Zeit

Haben wir genug Zeit?

In unserer heute hektischen Welt hört man oft: ich hab keine Zeit dazu – mir fehlt die Zeit – das braucht zu viel Zeit

Alles muss immer schnell und noch schneller gehen. Wieso eigentlich? Was haben wir davon, wenn wir alles schnell machen ? Ausser Stress eigentlich nicht viel.

Natürlich ist es toll, wenn man schnell per email etwas fragen kann, wenn man schnell im www eine Information findet, wenn man mit dem Auto noch schnell zur Tankstelle fahren kann, wenn man vergessen hat, Milch zu kaufen (allerdings dann das doppelte oder dreifache dafür zahlt)… Aber ist es wirklich nötig?

Früher brauchte man zwar länger, um etwas zu bekommen, zu erfahren oder zu machen. Aber ich glaube, die Menschen waren glücklicher. Natürlich war das Leben hart. Um essen zu können, musste das Feld bestellt, gepflegt und geerntet werden. Socken wurden gestopft (und nicht weggeschmissen und schnell neue gekauft). Kinder freuten sich über einen lang ersehnten Ausflug oder das Geburtstagsfest, über einen Restaurant-Besuch (als Kind war es für mich ein Ereignis, wenn wir an meinem Geburtstag nach Zürich ins Mc Donalds fuhren !). Die Adventszeit wurde gelebt und genossen – es ging nicht immer nur um Konsum. Heute fangen die Geschäfte schon im Oktober mit Weihnachtsdekoration an…. Zeit ist Geld …

Heute ist auch alles selbstverständlich. Ein Kindergeburtsagsfest muss immer übertrieben organisiert sein, Hochzeiten mit 300 geladenen Gästen sind normal (an meiner Hochzeit waren wir 20 Leute – Pfarrer inbegriffen), einen Ausflug an den XY-See ist langweilig – no action !

Ich bin noch keine 40 und fühle mich heute manchmal schon als wär ich 80. Der Satz „Früher war alles besser“ kommt mir fast täglich in den Sinn… Ich glaube, ich lebe wirklich in der falschen Zeit…

Modernes Mittelalter

Seit geraumer Zeit fasziniert mich das Mittelalter.

Seit Jahren lese ich regelmässig Romane, welche im Mittelalter spielen und auch geschichtliche Hintergründe beinhalten. Meist so zwischen 1150 und 1500.

Viele historische Gestalten wie z.B. der Erzbischoff von Canterburry, Thomas Becket (1118 – 1170) oder der englische Earl Henry Plantagenet (1281-1345) werden immer wieder erwähnt. Auch die damaliegen Ratsherren – manche haben wirklich existiert – sind wie Vertraute.

Im Nachhinein und verglichen mit unserer heutigen Lebenslage, komme ich je längs je mehr zum Schluss, dass wir heute in einem modernen Mittelater leben

Natürlich haben Frauen heute Rechte, werden Menschen nicht mehr gefoltert um ein (unwahres) Geständnis zu erpressen, haben Kinder ein Recht auf „Kind sein“, regiert nicht mehr die Kirche, wissen wir viel über Krankheiten und deren Heilung, haben wir Ferien und können auch als „das gemeine Volk“ lesen und schreiben. Outlaws (Gesetzlose) gibt es so wie damals nicht mehr und es muss auch niemand mehr auf der Strasse leben – soziale Einrichtungen verhindern dies.

ABER: lassen wir mal das ganze „Drumherum“ weg und konzentrieren uns auf das Wesentliche: Haben wir es heute wirklich soviel besser?

Der Normalbürger muss Steuern zahlen – heute an den Staat, damals an den Marktgrafen oder den Bischoff, respektive den König.

Zahlt man nicht – weil es einem unmöglich ist – gibt’s schlussendlich eine Pfändung; damals wurde einem die einzige Kuh genommen oder die Tochter musste auf dem Gut des Grafen unetgeltlich als Magd (und was eine Frau sonst noch alles zu bieten hatte…) arbeiten und jede Laune des Grafen still ertragen.

