Unerwartet

Eigentlich dachte ich nicht, dass die gestrige Überraschung solch unerwartete Dinge in mir auslöst.

Wenn das 🌟-chen plötzlich vernebelte Gedanken hat, wurde das durch den 🐸 und seine 👑 verursacht…

Ich weiss, das klingt verwirrend… aber es hat damit zu tun … und – auch wenn ich mich wirklich über die Kontaktaufnahme gefreut und die Entschuldigung angenommen habe, hat es Erinnerungen hervorgeholt, welche ich jahrelang irgendwo vergraben (und durch Verdrängung auch vergessen) hatte…

Es ist kein Vorwurf und ich bin eigentlich sehr dankbar dafür – aber es beschäftigt mich.

Würd ich einfach nach Gefühl handeln, hätt ich ihm heut morgen geschrieben… aber ich hab mich im Griff – bis jetzt zumindest…

Was für eine Überraschung

Könnt Ihr Euch noch an M. erinnern ? Das war 2013…

Vor ein paar Tagen ist er mir in den Sinn gekommen und ich hab mich gefragt, wie es ihm wohl geht. Und wisst Ihr was ? Er hat mich soeben auf FB deblokiert und angeschrieben…

Zufall ?

Er hat sich auch bei mir für sein damaliges Verhalten entschuldigt. Ja, ich hab damals schon gelitten, aber inzwischen hab ich ihm vergeben und seine Entschuldigung angenommen.

Prioritäten setzen

Zuallererst kommen Sie, und dann erstmal lange nichts. D.h. dazwischen ist eine imaginäre Grenze. Alles andere als Sie ist bei weitem nicht so relevant.

Diesen Satz hat man zu mir gesagt – und einerseits ist das ja alles schön und gut, aber wenn ich nur für mich schaue, fühle ich mich sehr egoistisch, was dazu führt, dass ich mich im Endeffekt nicht gut fühle.

Ja, ich akzeptiere viele Dinge, ich mach viel für andere und manchmal sollte ich vielleicht „nein“ sagen. Aber das ist sehr schwierig für mich… und meistens fühl ich mich auch gut bei allem was ich tue.
Natürlich gibt es gewisse Dinge die ich mache, weil ich mich verpflichtet und verantwortlich fühle. Ich würde z.B. nie meinen Sohn vor die Tür setzen, auch wenn ich – rein rechtlich, rational und finanziell gesehen – das tun könnte. Aber das würd ich nicht übers Herz bringen.

Ich glaube, ich muss lernen, manchmal „nein“ zu sagen. Vielleicht ist dieser Artikel ein 1. Schritt.

Wie seht Ihr das ?

Gedanken am Sonntag

Gedanke 1
Wenn man jemanden zwar kennt, ihn aber noch nie gesehen hat, kennt man ihn dann wirklich ? Manche sagen, man kann sich nicht kennen, wenn man sich noch nie gesehen hat. Ich glaube das nicht – oder zumindest : ich will das nicht glauben.

Kommt es darauf an, was für Gespräche man führt ? Natürlich kann man sich hinter einem Whatsapp oder einer Email anders geben, als man wirklich ist. Wenn das Gegenüber einem vis-à-vis sitzt, traut man sich vielleicht weniger, wirklich zu sagen, was man problemlos schreibt ?

Aber ich glaube trotzdem, dass man den anderen nach einer gewissen Zeit kennt, mehr oder weniger erahnen kann, was für eine Reaktion kommt und es einem auch wichtig ist, wie der andere denkt, fühlt, empfindet.

Wie in jeder Beziehung – ob freundschaftlich oder amourös – denkt man an den anderen, stellt sich Fragen, wenn (lange) keine Reaktion oder Antwort kommt, macht sich vielleicht sogar Sorgen.

Frank ist so ein Freund. Ich kenne ihn, ohne ihn wirklich zu kennen. Er sagt oft, dass ich ihn ja gar nicht kenne – und doch wage ich zu behaupten, dass ich ihn relativ gut kenne. Aber vielleicht täusch ich mich ? Wie würde er wohl reagieren, wenn ich eines Tage plötzlich vor seiner Tür stehen würde ? Wäre er enttäuscht ? Wär ich enttäuscht ?

Gedanke 2
Eine gute Freundin von mir, ein paar Jahre jünger, ist dabei sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ihr Papa bald sterben wird. Sie überspielt das ziemlich und jedesmal wenn ich sie frage, wie es ihr geht, antwortet sie rethorisch „gut- und dir ?“ . Das ist eine Art Selbstschutz, denn ich weiss genau, dass es sie sehr beschäftigt und wenn es dann soweit ist, wird es ihr erst bewusst werden, wie sehr es sie trifft. Ich fühle sehr mit ihr und wenn ich daran denke, wie ich mich dabei fühlen würde, verwerfe ich den Gedanken sehr schnell wieder … ich will mir das gar nicht vorstellen !

Gedanke 3
Eine andere gute Freundin von mir, gleich alt wie ich, hat niemanden auf der Welt ausser ihrem Hund. Keine Familie, keinen Partner, nur ihren Hund. Sie tut alles für „ihr Kind“ .

