2024 – 10

Weihnachten ist wie ein schönes großes Feuer, das die Erde und alle ihre Bewohner wärmt.
Weihnachten ist wie eine sanfte Wärme, die Kälte, Böses, Angst und alles, was in den Herzen der Menschen hart ist, auf unerklärliche Weise abschwellen lässt.

Herr, du bist die Liebe in meinem Herzen.

2024 – 9

Frieden


Weihnachten ist ein bisschen so, als würde der Frieden in dicken Flocken auf die ganze Welt fallen.


Kleine Streitereien, große Kämpfe und sogar Kriege hören für einen Moment auf.
Es herrscht Waffenstillstand.


Herr, du bist es, der die Kraft des Friedens schenkt.


Andererseits ist die Weihnachtszeit – zumindest die letzten Jahre empfinde ich es so – eine angespannte Zeit.

Meine Kindheitserinnerungen an die Adventszeit sind – verglichen mit den letzten Jahren – nur noch Erinnerungen…

2024 – 8

Warten… die Adventszeit lehrt uns geduldig zu sein.

Man zählt jeden Tag, öffnet jedes Fenster des Adventskalenders, als würde man eine Stufe nach der anderen auf einer Treppe zum Licht hinaufsteigen.

Meine Grossmamme sagte immer Geduld ist die Tugend der Könige.

Ich denke, ich bin ein sehr geduldiger Mensch… auch wenn bei gewissen Dingen das Warten meine Geduld auf die Probe stellt.

Herr, ich suche dich und warte geduldig.

2024 – 7

Weihnachten, ein Fest ganz tief in uns drin


Weihnachten ist eine einzigartige Zeit, in der Gott kommt.
Dann läuten die Glocken in den Kirchtürmen und die Herzen schlagen höher.
Weihnachten erklingt und eine Nacht lang scheinen alle Menschen zueinander zu finden.

Ich finde es sehr schade, dass in unsere heutigen Zeit – eigentlich schon seit mehreren Jahren – viel Menschen Weihnachten nur feiern, weil man es halt macht.

Den eigentlichen Grund verstehen und leben die meisten nicht mehr wirklich… genau so wenig wie an Ostern, Pfingsten oder St. Nikolaus… irgendwie macht mich das traurig.

2024 – 6

Heute ist Sankt Nikolaus.

Jedes Jahr habe ich meine Kindheitserinnerungen die hoch kommen.

Dr Santiglaus und dr Schmutzli kamen vorbei, las in seinem Buch was er über uns das ganze Jahr notiert hatte vor, sprich tadelte und lobte uns, und wir hõrten ehrfürchtig zu.

Wir Kinder hatten danach ein Gedicht oder etwas auf dem Klavier vorgetragen und dann wurde der Sack ausgeleert und Nüsse, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen und Geléefrüchte purtzelten auf den Boden.

Als die beiden dann wieder gegangen waren, gab’s Kakao und dazu die feinen Sachen die Sankt Niklaus uns gebracht hatte.

Schade, dass es hier in der Romandie diese Tradition so nicht gibt. Ich hätte sie gern an meine Kinder weiter gegeben, damit auch sie später diese schönen Erinnerungen hervorrufen können.

2024 – 5

Die Adventszeit ist auch eine Zeit, in welcher man oft kleine kulinarische Geschenke macht.

Heute bringe ich meinen Arbeitskollegen die schon lang erwünschten Weihnachts-Gutzeli mit in Büro :

Inzwischen ist es fast sowas wie eine Tradition geworden. Jedes Jahr ab so Mitte November werde ich gefragt, wann ich sie denn bringe. Meistens am 6. Dezember zu St. Nikolaus. Aber dieses Jahr fällt das auf morgen, und freitags sind die meisten im HomeOffice… drum bekommen sie es heute schon 🤗

Psychische Krankheiten VI

Letztes Wochenende war also mein Neffe „bei uns“. Sprich : geschlafen hat er bei Mama, ansonsten waren wir die ganze Zeit zusammen.

Meine Schwägerin und wir haben je den halben Weg gemacht und uns auf dem Parkplatz vom McDo in N. getroffen. Sie hatte Verspätung durch Stau am Zoll. Sie wohnen ja ca 20 Autominuten von der Genfergrenze in Frankreich.

Als sie mit meinem Neffen ankam, haben wir uns „herzlich“ (wir können gut schauspielern) begrüsst, die Tasche vom einen in das andere Auto gepackt, den Kleinen im Kindersitz festgeschnallt und uns wieder verabschiedet.

Wir wussten, dass meine Schwägerin am Samstag meinen Bruder aus dem Krankenhaus fürs Wochenende nach Hause holt, um zu sehen „wie’s so geht“… und am Sonntag, wenn wir uns wieder treffen, käme dann mein Bruder mit, zusammen mit ihr und ihrem Vater. Denn das Auto meines Bruder stand seit dem 14.11.24 auf dem Besucherparkplatz bei Mama… und es wurde ausgemacht, dass wir das Auto am Sonntag mitbringen. Da aber Bruderherz noch nicht fahren darf, kam der Schwiegervater mit…

Nun gut. Klein M. war ziemlich still auf der Nachhause-Fahrt und als wir bei Mama daheim waren, haben wir etwas gegessen und dann noch ein wenig miteinander Eisenbahn gespielt.

