Es reicht endgültig!

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Ich habe via WhatsApp folgende Nachricht bekommen und würde das sofort unterschreiben !

  1. Juli 2025

An den Gesamtbundes(ver)rat:

„Ihr habt euer Mandat verraten – wir kündigen den Gehorsam!“ Es reicht!

Guten Tag, Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte
Guten Tag, Frau Bundespräsidentin

Zu Ihrer Information: WIR MACHEN NICHT MEHR MIT! Weder bei den IGV, der E-ID noch beim Unterwerfungsvertrag der EU. Kein Mitspielen mehr bei Planspielen, Notlagen oder Simulationen. Keine Akzeptanz mehr für Massnahmen ohne Verfassungsgrundlage. Kein Gehorsam mehr gegenüber Verrat am Eid.

Sie reGIERen im Bundeshüttli, als ob es keinen Souverän und kein Parlament gäbe. Das Parlament verweigert, so wie es aussieht, schon seit längerem die Arbeit. Wofür bezahlen wir diese Arbeitsverweigerer eigentlich noch so fürstlich?

Beim Bundesverrat sieht es anders aus. Anscheinend sind Sie ausser Rand und Band und kutschieren im Bundeshüttli, als ob es kein Morgen gäbe.

Kein Opting-Out bei den IGV der WHO, durchpauken des EU-Unterwerfungsvertrages und dann auch noch die Zwängerei bei der E-ID.

Frau Baume-Schneider: Sie werfen dem Parlament die IGV am letzten Sessionstag vor die Füsse. Da, wie oben erwähnt, das Parlament die Arbeit eh verweigert, wird sich kein einziger Nationalrat die Ferien wegen der IGV vermiesen lassen. Gutes Timing, Frau Bundesverräterin.
Wenn Sie glauben, dass Sie nochmals auf Anordnung der WHO eine «Plandemie» durchziehen können, haben Sie sich bös verrechnet. Seit dem 19. Juli 2025 hat der Bundesverrat für uns ausgespielt. Wir leben ganz gut ohne Befehle unserer Bundeskasperli!

Herr Cassis, dass Sie verlauten lassen, von Ihnen höre man nie «Switzerland first», ist bezeichnend. Als eingebürgerter Papierlischweizer interessiert Sie die Schweizer Neutralität und Souveränität einen Dreck! Mit diesen EU-Unterwerfungsverträgen sind Sie fein raus. Sie müssen nichts mehr selbst entscheiden! Frau von der Leyen gibt den Kurs vor uns Sie müssen nur noch ausführen. Unsere Urahnen haben geschworen: Keine fremden Vögte in der Schweiz. Genau diese holen Sie mit diesem unseligen EU-Vertrag wieder in die Schweiz. Nicht mit uns!

Herr Jans, Sie sollten erst einmal Ihren Asyl-Saustall aufräumen, bevor Sie grossartig verkünden, der EU-Unterwerfungsvertrag sei «wie ein Rütlischwur». Das ist Blasphemie! Der Rütlischwur hat mit diesem Knebelvertrag überhaupt nichts gemeinsam. Lesen Sie einmal den Bundesbrief, vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf!
Dann die E-ID. 2021 hat das Volk die E-ID mit grosser Mehrheit (64,4%) abgelehnt. Was soll also diese Zwängerei? Wenn man Widerspruch gegen die Organtransplantation einlegen will, braucht man zwingend diese E-ID. Was ist mit denen, die diese verweigern? Werden die dann automatisch zu Organspendern? Ohne E-ID wird man aus der Gesellschaft ausgeschlossen (kein Internet etc.), genau wie während der «Plandemie» mit dem Zertifikat. Ist das der Plan?
Fachkräftemangel! Wo sind bei den Tausenden, die in die Schweiz «einwandern», die Fachkräfte? Nirgends, es sind zum grossen Teil Menschen, die unser Sozialsystem aushöhlen, die Krankenkassenprämien in die Höhe treiben und die Mietzinsen unerschwinglich machen.
Frau Keller-Sutter: Unser Steuergeld wird mit vollen Händen im Ausland verteilt. Hier ein paar Milliönchen, da ein paar Milliarden (WHO, WEF, NATO, UN, Biodiversitäts-Projekte in Tschechien 38,4 Mio.), Bund kauft für die Bundesangestellten höhenverstellbare Stehpulte für fast 40 Millionen, wobei es im Bundeshaus ein geflügeltes Wort ist: «Wer am Freitag im Büro arbeitet, ist ein Löli!»
Beim Volk jedoch wird der Sparhammer angesetzt. Weniger Geld für die Jugend (J + S), die 13. AHV muss mit Mehrwertsteuer-Erhöhung und Lohnprozenten finanziert werden usw., Soforthilfe für Blatten nur 5 Mio., und jeder Franken, der in Blatten ausgegeben wird, muss ausgewiesen werden.

