Zwischen Ideal und Begehren

Warum stehen viele Männer auf „feste Frauen“ ?

Das gängige Schönheitsideal ist ziemlich eindeutig: schlank, sportlich, durchtrainiert. In Werbung, Mode und sozialen Medien wird uns ständig gezeigt, wie eine „attraktive“ Frau auszusehen hat. Auch wenn man sich davon nicht direkt beeinflussen lassen will – der Druck ist oft trotzdem da.

Umso spannender ist es, dass viele Männer im echten Leben offenbar auf ganz andere Frauentypen stehen. Immer wieder stelle ich fest – im Austausch mit anderen, in Alltagsbeobachtungen oder auch aus eigener Erfahrung –, dass Männer mollige, kurvige oder dicke Frauen sexuell anziehend finden. Nicht nur „auch“, sondern ganz bewusst.

Woran liegt das?

Vielleicht hat es mit Sinnlichkeit zu tun. Mit dem Gefühl von Wärme, Weichheit, echten Körpern. Vielleicht steckt auch etwas Urmenschliches dahinter – das Bild von Fülle, Geborgenheit, Weiblichkeit. Oder ist es einfach der Reiz des Anderen, des Nicht-Normierten?

Spannend ist auf jeden Fall der Unterschied:
Auf der einen Seite stehen viele Frauen unter Druck, möglichst schlank zu sein – zählen Kalorien, kämpfen mit Diäten, vergleichen sich ständig. Auf der anderen Seite erleben genau diese Frauen oft, dass sie im Privaten durchaus gewollt sind. Begehrt. Vielleicht sogar mehr als jene, die dem Idealbild näherkommen.

Ich beobachte ausserdem: Viele Männer fühlen sich zwar öffentlich zu schlanken, makellos wirkenden Frauen hingezogen – vielleicht auch deshalb, weil das gesellschaftlich besser ankommt. Eine schlanke, stylische Partnerin ist in manchen Kreisen offenbar immer noch ein Statussymbol. Doch wenn es um echtes Begehren geht, um Körperlichkeit, Nähe, Lust – dann sieht es oft anders aus.

Ich selbst bin ja auch nicht gerade schlank. Seit meinen beiden Schwangerschaften habe ich die damals zugenommenen knapp 30 Kilo nie wieder losbekommen. Und ich habe viele Jahre geglaubt, dass mich sowieso keiner will, so wie ich aussehe. Dazu kam, dass da immer noch Pierre in meinem Hinterkopf war – eine alte Geschichte, die mir lange nicht aus dem Herzen ging.

Seit ich im Januar 2024 entschieden habe, Pierre wirklich loszulassen und innerlich abzuschreiben, hat sich etwas verändert. Ich begann, mich einfach so zu zeigen, wie ich bin – ohne Maske, ohne Verteidigung. Und plötzlich war da Interesse. Aufmerksamkeit. Nähe. Nicht, weil ich mich verbogen habe – sondern weil ich bei mir angekommen bin.

Im April 2024 lernte ich Claudius kennen. Einen Mann, der mich genau so nimmt, wie ich bin – mit allem, was zu mir gehört. Und der mir das Gefühl gibt, dass ich ihm gefalle. Nicht nur körperlich, sondern als ganze Person. Dass ich anziehend bin. Echt. Und genug.
Unsere Beziehung ist für mich in gewisser Weise ein Beweis dafür, dass es nicht auf Äusserlichkeiten ankommt – Sondern auf das, was wir ausstrahlen, wenn wir uns selbst nicht länger verstecken.

Mein Fazit : Das, was als attraktiv gilt, ist oft viel weniger klar, als es scheint. Vielleicht geht es am Ende gar nicht um Körperformen, sondern um Ausstrahlung, Präsenz – und darum, wie wir uns selbst fühlen.

Kennst du solche Widersprüche auch?

Zwischen Wort und Wirklichkeit

Aus der Liophira-Reihe : Eine Geschichte über Theorie, Praxis – und die Kraft der Verbindung.

Der Morgennebel hing schwer über dem Dorf Dualis. Kein Lachen, kein Lied, kein Ruf durchbrach die dichte Stille. Nur das leise Knirschen der Schritte von Zephira und Liora war zu hören, als sie den verwitterten Pfad entlanggingen.

