Grossartig !
Ja, Ihr wisst es ja sicher alle schon: ein ganz grosser ist von dieser Welt gegangen. Robin Williams – einer meiner Lieblingsschauspieler – ist nicht mehr. Sein Können war fantastisch. Er war ein hochsensibler Mensch und in jeder seiner Rolle merkte man das.
Robin Willliams sagte einmal:
I used to think the worst thing in life was to end up all alone. It’s not. The worst thing in life is to end up with people who make you feel all alone.
Ich frage mich: fühlte er sich so allein – trotz seinen Mitmenschen – dass er sich das Leben nahm?
Gestern Abend kam dieses Bild per whatsapp:
“ Ich wünsche Euch einen easy Abend und ein schönes Wochenende… Ich hoffe, es geht Euch gut… warst du beim Arzt??… Grüsse an alle…. lg J.D.“
Ich antwortete, dass ich ihm das auch wünsche und dass ich beim Arzt war (ich habe Schmerzen in der Kniekehle). Dann gab’s ein paar whats hin und her – banal – und endete mit „Gute Besserung“ – „Danke“.
Nun, jetzt bin ich irgendwie „erleichtert“. Ich mag es nicht, wenn jemand schmollt. Aber anscheinend ist’s vorbei damit 🙂
… schrieb mir J.D. gestern. Ja, denn seit ich letzten Mittwoch nach dem Streit frühzeitig nach Hause kam, hat er mir am nächsten morgen geschrieben. Es gab dann ein paar sms hin und her, in welchen er sich beklagt, dass ich ihm nur Vorwürfe mache (was nicht stimmt!) und sich als „das Opfer“ hinstellt. Dann meinte er, wir sollten uns doch wie Erwachsene (!) benehmen und uns gegenseitig alles gute Wünschen und Freunde bleiben.
Gut, damit habe ich eigentlich kein Problem. Er schrieb dann bis gestern jeden Tag „Guten Morgen, schönen Tag!“ – „Was macht
ihr?“ – „Schlaf gut und träum süss“ – etc… ich antwortete ab und zu, aber nicht immer. Dann kam gestern am Mittag:
Ich wollte Dir noch vorschlagen… aber nur wenn du möchtest… dass wir uns weiterhin treffen können und zusammen was unternehmen… was meinst du dazu?
Im Moment denke ich eher nicht, vielleicht später einmal
Ok, verstehe ich… kein Thema. Werde mich zurück ziehen und dich in Ruhe lassen. melde dich einfach mal wenn du magst…
ok
ok
Und seit da habe ich nichts mehr gehört. Ich denke, er ist eingeschnappt – was meint Ihr?
Es war ja irgendwie vorprogrammiert: Es ist aus zwischen J.D. und mir. Aber es geht mir nicht mal besonders nahe. Irgendwie wusste ich es schon seit einiger Zeit, dass es nicht halten wird…
Jedenfalls fuhr ich gestern Nacht mit den Kindern um 21h nach einem kurzen Streit heimwärts. Ich will jetzt auch gar nicht auf Details eingehen, nur soviel: er ist (für mich) zu besitzergreifend, zu anhänglich und irgendwie treudoof. Ausserdem benimmt er sich den Kindern gegenüber manchmal wie wenn er ihr Vater wäre (dafür ist es einfach noch zu früh!) und verhält sich dann aber selbst wie ein Kind (schmollen). Kindergarten irgendwie! Und ich kann und will kein 3. Kind haben… Ah ja, und käuflich bin ich auch nicht. Nur weil er alles immer bezahlt hat, lass ich mich sicher nicht (mehr) darauf ein, den Mund zu halten, nur damit die Ruhe gewahrt bleibt.
Nun denn, ich werde mich jetzt intensiv um eine neue Wohnung und einen Job kümmern – da habe ich sowieso keine Zeit für eine Beziehung. Ausserdem: erst kommen meine Kinder, der Rest kann warten!
Ich wünsche Euch allen eine gute Restwoche!