Verlangen Sie dies auch bei der WHO, den Biodiversitäts-Projekten in Tschechien oder beim WEF auch? Oder sind nur die eigenen Bürger in der Pflicht?
Zur Einführung der Widerspruchslösung (nur mit E-ID) bezahlt der Bund der Wirz Group AG 14,7 Millionen. Nur zum besseren Verständnis: Der Bund kauft gar nichts, es ist der Steuerzahler, der dies alles berappt. Damit Sie und Ihre Bundesverratskollegen im Ausland gut dastehen, ziehen Sie dem Steuerzahler den letzten Rappen aus der Tasche.

Meine Damen und Herren Bundesverräter: Was wären Sie ohne das Volk, ohne die Steuerzahler? Sie wären nichts! Ohne die Steuergelder kein Gehalt, ohne Steuergelder kein grosskotziges Verteilen von Millionen in alle Welt, ohne Steuerzahler wäre das Bundeshüttli leer! Überlegen Sie sich also gut, ob Sie weiterhin das Volk gängeln und an ihm vorbei reGIERen wollen, um Ihre Pfründe zu erhalten.

So, nun können Sie mich teeren und federn oder die Fedpol auf mich hetzen. Ich sage Ihnen: Es ist mir völlig egal. Was aus Ihrem verrückt gewordenen Bundeshüttli kommt, interessiert mich nicht im Mindesten.

Trotzdem wünsche ich Ihnen noch schöne Ferien und hoffe, dass Sie irgendwann zur Besinnung kommen und die Schweiz nicht an die EU, WHO, NATO usw. verkaufen.

Zitate:

Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertänigkeit oder der Wunsch, sich unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitlaufen, Mitsingen, Mitmarschieren und dabei auch noch in eine peinliche Euphorie zu verfallen (Heinrich Böll).

Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit und die Lüge kommt (Ödön von Horvath).

Verräter sind selbst denen, deren Sache sie dienen, verhasst (Publius Cornelius Tacitus).

Elisabeth Vetsch

PS: Herr Pfister, Herr Parmelin und Herr Rösti werde ich mit einem separaten Brief beehren.

Zwei Männer und ein Schweigen

Die freundliche, fast schon vertraute und wie aus dem Nichts bekommene Sprachnachricht von Läggerli war ja schon überraschend. Aber die folgende WhatsApp-Nachricht von Pierre, die er mir mitten in der Nacht geschickt hat, irritiert mich heute morgen ein wenig :

„Das SMS des Vertrauens. Neuer Bischof neues Glück? Nicht ganz, aber ein sehr gutes Gespräch… Visionen & Wünsche Nr. 1: Biel, Sänti, Tschaux, LS & Ginevra… Nr. 2: Basel & Region, Nr. 3 Zürich/St.Gallen?
Beim Bischof ist es deponiert, Chancen sind sehr gering. Er freut sich über la Tschaux, immerhin. Meint ich sollte bei den Reformierten anheuern. Da bist ja du?
Sonst werde ich mich bei einem Bestatter melden…
Vertrauliche Sache. Bonne nuit boelleli… fais de beaux rêves…“

Seit vielen Monaten nichts – wie ich es seit eh und je von ihm gewohnt bin – und jetzt plötzlich das. Persönlich, vertraulich, schräg – und natürlich in seinem typischen, teils verwirrten Geschwafel… was soll das heissen „sonst werde ich mich bei einem Bestatter melden…“??