„Seit dem Fund dieser alten Schriftrolle kann hier niemand mehr sprechen“, erklärte der Dorfälteste mit brüchiger Stimme. „Die Stimme des Dorfes – sie ist verstummt. Vielleicht für immer.“

Liora beugte sich über das Pergament, analysierte Zeichen, übersetzte Runen.
„Ein Rückführungszauber“, sagte sie. „Aber er muss exakt gesprochen werden.“

In der Dorfmitte versammelten sich die Bewohner. Liora trat vor, die Schriftrolle in der Hand, ihre Stimme klar und präzise. Doch nichts geschah. Kein Laut, keine Regung.

Zephira beobachtete die Menschen, ihre Gesten, ihr Schweigen – eine Stille, die nicht nur magisch war, sondern menschlich. Sie legte Liora sanft die Hand auf die Schulter.

„Sprich es noch einmal. Aber diesmal… fühl es.“

Liora nickte zögernd und begann den Spruch erneut zu lesen. Zephiras Augen waren geschlossen, ihre Hand über dem Boden, als würde sie die Wurzeln selbst berühren. Liora zitierte – diesmal nicht nur aus dem Kopf, sondern aus dem Herzen.

Ein Zittern ging durch den Ort. Dann, wie aus weiter Ferne, erklang ein leises Lachen. Ein Kind sang ein Wort. Die Stimme Dualis’ kehrte zurück.

Am Abend sassen die beiden unter dem Flüsterbaum. Der Zauber war gebrochen.

„Vielleicht“, sagte Zephira leise, „reicht Wissen nicht. Vielleicht muss man es auch fühlen.“

Liora sah sie an. „Und vielleicht braucht Gefühl manchmal eine Struktur, um durchzukommen.“

Sie schwiegen. Doch es war eine Stille voller Klang – voller Verbindung.


Quintessenz

Theorie ist wunderbar – auf dem Papier.
Doch das Leben hält sich selten an Fussnoten.
Wer nur weiss, wie es funktionieren sollte, wird oft von der Wirklichkeit überrascht.
Es braucht mehr als kluge Worte: ein Gefühl für den Moment.
Und manchmal auch die Geduld, bis ein Gedanke Wurzeln schlägt und Wirklichkeit wird.

Was das Herz nicht kann, obwohl der Kopf es weiss

Ich habe immer wieder Gespräche mit Frank über die Situation mit Sohnemann – seine Pläne, meine Erschöpfung, der ewige Balanceakt zwischen Unterstützung und Loslassen.

Frank stellt Fragen oder macht Aussagen, die weh tun. Nicht weil sie falsch sind, sondern weil sie teils klar aufzeigen, was eigentlich nötig wäre – teils aber auch unrealistisch sind. Denn Frank lebt weder in der Schweiz noch hat er eigene Kinder.

Ja, ich weiss, dass es Grenzen braucht. Ja, ich weiss, dass es auf Dauer nicht tragbar ist, Verantwortung für jemanden zu übernehmen, der sie selbst (noch) nicht trägt. Und ja, ich weiss, dass es keine Raketenwissenschaft ist, einen Termin beim Psychologen zu vereinbaren, einen Antrag auf Unterstützung zu stellen oder Fahrstunden zu organisieren.

Aber das grosse Problem ist: Sohnemann ist volljährig – ich kann keine Entscheidungen über seinen Kopf hinweg treffen. Ich kann ihm nicht einfach einen Termin beim Psychologen organisieren, wenn er dem nicht zustimmt. Genauso wenig kann ich ihn an der Hand nehmen und ins Temporärbüro oder zum Arbeitsamt schleppen. Ich kann ihn nur begleiten, erinnern, motivieren – aber den ersten Schritt muss er selbst gehen.

… und genau hier liegt der Knackpunkt: Wissen (Theorie) ist das eine – Können (Praxis) das andere.

Theorie und Praxis sind oft zwei Paar Schuhe. In der Theorie ist es einfach zu sagen: „Stell ihm ein Ultimatum!“ In der Praxis schaut man in müde Augen und fühlt – vor allem als Mutter –, dass er sich geniert, sich unwohl fühlt, sich selbst kaum erträgt und diese „Ich schaff das grad nicht“–Haltung da ist – und merkt, dass man selbst auch kaum noch Kraft hat, um die eigenen Termine wahrzunehmen.

