Bundesparlament

Gestern haben Mama und ich einen tollen Tag verbracht. Wir haben vor etwa einem Monat eine Tageskarte der SBB gekauft für den 9. Juli. Erst wollten wir eigentlich nach Schwyz ins Nationalmuseum, doch schlussendlich fanden wir, dass knapp 4 Stunden Zugfahrt etwas lang ist für einen Weg. Also haben wir uns entschlossen, eine Führung durchse Bundeshaus zu machen.

Wir nahmen den Zug um 09.32 Richtung Bern. In Lausanne mussten wir umsteigen :

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In Bern angekommen, schlenderten wir gemütlich am Zytglogge Turm vorbei bis zum Rathaus und assen dann in einem Restaurant direkt neben der christkatholischen Kirche St. Peter & Paul zu Mittag

Neben uns sassen drei ältere Herren und eine Dame. Berner, wie man dem Dialekt entnehmen konnte. Wir kamen irgendwie ins Gespräch und die Unterhaltung mit den 4 Pensionierten war sehr interessant.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, spazierten wir zum Bundeshaus. Die Führung, welche gratis (wo findet man das heute noch !!??) ist, fand um 15h statt.

Wir hatten also noch eine knappe Stunde Zeit und verbrachten sie auf einem Bänkli hinter dem Bundeshaus, mit einem wunderschönen Blick auf die Aare

Um halb drei schlenderten wir dann zum Besuchereingang. Dort stand ein Sicherheitsbeamter mit welchem wir sofort ins Gespräch kamen. Er was äusserst sympatisch.

Wir holten dann unserer Eintrittskarten und mussten durch die Sicherheitskontrolle. Fast wie am Flughafen. Auch die ID musste abgegeben werden und wir bekamen einen Besucher-Badge. Dann ging die Führung los.

Es war hochinteressant und ich kann diese Führung jedem wärmstens empfehlen! Ich bin sogar der Meinung, dass diese Führung als Pflicht ins Schulprogramm aufgenommen werden sollte…

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So, jetzt muss ich aber Koffer packen und noch ein paar Dinge erledigen… schliesslich fahr ich morgen erst nach Meersburg und dann nach Wien. Ich wünsch Euch was! Bis nächste Woche 😉

Ferien

Seit Freitag Mittag haben die Kids Ferien – 7 Wochen…

Am Montag (also morgen) fahren sie für 2 Wochen ins Sommerlager unserer Kirche auf die Mörlialp.

Sie waren letztes Jahr schon dort und ich habe vor ein paar Jahren mehrere Male gekocht wärend diesen Lagern. Dort habe ich ja auch zum ersten Mal Pierre gesehen – damals vor mehr als 15 Jahren… Aber ich will jetzt nicht von ihm schreiben, es ist so schon schwer genug.

Nun, wenn die Kids nicht da sind, werde ich für 5 Tage zusammen mit Mama nach Wien zu einem alten Bekannten fahren. Ich freu mich darauf, denn wir haben uns seit etwa 10 Jahren das letzte Mal gesehen… Ausserdem – ich als Sissi-Fan werde es mir natürlich nicht entgehen lassen, Schönbrunn zu besuchen…

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Wenn’s also hier die nächste Woche etwas ruhig ist: keine Angst – ich komm wieder 😉

 

 

Ein weiser Indianer sagte …

Wenn du am Morgen aufstehst,

dann sage Dank für das Morgenlicht,

für dein Leben und die Kraft,

die du besitzt.

Sage Dank für deine Nahrung und die Freude,

am Leben zu sein.

~ Tecumseh eigentlich Tecumtha oder Tikamthi ~

bekannter politischer und militärischer Führer der nordamerikanischen Indianer vom Volk der Shawnee

*1768 (Ohio) / † 05.10.1813 (Moravian/Ontario)

Wer mehr über Tecumseh wissen möchte, klick HIER (Wikipedia)

Ein Zeichen?

Heute habe ich die Wohnungskündigung bekommen…

Also gestern Abend dachte ich : ich will von hier weg… und heute morgen hatte ich den Brief in der Hand. Der Vermieter schreibt, er brauche es für Eigenbedarf (ob das stimmt? Immerhin hat er das bei der oberen Wohnung auch schon mal gemacht, aber niemand von seiner Familie ist danach eingezogen…).

Na ja, jedenfalls hab ich’s gelassen genommen. Irgendwie war mein erster Gedanke: Das ist ein Zeichen. Du musst weg hier !

