Pierre geschrieben.

Ja, heute hätten wir uns eigentlich gesehen. Aber er musste (laut seiner Mutter) kurzerhand einspringen und einen Chor dirigieren.

Tja… war irgendwie enttäuscht und gleichzeitig habe ich mir beim hinfahren gesagt „er ist vielleicht gar nicht da“… mein Bauchgefühl war nicht falsch!

Aber seine Mutter war da und irgendwie ganz angetan von mir. Sie macht mir Komplimente für meinen Speach (ja, ich habe in der Kirche eine kurze Ansprache gehalten – vor ca 60 Leuten), und auch für meine Strickjacke 🙂 . Und dann wollte sie wissen wie’s denn so gehe und sie werde Pierre sagen, dass eine Freundin von ihm da gewesen sei… !? Sie hat mich dann auch noch eingeladen, am 3. Januar in den Gottesdienst zu kommen – dann sei  Pierre nämlich da. Und so weit sei es ja nicht. Ich solle doch öfters kommen. Und sie würde mich auch vom Bahnhof abholen, falls ich mit dem Zug komme… Hä? Irgendwie hab ich nicht ganz geschnallt, wieso sie so darauf beharrte, dass ich komme… !?

Ich weiss nicht, ob ich dann gehen soll? Es wär irgendwie etwas auffällig – denke ich.

Na ja, ist ja erst in 2 Monaten… kann’s mir ja noch überlegen.

Jedenfalls bin ich todmüde und werd mich jetzt auf dem Sofa mit irgen deinem Film ablenken…

 

Ich liebe Dich…

traurigerengelUnbedeutend und klein
Sitz ich ganz allein
In der stillen Kirche…

Betend geh ich in mich
Und vermiss’ dich
Tränen fliessen…

Will dich loslassen
Will dich hassen
Ich liebe Dich…

.

In knapp 2 Monaten…

… werd ich ihn wieder sehen. Ja – ich habe es vor ein paar Tagen erfahren.

Am 8. November bin ich an einen offiziellen Anlass eingeladen, bei welchem ich voraussichtlich einen Speach halten werde. Und jetzt habe ich durch Zufall erfahren, dass Pierre auch anwesend sein wird. Allerdings weiss er nicht, dass ich da sein werde. Denn ich bin inoffiziell eingeladen worden – also eigentlich weiss da niemand (ausser der Person die mich eingeladen hat), dass ich da sein werde.

Na toll! Vernüftigerweise sollte ich am besten nicht gehen. Aber da ich schon zugesagt habe, dass ich einen Überraschungs-Speach halten werde, kann ich wohl schlecht absagen.

Nun könnt Ihr Euch in etwa denken, dass ich mich die ganze Zeit frage, wie es wohl sein wird.

Eine Freundin meinte, ich solle mich an diesem Anlass von ihm fernhalten. Ja – ok, dass hatte ich ja bei den anderen Malen auch versucht… erfolglos, da er mir ja die ganze Zeit „auf den Versen war“. Ich überlege die ganze Zeit, wie ich mich verhalten soll? Seit dem 21. März hab ich ja nichts mehr von ihmglueckskeks gehört. Ihm auszuweichen wird wohl schwierig werden – ausserdem brauche ich dazu enorme Willenskraft und Vernunft.

Warum muss es eigentlich so kompliziert sein?? Hört das denn nie auf? Oder ist es Schicksal? So à la „ihr gehört zusammen – die Zeit dafür ist aber noch nicht reif – aber vergiss ihn nicht“ … Mann !

 

Loslassen

20150824_151127„Loslassen ist reine Kopf-Sache“ heisst es unter anderem in diesem Artikel .

Ja, das stimmt und ich habe das auch schon mehrere Male geschafft. Es ist „einfach“ etwas loszulassen, das nicht mehr ist. Wenn z.B. jemand stirbt, dann schmerzt das zwar und man muss loslassen, doch es ist einfacher, jemanden loszulassen, der nicht mehr da ist und nie wieder kommen wird, als jemanden loszulassen, der plötzlich irgendwann irgendwo wieder vor einem steht! Auch wenn man die ganze Kopfarbeit getan hat und soweit ist, sein Leben wieder „normal“ zu meistern, ist dann so eine Begegnung wie ein Schlag ins Gesicht.