Warum schreibt mir Pierre das?
Was erhofft er sich davon?
Was – bitte schön – soll man auf so eine Nachricht überhaupt antworten?

Ich glaub, ich lasse es unbeantwortet – manchmal ist Schweigen die beste Antwort…

1995 sagt kurz Hallo

Manchmal klingelt das Handy – und die Vergangenheit schickt eine Sprachnachricht. Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass Läggerli sich gemeldet hat. Ja genau, das Läggerli. Mein Spitzname für ihn damals, als wir jung waren und das Leben noch deutlich weniger kompliziert erschien.

Inzwischen war ich verheiratet und nach 13 Jahren wieder geschieden, habe zwei Kinder – ein bewegtes Leben mit vielen Kapiteln.
Und Läggerli? Der lebt irgendwo zwischen Analogmodus und Ostsee (wo er zurzeit für zwei Wochen am Segeln ist. Laut seiner Nachricht nutzt er die Zeit, um sich zu erholen und auf sich zu konzentrieren); meidet Social Media konsequenter als ich meine Ruhe am Sonntag verteidige, und schickt stattdessen lieber Sprachnachrichten.

Und das Verrückte daran: Seine Stimme war sofort wieder da. Klar, älter vielleicht. Ruhiger. Aber da war etwas, das blieb. Keine verlorene Liebe, keine sentimentalen Eskapaden – einfach nur ein Stück Vergangenheit, das plötzlich wieder hörbar wurde.

Unsere letzte Begegnung liegt rund 30 Jahre zurück – ein kurzer Moment im Joggeli (St. Jakob-Stadion in Basel), wo er damals arbeitete. Wir waren längst getrennt, aber als er mich sah, kam er auf mich zu. Es war ein stilles Wiedererkennen, ohne viele Worte, aber mit einer Geste, die sich mir eingeprägt hat. Danach haben sich unsere Wege für lange Zeit verloren.

Ob wir uns wiedersehen? Vielleicht. Vielleicht bleibt es auch einfach bei diesem kurzen Moment der Verbindung – ein leiser Gruss aus der Vergangenheit. Ich bin heute woanders im Leben, mit Claudius an meiner Seite. Und das ist gut so.

Manchmal geht es nicht darum, die Vergangenheit neu zu beleben, sondern sie würdig zu erinnern. Und sich selbst in ihr wiederzuerkennen – mit dem Herzen von damals und dem Blick von heute.

Wohlstandsverwahrlosung: Wenn Besitz den Sinn ersetzt

Symptome einer saturierten Gesellschaft

Wir leben im Überfluss – und doch mangelt es uns an vielem. Orientierung, Mitgefühl, Sinn. Die Rede ist von Wohlstandsverwahrlosung : einem Zustand, in dem nicht die Armut, sondern der Wohlstand zur Verwahrlosung führt.

Was zunächst paradox klingt, zeigt sich in vielen Facetten unseres Alltags :

  • Anspruchshaltung statt Dankbarkeit
  • Bequemlichkeit statt Engagement
  • Konsum statt Reflexion

Wir verlieren uns im Immer-mehr und Immer-schneller – und damit oft auch den Kontakt zum Wesentlichen.

Wo und wann sind wir falsch abgebogen?

War es, als Bildung zur Ware wurde? Als soziale Medien begannen, unsere Aufmerksamkeit in Sekundenbruchteile zu zerschneiden? Als wir wirtschaftliches Wachstum über soziale Gerechtigkeit stellten? Oder als wir zuliessen, dass in den letzten 30 Jahren alles immer schneller und teurer wurde – nur die Löhne nicht im gleichen Mass stiegen?

