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Sklave des Systems ?

Dieses Foto ist ein Netzfund… aber wenn das echt ist, finde ich das richtig gut. Sollte überall stehen. Ist auch für die Schweiz gültig.

Warum brechen wir nicht aus dem System aus ? Wenn alle mitmachen würden, hätten Die keine Chance. Aber das ist Utopie… Träumerei… Wunschdenken…

Mainstream-Medien, Indoktrinierung, Manipulation… das wird mit uns (nicht allen, aber vielen) gemacht. Und diejenigen, die das ganze durchschauen können nicht viel machen, weil sie auch in diesem System sind und irgendwie mitmachen müssen, weil sie sonst untergehen.
Es ist einfach zu sagen „ich zieh mich zurück, geh in ein Berghüttli und werd Selbstversorger“. Das ganze umsetzen ist – auch hier – ohne Kapital nicht möglich.

Wir sind einfach alle Gefangene und Sklaven… echt traurig !

Herbst-Melancholie

Die Tage werden kürzer, die Sonne ist weniger warm
Die Blätter wirbeln im Wind, die Bäume werden arm
Verlieren ihr Kleid, umhüllt von Nebel und gefallenem Laub
Sehen sie traurig und verlassen aus – alles ist taub.

So fühl ich mich manchmal auch …

Freundschaft

An eine Person, die mir sehr wichtig ist :

Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll… Seit mehr als 1 Jahr kommunizieren wir ziemlich intensiv und täglich. Es wird mir mehr und mehr bewusst, wie wichtig Du für mich bist und dass ich nie gedacht hätte, jemanden wie Dich kennen lernen zu dürfen.

Ich habe manchmal Zweifel. Ich weiß nicht, ob das ewig dauern wird, aber ich weiß, dass ich Dich niemals vergessen kann, denn die Seiten die für Dich in meinem Buch bestimmt sind, sollen eine Ansammlung von tausend Farben werden.

Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind : mit Dir kann man debattieren, diskutieren, Neues lernen, staunen und manchmal verwundert sein. Und auch wenn Deine Worte manchmal hart sind, sind sie ehrlich und sehr bereichernd für mich.
Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich keine Nachricht von Dir bekomme … wenn es diese Stille gibt… ich mich frage, ob was los ist … und ich weiss nicht recht, wie ich damit umgehen soll.

Du sagst oft, dass ich Dich nicht kenne… dabei glaube ich, dass ich Dich besser kenne als Du denkst…und ich habe manchmal Schiss, alles zu vermasseln, weil ich Dich vielleicht zu oft störe… ich befürchte manchmal, dass Du eines Tages genug davon hast und mir nicht mehr antwortest oder mich sogar blockierst… das wär wirklich sehr, sehr schlimm für mich.

Es wird nie mehr als eine Freundschaft sein, das ist mir klar – aber es ist eine der intensivsten und mir wichtigsten Beziehungen die ich je hatte... und ich hoffe, dass das versprochene Essen irgendwann statt findet…

Ignoranz

Bedeutungen:[1] abwertend: selbstverschuldete Unwissenheit, Beschränktheit / ungebräuchlich: das Ignorieren
Herkunft:im 16. Jahrhundert von lateinisch ignorantia→ la entlehnt
Synonyme:[1] Borniertheit, Ignorantentum, Nichtwissen

Quelle

Ignoriert zu werden, tut weh. Es ist abwertend, verachtend und kann sogar als eine boshafte Form des Mobbings angesehen werden. Je länger man ignoriert wird, umso mehr wächst der Schmerz ; Stille, kein Wort, keine Erklärung, kein Gespräch. Es ist etwas vom schmerzvollsten was sich gezielt gegen einen Menschen richtet.

Herz und Verstand der ignorierten Person sind in diese Situation involviert. Allerdings in unterschiedlichen Richtungen. Wärend der Verstand den Wert des anderen Menschen sieht, versucht zu analysieren, kann das Herz hingegen das Gefühl von Schmerz und Zurückweisung immer weniger unterdrücken.