Dazu kommt die finanzielle Realität: Es ist schlicht enorm herausfordernd, wenn man nicht mindestens 6’000 oder 7’000 Franken im Monat verdient – und gleichzeitig noch Schulden abzahlen sollte. Ich habe die Gesetze in der Schweiz nicht gemacht, aber sie verpflichten mich als Mutter, bis zum 25. Lebensjahr für meine Kinder aufzukommen – solange sie keine abgeschlossene Ausbildung haben, keiner Erwerbstätigkeit nachgehen oder noch nicht seit mindestens zwei Jahren finanziell unabhängig sind.

Bei meiner Tochter bedeutete das konkret: Sie musste erst nachweisen, dass sie seit zwei Jahren kaum oder gar nicht mehr von mir unterstützt wird, bevor sie überhaupt Sozialhilfe beantragen konnte – die sie nun auch erhält.

Bei Sohnemann sieht das anders aus. Er erfüllt diese Bedingungen nicht – er kann weder Sozialhilfe beantragen noch Arbeitslosengeld erhalten, denn dafür müsste er mindestens ein Jahr gearbeitet haben.

All das bleibt also – ob ich will oder kann – erst einmal an mir hängen.

Und beim Kindsvater gibt’s nichts zu holen. Der ist selbst teils vom Sozialamt abhängig – und hat sich noch nie wirklich gekümmert.

Ich verstehe Franks Standpunkt. Wirklich. Aber was Frank dabei womöglich vergisst und deswegen einiges nicht ganz nachvollziehen kann: Sohnemann ist nicht einfach ein Mitbewohner, dem man kündigt, wenn er sich nicht an Regeln hält. Er ist mein Kind. Und so wütend, erschöpft oder enttäuscht ich manchmal bin – ihn „auf die Strasse zu stellen“ ist eine Grenze, die ich nicht überschreiten kann, geschweige denn will. Elternschaft endet nicht mit der Volljährigkeit. Und Liebe lässt sich nicht rationieren.

1. August

🇨🇭🇨🇭🇨🇭

Töchterche liest heut Abend bei der offiziellen Feier hier den Pact (Bundesbrief) von 1291 🇨🇭

Sie wurde vor etwa 1 Woche vom Gemeinderat unserer Stadt angefragt, ob sie es – als Präsidentin der Jeunesse (die sie 2018 gegründet hat) lesen würde.

Gestern hat sie es mir geschickt, damit ich es ausdrucke. Sie hat beschlossen, eine Einführung und ein Schlusswort zu machen. Was soll ich sagen ? Es ist einfach nur super und ich bin mächtig stolz auf sie 🥰

Und wenn wir dann die Hymne singen, werde ich wohl – wie jedes Mal – wieder Tränen haben. Ich vermisse meine Schweiz sehr !

Wir müssen unsere Werte wieder mehr vertreten und ausleben und nie vergessen :

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht Fürchten vor der Macht der Menschen.


Friedrich Schiller

Es reicht endgültig!

***

Ich habe via WhatsApp folgende Nachricht bekommen und würde das sofort unterschreiben !

  1. Juli 2025

An den Gesamtbundes(ver)rat:

„Ihr habt euer Mandat verraten – wir kündigen den Gehorsam!“ Es reicht!

Guten Tag, Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte
Guten Tag, Frau Bundespräsidentin

Zu Ihrer Information: WIR MACHEN NICHT MEHR MIT! Weder bei den IGV, der E-ID noch beim Unterwerfungsvertrag der EU. Kein Mitspielen mehr bei Planspielen, Notlagen oder Simulationen. Keine Akzeptanz mehr für Massnahmen ohne Verfassungsgrundlage. Kein Gehorsam mehr gegenüber Verrat am Eid.

Sie reGIERen im Bundeshüttli, als ob es keinen Souverän und kein Parlament gäbe. Das Parlament verweigert, so wie es aussieht, schon seit längerem die Arbeit. Wofür bezahlen wir diese Arbeitsverweigerer eigentlich noch so fürstlich?

Beim Bundesverrat sieht es anders aus. Anscheinend sind Sie ausser Rand und Band und kutschieren im Bundeshüttli, als ob es kein Morgen gäbe.

Kein Opting-Out bei den IGV der WHO, durchpauken des EU-Unterwerfungsvertrages und dann auch noch die Zwängerei bei der E-ID.