Vielleicht war es auch der Moment, als wir begannen, Werte und Traditionen als überholt zu betrachten, statt sie als stabilisierendes Fundament unserer Gesellschaft zu pflegen – als etwas, das uns Halt geben kann. Denn je mehr wir uns materiell absichern, desto mehr scheinen wir ideelle Werte abzubauen – und mit ihnen Halt, Identität und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl.

Ein weiteres Symptom ist die permanente Selbstinszenierung. Wir zeigen uns, vergleichen uns, posten Bilder aus unserem Alltag – und verlieren dabei oft den echten Kontakt zueinander. Individualismus, an sich ein Ausdruck von Freiheit, schlägt um in Vereinzelung und Egozentrik. Und ja – ich nehme mich da nicht aus…

Wohlstandsverwahrlosung ist kein persönliches Versagen, sondern ein Spiegel unserer Gesellschaft. Sie zeigt sich dort, wo Menschen keine Herausforderungen mehr erleben, wo alles verfügbar, aber nichts verbindlich ist. Wo Freiheit nicht mehr mit Verantwortung verbunden ist, sondern mit Beliebigkeit verwechselt wird. Und sie trifft nicht nur die, die viel haben – sondern zunehmend auch jene, die unter der Oberfläche des scheinbaren Wohlstands um soziale Teilhabe kämpfen.

Was können wir tun ?

Vielleicht sollten wir mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und der Frage beginnen:
Was trägt uns wirklich? Was verbindet uns – jenseits von Status, Besitz und Selbstoptimierung?

Ich glaube: Weniger haben, bewusster leben, wieder wissen, wofür wir stehen – das wäre ein Anfang.

Ich will meine Schweiz zurück !

Manchmal frage ich mich ernsthaft: Sehe nur ich, was hier gerade passiert? Während alle über Klimawandel, Gendersternchen und neue Sprachregeln diskutieren, frage ich mich: Wer hat das eigentlich so gewollt? Für mich fühlt sich vieles davon inszeniert und aufgesetzt an – nicht wie eine natürliche Entwicklung, sondern wie ein ideologisches Programm.

Und während wir über all das sprechen (oder besser gesagt: belehrt werden), ist meine Schweiz kaum wiederzuerkennen. Vor 30 Jahren lebten hier rund sechs Millionen Menschen. Heute sind es neun Millionen. Woher kommt dieser enorme Zuwachs – und warum haben wir ihn nicht gestoppt? Gab es je eine ehrliche Debatte darüber, ob das überhaupt gut ist für unser Land?

Ich fühle mich in meinem eigenen Land oft fremd. Ich sehe verschleierte Frauen, Männer in Wüstengewändern – und frage mich: Was ist aus dem geworden, was uns einmal ausgemacht hat? Integration scheint oft einseitig zu sein. Wir passen uns an – andere nicht.

Gleichzeitig wird das Leben für viele hier immer schwieriger. Bezahlbarer Wohnraum? Mangelware. Und wenn es ihn gibt, bekommt man den Eindruck, dass andere zuerst drankommen – Menschen mit fragwürdigem Asylstatus, während Einheimische auf der Strecke bleiben. Das fühlt sich falsch an. Ungerecht.

Wir schuften, zahlen Steuern, rennen im Hamsterrad – und sollen dazu noch schweigen. Keine Kritik, keine Fragen, kein Widerspruch. Wer sich äussert, wird sofort in eine Ecke gestellt.

Ich will meine Schweiz zurück. Eine Schweiz mit klaren Werten, mit Sicherheit, mit Verlässlichkeit. Eine Schweiz, in der nicht alles beliebig wird – sondern in der wir wieder wissen, wer wir sind. Wieder stolz auf unsere Werte, Traditionen und Vorfahren sind.