Und genau davor habe ich Angst. Denn es ist mir schon mehr als einmal mit Pierre passiert. Ich habe losgelassen, vergessen, nach vorn geschaut. Und dann *peng* stand er einfach ohne Vorwarnug vor mir. Und auch dann habe ich mir sogar gesagt „vergiss es!“ und habe alles getan, ihm aus dem Weg zu gehen… doch er „verfolgte“ mich wieder und sagte / tat Dinge, die dazu führten, dass ich gefangen wurde und wieder fest hielt…

 

Besessen?

Manchmal frag ich mich, ob ich von Pierre besessen bin… !??

Ich war vor einer Woche bei meiner Freundin. Sie wohnt nicht sehr weit von Pierre entfernt und als ich heimwärts fuhr, habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin durch das Dorf gefahren, in welchem Pierre jetzt wohnt. Also ich möchte ja dort nicht wohnen – sowas von abgelegen und trist, ausserdem war sehr schlechtes Wetter. Ich habe ihm dann eine sms geschickt:

„… das trostlose Wetter bei Dir … etwa gleich traurig wie mein Gemüt… Wär ich etwas mutiger, käm ich vorbei und würde fragen, ob du mir einen Kaffee machst… aber das trau ich mich nicht… miss you… “

Natürlich – wie sollte es auch anders sein – kam keine Reaktion zurück. Bis heute nicht…

tumblr_m8ar18lxaz1ruyvvto1_500_largeAber ich habe wieder von ihm geträumt. Er sagte mir im Traum, indem er mir seine Hand auf die Schulter legte,  dass seine Frau tot sei. Total krass irgendwie. Das muss wohl mein Wunschdenken sein, welches meinem Unterbewusstsein einen Streich spielt.

Ich will endlich loslassen… aber es gelingt mir einfach irgendwie nicht. Ich habe ja viel Ablenkung mit dem neuen Job und verschiedenen Dingen die ich mache… doch immer und immer wieder schweifen die Gedanken zu Pierre… Langsam aber sicher nervt’s !

Sternenmeer

sternschnuppe

Das Sternenmeer in seiner Pracht
Erhellt mir meine dunkle Nacht
So klein und einsam fühl ich mich
Doch plötzlich – Da! – ein helles Licht

Der Stern zerglüht im steilen Fall
Direkt zur Erde aus dem All
Schnell ! Ein Wunsch ist ausgedacht
Wärst Du doch hier in dieser Nacht…

(c) by boelleli

Angst

11351261_854184414668459_7620312699154883663_nIch habe Angst, Dich nie wieder zu sehen
Frage mich, was ich tun soll
Aber der Gedanke, Dich nie mehr zu berühren,
Dich nie mehr zu spüren, macht mich krank!

Wie soll ich damit umgehen? Dich anfleehen?
Ich kann Dich nicht vergessen – bin von Dir besessen!

Das Verlangen nach Deiner Nähe,
Mit Dir reden, lachen, weinen,
Wird von Tag zu Tag stärker.

Sogar in meinen Träumen lässt Du mich nicht in Ruhe,
Alles was ich will bist Du ! Mein grösster Wunsch wäre,
dass Du einfach eines Tages spontan vor meiner Tür stehst…

Was muss ich tun, damit Du dich mal meldest?
Ich verlange ja nicht, dass Du bei mir einziehst!
Nur manchmal eine Nachricht würde mein Leid lindern…

Du denkst wohl, ich sei verrückt…
Ja, vielleicht ein bisschen. Aber gegen Gefühle kommt man nicht an…
und ich glaube zu wissen, dass es Dir nicht viel anders geht…
Aber Du kannst wohl einfach besser damit umgehen…

Es würde mich interessieren, was Dein Psycho annalysiert hat –
immerhin ging es dabei ja teils auch um mich.

Ja, meine sms sind meistens lang, aber ich habe Dir so viel zu sagen.
Es tut mir leid und ich will Dich nicht belästigen,
aber Du verstehst sicher, dass ich einfach nicht anders kann!

Je t’aime ❤

In Endschlaufe…

kann ich mir das anhören :

Morgen ist „Journée Romande“… ich freu‘ mich drauf, und doch kommen Erinnerungen hoch… es war zwar an der Synode, aber die Umgebung, die Menschen sind die gleichen – nur das ER fehlt. Na ja, was soll’s, ich kann’s sowieso nicht ändern!