Frau Baume-Schneider: Sie werfen dem Parlament die IGV am letzten Sessionstag vor die Füsse. Da, wie oben erwähnt, das Parlament die Arbeit eh verweigert, wird sich kein einziger Nationalrat die Ferien wegen der IGV vermiesen lassen. Gutes Timing, Frau Bundesverräterin.
Wenn Sie glauben, dass Sie nochmals auf Anordnung der WHO eine «Plandemie» durchziehen können, haben Sie sich bös verrechnet. Seit dem 19. Juli 2025 hat der Bundesverrat für uns ausgespielt. Wir leben ganz gut ohne Befehle unserer Bundeskasperli!

Herr Cassis, dass Sie verlauten lassen, von Ihnen höre man nie «Switzerland first», ist bezeichnend. Als eingebürgerter Papierlischweizer interessiert Sie die Schweizer Neutralität und Souveränität einen Dreck! Mit diesen EU-Unterwerfungsverträgen sind Sie fein raus. Sie müssen nichts mehr selbst entscheiden! Frau von der Leyen gibt den Kurs vor uns Sie müssen nur noch ausführen. Unsere Urahnen haben geschworen: Keine fremden Vögte in der Schweiz. Genau diese holen Sie mit diesem unseligen EU-Vertrag wieder in die Schweiz. Nicht mit uns!

Herr Jans, Sie sollten erst einmal Ihren Asyl-Saustall aufräumen, bevor Sie grossartig verkünden, der EU-Unterwerfungsvertrag sei «wie ein Rütlischwur». Das ist Blasphemie! Der Rütlischwur hat mit diesem Knebelvertrag überhaupt nichts gemeinsam. Lesen Sie einmal den Bundesbrief, vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf!
Dann die E-ID. 2021 hat das Volk die E-ID mit grosser Mehrheit (64,4%) abgelehnt. Was soll also diese Zwängerei? Wenn man Widerspruch gegen die Organtransplantation einlegen will, braucht man zwingend diese E-ID. Was ist mit denen, die diese verweigern? Werden die dann automatisch zu Organspendern? Ohne E-ID wird man aus der Gesellschaft ausgeschlossen (kein Internet etc.), genau wie während der «Plandemie» mit dem Zertifikat. Ist das der Plan?
Fachkräftemangel! Wo sind bei den Tausenden, die in die Schweiz «einwandern», die Fachkräfte? Nirgends, es sind zum grossen Teil Menschen, die unser Sozialsystem aushöhlen, die Krankenkassenprämien in die Höhe treiben und die Mietzinsen unerschwinglich machen.
Frau Keller-Sutter: Unser Steuergeld wird mit vollen Händen im Ausland verteilt. Hier ein paar Milliönchen, da ein paar Milliarden (WHO, WEF, NATO, UN, Biodiversitäts-Projekte in Tschechien 38,4 Mio.), Bund kauft für die Bundesangestellten höhenverstellbare Stehpulte für fast 40 Millionen, wobei es im Bundeshaus ein geflügeltes Wort ist: «Wer am Freitag im Büro arbeitet, ist ein Löli!»
Beim Volk jedoch wird der Sparhammer angesetzt. Weniger Geld für die Jugend (J + S), die 13. AHV muss mit Mehrwertsteuer-Erhöhung und Lohnprozenten finanziert werden usw., Soforthilfe für Blatten nur 5 Mio., und jeder Franken, der in Blatten ausgegeben wird, muss ausgewiesen werden.

Verlangen Sie dies auch bei der WHO, den Biodiversitäts-Projekten in Tschechien oder beim WEF auch? Oder sind nur die eigenen Bürger in der Pflicht?
Zur Einführung der Widerspruchslösung (nur mit E-ID) bezahlt der Bund der Wirz Group AG 14,7 Millionen. Nur zum besseren Verständnis: Der Bund kauft gar nichts, es ist der Steuerzahler, der dies alles berappt. Damit Sie und Ihre Bundesverratskollegen im Ausland gut dastehen, ziehen Sie dem Steuerzahler den letzten Rappen aus der Tasche.

Meine Damen und Herren Bundesverräter: Was wären Sie ohne das Volk, ohne die Steuerzahler? Sie wären nichts! Ohne die Steuergelder kein Gehalt, ohne Steuergelder kein grosskotziges Verteilen von Millionen in alle Welt, ohne Steuerzahler wäre das Bundeshüttli leer! Überlegen Sie sich also gut, ob Sie weiterhin das Volk gängeln und an ihm vorbei reGIERen wollen, um Ihre Pfründe zu erhalten.

