4. Dezember – Nebel

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Liora geht am frühen Morgen los.
Der Nebel liegt dicht über dem Weg,
verschluckt Formen, Ränder, Gewissheiten.

Doch ihr Schritt bleibt ruhig.
Sie hat es nicht eilig.
Sie muss nichts wissen.

Es gibt Wege, die man nur gehen kann,
wenn man es zulässt, dass nicht alles sichtbar ist.

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Achtsamkeitsmoment

Wenn heute etwas unklar ist,
versuche nicht, es zu lösen.

Setz dich.
Atme.
Lass den Nebel Nebel sein.

Klarheit kommt von selbst,
wenn sie bereit ist.


„Manches zeigt sich erst, wenn die Welt weich wird.“ 🕯️


3. Dezember – Die Laterne

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Zephira hält eine kleine Laterne in der Hand.
Das Licht ist schwach, kaum mehr als ein Atemzug aus Flamme.
Es reicht nicht, um den Weg voraus zu erhellen.
Aber es reicht für den nächsten Schritt.

Mehr braucht es heute nicht.

Vertrauen wächst nicht in Gewissheit,
sondern in Nähe.

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Achtsamkeitsmoment

Du musst nicht wissen, wie alles weitergeht.
Nur, was jetzt dran ist.

Ein Schritt.
Ein Atemzug.
Ein Licht, das du tragen kannst.


„Ein kleines Licht reicht, wenn das Herz bereit ist zu sehen.“ 🕯️


2. Dezember – Der Ruf im Wind

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Liora steht still und lauscht.
Der Wind streicht durch die kahlen Äste,
und etwas darin klingt vertraut –
als würde ein längst vergessenes Lied
wieder nach Hause finden.

Sie weiss nicht, wohin der Weg führt.
Sie weiss nur:
Es ist Zeit, ihm zu folgen.

Manchmal ruft das Leben leise.
Und wir gehen.

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Achtsamkeitsmoment

Höre heute auf einen Klang –
ohne ihn zu benennen oder zu erklären.
Nur zuhören.
Nur da sein.
Nur hören.


„Der Wind kennt alte Lieder, die wir längst vergessen glaubten.“ 🕯️


1. Dezember – Der erste Schritt

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Zephira steht am Fenster.
Ein dünner Frost liegt über den Dächern, als hätte die Nacht einen Schleier aus Stille zurückgelassen.
Sie legt die Hand an ihr Herz, atmet ein –
und öffnet die Tür.

Der Weg beginnt nicht draussen.
Er beginnt dort, wo wir innerlich leise werden.

Vielleicht ist der erste Schritt heute
kein Tun.
Sondern ein Zulassen.

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Achtsamkeitsmoment

Nimm heute einen bewussten Schritt.
Nicht gross. Nicht bedeutsam.
Nur wach.

Spüre den Boden unter deinen Füssen.
Für einen Atemzug.
Das genügt.


„Manchmal beginnt ein Weg damit, die Stille hereinzulassen.“ 🕯️


Zwischen Kontostand und Uhrwerk

Manchmal beneide ich Menschen, die sich sicher sind.
Diese leise, unerschütterliche Sicherheit, die offenbar keinen täglichen Zweifel braucht.

Da ist der eine : mit dem Blick auf Zahlen und das Morgen. Finanzen als Fundament, Absicherung als Pflicht. Ich bewundere diesen Weitblick – und merke zugleich, wie schwer er mir manchmal fällt. Ich lebe gern im Hier und Jetzt. Und wünschte mir doch manchmal, ich hätte öfter diesen Blick auf morgen.

Und dann ist da der andere : jeden Tag dieselbe Routine. Die gleiche Uhrzeit, derselbe Ablauf, dieselben Wege. Verlässlichkeit wie ein Uhrwerk. Für manche ein Halt – für mich oft eher Enge. Zu viel Gleiches fühlt sich für mich schnell nach Stillstand an.

Zwischen diesen beiden Polen bewege ich mich :
– Zwischen Absicherung und Gegenwart.
– Zwischen Struktur und dem Wunsch nach Bewegung.

Sicherheit beruhigt – Das Jetzt lebt.

Vielleicht braucht es beides. Nur nicht immer im gleichen Mass.


Und du?
Lebst du eher mit dem Blick nach vorn oder im Moment?
Gibt dir Routine Halt – oder raubt sie dir eher Lebendigkeit?

Migros Comedy Club

Gestern Abend war ich eingeladen zur Show des Migros Comedy Club’s – die MERCI Tour der Migros zum 100. Jubiläum.

Die Stand-Up Comedians waren witzig und vorallem war es auch musikalisch interessant : Beatboxing & E-Gitarre – die zwei waren super !

Ich hatte wirklich einen tollen Abend. Eingeladen wurde ich von einer Arbeitskollegin die noch Tickets übrig hatte. Zusammen mit einem weiteren ehemaligen Arbeitskollegen, der seit 5 Jahren in Rente ist, haben wir vor der Show Bratwürste und Pommes gegessen und nach der Show noch was zusammen getrunken.