Ich wünsche Euch allen ein paar schöne Tage! Bis dann :-*

Wenigstens eine sms…

Wenn ich wenigstens ab und zu mal eine sms bekommen würde. Aber nein – nix, nada, rien du tout !

Ich habe Pierre vor 2 Tagen geschrieben:

… ja, ich weiss, du kannst mir nicht geben was ich verdiene (das hat er mir gesagt!)… aber ich hätte dich jetzt einfach gern hier. Fühl mich grad sooo allein… so traurig. Warum machst du das, Pierre ??? Wovor hast du angst??? Wenigstens eine sms… miss you ❤

Aber natürlich kam nichts zurück.

Eigentlich kann ich es ganz gut handhaben, doch manchmal überkommt es mich einfach. Wie gestern abend, als ich dachte: wieso habe ich mich nicht früher getrennt? Mir kamen die Tränen – Gut, dass es schon spät war und die Kids schon schliefen.

Ich weiss ja, das es nichts bringt, und doch verstehe ich manchmal nicht, wieso dass wir uns jedesmal verpassen.

Na ja, ich muss halt eifach damit leben, nach vorn schauen und hoffen, dass er mir nicht wieder über den Weg läuft, wenn ich soweit bin, ihn wirklich vergessen zu haben… Denn sonst fängt alles wieder von vorne an und langsam mag ich nicht mehr!

Mahatma GandhiLiebe ist die stärkste Macht der Welt,
und doch ist sie die demütigste,
die man sich vorstellen kann.

Mahatma Gandhi

Deprimiert

Heute war Muttertag – ja, ich habe von Töchterchen eine Schachtel Pralinen bekommen und von Sohnemann ein selbstgemachter Schmuckständer in Form eines Baums und 2 Gedichte. Gegen Druck9h30 stand plötzlich Herzbube mit frischen Croissants vor der Tür. Das war wirklich süss von ihm!

Und trotzdem bin ich irgendwie schlecht drauf. Habe mir natürlich gegenüber der Kids nichts anmerken lassen, aber innerlich bin ich ziemlich am Limit. Momentan ist mir einfach alles zu viel und ich könnte nur noch heulen.

  • Sohnemann krieselt momentan ziemlich, weil er seinen Vater zu wenig sieht. Er möchte auch – wie die anderen – jedes 2. Wochenende zu Papa, aber das geht nicht. Ich versuche ihm zu erklären, warum und dass ich soweit es in meiner Macht steht, alles tue, damit er seinen Vater sieht. Doch es zerreist mir das Herz wenn ich Sohnemann so leiden sehe…
  • Ich habe Berge von Rechnungen und weiss nicht, wie ich das alles bezahlen soll…
  • Die ganzen Ämter (Arbeitslosen-, Sozial-, Steuer-). Ich muss jeden Monat dem Sozialamt meine Kontoauszüge schicken, beim Arbeitslosenamt muss ich jeden Monat vorbei und meine Bewerbugen mitbringen. Nebenbei arbeite ich aber als Tagesmutter und im Kirchensekretariat und für meine Kids bin ich auch stehts „allzeit-bereit“ sie zum Saxophonunterricht, ins Tanzen und Turnen zu fahren. Ich komme mir kontrolliert vor, muss Termine gegenüber den Ämtern einhalten und sollte gleichzeitig auch noch den Haushalt schmeissen, einkaufen, etc…
  • Trotz bewusster Ernährung nehem ich einfach nicht ab – das ist so frustrierend
  • Das mit der Wohnung hat nicht geklappt…
  • Pierre hat sich seit dem 21.3. nicht gemeldet hat. Es frisst mich auf das Ganze. Und ich versuche wirklich mich abzulenken. Habe mich sogar bei Friendscout24 eingeschrieben (aber da werd ich schnell wieder weg sein!). ..

Am liebsten würde ich ins Auto sitzen und einfach losfahren. Irgendwohin, weit weg, weg von meinen Sorgen und Ängsten. Fühle mich ausgelaugt und bin traurig. Es ist so deprimierend. Ich habe das Gefühl, dass ich nichts in meinem Leben wirklich hinkriege.

Ja, das Rad dreht weiter und es werden bestimmt bessere Zeiten kommen; aber momentan fühl ich mich sehr allein und erschöpft…