Als es Zeit war, zu Bett zu gehen, wurde klein M. ganz still und fing leise an zu weinen. Papa fehlt mir, schluchtze er. Es war herzzerreissend und ich habe ihm erklärt, dass Papa bald wieder gesund sei und nach hause komme. Er weinte sich in den Schlaf…

Am Samstag Nachmittag habe ich klein M. und Mama zu mir geholt und wir haben gemeinsam Mailänderli gemacht. Klein M. hatte viel Spass daran und wir haben dann auch gemeinsam zu Abend gegessen… Crêpes-Party geht immer 😀 .

Gegen 20h sind wir dann zu Mama zurück und ich habe klein M. zu Bett gebracht. Er meinte, dass er jetzt wieder traurig werden würde, weil Papa nicht da sei… aber er hat nicht geweint. Wir haben zusammen abgemacht, dass ich am Sonntag morgen zum Frühstück komme und blieb dann noch 5 Minuten bei ihm. Kurz darauf ist er eingeschlafen… ganz ohne weinen.

Sonntagmorgen gegen 9h war ich dort, wir frühstückten gemeinsam und haben dann noch gemütlich den Morgen mit spielen und zeichnen verbracht. Gegen halb eins gab’s Mittagessen und dann war es auch schon Zeit klein M. wieder zurück zu bringen.

Wir waren vor den anderen am vereinbarten Ort und gingen rein. Als Bruderherz, Schwägerin und deren Vater kamen, setzten sie sich und Mama fragte, ob sie auch einen Kaffee wollen. Bruderherz meinte, vielleicht ein Cappucchino wär gut. Da sagte meine Schwägerin wie aus der Pistole geschossen „Kommt gar nicht in Frage! Das ist verboten ! Man trinkt keinen Cappucchino nachmittags in Italien !“ … 😮 Ich glaubte, ich spinn und wollte eigentlich sagen „wir sind hier aber nicht in Italien!“ aber ich sagte nichts… das hätte nur ein Hin- und Her gegeben und wär noch mehr Stress für Bruderherz gewesen. Dieser hat dann kleinlaut beigegeben und ok, ist gut gesagt. Und dann wollte er nicht mal einen normalen Kaffee und niemand von den 3 hat etwas bestellt.

Mein Bruder sah aus wie ein Zombie. Total müde und irgendwie zugedröhnt. Die neune Medikamente sind noch nicht ganz richtig eingestellt und es braucht eine gewisse Zeit, bis sich das einpendelt und er dann wieder stabil und normal ist. Aber ich war froh zu wissen, dass er abends zurück ins Krankenhaus geht.

Wir haben uns dann verabschiedet und Mama ist noch einen Moment zu mir nach Hause gekommen.

Montag morgen, knapp vor 10h bekomme ich von meinem Bruder eine Whatsapp : Ich werde heute entlassen. Ich war einen Moment sprachlos und schrieb dann zurück „Ah ja ? das geht jetzt aber schnell finde ich.“ darauf meinte er, das sei halt so, die (Ärzte) wollen keine Patienten behalten, denen es besser geht.

Ich habe keinen Moment geglaubt, dass die Ärzte das gesagt haben und war davon überzeugt, dass meine Schwägerin ihn unter Druck gesetzt hat, indem sie ihm sagte „ich brauch dich, reiss dich zusammen und komm endlich raus“ oder so ähnlich. Dann hab ich den ganzen Tag nichts von ihm gehört und schrieb ihm gegen 21h ob er nun zuhause sei. Worauf ein „ja, seit 14h“ kam.

Und gestern, also Dienstag, fragte Bruderherz Mama, ob er und klein M. zu ihr kommen könnten von Di bis Mi (so wie das oft der Fall war vor der grossen Kriese). Sie kamen also gestern Abend und ich ging auch hin. Und als ich ihn sah, dachte ich wie kann man nur so unverantwortlich sein. Er sieht immer noch aus wie ein Zombie. Und dann hab ich bestätigt bekommen, dass er (also Bruderherz) sich selbst entlassen hat (mit Sicherheit auf Forderung meiner Schwägerin). Die Medikamente machen ihn immer noch sehr müde… wie kann eine Mutter ihr eigenes Kind solch einer Gefahr aussetzen ??? Sie (also meine Schwägerin) lässt den Sohn mit dem Vater im Auto fahren, obwohl er eigenlich gar nicht Auto fahren sollte. Wie egoistisch und narzisstisch muss man sein, um so etwas zu machen ?

Ich versteh’s nicht, wirklich nicht… ich könnte meine Schwägerin echt grad erwürgen…

2024 – 4

Die Tage werden kürzer und man hat noch  soviel zu erledigen.

Nach dem langen Arbeitstag wurde gestern Abend noch mit Töchterchen eine Wohnung für sie besichtigt, dann zu hause mit Töchterchen, Bruderherz (darüber später mehr), Neffe und Mama gegessen.

Als alle gegangen waren, hab ich noch die Änisbrötli fertig gemacht…

Den andern eine Freude machen, sie einladen oder besuchen – auch das ist Advent.

2024 – 3

Wenn man jetzt abends schon früh all die kleinen Lichter erblickt, steigt ein wohliges Gefühl mit Kindheitserinnerungen auf.

Was mir persönlich nicht so gefällt, sind die blinkenden und farbigen Lichter die in den letzten Jahren vermehrt benutzt werden.

In der sonst schon hektischen Zeit macht einen das doch nur noch nervõser… jedenfalls empfinde ich das so.

2024-2

Die Adventszeit sollte eine stille und besinnliche Zeit sein.

Heute ist es schwierig, in all der Hektik noch den wahren Grund der Adventszeit zu erkennen.

Versuchen wir es wenigstens, und freuen uns an kleinen Dingen… wie z.B. Weihnachtsplätzchen mit meinem Neffen zu backen…