Unser heutiger Staat verhält sich nicht sonderlich besser… wir werden von ein paar „Oberen“ und einigen Privaten Leuten (z.B. Banken, Krankenkassen) regiert und haben nicht viel zuKraeuterfrau sagen. Obwohl wir hier in der Schweiz die direkte Demokratie haben, finde ich oft, dass wir nicht viel zu melden haben. Ich habe jedenfalls noch über eine Erhöhung der Krankenkassenprämen abgestimmt … Und wie damals im Mittelalter wird die „unterste“ Schicht oft am meisten (finanziell) schikaniert. Diejenigen, die sowieso schon wenig bis nichts haben, müssen noch drauf zahlen.

Manchmal möchte ich am liebsten in einer Blockhütte im Wald leben. Alleinversorger sein und mich nicht mehr die ganze Zeit zu fragen, ob ich mir morgen noch einen Liter Milch leisten kann. Ein bisschen so, wie eine Kräuterfrau im Mittelalter 🙂

3-4 Stunden

2512_snowriseDas ist mein durchschnittlicher Schlaf pro Nacht seit ein paar Wochen…

Erst kann ich bis 2h morgens nicht einschlafen  und dann erwach ich wie auf ein Fingerschnippen um 5h und bin hellwach.

Manchmal denke ich: spinnst Du! Jetzt wird noch etwas weiter geschlafen – mindestens bis 6h30. Aber nein, es geht nicht. Kein Wunder, dass ich dann tagsüber Kriesen habe und am liebsten gleich stehend einschlafen möchte. Vorallem, wenn es seit Wochen so ist. Die Übermüdung ist da und macht sich je längs je mehr bemerkbar.

Ich habe seit etwa einer Woche links an der Hüfte und rechts in der Kniekehle so ein bizarres Ziehen. Es schmerzt nicht wirklich aber ist doch sehr unangenehm. Ich frage mich, ob das psychisch ist? Oder eben, weil ich zu wenig schlafe? Oder ob wirklich etwas ist und ich zum Arzt muss?

Seit ich aus Österreich zurück bin, hat sich mein Ischias-Schmerz wieder gelegt und zum Arzt bin ich nicht gegangen. Ich hatte vor 2 Wochen für einen kurzen Moment ein Ziehen. Das dauerte aber eine knappe Stunde und war dann wieder vorbei.

Ich werde wohl noch das Wochenende abwarten bevor ich zum Arzt renne…

Loslassen

37___Loslassen_fs

Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten,
und dennoch ist es schwerer.

© Detlev Fleischhammel, deutscher Theologe

Sehr treffend und realistisch ! Es braucht enorm viel Kraft und Wille, um etwas oder jemanden los zu lassen, sich nicht ständig Gedanken zu machen und dabei nicht unter zu gehen.

Paranoid ?

Langsam aber sicher mache ich mir Sorgen.391203

Niemand kann Pierre erreichen – weder telefonisch noch schriftlich (mail, sms).

Bin ich paranoid???

Es ist jetzt mehr als 2 Monate her, seit ich etwas von ihm gehört habe. In diesen zwei Monaten habe ich ihm 4 belanglose sms geschrieben – das kann man ja wohl nicht „bombardiereb“ oder „stalken“ nennen, oder?

Aber seit meinem komischen Traum und dem doofen kribbeln im Bauch fange ich wirklich langsam an, mich ernsthaft zu fragen, ob ich nicht doch in der Schule anrufen soll ? Andererseits trau ich mich nicht (auch wenn meine Freundin anrufen würde).

Es gibt Leute in meinem Umfeld, die sagen „mach dich nicht verrückt, es ist schon alles ok“ und andere „ja, ich würd anrufen, es ist schon sehr komisch, dass niemand ihn erreichen kann!“ … ich weiss echt nicht, was das Richtige ist…

Nur ein Augenblick

602432_364892870261928_1499867387_nManchmal ist es nur ein Augenblick,
ein kurzer Moment,
in dem wir wahre Liebe erfahren dürfen.
Halte diesen Moment fest,
speichere ihn in deinem Kopf ab.
Es kann tröstend sein,
den Gedanken an den Moment hervor zu holen.
Sei dankbar für den gelebten Augenblick
halte ihn fest und sei glücklich,
dass du die Fähigkeit der Erinnerung besitzt.

(c) boelleli

Egoismus ist geil ! … ?

