„Nur, wer nicht in der Zeit, sondern in der Gegenwart lebt, ist glücklich.“

Ludwig Josef Johann Wittgenstein

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Das ist ja eigentlich auch richtig – aber nicht immer einfach. Vorallem auch dann nicht, wenn man eine Enttäuschung erlebt hat, oder etwas nicht so klappte, wie man sich das wünschte oder vorgestellt hat.

Ich bin zwar jemand, der immer versucht, in der Gegenwart zu leben. Doch manchmal ist es nicht einfach. Erinnerungen kommen hoch und man spürt einen Klotz im Hals, fragt sich, wieso ist dies oder das passiert? Was wäre wenn…

Und dann gibt es Situationen, in welchen man in Versuchung gerät, etwas nochmal zu probieren – obwohl es ja gescheitert ist. Und dann braucht es eine gewisse Willenskraft, mit dem Kopf zu sagen: NEIN ! Es funktionniert nicht!

In der Gegenwart zu leben… ja, aber: die Gegenwart ist ja geprägt durch das, was in der Vergangenheit gewesen ist. Und manchmal ist es sehr schwierig, loszulassen. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, gewisse Dinge und Leute „loszulassen“, Leute oder Situationen (gefühlsmässig), die wie ein Damokless Schwert über meinem Kopf hingen, die es verhinderten, vorwärts zu kommen.

Sich neu verlieben hilft dabei sehr… Und es geht nur noch ein paar Tage, bis ich die 100%-ige Gewissheit habe, dass es wirklich passt. Ich lebe in der Gegenwart, die Vergangenheit ist passé und ich freu mich auf meine Zukunft !

Perfect

I am far from perfect.

But I will be perfect

for that imperfect someone

who is perfect for me.

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Verbyy

Und schon sind die „drei scheenschte Daag“ wieder vorbei. Es war eine wundervolle Fasnacht. Wir sind schon sonntags gegen 19h in Basel angekommen und konnten bei meiner Cousine – die 5 Gehminuten vom Stadtzentrum wohnt – übernachten.

Um 21h steckte ich die Kids (eine Freundin von Töchterchen war noch dabei) ins Bett – geschlafen haben sie allerdings nicht vor 23h… und um 2h45 hab ich sie dann geweckt. Selbst hab ich etwas über 2 Stunden geschlafen. Um halb vier waren wir vor dem Haus, wo eine gute Bekannte von mir schon mit ihrem Sohn auf uns wartete. Gemeinsam marschierten wir dann in die Altstadt und warteten gespannt auf 4h.

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Kurz vor 4h wurde es muxmäuschenstill, keiner redete und alle warteten gespannt darauf, dass die Stadt im Dunkeln verschwand und nur noch die vielen Kopflaternen und Laternen der verschiedenen Cliquen die Dunkelheit erhellten. „Morgestraich, vorwärt, marsch!“ – wow, dieses Gefühl ist unbeschreiblich, wenn alle Pfeiffer und Trommler anfangen zu spielen.

Kurz vor fünf kehrten wir ein und es gab die obligate Ziibelewaie (Zwiebelwähe), Kääswaie (Käsewähe) und Basler Mehlsuppe. Es hat geschmeckt und gewärmt und gegen 6h in der früh waren wir wieder daheim.

Nachdem wir ein paar Stunden geschlafen haben, ging’s um 13h wieder „uff d’Gass“ (auf die Strasse). Der Cortège (Umzug) war bunt und das Wetter wunderbar…

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Am Dienstag holten wir dann Mama am Bahnhof ab und waren ab 15h wieder in der Stadt. Wir haben meine Cousinen getroffen und schlenderten dann gemeinsam zu einer guten Bekannten, die jedes Jahr am Dienstag ab 16h „Open House“ macht. Das heisst: man kann zu ihr gehen und bekommt dort selbstgemachte Faschtewaie und Kaffee.

Knapp 1h30 später waren wir wieder „uf dr Gass“ und schauten dem Treiben zu. Das Guggenkonzert lassen wir jedes Jahr aus – wir sind nicht so Guggemuusig-Fans. Uns gefallen Cliquen viel besser. Und das schönste überhaupt an der Fasnacht ist das „gässle“. Das bedeutet: den Cliquen hinter her gehen, im gleichen Schritt, durch die ganze Stadt. Ich kann das stundenlang machen – bis morgens um 4h oder 5h… aber mit den Kindern geht das natürlich nicht. Also haben wir einen Kompromiss gefunden: wir bleiben etwas länger, setzen uns auf irgendeinen Fenstersims und schauen den vorbeigehenden Cliquen zu.