Gegen Mitternacht war ich dann zu hause und fiel ziemlich müde ins Bett – was nicht sehr verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass ich morgens schon um 4h wach gewesen war…

Überleben mit Kaffee und Birchermüesli

Heute Nacht hat mein Körper wohl beschlossen, dass kurz vor vier Uhr eine wunderbare Zeit zum Aufwachen sei. Mein Kopf war anderer Meinung – aber leider hat der Körper gewonnen. Nach ein paar tapferen Versuchen, den Schlaf zurückzulocken (er hat mich komplett ignoriert), bin ich aufgestanden und habe mir einen Kaffee gemacht. Wenn man schon so früh wach ist, kann man es ja wenigstens stilvoll machen und ihn mit Koffein beginnen.

Meine beiden Babys, Saké und Wasabi, haben derweil ganz lieb gewartet, bis ich meinen ersten Kaffee in Ruhe austrinken konnte. Sie sassen da wie zwei kleine Zen-Meister der Geduld – zumindest, bis der letzte Schluck weg war. Dann war klar: Jetzt bitte Frühstück! Also habe ich ihnen ihre Mahlzeit serviert, und sie haben sie mit einer Zufriedenheit verputzt, die ich um diese Uhrzeit gern selbst hätte.

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Danach räumte ich den Geschirrspüler aus, bereitete mein Birchermüesli fürs Mittagessen vor und machte mich schliesslich auf den Weg ins Büro. Kurz vor acht sass ich an meinem Schreibtisch – offiziell „arbeitsbereit“, innerlich aber noch im Halbschlaf-Modus.

Jetzt sitze ich hier. Mein Körper hätte nichts dagegen, sich einmal quer über die Tastatur zu legen, und mein Gehirn versucht tapfer, die Augen aufzuhalten. Das Problem: Es gibt heute praktisch nichts zu tun. Wirklich gar nichts, das einen wachhält oder wenigstens beschäftigt. Ich starre also der Zeit beim Vorbeikriechen zu – und sie gibt sich heute richtig Mühe, langsam zu sein.

Früher Feierabend wäre heute ein Traum – aber meine Minusstunden erinnern mich daran, dass dies nicht möglich ist. Also sitze ich hier, halte mich mit Kaffee aufrecht und hoffe, dass sich die Uhr irgendwann erbarmt und ein kleines bisschen schneller läuft.

Zum Glück wartet in der Mittagspause mein Birchermüesli auf mich. Ich sehe es heute als eine Art heimlichen Verbündeten – der treue Begleiter, der mich davor bewahrt, auf der Tastatur einzuschlafen.

Vielleicht wird der Tag ja doch noch besser – auch wenn ich am Ende sicher müde sein werde – dann womöglich dank der treuen Unterstützung meines Birchermüeslis.

Wo Vergangenheit atmet

Heute tauchten drei Bilder in mir auf.

Ein Hauch von Mittelalter – Holz, Feuer, Stimmen im Halbdunkel.
Menschen, die wussten, dass Zeit langsam vergeht,
und dass Stille manchmal Antwort genug ist.

Dann ich –
mit dem Blick aufs Handy,
wartend auf eine Nachricht,
als könnte ein Satz aus leuchtenden Buchstaben
eine Lücke füllen, die Worte nicht erreichen.

Und schliesslich das Bedürfnis zu schlafen.
Nicht aus Müdigkeit,
sondern weil der Kopf zu viel trägt
und das Herz nach Pause ruft.

Vielleicht zeigen diese drei Bilder,
dass ich zwischen Zeiten lebe –
mit einer Sehnsucht nach der Ruhe von früher,
mit den Reizen der Gegenwart in der Hand,
und dem Wunsch, einfach kurz still zu sein.

Vom Leben zwischen den Zeiten –
zwischen dem Langsamen und dem Sofortigen,
zwischen der Ruhe von „früher“ und der Reizflut von „jetzt“.

Es ist kein Widerspruch.
Es ist mein Jetzt.

Ein Vierteljahrhundert Liebe

Heute ist ein besonderer Tag.
Meine Tochter wird 25.

Als sie geboren wurde, war ich genau so alt wie sie heute.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich sie zum ersten Mal gehalten habe.

Nach dem Kaiserschnitt in Vollnarkose waren etwa drei Stunden vergangen.
Ich erwachte und hörte nur die Stimme der Hebamme:

„Die Mutter erwacht – schnell, das Baby!“

Und im nächsten Moment lag dieses kleine Bündel Mensch auf meiner Brust.

Ich war unsicher, müde und gleichzeitig voller Liebe für dieses kleine Mädchen –
ein absolutes Wunschkind.
Ich wusste nicht, wohin unser Weg führen würde.
Ich habe einfach angefangen, Mutter zu sein, Schritt für Schritt.
Und ich bereue nicht eine Sekunde, dass ich in so jungen Jahren diese Form von Liebe erleben durfte.

Die Jahre sind schnell vergangen.
Zu schnell.
Schneller, als ich damals dachte.

Manchmal glaube ich, ich hätte gern manches länger festgehalten.
Aber so ist Zeit:
Sie geht vorwärts, nicht zurück.

Heute sehe ich sie – eine erwachsene Frau –
mit eigenen Entscheidungen, eigenem Mut und eigenem Weg.
Und doch erkenne ich hier und da Spuren von mir in ihr.
Nicht als Abdruck – sondern als etwas, das sie angenommen und zu ihrem eigenen gemacht hat.

Es ist kein Tag für grosse Worte.
Und doch möchte ich sagen:

Ich bin stolz auf Dich.
Ich bin froh, dass du DU bist.
Ich bin dankbar, dass du da bist.

Auf die nächsten 25 Jahre. 🤍