Ignoranz ist eine Art Bestrafung. Man demütigt und verwundet jemanden bewusst damit. Manchmal wird Ignoranz allerdings als ein persönlicher Schutzmechanismus genutzt – nur merken diese Leute dann nicht, dass sie durch diesen Selbstschutz den anderen extrem verletzen. Es ist womöglich für die Person die den anderen ignoriert einfacher, als darüber zu reden. Für die ignorierte Person jedoch ist es zermürbend, vorallem wenn sie nicht weiss, aus welchem Grund sie ignoriert wird. Da zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Kommunikation fürs Verständnis ist…

Man muss versuchen, eine emotional Distanz zu der Situation zu bekommen. Dies gestaltet sich manchmal sehr schwierig, wenn der Mensch der einen ignoriert einen wichtigen Platz in unserem Herzen (Gefühl) hat.

Irgendwann akzteptiert man, dass man ignoriert wird – der Schmerz aber geht nie ganz weg…

Triste Realität

Seit ein paar Tagen empfinde ich Frank als relativ distanziert – zumindest verglichen mit vorigen Wochen. Da war unsere Kommunikation sehr intensiv. Nicht das wir nicht mehr schreiben, aber es ist eher spärlich.

Vielleicht bin ich halt doch zu anspruchsvoll ? Erwarte ich zu viel oder ist es einfach die triste Realität, dass man(n) wirklich ganz anders tickt ? Vielleicht ist es ihm zuviel ? Ich bin ihm vielleicht zu anstrengend ? Oder ist es eventuell eine Art Schutzmechanismus ?

Meine momentane (triste) Realität ist, dass ich abends immer sehr lang wach bin und nicht schlafen kann. Diese Nacht hatte ich wieder dieses beklemmende Gefühl… und Frank war seit 21h55 zum letzten Mal on-line. Meine letzte Nachricht von 22h01 hat er nicht gesehen. Und jene, welche ich um 01h10 geschickt habe, hab ich heute morgen wieder gelöscht… wieso ? Weil ich – nachdem ich sie nochmal gelesen habe – fand, dass Frank sicher denken wird, ich schreibe extra „so Zeug“, um irgendwie Mitleid zu bekommen. Das ist zwar überhaupt nicht wahr, aber ich kann mir vorstellen, dass das so rüber kommt.

Vielleicht fühl ich mich einfach einsam und allein gelassen ?

Also eigentlich bin ich nicht allein. Ich habe viele soziale Kontakte, gute Freundinnen und Bekannte. Gestern kam spontan ein ehemaliger Berufskollege vorbei und schlussendlich haben wir abends zusammen gegessen. Nachdem er um halb neun ging, schrieb mir grad eine Freundin, ob ich noch auf einen Drink vorbei käme. Gesagt – getan. Aber als ich mich dann um 1h wach im Bett hin und her wälzte, Frank offensichtlich schlief, Pierre sowieso seit dem 13. September kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, überkam mich wieder dieses unangenehme Gefühl …

Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ich gar nicht so sein will. Aber gestern abend haben wir mit meiner Freundin darüber geredet. Mir fehlt einfach jemand (um es direkt zu sagen : ein Mann) der mich einfach mal in die Arme nimmt. Es geht nicht um S*x ! Es geht um starke Arme… und auch wenn ich viele andere (ausser dem ehemaligen Arbeitskollegen von gestern eigentlich nur Frauen) habe, ist es einfach nicht das gleiche…

Vielleicht liegt es auch an der heutigen (egoistischen und individuellen) Gesellschaft ? Vielleicht daran, dass heute erwartet wird, dass man als Frau alleine stark sein muss ? Ich vermisse das alte Model irgendwie : Mann war Mann und Frau war Frau. Jeder hatte seine Rolle. Ja, natürlich bin ich für Gleichberechtigung und bin froh darüber, aber die Gesellschaft ist kaputt ! Jeder für sich und jeder schlussendlich allein ! Und dann dieses ganze Drama ums Klima (ich bin da – wie man heute betitelt wird – ein Komplotist), der Genderwahn, die (weltweit!) Politiker… für mich einfach nur noch krank !

