Ja, das hab ich grad. Warum? Keine Ahnung.
Es ist, wie wenn demnächst jemand kommen würde und ich ganz aufgeregt bin – aber es kommt ja niemand…
Komisch, oder?
Lieber allein als in schlechter Gesellschaft
Ich frage mich manchmal, wieso eigentlich Männer immer gleich wieder jemanden haben müssen? Sind sie unfähig, allein zu leben? Viele Frauen tun das doch auch (wenn auch nicht immer gewollt). und sind deswegen nicht am Boden zerstört. Gut, oft sind Kinder da und dann muss Frau einfach – ob sie will oder nicht. Es gibt sicher auch Männer, die allein leben – Ausnahmen bestätigen die Regel!
Natürlich fühle ich mich abends manchmal einsam, hätte gerne jemanden zum anlehnen. Aber wenn ich zwischen einem x-beliebigen Mann (nur um nicht allein zu sein) und dem Alleinsein wählen kann – dann bleib ich lieber allein. Ich höre manchmal Geschichten, da denke ich mir: Wieso tut sie/er sich das an?
Ich bin nächsten Samstag an eine White Pool Party eingeladen. Der Veranstalter ist der Bijoutier hier in meiner Stadt. Gute Partie wenn man so will. Und die geladenen Gäste sind wohl alle eher von der High Society und meist wohl auch als Paar eingeladen. Muss ich mir das antun? 1. gehör ich nicht zu der High Society, 2. bin ich Singel, 3. Ich mag diese snobige Art nicht…. „…, ich war letzte Woche auf meiner Yacht“ …. „… ah, nächste Woche fliege ich schnell nach Las Vegas. „…. „… dieser Château Rotschild ist sehr mundig, doch ich bevorzuge trotzdem Moët Chandon…“ ….. Nein Danke !
Jemand meinte, es könnte doch interessant sein, dort jemanden kennen zu lernen. Aber ich bevorzuge einfache Leute, ohne Wichtigtuerei, etc… auch wenn ich dann allein bin.
Ich bin christkatholisch, obwohl: ich wurde reformiert getauft und ging auch bis 13 in den reformierten Religionsunterricht und die Sonntagsschule. Als meine Eltern damals geheiratet hatte, wurde meine Mama reformiert. Sie wollte nicht, dass wir Kinder eine christkatholische Mutter und einen reformierten Vater haben.
Als dann meine Eltern aber geschieden haben, wurde meine Mama wieder christkatholisch und somit wir Kinder auch. Ein Vorfahre meiner Mama war bei den Gründern
der Christkatholiken dabei. Ich hatte dann – etwas spät – meine 1. Kommunion und meine Konfirmation bei den Christkatholiken und bin es heute immer noch. Wir haben auch christkatholisch geheiratet und meine Kinder sind christkatholisch getauft. Ich fühle mich bei den Christkatholiken wohl.
Seit wir in der Westschweiz wohnen (seit 1990) spiele ich in unserer Kirchgemeinde einmal pro Monat das Harmonium wärend des Gottesdienstes. Ich war auch eine Zeitlang Kassier und betreue unsere Website. Unter anderem gestalte ich auch unser Kirchenblatt, das 4 x jährlich erscheint. Und nächstes Jahr werde ich mich zur Wahl als Synodaldelegierte stellen.
Aber eigentlich ist es nicht so wichtig, das ich christkatholisch bin. Wichtig ist für mich, das ich Christ bin. Heute hatten wir eine oeukumenische Feier in der Kathedrale von Lausanne. Es waren um die 20 verschiedene christliche Kirchen vertreten und ich habe im Chor mitgesungen. Es war 10 Jahre CECCV (Communauté des Eglises Chrétiennes dans le Canton de Vaud = Gemeinschaft christlicher Kirchen im Kanton Waadt). Mir gefallen solche oeukumenische Veranstaltungen. Denn eigentlich spielt es ja keine Rolle, ob man katholisch, reformiert, methodistisch oder orthodox ist – wir sind alles Christen…
Nebst Bless the Lord haben wir z.B. das gesungen:
..
..
… und ich kann nicht schlafen. Wie so oft, denke ich immer wieder über das gleiche nach. Ich kapier es einfach nicht.
Wieso verletzen sich Menschen eigentlich selbst? Ich meine, wieso tut man etwas, das man eigentlich tief innen gar nicht will? Nur um das direkte (und indirekte) Umfeld nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen? Weil man keine Wahl hat? Weil man „muss“ ? Nein, ausser sterben muss man nichts ! Und doch gibt es so viele Menschen, die nicht tun, was sie eigentlich wollen.
Vor meinem inneren Auge spielen sich immer wieder die gleichen Szenen ab. Ich will sie verbannen – aber sie kommen einfach immer wieder. Und das nervt mich so.
Ich WILL nicht mehr immer daran denken.
Ich WILL nicht mehr immer „hören“ was gesagt wurde.