Am Samstag bin ich vom Lager zurück gekommen. Wie ich schon im letzten Post geschrieben habe: ich bin froh, wieder zu hause zu sein – auch wenn es andererseits lustig war. Doch ich bin ziemlich geschafft, denn dieses zwei Wochen waren alles andere als Ferien. Kochen für 40 Leute als nicht professionneller Koch… das ist ziemlich happig und hat bei weitem nichts mit Ferien zu tun. Aber immerhin hat es allen geschmeckt und Gott sei Dank war meine Mama als mein Commis de cuisine (Hilfskoch) dabei!
In der 1. Woche hat es kontinuierlich geregnet… es war für die Kids nicht sehr lustig, aber in der 2. Woche kam dann die Sonne hervor und sie konnten doch noch einiges draussen machen.
Auch hat mein Handgelenk nach 9 Tagen etwas versagt. Ich holte dann in der Apotheke eine Schiene und Schmerzmittel. Die Apothekerin meinte, es sei wohl eine Sehnenscheidenentzündung. Inzwischen geht’s etwas besser, aber ab und zu schmerzt es noch.
Hier nun ein paar Eidrücke aus dem Lager (Qualität nicht gerade top…) :
Das Einzige, was mich an diesem Lager wirklich gestört hat, war die Erinnerung… ihr wisst von wem ich spreche…
Morgen ist es also soweit: wir fahren ins Lager! Einerseits freu ich mich jetzt schon, wenn ich wieder daheim bin, denn stressig wird es sicher – aber andererseits freue ich mich darauf, denn eigentlich ist es immer ganz amüsant.
Da wir also morgen reisen, habe ich am Freitag meinen Hund Gino zu meinem Vater nach Frankreich gebracht. Sohnemann und ich haben dann bei ihm übernachtet und sind samstagmorgen um 9h15 wieder Richtung Schweiz gefahren. Das Wetter war grau und wurde immer grauer… bis es dann kurz vor 10h anfing zu regnen. Na ja, was soll’s… Scheibenwischer an!
… und dann ist es passiert: nach 3 Mal hin und her blieben die Scheibenwischer mittendrin stehen. SUPER! Ein lauter Ton machte sich bemerkbar. Es klang, als wär der Scheibenwischer Motor irgendwie blokiert. Den Eti-Brief habe ich nicht gemacht, also konnte ich nicht den TCS (wie ADAC) anrufen. Wir befanden uns auf einer Schnellstrasse im Nichts. Weit und breit keine Tankstelle, kein Bistro, kein Haus!
So standen wir also auf dem Pannenstreifen und warteten – in der Hoffnung, dass es aufhört zu regnen. Jedenfalls konnte ich so nicht weiter fahren. Nach knapp 10 Minuten legte sich der Regen und es ging weiter. Doch schon nach nur 3 Minuten kam der nächste Guss. Rechts ran fahren! Warten! Es hörte nicht auf… Ich rief meine Mutter an – denn sie erwartet mich zusammen mit Töchterchen gegen Mittag. Nach gut 20 Minuten rief ich meinen Vater an. Er riet mir, trotzdem den TCS anzurufen, vielleicht können die mir immerhin sagen, wo die nächste Werkstatt ist… Welche Werkstatt hat am Samstag offen…?? Ausserdem meinte mein Papa: hast du kein Apfel dabei? Dann könntest du damit die Scheibe einreiben, denn so perlt das Wasser ab… Nein! Hatte ich nicht, ebensowenig wie eine Kartoffel, die anscheinend den selben Effekt bewirken soll…
Nun gut: gesagt – getan. Und ich muss löblich sagen, der Typ vom TCS am Telefon war ausgesprochen verständnisvoll und nett. Er schickte mir via sms eine Adresse mit Telefonnummer. Ich rief dort an und – sehr arrogant und unhöflich – meinte der Automechaniker : „ja, sie können schon kommen – aber garantieren kann ich nichts!“
So fuhr ich also, 500m – anhalten – 800m – anhalten – 500m – anhalten – … – … – … bis zu dem Industriegebiet, das nicht sehr weit weg war. Bevor ich die Werkstatt fand, erblickte ich einen Castorama (Baumarkt) und da dachte ich : ich geh doch nicht zu diesem arroganten Heini, der mir nicht mal garantieren kann, den Schaden zu beheben. Ausserdem hatte ich nur 30 Euro dabei – Kreditkarte habe ich keine! – also entschied ich, im Baumarkt eine Schnur zu kaufen. Das Resultat war effektif und Sohnemann fand es lustig:
Na ja, schliesslich habe ich in meiner Jugend nicht vergebens alle Folgen von Mac Gyver gesehen 😛
Und so konnten wir bis in die Schweiz fahren (wir waren immerhin 150km vor der Grenze und Sohnemann hat seine Muskeln trainiert. Denn es regnete bis ca 15km vor der Grenze ununterbrochen!). Zu Hause angekommen, rief ich dann den TCS, welcher mir bestätigte, dass der Scheibenwischer-Motor dahin sei und er nichts machen könne…
Na toll! Ich fahr morgen für 2 Wochen weg und ich brauch ein Auto! Laut Wetterbericht wird es bis nächsten Donnerstag regnen… also musste ich gestern noch rumtelefonieren und ein Auto organisieren, denn auch wenn ich morgen früh mein Auto in die Werkstatt bringe: das Teil muss sicher bestellt werden und ist warscheinlich nicht vor nächster Woche lieferbar…
Aber schlussendlich habe ich ein Auto gefunden! Gott sei Dank – denn sonst wär ich echt aufgeschmissen gewesen… 🙂
So, nun wünsche ich Euch allen eine gute Zeit! Ich muss jetzt Koffer packen 😉
Ich habe ja schon lange nicht mehr über J.D. geschrieben. Also: wir sind immer noch zusammen – ja, bald 7 Monate 😀 – trotz einigen Unstimmigkeiten. Aber das „witzige“ daran ist, dass es funktionniert, wenn ich mich „egoistisch“ oder „zickig“ verhalte… irgendwie unglaublich.
z.B. war da das „Problem“ mit den Ferien. Ich fahre ja vom 7.- 19.- auf die Mörlialp als Köchin des Kirchen-Sommer-Lagers. Danach habe ich dann noch eine Woche Ferien. Ich hatte meiner besten Freundin versprochen, ihr beim Umzug zu helfen. Das habe ich auch J.D. gesagt – allerdings wusste ich noch nicht genau, wann der Umzug statt findet. Inzwischen hat er seine Ferien eingegeben, direkt nach meinen 2 Wochen auf der Mörlialp. Nun habe ich von meiner Freundin erfahren, dass der Umzug genau in dieser Woche statt findet… Natürlich habe ich J.D. umgehend darüber informiert und da wurde er sauer. Er fand, ich sollte mich entscheiden, was wichtiger sei: er oder meine Freundin.
Ich kenne meine Freundin seit über 20 Jahren und ich habe es ihr versprochen. Also sagte ich, dass ich solche Versprechen halte. Er war ziemlich eingeschnappt und ich suchte nach Lösungen. Als ich ihm vorschlug, dass er doch zu meiner Freundin mitkommen könnte, meinte er „Nein, darauf hab ich keinen Bock!“ – ok, dann halt nicht.
Dann wollte er unbedingt, dass ich dieses Wochenende (also 21./22. Juni) allein zu ihm komme, damit wir uns vor den Ferien nochmals sehen. Aber ich hatte niemanden für die Kinder und ausserdem schon abgemacht, meinen Vater in seinem neuen Heim (in Frankreich) zu besuchen. Er hat mir aber nicht einmal vorgeschlagen, dass ich ja mit den Kindern zu ihm kommen könnte… also entschied ich mich für meinen Vater.
Seit etwa 10 Tagen war die Stimmung zwischen uns etwas angespannt, doch gestern Abend hat er mich um 18h angerufen: „Hast Du 2 Minuten Zeit?“ – „Ja?“ – „Also, ich konnte die Ferien um eine Woche verschieben, dann kannst du in Ruhe deiner Freundin beim Umzug helfen“ – „Wow, super!“
Und seit diesem Telefonat ist alles wieder wie vorher… eigentlich ist es überhaupt nicht meine Art, egoistisch und zickig zu sein. Aber ich habe mir damals bei der Trennung von meinem Mann geschworen, dass ich NIE MEHR für einen Mann alles umkremple und mache, was er gern hätte. Es fällt mir zwar manchmal schwer, aber im Endeffekt funktionniert’s – und ich bin stolz auf mich 🙂
Läggerli hat mal gesagt: im Leben muss man einen gewissen Egoismus haben, um nicht unterzugehen… Recht hat er!