Ich möchte ausbrechen – wenn schon allein, dann wenigsten irgendwo, wo ich mich nicht über die Gesellschaft und die ganzen „Dramen“ aufregen muss. Aber das ist eine Illusion – die triste Realität sieht (leider) anders aus…

Schlaflos

Diese Nacht war ich wieder mal sehr lange wach.

Gestern ging es mir – zusätzlich zu meinem grippalen Zustand seit Sonntag – moralisch nicht so gut. Ich hatte irgendwie so eine Weltuntergangsstimmung.

Frank hatte gestern nicht viel Zeit… seine Worte, der Austausch mit ihm fehlte mir sehr. Irgendwie war er sehr wortkarg. Er hatte wohl viel zu tun, oder vielleicht auch einfach keine Lust gestern und ich versuchte so gut es ging, mich irgendwie zu beschäftigen (siehe weiter unten). Kurz vor 20h schrieb ich Frank (ich hatte vorher schon ein paar Mal geschrieben, worauf aber nur knappe Antworten kamen) :

[19:48] boelleli 🐘: Monsieur… vos paroles commencent à me manquer… 🥺
Ich weiss, Sie arbeiten… aber es ist halt so still…

[20:56] : Wirklich sehr still…
Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich keine Nachricht von Ihnen bekomme und ich spüre, wie sich alles in mir zusammenzieht, wenn es diese Stille gibt… und ich weiss nicht recht, wie ich damit umgehen soll. …


[20:59] Frank: So schnell gehe ich nicht kaputt

[21:01] boelleli 🐘: Das ist gut zu wissen…
Sie sind hoffentlich bald mit arbeiten fertig…
Geht grad nicht so wie ich möchte
😓

[21:04] Frank: Wie möchten Sie es denn gerne?

[21:04] boelleli 🐘: Weiss nicht, irgendwie grad nicht gut… 🤦🏻‍♀️😓
Dieser 🤧 ist mühsam, fühl mich schlapp und allein

Hab ein wenig ausgemistet heut Nachmittag… kam aber irgendwie nicht vorwärts.
RIO schauen war nicht so ne gute Idee (Nostalgie, aber das ist ’ne andere Geschichte)…
Abendessen allein (wie meistens)
Versucht zu lesen – Konzentrationsschwäche
TV nix G’scheites

Sie arbeiten (und ich wollt eigentlich gar nicht schreiben – mais c’était plus fort que moi)

Launen einer Frau ? Hab zwar manchmal das Gefühl, dass ich nicht so eine typische Frau bin… aber vielleicht ja doch… 🤷🏻‍♀️

[21:11] Frank: Vielleicht versuchen zu schlafen

[21:13] boelleli 🐘: Dafür hab ich zuviel im Kopf… geht nicht… ausserdem ist schlafen nicht die Lösung, sondern nur ein Mittel, sich nicht mit selbst zu beschäftigen…
[21:24]: Na ja, vielleich haben Sie morgen mehr Zeit… Sie scheinen noch viel Arbeit zu haben
Ich lass Sie…
Mals sehen, was ich tun kann, um das leide Gefühl los zu werden…

Eine knappe Stunde später, fragte Frank, wie es mir inzwischen gehe, worauf ich nur mit „nicht sonderlich“ antwortete. Ich betonte dann noch, dass es nicht an meinem grippalen Zustand läge, sondern meinem moralischen. Und um 23:19 schrieb ich :

Sie fehlen mir grad sehr…
Aber ich weiss, Sie haben auch ein Leben und ich bin nicht Ihre Priorität. Das ist auch richtig so. Ich bin schon sehr chanceuse, Sie überhaupt zu haben.
Ich werd noch ein bisschen raus gehen… halt das grad nicht aus…

Und ich fuhr mit dem Auto ein bisschen rum, hörte mir laut Musik an und landete schlussendlich auf dem Friedhofparkplatz (!).