So, nun können Sie mich teeren und federn oder die Fedpol auf mich hetzen. Ich sage Ihnen: Es ist mir völlig egal. Was aus Ihrem verrückt gewordenen Bundeshüttli kommt, interessiert mich nicht im Mindesten.

Trotzdem wünsche ich Ihnen noch schöne Ferien und hoffe, dass Sie irgendwann zur Besinnung kommen und die Schweiz nicht an die EU, WHO, NATO usw. verkaufen.

Zitate:

Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertänigkeit oder der Wunsch, sich unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitlaufen, Mitsingen, Mitmarschieren und dabei auch noch in eine peinliche Euphorie zu verfallen (Heinrich Böll).

Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit und die Lüge kommt (Ödön von Horvath).

Verräter sind selbst denen, deren Sache sie dienen, verhasst (Publius Cornelius Tacitus).

Elisabeth Vetsch

PS: Herr Pfister, Herr Parmelin und Herr Rösti werde ich mit einem separaten Brief beehren.

Zwei Männer und ein Schweigen

Die freundliche, fast schon vertraute und wie aus dem Nichts bekommene Sprachnachricht von Läggerli war ja schon überraschend. Aber die folgende WhatsApp-Nachricht von Pierre, die er mir mitten in der Nacht geschickt hat, irritiert mich heute morgen ein wenig :

„Das SMS des Vertrauens. Neuer Bischof neues Glück? Nicht ganz, aber ein sehr gutes Gespräch… Visionen & Wünsche Nr. 1: Biel, Sänti, Tschaux, LS & Ginevra… Nr. 2: Basel & Region, Nr. 3 Zürich/St.Gallen?
Beim Bischof ist es deponiert, Chancen sind sehr gering. Er freut sich über la Tschaux, immerhin. Meint ich sollte bei den Reformierten anheuern. Da bist ja du?
Sonst werde ich mich bei einem Bestatter melden…
Vertrauliche Sache. Bonne nuit boelleli… fais de beaux rêves…“

Seit vielen Monaten nichts – wie ich es seit eh und je von ihm gewohnt bin – und jetzt plötzlich das. Persönlich, vertraulich, schräg – und natürlich in seinem typischen, teils verwirrten Geschwafel… was soll das heissen „sonst werde ich mich bei einem Bestatter melden…“??

Warum schreibt mir Pierre das?
Was erhofft er sich davon?
Was – bitte schön – soll man auf so eine Nachricht überhaupt antworten?

Ich glaub, ich lasse es unbeantwortet – manchmal ist Schweigen die beste Antwort…

1995 sagt kurz Hallo

Manchmal klingelt das Handy – und die Vergangenheit schickt eine Sprachnachricht. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass Läggerli sich gemeldet hat. Ja genau, das Läggerli. Mein Spitzname für ihn damals, als wir jung waren und das Leben noch deutlich weniger kompliziert erschien.

Inzwischen war ich verheiratet und nach 13 Jahren wieder geschieden, habe zwei Kinder – ein bewegtes Leben mit vielen Kapiteln.
Und Läggerli? Der lebt irgendwo zwischen Analogmodus und Ostsee (wo er zurzeit für zwei Wochen am Segeln ist. Laut seiner Nachricht nutzt er die Zeit, um sich zu erholen und auf sich zu konzentrieren); meidet Social Media konsequenter als ich meine Ruhe am Sonntag verteidige, und schickt stattdessen lieber Sprachnachrichten.

Und das Verrückte daran: Seine Stimme war sofort wieder da. Klar, älter vielleicht. Ruhiger. Aber da war etwas, das blieb. Keine verlorene Liebe, keine sentimentalen Eskapaden – einfach nur ein Stück Vergangenheit, das plötzlich wieder hörbar wurde.

Unsere letzte Begegnung liegt rund 30 Jahre zurück – ein kurzer Moment im Joggeli (St. Jakob-Stadion in Basel), wo er damals arbeitete. Wir waren längst getrennt, aber als er mich sah, kam er auf mich zu. Es war ein stilles Wiedererkennen, ohne viele Worte, aber mit einer Geste, die sich mir eingeprägt hat. Danach haben sich unsere Wege für lange Zeit verloren.

