Scorpio V
Ich hörte dann 2 Wochen nichts von ihm, bis ich ihm eine sms schickte um ihm zu sagen, dass mein Auto kein Öl mehr verloren habe. Ausserdem hätte mein Ex noch keine Zeit gehabt, den Brief an die Garage zu schicken.
Darauf rief er mich an und gab mir genaue Informationen über meine Rechte gegenüber des Autohändlers, gemäss Gesetz – es schien, als kenne er sich gut damit aus.
Eine Woche später kam dann endlich mein Ex mit dem Brief (wieso mein Ex, fragt ihr euch ?! Nun, mein Ex ist Jurist – deshalb).
Am nächsten Tag rief mich Scorpio an. Es kam mir grad recht, denn ich wollte ihn sowieso fragen, ob er mir eine Bestätigung, einen Rapport oder so schicken könnte, welchen ich dem Autohändler mit dem Brief schicken kann. Darauf meinte er, es wäre gut, wenn er das Auto richtig unter die Lupe nehmen könnte, damit er einen rechtlich gesehen, richtigen Rapport schreiben könne.
Wir verabredeten uns dann 2 Tage später.
Am Tag vor unserem „Rendez-vous“ bemerkte ich eine kleine Wasserlache unter meinem Auto. Ich schrieb ihm und er rief 5 minuten später an. Wir waren fast 1 Stunde am Telefon – es war total lustig und ich musste sogar danach noch über gewisse Dinge die er gesagt hatte, lachen 😀 .
… 🙂
Scorpio IV
Am 29. Juni – ein Tag vor der Ablauffrist – kam ich gegen Mittag heim und er war da, allein.
Er meinte dann, er hätte jetzt dies und das repariert und nehme den Ford heute mit. Ich fragte ihn, wie er denn gekommen sei, da ja seine Freundin nicht hier war. Sie habe ihn gebracht und wenn er fertig sei, komme sie wieder, damit sie mit zwei Autos fahren (falls es Probleme mit dem Ford wärend der Fahrt gäbe).
Gut – ich musste dann noch einkaufen und fragte er, ob er ein Bier oder so wolle? Oh ja, sehr gerne, herzlichen Dank ! Also fuhr ich in den Laden und brachte ihm eine Büchse mit. Es war sehr heiss an diesem Tag und wir setzten uns in den Garten und warteten auf seine Freundin.
Als sie kam, meinte er: so, das war’s jetzt. Also es werde ihm schon schwer fallen, mich nicht mehr zu sehen, aber wenn er dann mit dem Ford fahre, sei ich ja immer ein wenig bei ihm… :-S … ich war sicher wieder ganz rot im Gesicht 🙂 Ausserdem käme er dann mit dem Ford vorbei, um mir zu zeigen, wie das Auto nach den Reparaturen aussehe…
Bevor sie gingen, profitierte ich davon, ihm mein neues (occasion-) Auto zu zeigen. Er meinte, die Bremsscheibe hinten links sei schon ziemlich abgnützt und werde wohl nicht durchgehen beim nächsten Vorführtermin. Er könne mir das aber hier bei mir austauschen – es würde mich auch nur den Einkaufspreis den Teils an sich kosten – ausserdem sei das DIE Gelegenheit, mich wieder zu sehen… Er kontrollierte dann noch Wasser, Öl, etc und stellte fest, dass 2l Öl fehlten und das Kühlwasser am untersten Limit war :-S … Ich holte Öl an der Tankstelle und er füllte es dann wieder auf, sowie auch das Wasser. Dann meinte er, ich solle unbedingt dem Autohändler schreiben, denn das sei schon sehr unkorrekt und unprofessionnell…
Dann fuhren die beiden ab, doch vorher meinte er noch: umarmen wir uns wie Freunde? So als Abschluss? 😀 ok, gesagt – getan !
… 🙂
Scorpio III
Am nächsten Tag war also sein Geburtstag und ich schickte ihm per sms ein „Happy Birthday“ – zurück kam nichts… Ich dachte: schon wieder so einer (Pierre).
Schon eine knappe Woche später kam er wieder vorbei – mit seiner Freundin – um die Batterie mitzunehmen und den Motor zu inspizieren.
Er meinte per sms, er käme anfang Nachmittag, doch als er um halb vier nachmittags immer noch nicht da war, simste ich ihm, dass ich weg müsse. Allerdings war das kein Hindernis, denn er hatte ja die Autoschlüssel und ich musste nicht da sein.
Ich ging dann zu meinem Rendez-vous und als ich gegen 18h mit meiner Freundin wieder kam, war er da und flickte am Auto rum 🙂
Als erstes bedankte er sich für die Geburtstags-sms… dann ging die Flirterei wieder los. Er überhäufte mich mit Komplimenten, so sehr, dass ich sicher ganz rot im Gesicht war…
Ca 1/2 Stunde später verabschiedeten sich die zwei dann und ich fragte mich immer noch, wie die beiden zu einander standen…?!
… 🙂
Scorpio II
Unsere 1. Begegnung fand Ende Mai statt.
Er kam mit seiner Freundin, eine eher Rambo-artige Frau: gross, kräftig, eher männlich aber sehr sympatisch. Er, ein etwas grösseren Mann als ich, mit einer anziehenden Ausstrahlung und dem „gewissen Etwas“.
