Prüfung ?

Ich habe das Gefühl, dass ich zur Zeit grad irgendwie „geprüft“ werde.

Nach der überraschenden Nachricht von M. letzten Montag haben wir täglich Kontakt. Manchmal geht’s ganz gut, und dann gibt’s Momenten, die mich emotional doch sehr berühren oder treffen. Kommt ganz darauf an, worüber wir sprechen. So eine „Heilung“ geht halt nicht von jetzt auf sofort. Aber es wird. Und ich bin ihm dankbar, dass er mich reden lässte und auch darauf eingeht – obwohl er das ja nicht müsste.

Und dann hab ich heute morgen eine Whatsapp von T. … ob ich mit ihm an den Weihnachtsmarkt in Montreux kommen mag. Er sei am 7. Dezember dort, gemeinsam mit seiner Schwester + Partner und einer Kollegin + Partner. Er sei allein.

Sag mal, was ist eigentlich los ? Was soll das ? Wieso melden sich nach Jahren der Stille in einer Zeitspanne von einer Woche gleich 2 „Ehemalige“ von mir ? Will mich da jemand prüfen ?

Nun denn, ich hab T. geantwortet, dass ich noch nicht wisse, ob ich dann Zeit hätte. Ich würd es mal provisorisch einschreiben. Es hat mich jetzt auch nicht irgendwie emotional berührt. Ihn habe ich nie wirklich geliebt und auch wenn wir schon lange keinen Kontakt mehr hatten, er hat mich nie blokiert und ich sehe ihn als einen ehemaligen Schulkamarad mit welchem ich mal was hatte, aber Liebe war das nicht.

Das mit M. hingegen ist schon was ganz anderes und viel intensiveres gewesen… Und ich bräuchte etwas Rat manchmal von Frank… und er ist zur Zeit irgendwie so anders , weniger da und ich weiss nicht, was der Grund ist. Das macht mich teils auch etwas fertig und traurig…

Erholung

Das Sternchen erholt sich… die unerwartete Rekation auf die Kontaktaufnahme von M. legt sich langsam.

Wir haben geschrieben und gewisse Dinge geklärt und erklärt. Einige Dinge haben mich emotional sehr berührt und gestern Abend hätte ich wirklich Frank gebraucht. Aber er war nicht da. Heute geht es mir aber bedeutend besser und ich fasse mich langsam.

Es ist sicher auch gut, dass ich heute Abend nach Basel zu meiner Lieblingstante fahre. Es wird mir helfen, auch mit ihr noch darüber zu reden.

@Frank und @M. : das bedeutet nicht, dass ich Euch nicht schreiben werde 😅 … Ihr kennt mich ja … und ich hab Euch beide lieb und Eure Freundschaft bedeutet mir enorm viel !

Nachtgedanken

Da sind sie wieder, diese Nachtgedanken
Und die verblassten Erinnerungen kommen dann
Grad alles ist irgendwie am wanken
Verschwommenes nimmt wieder Form an.

Mein Fels in der Brandung ist die letzten Tage etwas abwesend. Also nicht, dass wir nicht schreiben, aber ich habe das Gefühl, irgend etwas stimmt nicht. Er wird das natürlich abstreiten, aber ich spür es einfach.
Und gerade jetzt bräucht ich ihn…

Erinnerungen

Seit der Kontaktaufnahme von M. kommen Erinnerungen hoch. Allerdings habe ich viele Dinge vergessen – das Verdrängen hat ganze Arbeit geleistet …

Ich hab relativ gut geschlafen, obwohl wir gestern abend noch etwas hin und her geschrieben haben und einiges wieder hoch gekommen ist. Auch Sachen, die er mir erzählt hat, haben mich auf eine emotionale Ebene gebracht, die ich seit bald einem Jahr nicht mehr hatte.

Seit ich Anfang dieses Jahres in Bezug auf Pierre Konsequenzen gezogen habe, hatte ich gefühlsmässig keine solchen Emotionen mehr.

A propos Pierre : er hat mir am 20. September um 22h geschrieben :

Ich hab darauf nicht reagiert… 2 Tage lang… und dnn schrieb ich zurück :

Um zurück zu M. zu kommen : ich glaube, ich hatte ihn wirklich sehr geliebt und die abrupte Trennung und nachfolgende Blokierung überall nie wirklich verarbeitet. Deshalb ist es jetzt wohl auch ein bisschen heftig.