Na denn…. ich begebe mich demzufolge auf Wohnungssuche…. wird wohl nicht einfach, aber ich schaff das !!!

Glauben – zweifeln – skeptisch

Ich habe diese lesenswerte Geschichte mal irgendwo im Netz gefunden… leider weiss ich nicht mehr wo, aber ich möche sie Euch nicht vorenthalten:

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entwicklung-des-embryos-lIm Bauch einer schwangeren Frau sind 3 Embryos. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker. Der kleine Zweifler fragt: Glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt? Der kleine Gläubige: Ja, klar das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, daß wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns erwartet.

Der kleine Skeptiker: Blödsinn, das gibt s doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen ein Leben nach der Geburt? Der kleine Gläubige: Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen. Der kleine Skeptiker: So ein Quatsch! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das gar nicht, daß es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon jetzt viel zu kurz ist. Der kleine Gläubige: Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bißchen anders.

Der kleine Skeptiker: Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Quälerei. Und dunkel. Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen. Der kleine Skeptiker: Mutter?!? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte? Der kleine Gläubige: Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein. Der kleine Skeptiker: Quatsch! Von einer Mutter habe ich ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht.

Der kleine Gläubige: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt. Da fragt der kleine Zweifler: Und wenn es also ein Leben nach der Geburt gibt, wird der kleine Skeptiker dann bestraft, weil er nicht daran geglaubt hat? Der kleine Gläubige: Das weiß ich nicht. Aber vielleicht bekommt er einen Klaps auf den Po, damit er die Augen aufmacht und sein Leben beginnt.

… tatsächlich gefunden in einem dt. Reiseführer :D

7627421Allgemeines:

· Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass das die Schweiz auch betrifft. Sie wollen nämlich mit dem Rest der Welt nichts zu tun haben.

· Ironie und schwarzer Humor wird im Zweifelsfalle eher gar nicht verstanden. Darum sicherheitshalber immer wieder erklären, dass es “nur als Spass gemeint” war.

· Schweizer lachen niemals über Schweiz-Witze oder über sich selbst. Sollten Sie also mal einen Witz erzählen, so tauschen Sie immer das Wort “Schweizer gegen Österreicher” aus.

Sprache:

· Der ‘Deutschschweizer Dialekt’ als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.

· Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.

· Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.

· Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, klingt in Schweizer Ohren übel: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei ‘Guten Tag’, bis Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie  ~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.

· Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste.

· Wenn von einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern ein Stück Butter.

· Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten.

· Chriesi sind keine Krisen, sondern Kirschen.

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Bluffen:

· Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) ein Tschumpeli Dohl. Das Risiko dürfte sich lohnen. Wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle). Erwarten Sie aber nicht zu viel, wenn Sie eine Stange bei der hübschen Bedienung bestellen, sie bringt Ihnen dann doch nur ein Bier.

· Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein,  denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli. Schmeckt keinem, doch alle essen es.

· “spargeln” ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.

Telefonieren:

· Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen aajh-6a0zvbu75i4a-wnrdiWorten wiederaufnehmen: ‘Sind Sie noch da?’
Antworten Sie mit einem schlichten ‘Ja’, und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: ‘Nein’, Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden.
Wenn ein Engländer Sie mit ‘How do you do?’ begrüßt, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben.
Ebenfalls geht der Verabschiedung – vorallem in Berner Regionen- immer ein gedehntes Aaauusoo voraus und deutet somit an, dass der Gesprächspartner das Telefonat beenden möchte.

· Wenn die Schweizer jemanden anrufen, dann “machen” sie ein “Telefon”:
“I ha geschter no ä huufe telefon gmacht”
(Ich habe gestern noch viele Anrufe getätigt).

Wenn man jemanden darauf hinweist, dass man sich wieder telefonisch meldet, wird ein “telefon gegeben”: “I gib dr de später no es telefon” (Ich ruf dich dann später nochmal an).

Einkaufen:

· Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen. Das ist kein hinterhältiger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Massnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.

Es lebe die Schweiz und die lieben Schweizer!

Mein Grossmammi

Ich weiss auch nicht wieso, aber eben ist sie mir in den Sinn gekommen.