Ich WILL nicht mehr – kaum schliesse ich die Augen – das Gefühl haben, umarmt zu werden.
Alles nur Illusion. Die kurz Wirklichkeit von damals ist präsent, als wär’s eben grad passiert, doch mein Verstand sagt mir ganz klar, das es nicht mehr sein wird… ich hätte mich NIEMALS darauf einlassen dürfen, hätte niemals schwach werden dürfen, hätte – wie all die Jahre – nur davon träumen sollen, ohne zu wissen, wie schön es sein kann.
Es ist eine Qual und manchmal frag ich mich, wie lange es noch geht, bis es endlich vorbei ist. Ich komme mir vor, als wär ich in einem schlechten Film… Wo ist das Happy End ??
Habe da was tolles gefunden. Die Jungs sind echt toll ! Gefällt mir super Was meint Ihr dazu ?
oder eher klassisch klassisch :
… dass ich keine sms schreibe.
Seit Sonntag kribbelts mich echt in den Fingern und ich muss verdammt aufpassen, dass ich mich nicht „gehen lasse“ und ihm schreibe. Seit dem letzten Lebenszeichen ist mehr als ein Monat vergangen.
Ich hoffe, es geht ihm gut. Wieso frage ich mich das eigentlich? Ob er sich diese Frag ab und zu auch stellt? Ich weiss es nicht, ich denke nicht, vielleicht doch?
Wenn ich das nur abstellen könnte – ich gäb was drum… aber eben, ich habe leider keinen on/off Schalter.
Na denn, Selbstnotitz: zusammen reissen und weiterhin die Finger still halten !!!
… So, die Kids sind im Bett – seit 21h30 ist Ruhe eingekehrt und morgen beginnt der Altag wieder.
Heute hatten wir einen Ausflug mit unserer Kirchgemeinde. Wir fuhren nach Rüfenacht (bei Bern) zu einem Waldgottesdienst und
anschliessendem Pic-Nic.
Nein, Pierre war nicht da – ist wohl auch besser so (obwohl ich es mir natürlich gewünscht hätte…). Ich bin inzwischen wieder an dem Punkt angelangt, dass ich mir sage: lass es auf sich beruhen, vergiss ihn… und es gelingt mir auch ganz gut. Obwohl: ich frage mich schon ab und zu, wie’s ihm wohl geht, was er macht, was er fühlt oder denkt. Vorallem seit seiner letzten sms. Aber that’s life !
***
Wie schreibt Erich Fried so schön :
Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte
Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung
Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet
Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben
Erich Fried
Gestern Abend waren wir am Street Jazz Festival „Swing in the wind“ in Estavayer-le-Lac.
Eigentlich war es nicht wirklich geplant. Dazu gekommen ist es so: Als wir letzten Sonntag zu meinem Vater fuhren, sahen wir die Werbung dafür auf einem Auto. Ich dachte sofort: das wär eine Überraschung für Mama (sie liebt Jazz – und ich auch. Allerdings den alten. Mit modernem freestyle Jazz haben wir beide etwas Mühe…). Nun gut, wir haben das Datum reserviert und sind dann gestern ende Nachmittag hin gefahren.
Anfangs waren wir unten am See. Da gab’s verschiedene Bahnen, Schiessbuden, Wurststände, etc. Ein Rummelplatz halt. Irgendwie war es nicht das, was wir dachten. Wir sahen auch keine Bühne; aber wir blieben dann doch einen Moment dort, tranken einen Kaffee, die Kids durften jeder auf eine Bahn und jeder zweimal mit Pfeilen in einer Armbrust (extra für Kinder) schiessen.
Nach dem Rummel fuhren wir dann doch ins Städtchen hoch und fanden auch sehr zentral einen Parkplatz. Es gab drei Bühnen an drei Orten (Plätzen) in Estavayer. Wir setzten uns erst mal bei der Hauptbühne hin, assen Pizza und warteten, dass um 19h die Band auf die Bühne kam. Anfangs war es gut, doch dann gings zu freestyle Jazz über und wir verliessen den Platz Richtung Bühne 2.
Es spielten dort die Sugarpie & The Candymen – einfach great ! Wir blieben bis am Schluss dort. Diese Band hat ein sehr grosses Répertoire. Über Klassiker von Aretha Franklin über Beatles und Queen (verjazzt natürlich) bis zu Walt Disney’s berühmten Songs wie „A spoon full of sugar“ (Mary Poppins) oder „The Bare necessities“ (Jungelbuch) war alles dabei.
Die Band kommt aus Norditalien und waren einerseits super Musiker, aber auch – Italiener halt 😉 – Kommedianten. Es war wirklich ein super Erlebnis und die Überraschung für Mama war gelungen.
Hier noch eine Kostprobe der Band (allerdings nicht von gestern – aber diesen italienischen Song haben sie auch gespielt) :
Vor genau einem Jahr habe ich das hier schon mal geschrieben. Komisch, dass mir das praktisch auf den Tag genau ein Jahr später wieder einfällt…