Ob wir uns wiedersehen? Vielleicht. Vielleicht bleibt es auch einfach bei diesem kurzen Moment der Verbindung – ein leiser Gruss aus der Vergangenheit. Ich bin heute woanders im Leben, mit Claudius an meiner Seite. Und das ist gut so.

Manchmal geht es nicht darum, die Vergangenheit neu zu beleben, sondern sie würdig zu erinnern. Und sich selbst in ihr wiederzuerkennen – mit dem Herzen von damals und dem Blick von heute.

Wohlstandsverwahrlosung: Wenn Besitz den Sinn ersetzt

Symptome einer saturierten Gesellschaft

Wir leben im Überfluss – und doch mangelt es uns an vielem. Orientierung, Mitgefühl, Sinn. Die Rede ist von Wohlstandsverwahrlosung : einem Zustand, in dem nicht die Armut, sondern der Wohlstand zur Verwahrlosung führt.

Was zunächst paradox klingt, zeigt sich in vielen Facetten unseres Alltags :

  • Anspruchshaltung statt Dankbarkeit
  • Bequemlichkeit statt Engagement
  • Konsum statt Reflexion

Wir verlieren uns im Immer-mehr und Immer-schneller – und damit oft auch den Kontakt zum Wesentlichen.

Wo und wann sind wir falsch abgebogen?

War es, als Bildung zur Ware wurde? Als soziale Medien begannen, unsere Aufmerksamkeit in Sekundenbruchteile zu zerschneiden? Als wir wirtschaftliches Wachstum über soziale Gerechtigkeit stellten? Oder als wir zuliessen, dass in den letzten 30 Jahren alles immer schneller und teurer wurde – nur die Löhne nicht im gleichen Mass stiegen?

Vielleicht war es auch der Moment, als wir begannen, Werte und Traditionen als überholt zu betrachten, statt sie als stabilisierendes Fundament unserer Gesellschaft zu pflegen – als etwas, das uns Halt geben kann. Denn je mehr wir uns materiell absichern, desto mehr scheinen wir ideelle Werte abzubauen – und mit ihnen Halt, Identität und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl.

Ein weiteres Symptom ist die permanente Selbstinszenierung. Wir zeigen uns, vergleichen uns, posten Bilder aus unserem Alltag – und verlieren dabei oft den echten Kontakt zueinander. Individualismus, an sich ein Ausdruck von Freiheit, schlägt um in Vereinzelung und Egozentrik. Und ja – ich nehme mich da nicht aus…

Wohlstandsverwahrlosung ist kein persönliches Versagen, sondern ein Spiegel unserer Gesellschaft. Sie zeigt sich dort, wo Menschen keine Herausforderungen mehr erleben, wo alles verfügbar, aber nichts verbindlich ist. Wo Freiheit nicht mehr mit Verantwortung verbunden ist, sondern mit Beliebigkeit verwechselt wird. Und sie trifft nicht nur die, die viel haben – sondern zunehmend auch jene, die unter der Oberfläche des scheinbaren Wohlstands um soziale Teilhabe kämpfen.

Was können wir tun ?

Vielleicht sollten wir mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und der Frage beginnen:
Was trägt uns wirklich? Was verbindet uns – jenseits von Status, Besitz und Selbstoptimierung?

Ich glaube: Weniger haben, bewusster leben, wieder wissen, wofür wir stehen – das wäre ein Anfang.

Ich will meine Schweiz zurück !

Manchmal frage ich mich ernsthaft: Sehe nur ich, was hier gerade passiert? Während alle über Klimawandel, Gendersternchen und neue Sprachregeln diskutieren, frage ich mich: Wer hat das eigentlich so gewollt? Für mich fühlt sich vieles davon inszeniert und aufgesetzt an – nicht wie eine natürliche Entwicklung, sondern wie ein ideologisches Programm.

Und während wir über all das sprechen (oder besser gesagt: belehrt werden), ist meine Schweiz kaum wiederzuerkennen. Vor 30 Jahren lebten hier rund sechs Millionen Menschen. Heute sind es neun Millionen. Woher kommt dieser enorme Zuwachs – und warum haben wir ihn nicht gestoppt? Gab es je eine ehrliche Debatte darüber, ob das überhaupt gut ist für unser Land?

Ich fühle mich in meinem eigenen Land oft fremd. Ich sehe verschleierte Frauen, Männer in Wüstengewändern – und frage mich: Was ist aus dem geworden, was uns einmal ausgemacht hat? Integration scheint oft einseitig zu sein. Wir passen uns an – andere nicht.

