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Traum v/Realität

Bitter ist das erwachen nach den schönen Stunden
Zurück katapultiert in die Realität des Lebens
Hinterlassen Gedanken daran auch Wunden
Eine emotionale Erinnerung des Bebens

Kann’s kaum erwarten, dich wieder zu seh’n
Mich hinzugeben bis zur Extase
Es werden wohl ein paar Wochen vergeh’n
Bis wir wieder sind in dieser Oase

Bis dahin werd ich meine Gedanken kontrollieren
Nicht zu viel denken, hoffen und träumen
Mich bestmöglichst auf das altägliche Leben konzentrieren
Um nicht irgendwelche Zeichen zu versäumen.

Denn was wir haben ist nur eine Affäre
das ist mir bewusst und akzeptiere ich voll und ganz
Eine wunderbare Traumwelt, eine Sphäre
Doch sollte ich ziehen eine Bilanz?

Nein! Zur Zeit will ich es einfach geniessen
Meiner Fantasie freien Lauf lassen
Ich lasse es einfach fliessen
bis wir es eines Tages dabei belassen…

Nächtliche Poesie

Ihre Worte fehlen mir –
Wünsche mir Sie wären hier

Gedanken kreisen –
Machen weite Reisen

Man sucht sich nicht aus, wen man mag –
Vertrauen wird grösser von Tag zu Tag

Unerreichbar und so weit –
Sie sind mich womöglich leid

Mein Los ist jedesmal das gleiche –
Wieso stell ich immer diese Weiche?

Noch nie gesehen, fühl mich verbunden –
Eine Realität nur virtuel für ein paar Stunden

Gespräche intensiv und locker
Manchmal haut es mich vom Hocker

Und dann die Stille in der Nacht –
Eine gewisse Sehnsucht erwacht

Ihre Worte fehlen mir –
Wünsche mir Sie wären hier…

(c) by boelleli, 27.12.23

Nachtgedanken

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In der Nacht allein
Schweben Gedanken
Einsam zu sein
Gefühle wanken

Kann nichts anderes denken
Stell 1000 Fragen mir
Will in andere Richtung lenken
Lande immer bei dir

Sterne und Mond verborgen
Hinter Wolken versteckt
Verschwindet ihr Sorgen !
Träume werden erweckt

Nun bin ich bei dir
Im Traum der Wirklichkeit
Du bist dort bei mir
Für alle Ewigkeit

(c) by boelleli – 19.11.23

Herbst

Die Blätter tanzen im Wind, die Sonne liegt nun tiefer, die Tage werden kürzer und die Schatten länger.

Ich mag den Herbst, mit seinen melancholischen Facetten, den vielen Farben, den von Nebel umhüllten Morgen und dem wohligen Kaminfeuer (ich hab zwar keinen Kamin, aber ich habe eine grosse Vorstellungskraft 😀 ), Kürbissuppe und Wildgerichte – ein Gaumenschmaus. Halloween allerdings ist nicht so meins, auch wenn die geschnitzen Kürbisse manchmal echte Kunstwerde sind.

Als Kind allerdings liebte ich den Räbeliechtli-Brauch in der Deutschschweiz . In Richterswil findet jedes Jahr ein bekannter Umzug statt. Dieses Jahr fällt es auf den 11.11. – Geburtstag meiner Tochter 🙂
Ich finde es schade, dass dieser Brauch hier in der Westschweiz nicht bekannt ist. Ich hätte ihn gerne meinen Kindern weiter gegeben – aber allein mit 2 Kindern in der Kleinstadt einen Umzug zu veranstalten hielt ich dann doch für etwas übertrieben 😀 . Doch jedes Jahr denke ich nostalgisch an diese Zeit zurück.

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Im Herbst bin ich auch oft etwas kreativer als sonst. Ich habe vor 10 Jahren mal ein Gedicht über den Herbst, respektive den Eté indien geschrieben und dieses Foto hab ich vor über 10 Jahren in unserer damaligen Strasse gemacht :

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Albert Camus drückt wunderschön aus, was der Herbst ist :

Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.


Nimm meine Hände

(c) GettyImages

So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich
Ich mag allein nicht gehen,
Nicht einen Schritt
Wo du wirst geh’n und stehen,
Da nimm mich mit.

In dein Erbarmen Hülle
Mein schwaches Herz
Und mach es gänzlich stille
In Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen
Dein armes Kind;
Es will die Augen schließen
Und glauben blind.

Wenn ich auch gleich nicht fühle
Von deiner Macht,
Du bringst mich doch zum Ziele
Auch durch die Nacht.
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich.

Julie Katharina von Hausmann
(1826-1901) 

Sternenhimmel

Sternenhimmel hell und klar
Alles scheint so wunderbar
Und doch fühl ich mich so allein
Ich möchte lieber bei dir sein.

Stell mir vor wie schön es wär,
Gäbe alles dafür her
Deine Hand in meiner spüren
Einander einfach nur berühren.

Welch wunderbarer Gedanke
Als es mir auf den Lippen brannte
Wollt‘ dich küssen bis zum Morgen,
Vergessen alle meine Sorgen.

Wie still es war in dieser Nacht
Alles schlief, ich war bedacht
Sterne hielten mich geborgen
Wie lange geht’s noch bis zum Morgen ?

Sternenhimmel hell und klar
Alles scheint so wunderbar
Und doch fühl ich mich so allein
Ich möchte lieber bei dir sein…

(c) boelleli, Juli 2023

Besessen

Die Nacht war kurz – die Sehnsucht nah
Gedanken kreisten wild umher
Ich hielt dich fest – du warst nicht da
Vermisse dich nun um so mehr.

Die Tage sind lang – die Nachrichten selten
Das Handy bleibt einfach still
Es wird mir bewusst – verschiedene Welten
Und doch : etwas in mir das will.

Die Zeit heilt Wunden – sagt man mir
Ich soll dich einfach vergessen
Wie soll das geh’n – von mir zu dir
Bin ich etwa besessen ?

(c) boelleli Juli 2023