Mein Grossmammi (Mutter meines Vaters) ist Anfang ‘97 gestorben. Ich habe sie immer nur “lustig” gekannt, denn Sie hatte (nimmt man an) Alzheimer und sagte oft lustige Sachen. z.B. gab es bei ihr die LiLoBis… was könnte das wohl sein?–> LippenLoses Biest (Menschen mit schmalen Lippen) <–

Wenn Sie Fotos machte, sagte sie immer: “Luege, Lächele”. Wenn wir Auto fuhren – sie durfte nicht mehr – nannte sie uns alle Bedeutungen der Strassenschilder. Wenn wir zusammen assen, wollte sie oft laut Musik hören und nervte alle damit. Sie “spielte” oft mit ihrem Gebiss und in ihrem Bett (wo wir selten schliefen) hatte es immer Brösmeli (weil sie manchmal im Bett ass). Sie war auch sehr gläubig und schickte mir mal einen Brief mit verschiedenen Brochüren über Gott. Der Brief war folgendermassen adressiert (ich erinnere mich, wie wenn’s gestern gewesen war):

An G. E., eben die Tochter meines Sohnes Ch. E. und seiner Frau E. E., eben die Eltern von G. E., Strasse, Ort

Und dieses Lied war ihr Lieblingslied (jedesmal, wenn ich das höre, kommen mir die Tränen… ) :

Am Anfang

Am Anfang war das Schweigen.
Das Schweigen der Felsen,
des Himmels, der Gräser.
Das Schweigen der Nacht
und des Schöpfungsmorgens.

*

Lange bevor alles beim Namen genannt wurde,
bevor Berg zu Berg,
Stein zu Stein,
Erde zu Erde wurde,
war schöpferisches Schweigen.

Ewigkeit aller Ideen und Worte,
Respekt des Lebens vor dem Geheimnis.

Bevor ich,
bevor wir alle
beim Namen gerufen wurden,
war die Welt wortlos.

Indianische Weisheit

Kindheit

painting_children_childhood_kjb_DonaldZolan_24MothersAngels_smMeine Kindheit war ganz toll. Meine Mama war immer für meinen Bruder und mich da. Wir bekamen viel Liebe, genossen eine gute Erziehung und durften einfach Kind sein.

*

Meiner Meinung nach,  hängt das ganze weitere Leben von der erlebten Kindheit ab. Soziales Verhalten, Zufriedenheit und vieles mehr.

*

Manchmal frage ich mich, war für Erwachsene die heutigen Kinder geben werden. Wie oft sehe ich verwöhnte Gören, 800px-Donald_Zolan_s_Oil_Paintings_(28)unanständige und/oder vulgär sprechende, zickige und unzufriedene, agressive und gestresste Kinder. Ich finde es erschreckend und traurig, dass die heutige Gesellschaft nicht einsieht, dass diese anti-autoritäre und lasche Erziehung nur negatif auf das bevorstehende Leben auswirkt.

*

Ein Kind sollte viel Liebe bekommen und gleichzeitig Regeln haben. Bitte und Danke sagen, grüssen, nicht vorlaut und frech sein, aber trotzdem ernst genommen werden.

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Viele Kinder sind heute auf sich allein gestellte. Beide Eltern arbeiten, die Kinder werden von Krippe, über Tagesmütter zu Nachbarn “abgeschoben”… Die Frau will heute arbeiten. Muss manchmal wohl auch arbeiten, aber manchmal denke painting_children_childhood_kjb_DonaldZolan_14GoldenMoment_smich, dass es einfach übertrieben wird.

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Als ich mit Töchterchen schwanger war, besuchte ich einen Kurs über Geburtsvorbereitung. Wir waren 12 Frauen und davon waren zwei (eine andere Frau und ich), die nach dem Mutterschaftsurlaub NICHT wieder arbeiten gingen. Einige hatten schon Krippenplätze für das noch ungeborene Kind reserviert… Ich sagte damals in die Runde, dass ich das nicht gut fände und dass ich – wenn ich ein Kind habe – für mein Kind da sein wolle und nicht jemand anders mein Kind erziehen soll. Persönlich denke ich, dass man sich zwischen Kind und Arbeit entscheiden muss. Die meisten der Frauen im Kurs waren irgendwie völlig erstaunt, dass man in der heutigen Zeit noch so denken kann…. aber das war und ist mir boysegal ! Ich werde für meine Kinder da (also zuhause) sein – mindestens bis sie 15/16 sind…

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Ich habe es jedenfalls sehr geschätzt, dass meine Mama zu Hause war und ich hoffe, dass auch meine beiden dadurch später fröhliche, offene, charakterstarke, soziale und sich gerne an die Kindheit erinnernde Erwachsene werden, so wie ich…