Gleichzeitig wird das Leben für viele hier immer schwieriger. Bezahlbarer Wohnraum? Mangelware. Und wenn es ihn gibt, bekommt man den Eindruck, dass andere zuerst drankommen – Menschen mit fragwürdigem Asylstatus, während Einheimische auf der Strecke bleiben. Das fühlt sich falsch an. Ungerecht.

Wir schuften, zahlen Steuern, rennen im Hamsterrad – und sollen dazu noch schweigen. Keine Kritik, keine Fragen, kein Widerspruch. Wer sich äussert, wird sofort in eine Ecke gestellt.

Ich will meine Schweiz zurück. Eine Schweiz mit klaren Werten, mit Sicherheit, mit Verlässlichkeit. Eine Schweiz, in der nicht alles beliebig wird – sondern in der wir wieder wissen, wer wir sind. Wieder stolz auf unsere Werte, Traditionen und Vorfahren sind.

Wenn wir jetzt nicht aufwachen, verlieren wir nicht nur unser Land – wir verlieren auch uns selbst !

Knieschmerzen & Co

Mama hat schon seit Längerem Knieschmerzen – ein bisschen Arthrose, hiess es bisher. Am Dienstagmorgen um 7 Uhr hat sie mir eine Sprachnachricht geschickt und mir von neuen, starken Schmerzen unterhalb des linken Knies erzählt. Gehen ist unmöglich. Sitzen, Liegen, Autofahren – das ist kein Problem. Aber stehen und gehen? Keine Chance.

Ich bin dann zu ihr gefahren, nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken und mich angezogen hatte. Ihr Hausarzt ist zurzeit abwesend, und in die Notaufnahme wollte sie nicht. Also hat sie sich den ganzen Tag geschont, während ich bei ihr im Homeoffice gearbeitet habe.

Als wäre das nicht schon genug, hütet Mama diese Woche auch noch Shiva – die Hündin meines Bruders, der gerade in den Ferien ist. Da sie sich aber kaum bewegen kann, habe ich kurzerhand Shiva zu mir genommen, damit sie rauskommt und Mama sich wenigstens darum keine Sorgen machen muss.
Shiva kam dann heute morgen mit mir ins Büro. Ich arbeite mittwochs von 9 bis 13 Uhr im „kleinen“ Büro – da ist das absolut kein Problem. Sie war auch ganz lieb.

Als ich dann gegen halb zwei wieder bei Mama ankam, war es nicht besser, und wir entschieden uns schließlich doch für die Notaufnahme. Mama ist Angstpatientin. Sie war sichtlich gestresst, aber sie hat sich – so gut es ging – zusammengerissen. Nach dem Röntgen dann die ernüchternde Diagnose: praktisch kein Knorpel mehr im Kniegelenk. Die Schmerzen erklären sich leider nur zu gut.
Jetzt heißt es: starke Schmerzmittel nehmen und warten – auf einen Termin beim Orthopäden. Das kann gut zwei bis drei Wochen dauern… Hoffen wir, dass die Medikamente bald wirken.

Immerhin ist Mama jetzt etwas ruhiger. Sie ist erleichtert, dass es „nur“ eine relativ normale Alterserscheinung ist und nicht irgendetwas akut am Gelenk oder Knochen kaputt ist. Natürlich ist die letzte Konsequenz eine Knieprothese – aber so weit sind wir noch nicht.

Heute Abend habe ich Shiva wieder mitgenommen, und morgen kommt sie mit ins „große“ Büro. Auch dort ist es eigentlich kein Problem, sie mitzunehmen. Außerdem sind wir morgen sowieso nur zu zweit – meine Chefin und ein Kollege sind in den Ferien, der andere Kollege im Homeoffice.

Ich hoffe sehr, dass die Schmerzmittel bald helfen und Mama wenigstens wieder ein klein wenig mobiler und schmerzfreier wird. Mit dem Rollator zur Toilette, in die Küche, ins Bett – das ist in ihrer eher kleinen Wohnung nicht gerade ideal…

Und ganz nebenbei: Ich bin ja selbst auch nicht zu 100 % fit – mein Ischias macht mir immer noch zu schaffen. Aber: Auch diese Zeiten gehen vorbei. Und bessere kommen bestimmt.