Und trotzdem finde ich es sehr schön, dass er sich gemeldet habe und ich hoffe, dass wir den Kontakt behalten.

Unerwartet

Eigentlich dachte ich nicht, dass die gestrige Überraschung solch unerwartete Dinge in mir auslöst.

Wenn das 🌟-chen plötzlich vernebelte Gedanken hat, wurde das durch den 🐸 und seine 👑 verursacht…

Ich weiss, das klingt verwirrend… aber es hat damit zu tun … und – auch wenn ich mich wirklich über die Kontaktaufnahme gefreut und die Entschuldigung angenommen habe, hat es Erinnerungen hervorgeholt, welche ich jahrelang irgendwo vergraben (und durch Verdrängung auch vergessen) hatte…

Es ist kein Vorwurf und ich bin eigentlich sehr dankbar dafür – aber es beschäftigt mich.

Würd ich einfach nach Gefühl handeln, hätt ich ihm heut morgen geschrieben… aber ich hab mich im Griff – bis jetzt zumindest…

Was für eine Überraschung

Könnt Ihr Euch noch an M. erinnern ? Das war 2013…

Vor ein paar Tagen ist er mir in den Sinn gekommen und ich hab mich gefragt, wie es ihm wohl geht. Und wisst Ihr was ? Er hat mich soeben auf FB deblokiert und angeschrieben…

Zufall ?

Er hat sich auch bei mir für sein damaliges Verhalten entschuldigt. Ja, ich hab damals schon gelitten, aber inzwischen hab ich ihm vergeben und seine Entschuldigung angenommen.

Prioritäten setzen

Zuallererst kommen Sie, und dann erstmal lange nichts. D.h. dazwischen ist eine imaginäre Grenze. Alles andere als Sie ist bei weitem nicht so relevant.

Diesen Satz hat man zu mir gesagt – und einerseits ist das ja alles schön und gut, aber wenn ich nur für mich schaue, fühle ich mich sehr egoistisch, was dazu führt, dass ich mich im Endeffekt nicht gut fühle.

Ja, ich akzeptiere viele Dinge, ich mach viel für andere und manchmal sollte ich vielleicht „nein“ sagen. Aber das ist sehr schwierig für mich… und meistens fühl ich mich auch gut bei allem was ich tue.
Natürlich gibt es gewisse Dinge die ich mache, weil ich mich verpflichtet und verantwortlich fühle. Ich würde z.B. nie meinen Sohn vor die Tür setzen, auch wenn ich – rein rechtlich, rational und finanziell gesehen – das tun könnte. Aber das würd ich nicht übers Herz bringen.

Ich glaube, ich muss lernen, manchmal „nein“ zu sagen. Vielleicht ist dieser Artikel ein 1. Schritt.

Wie seht Ihr das ?

Gedanken am Sonntag

Gedanke 1
Wenn man jemanden zwar kennt, ihn aber noch nie gesehen hat, kennt man ihn dann wirklich ? Manche sagen, man kann sich nicht kennen, wenn man sich noch nie gesehen hat. Ich glaube das nicht – oder zumindest : ich will das nicht glauben.

Kommt es darauf an, was für Gespräche man führt ? Natürlich kann man sich hinter einem Whatsapp oder einer Email anders geben, als man wirklich ist. Wenn das Gegenüber einem vis-à-vis sitzt, traut man sich vielleicht weniger, wirklich zu sagen, was man problemlos schreibt ?

Aber ich glaube trotzdem, dass man den anderen nach einer gewissen Zeit kennt, mehr oder weniger erahnen kann, was für eine Reaktion kommt und es einem auch wichtig ist, wie der andere denkt, fühlt, empfindet.

Wie in jeder Beziehung – ob freundschaftlich oder amourös – denkt man an den anderen, stellt sich Fragen, wenn (lange) keine Reaktion oder Antwort kommt, macht sich vielleicht sogar Sorgen.