Wenn wir jetzt nicht aufwachen, verlieren wir nicht nur unser Land – wir verlieren auch uns selbst !

Knieschmerzen & Co

Mama hat schon seit Längerem Knieschmerzen – ein bisschen Arthrose, hiess es bisher. Am Dienstagmorgen um 7 Uhr hat sie mir eine Sprachnachricht geschickt und mir von neuen, starken Schmerzen unterhalb des linken Knies erzählt. Gehen ist unmöglich. Sitzen, Liegen, Autofahren – das ist kein Problem. Aber stehen und gehen? Keine Chance.

Ich bin dann zu ihr gefahren, nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken und mich angezogen hatte. Ihr Hausarzt ist zurzeit abwesend, und in die Notaufnahme wollte sie nicht. Also hat sie sich den ganzen Tag geschont, während ich bei ihr im Homeoffice gearbeitet habe.

Als wäre das nicht schon genug, hütet Mama diese Woche auch noch Shiva – die Hündin meines Bruders, der gerade in den Ferien ist. Da sie sich aber kaum bewegen kann, habe ich kurzerhand Shiva zu mir genommen, damit sie rauskommt und Mama sich wenigstens darum keine Sorgen machen muss.
Shiva kam dann heute morgen mit mir ins Büro. Ich arbeite mittwochs von 9 bis 13 Uhr im „kleinen“ Büro – da ist das absolut kein Problem. Sie war auch ganz lieb.

Als ich dann gegen halb zwei wieder bei Mama ankam, war es nicht besser, und wir entschieden uns schließlich doch für die Notaufnahme. Mama ist Angstpatientin. Sie war sichtlich gestresst, aber sie hat sich – so gut es ging – zusammengerissen. Nach dem Röntgen dann die ernüchternde Diagnose: praktisch kein Knorpel mehr im Kniegelenk. Die Schmerzen erklären sich leider nur zu gut.
Jetzt heißt es: starke Schmerzmittel nehmen und warten – auf einen Termin beim Orthopäden. Das kann gut zwei bis drei Wochen dauern… Hoffen wir, dass die Medikamente bald wirken.

Immerhin ist Mama jetzt etwas ruhiger. Sie ist erleichtert, dass es „nur“ eine relativ normale Alterserscheinung ist und nicht irgendetwas akut am Gelenk oder Knochen kaputt ist. Natürlich ist die letzte Konsequenz eine Knieprothese – aber so weit sind wir noch nicht.

Heute Abend habe ich Shiva wieder mitgenommen, und morgen kommt sie mit ins „große“ Büro. Auch dort ist es eigentlich kein Problem, sie mitzunehmen. Außerdem sind wir morgen sowieso nur zu zweit – meine Chefin und ein Kollege sind in den Ferien, der andere Kollege im Homeoffice.

Ich hoffe sehr, dass die Schmerzmittel bald helfen und Mama wenigstens wieder ein klein wenig mobiler und schmerzfreier wird. Mit dem Rollator zur Toilette, in die Küche, ins Bett – das ist in ihrer eher kleinen Wohnung nicht gerade ideal…

Und ganz nebenbei: Ich bin ja selbst auch nicht zu 100 % fit – mein Ischias macht mir immer noch zu schaffen. Aber: Auch diese Zeiten gehen vorbei. Und bessere kommen bestimmt.

Zwischen Hüttentraum und Hamsterrad

Ich schätze vieles an unserer heutigen Zeit – ohne moderne Technologien hätte ich weder Claudius noch Frank kennengelernt. Und doch denke ich oft: Früher war vieles besser. Langsamer. Überschaubarer. Weniger Lärm, weniger Druck, weniger Ablenkung.

Manchmal wird mir alles zu viel. Die Menschen, der Lärm, das Tempo. Dann träume ich von einer kleinen Hütte – irgendwo im Wald oder in den Bergen. Klein, fein, ruhig. Vielleicht mit ein paar Hühnern, ein bisschen Selbstversorgung. Einfach leben. Echt leben.