Er begutachtete das Auto und war hell begeistert davon: für CHF 200.- hatte er wirklich ein Schnäppchen gemacht. Auch wenn das Auto nicht mehr fährt, schon nur die Lederinnenaustattung, die geheizte Windschutzscheibe und das Autoradio sind mehr als CHF 3’000.- wert…
Er war sehr charmant und flirtete was das Zeugs hielt. Ich dachte mir: das kann unmöglich seine Freundin sein, sonst würde er nicht so offensichtlich mit mir flirten und Sachen wie „schade, dass Sie nicht im Kaufpreis mit inbefriffen sind“ sagen.
Nachdem er mir dann des langen und breiten erklärte, wie froh er über den Kauf sei und wie sehr er Fan von Ford Scorpio sei, gingen wir hoch und gingen zum bürokratischen Teil der Transaktion über. Ich machte den beiden einen Kaffee, er bezahlte, wir unterschrieben den von ihm mitgebrachten, sehr professionnellen Kaufvertrag.
Unter anderem meinte er noch, dass morgen sein Geburtstag sei und das quasi sein eigenes Geschenk sei – dann gingen die beiden.
…:)
Scorpio I
Scorpio heisst natürlich nicht Scoprio, aber: er hat unseren alten Ford Scorpio gekauft, drum auch der Name.
Scorpio nahm zum 1. Mal mit mir Kontakt auf, weil an dem Kleininserat interessiert war. Er rief mich abends um neun an – doch ich antwortete nicht, denn aus Prinzip nehme ich nicht ab, wenn ich die Nummer nicht kenne – schon gar nicht auf dem Handy. Allerdings hinterliess er eine Nachricht auf dem AB und ich schrieb ihm dann zurück, dass ich momentan verhindert sei und nicht antworten könne.
Darauf schrieb er mir dann zurück um zu fragen, ob er das Auto besichtigen und allenfalls noch einen Moment bei mir stehen lassen könne, bis er einen geeigneten Platz gefunden hätte (der Ford Scorpio fährt nicht mehr und muss abgeschleppt und repariert werden bevor er wieder strassentauglich ist).
Ich bejahte und gab ihm eine Frist bis Ende Juni (ich wollte die Kiste endlich loswerden – stand sie doch schon seit 5 Jahren auf dem Parkplatz!
… 🙂
Gewohnheit
Dudelsack VI
Inzwischen sind 2 Wochen Ferien – ohne Kinder – vergangen.
Er hat mir Zeit gegeben, mich „erobert“… und ich habe mich ihm hingegeben, nachdem ich ihn allerdings mehrere Male abgewiesen hatte.
Was soll ich sagen? Ja, er ist sehr lieb und süss. Lässt mir meine Freiheiten – geht seinen Beschäftigungen nach. Und da ist auch der springende Punkt: er gehört zu einem Motorradclub der in irgend einer Weise mit den Hells Angels verbunden ist… und das stört mich irgendwie. Ich weiss nicht, ich habe irgendwie Respekt davor, einerseits macht es mir fast angst.
Ich lass es jetzt einfach mal laufen. Meine Kinder gehen vor, das ist klar und wir werden uns sicher auch nicht mehr so oft sehen wie in den letzten 2 Wochen, denn gestern sind die Kids zurück gekommen.
Und dann gibt’s da noch Scorpio…
Dudelsack V
Tja…in der darauffolgenden Woche schrieb er mir täglich mehrere Male bis zu jenem Mittwoch, als er vorschlug, mit Sohnemann eine Tour im Lastwagen zu machen… Vertrauen hatte ich – ich wusste nicht weshalb, aber ich vertraute ihm – und Sohnemann war hell von der Idee begeistert.
Gesagt – getan. Er holte ihn ab, wir begrüssten uns wie alte Freunde: ein Küsschen links, ein Küsschen rechts und Sohnemann stieg ein. Nach einer Stunde holte ich ihn wieder ab und es war alles gut. Sohnemann fand, er sei total cool und er wolle unbedingt wieder mal mit ihm fahren…
Am nächsten Tag lud er mich mit den Kindern zu sich zum Nachtessen ein. Da ich noch einen anderen Jungen hüten musste, kam dieser auch mit. Somit hatte ich dann auch einen guten Grund, nicht all zu lange zu bleiben, denn die Mutter des Jungen kam um 21h um ihn zu holen. Nachdem ich die Mutter darüber informierte und jene damit einverstanden war, fuhren wir also zu ihm. Es gab Spaghetti bolognese… welches Kind mag das nicht 😉 ?
Töchterchen war anfags sehr skeptisch, wollte gar nicht mitkommen. Doch nachdem wir gegessen hatten und sie sich auch mit Dudelsack’s Hund angefreundet hatte, fasste sie Vertrauen. Sie liess uns sogar allein in der Küche und ging raus um mit den beiden Buben zu spielen.
Wir küssten uns… das Verlangen und die Lust war da. Logisch, ich hatte seit über 6 Monaten nichts mehr gehabt… . Doch mehr als Küssen war natürlich nicht drinn, denn schon kam Töchterchen zurück und schaute doch sehr fragend in die Runde. Sie hatte nichts gesehen, war aber davon überzeugt, dass etwas „geschehen“ war und stürmte mit Grummel davon: „Ich wusste es! Der Typ ist verdächtig!“… ich ging ihr nach und redete mit ihr.
Die Notlüge ihr zu sagen, es sei nichts passiert, glaubte sie mir nicht so wirklich (mit Recht! aber es ist zu ihrem eigenen Schutz). Ich sagte ihr dann, dass ich Dudelsack möge, und dass wenn etwas daraus wird, ich es ihr sagen werde. Ich wolle ja mit ihr eine Beziehung auf Vertrauen und nicht auf Lügen haben…
später mehr...