Frank ist so ein Freund. Ich kenne ihn, ohne ihn wirklich zu kennen. Er sagt oft, dass ich ihn ja gar nicht kenne – und doch wage ich zu behaupten, dass ich ihn relativ gut kenne. Aber vielleicht täusch ich mich ? Wie würde er wohl reagieren, wenn ich eines Tage plötzlich vor seiner Tür stehen würde ? Wäre er enttäuscht ? Wär ich enttäuscht ?

Gedanke 2
Eine gute Freundin von mir, ein paar Jahre jünger, ist dabei sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ihr Papa bald sterben wird. Sie überspielt das ziemlich und jedesmal wenn ich sie frage, wie es ihr geht, antwortet sie rethorisch „gut- und dir ?“ . Das ist eine Art Selbstschutz, denn ich weiss genau, dass es sie sehr beschäftigt und wenn es dann soweit ist, wird es ihr erst bewusst werden, wie sehr es sie trifft. Ich fühle sehr mit ihr und wenn ich daran denke, wie ich mich dabei fühlen würde, verwerfe ich den Gedanken sehr schnell wieder … ich will mir das gar nicht vorstellen !

Gedanke 3
Eine andere gute Freundin von mir, gleich alt wie ich, hat niemanden auf der Welt ausser ihrem Hund. Keine Familie, keinen Partner, nur ihren Hund. Sie tut alles für „ihr Kind“ .

Ihre Lebensgeschichte ist eher tragisch : Aufgewachsen im Heim, Vater Alkoholiker, Mutter im Rotlichtmilieu. Hat auf der Strasse gelebt, war Drogenabhängig von 12 bis 20 und schaffte den Entzug. Da hab ich sie auch kennen gelernt, als wir 20 waren. Und zwar dort – auf einem Bauernhof bei Leuten die ich kenne – wo sie den Entzug durchgezogen hat. Heute lebt sie von 100% IV. Ihr Körper ist total kaputt. Reden kann man mit ihr sehr gut, denn durch ihre Lebenserfahrungen hat sie gewisse Sichtweisen die jemand, bei dem immer alles glatt lief, niemals haben könnte.

Wir haben seit bald 30 Jahren regelmässig Kontakt, und wenn ich kann, dann helfe ich ihr. Wie z.B. nächsten Mittwoch. Da werd ich zu ihr fahren und ihren Husky hüten, damit sie zum von der IV gefordeten psychologischen Termin gehen kann.

Wenn ich an sie denke, muss ich sagen, dass mein Leben eigentlich super ist – trotz meinen Sorgen um die Kinder oder meiner finanziellen Kriese.

Autos mögen mich einfach nicht

Gestern hatte ich wieder mal den Beweis, dass Autos mich einfach nicht mögen.

Seit mitte Juni hab ich ja ein „neues“ Auto. Ok, ist ein Gebrauchtwagen von 2006, aber laut allen Leuten, die sich ein bisschen mit Autos auskennen, sollte ich mit diesem Wagen (Honda Jazz) NIE Probleme haben.

Tja, da haben sich alle getäuscht… gestern Abend, ich kam grad von der Tankstelle und fuhr in einen Kreisel, fing das Auto plötzlich an zu rucken, „hüpfte“ quasi in den Kreisel und blieb dann stehen. Mittendrinn, einfach so. Na super ! Hab dann die Warnblinke angeschalten, den Schlüssel rausgezogen, wieder rein gesteckt und versucht, wieder zu starten. Das gelang mir auch, allerdings leuchtete das Motorlämpchen orange auf.

Ich konnte immerhin noch bis nach hause fahren… kurz vor Ankunft erlosch das Lämpchen…

Heute morgen hab ich dann in der Werkstatt angerufen und die meinten, ich soll mit dem Auto vorbei kommen. Also bin ich heute mit den ÖV zur Arbeit gefahren und werde den Wagen morgen Nachmittag zur Werkstatt bringen.

Betet bitte für mich, dass es nur „eine Kleinigkeit“ ist. Der Garagist meinte, es könne eine Sonde, eine Kerze oder der Benzinschlauch (wie heisst das genau ?) sein. Also hoffe ich sehr, dass es nichts grösseres ist, weil sonst werd ich definitif auf einen Elektro-Roller oder so umsteigen. Langsam aber sicher reichts !