Am Mittwoch morgen, als wir aufstanden, mussten wir mit bedauern feststellen, dass das Wetter umgeschlagen hat. Es war grau, nieselte und schneite teilweise… wir waren nicht so motiviert, bei diesem Wetter rauszugehen. Also warteten wir etwas ab und wagten uns dann gegen 16h in die Kälte. Wir hatten Glück: es war zwar grau, aber es nieselte nicht mehr… Es war ein wundervoller Abend, die Cliquen pfiffen und trommelten was das Zeug hielt. Es blieb trocken und ich glaube, Petrus ist doch ein Basler ! 😉

Wir blieben bis nach Mitternacht in der Stadt und es war wiedermal eine Super-Fasnacht!

Übrigens: wer mal an die Basler Fasnacht kommen will, sollte unbedingt gewisse Regeln beachten und befolgen ! (durch Peter darauf aufmerksam geworden – danke für den Link !)

Manipulation

Ich finde es manchmal unglaublich, wie manche Menschen sich manipulieren lassen. Ich denke, dass ich nicht so leicht manipulierbar bin – was nicht bedeutet, dass ich nicht mal Dinge gegen meinen Willen getan habe oder tue… aber Liebe macht manche wirklich sprichwörtlich blind ! Und ich spreche jetzt nicht unbedingt von einer Beziehung zwischen Mann und Frau. Das kann auch zwischen Eltern und Kindern vorkommen oder zwischen Geschwistern, oder zwischen Geschäftspartnern …

Folgendes Zitat habe ich eben gelesen:

Die Fähigkeit, einen anderen zu lieben, ohne danach zu fragen, ob man wiedergeliebt wird, ist die reife Liebe des autonomen Menschen, der keinen anderen manipuliert und auch selbst nicht manipuliert werden kann und will. (Peter Lauster)

manipulationIch finde das Zitat einerseits sehr gut, aber: jeder wünscht sich doch ab und zu, dass der andere einem manchmal „Ich liebe Dich“ sagt. Denn: wenn vom Gegenüber nie etwas zurückkommt, kann es sein, dass man unterwürfig wird.

Also ich meine: wenn z.B. ein Kind nie von seinen Eltern gesagt bekommt, dass es geliebt wird und/oder oft getaldelt, selten bis nie gelobt wird… das Kind wird zwar seine Eltern lieben, ja sogar fast unterwürfig alles machen, nur um etwas Liebe zu spüren – aber ist das gut?

Oder Frauen die geschlagen werden, aber trotzdem bei ihrem Mann bleiben…

Es gäbe noch andere Beispiele, die ich jetzt aber hier nicht erörtern will.

Jedenfalls nennt sich das Manipulation. Ein Kind zu manipulieren ist relatif einfach, denn ein Kind ist noch unwissend, unreif, kann sich auch nicht wirklich wehren – bei Erwachsenen versteh ich das allerdings weniger. Wieso gibt es Menschen, die so schwach sind, die sich so leicht manipulieren lassen? Und da wären wir auch wieder bei der Macht über den anderen. Gehört irgendwie zusammen.

Ich habe Menschen in meinem Umfeld, die lassen sich extrem manipulieren und manchmal möchte ich diesen Menschen eine Ohrfeige geben, sie „wach“ rütteln und ihnen sagen: wie lange noch bis du daran zerbrichst…?

Ansteckend

Ist gücklichsein ansteckend? Ich denke schon, denn es gibt Leute, die sagen, ich sei an ihrem Glück „schuld“ …. 😉 …

betroffene Person weiss schon, dass ich sie meine ;-).

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Ausserdem habe ich selbst schon bemerkt, dass es mir besser geht, wenn ich mit glücklichen und zufriedenen Menschen zusammen bin…. Auch eine langzeitige US-Studie hat dies bestätigt. Hier und hier zu lesen.

Und dann habe ich noch dies bei Youtube gefunden – geht in die selbe Richtung.

Aber was bedeutet eigentlich Glück? oder glücklich sein? Es ist dieses wunderbare wohlige Gefühl wenn man verliebt ist, oder wenn man gute Arbeit geleistet hat, oder wenn man auf seine Kinder stolz ist, oder wenn man Freundetrifft, oder wenn ein lang ersehntes Ereignis endlich da ist… . Wikipedia meint dazu:

Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt, aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen kann, z. B. als glücklicher Zufall oder als eine zu Lebensglück verhelfende Schicksalswende. Weiter lesen…

Ich bin momentan sehr glücklich und ich wünsche meinen Mitmenschen, dass sie es auch sind. Umgebt Euch mit glücklichen Menschen und seid glücklich – gebt Euer Glück weiter…. denn, wie schon ein chinesisches Sprichwort sagt:

Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.