Frank meinte noch, dass die Mitternachtsstimmung am See sicher interessant sei, worauf ich verneinend antwortete und erklärte, dass ich grad traurig sei. Wieso ? – Wusste ich nicht, hatte einfach Weltschmerzstimmung. Liegt vielleicht am Herbst ? Oder einfach an mir, weil ich zu emotional bin – was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt. Darauf meinte Frank, dass mich das auszeichne…

Sollte ich das als Kompliment nehmen ? Denke schon, aber ich fragte nur „in was? La connerie ? (Schwachsinn)

Es kam nichts mehr zurück.

Als ich knapp vor 1h wieder zu Hause war, schrieb ich ihm noch

Sorry, bin grad sehr drüber…
Dieses ständige auf und ab in den letzten Wochen macht mich echt wahsinnig…

Aber er war wohl inzwischen eingeschlafen…

Meine Nacht war relativ kurz, denn um halb drei war ich immer noch wach und jetzt seit 7h wieder… Ich kann mir denken, was Ihr denkt… und vielleicht ist das ein bisschen so – kann zumindest so interpretiert werden – aber das ganze hat mit meinem Naturelle zu tun; so wie ich das gestern hier geschrieben habe…

Warten…

Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Warten verbringe. Bei gewissen Dingen muss man warten, dass ist mir klar und logisch, aber bei anderen Sachen gäbe es vielleicht Möglichkeiten, etwas zu beschläunigen, wenn man nicht einfach passiv wartet.

Jemand sagte mir, dass ich – was Pierre betrifft – passiv warten soll. Aber wär pro-aktives Warten nicht besser…? Diese Warterei lähmt mich zunehmend. Ich hätte eigentlich tausend Dinge zu tun (Steuererklärung, Haushalt, Mozart üben, Sohn in den Hintern treten, ausmisten, lesen, schreiben,…), aber ich hab einfach die Kraft nicht… und dann wird das Warten zur Qual.

Und wärend ich so warte, „strickt es“ in meinem Kopf. Ich stelle mir tausend Fragen und bekomme keine Antworten. Ich kann mir nur irgendwelche Ausreden vorstellen, oder Schreckens-Zenarien, oder negative, traurige Erklärungen.

Es kommt vor, dass ich mir manchmal sage, ich sollte zwischenzeitlich andersweitig schauen. Und es gäbe vielleicht auch jemand. Aber diese Person gibt mir zu verstehen, dass das – aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will, die ich teils verstehe und akzeptiere, teils aber auch nicht – nicht möglich ist und er nicht will. Und das habe ich auch zu akzeptieren – man kann niemande zu etwas zwingen – auch wenn es manchmal schwer fällt.

Vielleicht ist es irgendwann zu spät, weil ich einfach zu lang gewartet habe – oder der andere zu lang wartet, mich mindestens zu informieren, was er vor hat oder möchte ? Dann sieht’s irgendwann so aus :

Wie macht Ihr das, oder was macht Ihr, wenn Ihr auf etwas wartet, das mit Sentimentalität zu tun hat ?

Vielleicht ist es

.. mein Schicksal, dass ich immer und immer wieder ins Straucheln komme, wenn sich Pierre meldet ? Ich nerv Euch sicher langsam damit, aber ich muss es einfach nochmal und nochmal schreiben, damit’s besser wird.

Eine Freundin sagt mir :

Sie hat ja so recht – und ich bin einfach zu tolerant und zu verständnisvoll. Ich entschuldige und dulde vieles, auch wenn es für mich eigentlich schmerzlich ist. Aber ich kann nicht aus meiner Haut.

Und ich bin davon überzeugt (ja, ich weiss, einige werden sagen, ich mach mir was vor, red mir was ein, etc), dass Pierre ebenso leidet, nur kann er das irgendwie anders handhaben. Oder er funktionniert einfach nur. Sein grosses Problem (welches eigentlich relativ einfach beseitigt werden könnte) ist seine Ehe, respektive die fixe Idee, dass er sich (aus welchen absurden Gründen auch immer) nicht trennen kann. Ich weiss einfach nicht, wie er so 20 Jahre und länger leben kann… ?

Ich habe seit 3 Tagen wieder dieses betäubende, fast unerträglich Kribbeln in mir. Am liebsten würd ich irgendwo hinsitzen und heulen. Mach ich natürlich nicht, aber es ist zermürbend…