Aber solche Träume kosten Geld. Und wir leben nun mal nicht mehr in Robin Hoods Zeiten, in denen man einfach in den Wald ziehen konnte. Heute braucht man für fast alles einen finanziellen Puffer. Ohne Arbeit kein Geld. Ohne Geld kein Dach über dem Kopf. Kein Essen. Keine Sicherheit.

Nicht, dass ich immer völlig allein sein wollen würde. Nur raus aus dem Hamsterrad, das sich immer weiterdreht – ob man will oder nicht. Wir schuften, um uns Wohnungen leisten zu können, in denen wir kaum Zeit verbringen, weil wir ständig am Arbeiten sind. Und doch reicht es hinten und vorne nicht. Alles wird teurer, die Löhne steigen nicht. Die ehemalige Mittelschicht meiner Kindheit ist seit den 1990er-Jahren stetig am Verschwinden. Die Leute sind entweder arm oder reich. Doch eher arm.

Und da frag ich mich: Wozu eigentlich das alles? Am Ende sterben wir doch sowieso. Und niemand wird mehr von mir reden – berühmt bin ich ja nicht. Und wär ich es, wär ich vermutlich auf der Seite der Reichen.

Ein Teufelskreis, der still unser Leben bestimmt.
Und doch gibt es diese seltenen Augenblicke, in denen etwas in uns sagt: Es könnte auch anders sein. Vielleicht fängt Veränderung genau dort an…

Ashka – ein Herz auf vier Pfoten

Seit einer Woche ist Töchterchens Leben um ein ganz besonderes Wesen reicher: Ashka ist da. Ein kleiner Wirbelwind mit grossen Pfoten und noch grösserem Herzen – ein Labrador-Golden-Retriever-Mischling, gerade mal 14 Wochen alt.

Töchterchen hat sich viel Zeit gelassen mit der Entscheidung. Stundenlang recherchiert, überlegt, verglichen, gespürt. Und als sie Ashka dann im sanktgallischen abgeholt hat – drei Stunden Fahrt pro Weg – war klar: Das ist sie. Die richtige.

Und was soll ich sagen? Ich bin total schock-verliebt. Ashka ist nicht nur bildhübsch, sondern auch unglaublich klug. Nach 24 Stunden konnte sie bereits „Sitz“. Und inzwischen setzt sie sich jedes Mal ganz brav hin, bevor es nach draussen geht – weil Töchterchen ihr beigebracht hat, dass sich die Tür erst öffnet, wenn sie sitzt. Die beiden haben schon jetzt eine ganz besondere Verbindung.

Vielleicht wird Ashka sogar einmal ein Assistenzhund. Töchterchen denkt darüber nach – und da sie im autistischen Spektrum ist, besteht vielleicht sogar die Möglichkeit, dass die IV eine solche Ausbildung unterstützt. Das muss natürlich alles noch genau abgeklärt werden.

Aber egal, wie es weitergeht – ich bin einfach nur froh. Froh, dass Töchterchen diesen Hund gefunden hat. Oder besser gesagt: dass die beiden sich gefunden haben.

Wenn Stille spricht

Im Flüsternwald stand der Baum der Erinnerungen still. Zu still.

Zephira spürte es, noch bevor sie die Lichtung betrat. Der leise Summton, der sonst wie ein fernes Wispern zwischen den Ästen vibrierte, war verstummt. Keine schimmernden Blattadern, keine tanzenden Erinnerungsfunken in der Luft – nur bleierne Stille.

Liora kam wenig später, der Umhang leicht verrutscht, als wäre sie in Eile gewesen.
„Du fühlst es auch, nicht wahr?“
Zephira nickte. „Etwas ist geschehen. Der Baum… schweigt.“

Sie berührten vorsichtig die Rinde. Normalerweise erschienen dabei kleine Lichtspuren – Fragmente längst vergangener Geschichten. Doch heute blieb die Oberfläche grau und kühl.