Ich habe da so einen Newsletter abonniert, welcher heute als Betreff „ Egoismus ist geil! “ hat.1924544637_1

Da heisst es unter anderem:

Egoismus ist verpönt. Es wird gleichgesetzt mit Eigensinn, ausgefahrenen Ellenbogen und einer „alles meins“-Mentalität.
Dabei hat Egoismus NULL etwas damit zu tun.
Egoismus heißt in seiner ursprünglichen Form einfach nur: Eigenliebe, Eigennutz, Ichbezogenheit.

Des weiteren heisst es:

Tu ja nix für dich selber, sei erst mal für die anderen da. Wer bist du denn schon, dass du dir hier was für dich selber rausnimmst? Und wehe dem, der es sich selber gut gehen lässt, dem werden wir’s schon zeigen, dem Egoisten dem… So ein katastrophaler SCHWACHSINN!

Was diese Leute mal wieder überhaupt nicht kapieren ist, dass es erst mal dir selber gut gehen muss, damit du anderen helfen kannst. Wie willst du für andere da sein, wenn es dir selber nicht gut geht?

und dann noch :

Egoismus in seiner positiven Form ist lebenswichtig, und sei dir eins sicher, die Leute, die stark sind und ein glückliches Leben leben, praktizieren diese Selbstliebe auf einem ganz hohen Niveau – jeden Tag!

Tu es ihnen gleich. Achte erst mal auf dich selber, bevor du gleich wieder anderen hinterherrennst oder wieder irgendwo hilfst, obwohl du dich selber dabei gar nicht gut fühlst.

Also ich bezeichne mich selbst überhaupt nicht als egoistisch. Doch es kommt natürlich darauf an, wie Egoismus definiert wird.

Natürlich schaue ich darauf, dass ich mich wohl fühle, dass es mir soweit gut geht und doch bin ich immer für andere da… soweit es in meiner Macht steht. Manchmal geht es mir sogar danach besser, weil ich jemandem etwas Gutes tun konnte. Natürlich sage ich auch mal nein – das kommt allerdings selten vor. Denn das Problem ist: ich fühle mich total schlecht, wenn ich nicht für andere da sein kann. Ist das das Helfersyndrom? Sollte ich effektiv wengier für andere und mehr für mich tun?

Ein Freund sagte mir mal: Im Leben musst Du  egoistisch sein, sonst gehst Du unter…

Meine Kinder

Manchmal denke ich, wie schön es doch einige haben: Können tun und lassen was sie wollen, wann sie wollen, solang sie wollen, mit wem sie wollen, wo sie wollen. Sie haben keine Verpflichtungen 24h/24h…

Doch dann muss ich sagen:

Wenn meine Kinder nicht wären, würde ich wohl morgens nicht mal aufstehen…

Ich bin dankbar für die Liebe die sie mir tagtäglich entgegen bringen, dankbar für ihr Lächeln, dankbar für ihre Lebensfreude, dankbar für die Kraft, die sie mir geben, dankbar für die Glücksmomente.

Meine Kinder sind das Beste, was mir je passiert ist !!!

035

 

 

Wenn die Nacht zum Tag wird

Der Tag langsam stirbt,eule-in-der-d-mmerung-eule,1680x1050,49796

Kopfkino, so real, als ob Du es spürst,

Die Nacht zum Tag wird

Du fast in Trance den anderen berührst


Wunschdenken kommt hoch

Du würdest alles dafür tun

Und Du weisst es doch

Du solltest ruh’n

 

Unmöglich einfach „off“ zu gehen,

Nicht daran zu denken

Mit geschlossenen Augen den and’ren seh’n

Gefühle kann man nicht lenken.

 

(c) by boelleli

Funkstille

sag-bescheid… auf allen Ebenen.

Pierre wurde angefragt, ob er als Hauptleider ins Sommerlager nächstes Jahr mitkommt. Das war vor knapp einer Woche.

Nun habe ich mal nachgefragt, ob er sich den gemeldet, sprich dazu geäussert habe. Doch er hat bis jetzt keine Antwort gegeben. Ich finde das irgendwie komisch, denn 1. handelt es sich um eine „professionnelle Anfrage“ und 2. weiss er nicht, dass ich da sein werde. Jemand anders aus unserer Kirche hat ihn auch versucht zu erreichen  – ebenfalls erfolglos.

Langsam fang ich an mich zu fragen, was los ist:

1. Mein komischer Traum

2. Das kribbeln im Bauch (immer noch…)

3. Funkstille nicht nur bei mir

 

Ich hoffe nur, das alles in Ordnung ist…