Sie versuchten alles: Liora spielte eine alte Melodie auf ihrer Flöte, Zephira flüsterte einen Ruf aus den Tagen der ersten Hüter. Sie legten heilende Blätter in die Aushöhlung am Stamm, zündeten Harzlichter, baten den Wind um Hilfe.

Doch nichts geschah.

Die Sonne sank allmählich hinter die Hügel von Liophira, und das Licht auf der Lichtung wurde weich und golden. Der Baum blieb stumm.

„Vielleicht… braucht es Zeit“, sagte Liora leise.
Zephira nickte, obwohl ihr Innerstes unruhig war. Etwas war anders. Nicht falsch – aber fremd.
„Komm, wir gehen für heute“, sagte sie schließlich. „Vielleicht bringt die Nacht Klarheit.“

Sie verabschiedeten sich schweigend vom Baum, jede auf ihrem eigenen Pfad durch den beginnenden Dämmer. Doch ihre Gedanken blieben verbunden – wie zwei leise Wellen, die sich immer wieder berührten.

Als Zephira sich später in ihre weichen Mooskissen legte, hörte sie den Wind durch die Zweige über ihrem Unterschlupf flüstern.
„Was still ist, muss nicht geweckt werden…“ murmelte sie, ohne zu wissen, woher der Gedanke kam.

Und dann glitt sie hinüber – in einen Traum aus Nebel und Licht.

Zephira stand in silbernem Nebel. Der Boden unter ihren Füßen war weich wie Moos, die Luft still und voller Ahnung.

Plötzlich trat Liora aus dem Dunst.
„Du… bist auch hier?“
Zephira nickte. „Es ist ein Traum. Aber anders.“

Ein leises Rauschen – dann erschien lautlos eine große Eule mit schimmerndem Gefieder. Ihre Augen ruhten lange auf ihnen.

„Der Baum schweigt nicht – er horcht“, sagte sie mit ruhiger Stimme. „Manche Erinnerungen sprechen nur in der Stille.“

Mehr sagte sie nicht. Sie schlug die Flügel und verschwand im Nebel.

Die beiden blieben zurück, erfüllt von einem Wissen, das sich nicht in Worte fassen ließ.

Dann erwachten sie – fast gleichzeitig.

Die ersten Sonnenstrahlen fielen wie feiner Goldstaub durch das Blätterdach, als Zephira den Pfad zur Lichtung betrat. Noch bevor sie etwas sagen konnte, trat Liora zwischen den Farnen hervor. Ihre Blicke trafen sich – und sie wussten.

„Du hast es auch geträumt“, sagte Zephira.
Liora nickte langsam. „Die Eule. Der Nebel. Die Stille.“

Sie setzten sich schweigend an die Wurzeln des Baums. Kein Flüstern, kein Leuchten – aber auch kein Widerstand. Nur eine tiefe, lebendige Ruhe.

Zephira schloss die Augen. Keine Fragen, kein Tun. Nur Sein.

Nach einer Weile begann ein zarter Schimmer die Rinde entlangzugleiten – kaum sichtbar, aber warm. Die Luft vibrierte leise, als würde der Baum atmen.

Liora lächelte.
„Er hat uns gehört.“

Sie blieben noch lange sitzen. Die Stille war nicht mehr leer, sondern erfüllt – von Nähe, von Vertrauen, von etwas, das tiefer ging als Worte.

„Vielleicht war der Baum nie verstummt“, sagte Zephira schließlich.
„Vielleicht haben nur wir zu laut gesucht“, antwortete Liora.

Sie sahen einander an – und wussten: Die Lösung war nicht gekommen, weil sie etwas getan hatten. Sondern weil sie bereit gewesen waren, gemeinsam zu lauschen.

Der Traum war mehr als eine Erinnerung. Er war ein Zeichen.
Und vielleicht auch ein Versprechen – dass in Liophira jene geführt werden, die mit offenem Herzen fragen.