Ihre Lebensgeschichte ist eher tragisch : Aufgewachsen im Heim, Vater Alkoholiker, Mutter im Rotlichtmilieu. Hat auf der Strasse gelebt, war Drogenabhängig von 12 bis 20 und schaffte den Entzug. Da hab ich sie auch kennen gelernt, als wir 20 waren. Und zwar dort – auf einem Bauernhof bei Leuten die ich kenne – wo sie den Entzug durchgezogen hat. Heute lebt sie von 100% IV. Ihr Körper ist total kaputt. Reden kann man mit ihr sehr gut, denn durch ihre Lebenserfahrungen hat sie gewisse Sichtweisen die jemand, bei dem immer alles glatt lief, niemals haben könnte.

Wir haben seit bald 30 Jahren regelmässig Kontakt, und wenn ich kann, dann helfe ich ihr. Wie z.B. nächsten Mittwoch. Da werd ich zu ihr fahren und ihren Husky hüten, damit sie zum von der IV gefordeten psychologischen Termin gehen kann.

Wenn ich an sie denke, muss ich sagen, dass mein Leben eigentlich super ist – trotz meinen Sorgen um die Kinder oder meiner finanziellen Kriese.

Autos mögen mich einfach nicht

Gestern hatte ich wieder mal den Beweis, dass Autos mich einfach nicht mögen.

Seit mitte Juni hab ich ja ein „neues“ Auto. Ok, ist ein Gebrauchtwagen von 2006, aber laut allen Leuten, die sich ein bisschen mit Autos auskennen, sollte ich mit diesem Wagen (Honda Jazz) NIE Probleme haben.

Tja, da haben sich alle getäuscht… gestern Abend, ich kam grad von der Tankstelle und fuhr in einen Kreisel, fing das Auto plötzlich an zu rucken, „hüpfte“ quasi in den Kreisel und blieb dann stehen. Mittendrinn, einfach so. Na super ! Hab dann die Warnblinke angeschalten, den Schlüssel rausgezogen, wieder rein gesteckt und versucht, wieder zu starten. Das gelang mir auch, allerdings leuchtete das Motorlämpchen orange auf.

Ich konnte immerhin noch bis nach hause fahren… kurz vor Ankunft erlosch das Lämpchen…

Heute morgen hab ich dann in der Werkstatt angerufen und die meinten, ich soll mit dem Auto vorbei kommen. Also bin ich heute mit den ÖV zur Arbeit gefahren und werde den Wagen morgen Nachmittag zur Werkstatt bringen.

Betet bitte für mich, dass es nur „eine Kleinigkeit“ ist. Der Garagist meinte, es könne eine Sonde, eine Kerze oder der Benzinschlauch (wie heisst das genau ?) sein. Also hoffe ich sehr, dass es nichts grösseres ist, weil sonst werd ich definitif auf einen Elektro-Roller oder so umsteigen. Langsam aber sicher reichts !

Eifersucht

Wieso ist man eifersüchtig ?

Grundsätzlich bin ich kein eifersüchtiger oder neidischer Mensch. Ich mag es den anderen gönnen, wenn sie glücklich sind, oder wenn sie sich Dinge leisten können. Mich stört auch nicht, wenn ich sehe, dass einige 3 oder 4 Mal pro Jahr weg fahren – ist doch schön für diese Leute, wenn sie es sich leisten können.

Es gibt allerdings manchmal Situationen, da bin ich eifersüchtig, obwohl ich eigentlich nicht mal wirklich einen Grund dazu habe. Aber das ist so ein Gefühl, das einfach plötzlich hoch kommt. Gerade gestern war so eine Situation. Und heute wurde ich nochmal darauf angesprochen und habe erklärt, dass ich das nicht bewusst extra mache – das kommt einfach.

Witzigerweise hab ich das nur bei gewissen Leuten und nicht mal bei denjenigen, wo solch eine Reaktion noch als „normal“ angesehen werden könnte…

Psychologie

Alles was wir tun oder nicht tun, hat psychologische Hintergründe.

Meine Prokrastination z.B. die letzten Wochen hatten damit zu tun, dass ich psychologisch gesehen Angst vor den Resultaten hatte. Lieber nichts tun – weil ich unbewusst und bewusst weiss, dass die Situation Scheisse ist – als dann konkret zu sehen, was alles falsch läuft.

Sohnemann ist jetzt seit Anfang 2020 (seit Corona) zu hause und tut nichts. Corona hat ihm sehr viel Angst gemacht. Ich musste ihn regelrecht zwingen, ab und zu mal 10 Minuten an die frische Luft zu gehen.
Sein Rythmus ist seitdem umgekehrt, sprich : er schläft tagsüber und ist nachts wach. Sein Zimmer sieht aus wie eine Müllhalde, er ist blokiert, irgendwas zu tun.
Er hat aus meiner Sicht Angst, dass er nichts schafft. Ich versuche ihn seit 2 Wochen zu pushen, endlich seinen Führerschein zu machen. Es fehlt noch ein Dokument, und dann kann er sich für die Theorieprüfung anmelden. Und ich werde da nicht locker lassen – denn ich bin überzeugt davon, dass er es bewältigt und dass ihm dieses Erfolgserlebnis dann – vielleicht – Mut macht, weitere Dinge in Angriff zu nehmen.

Psychologisch gesehen hat er – meines Erachtens – eine Depression. Ihn dazu zu bewegen, professionnelle Hilfe anzunehmen, scheitert seit Jahren. Und jemanden zwingen (solange er sich nicht selbst lebensbedrohlich gefärdet) bringt gar nichts. Die Person muss es selbst auch wollen. Und mein Sohn wird nächsten Januar 20 … !

Es gibt Tage wie heute, da weiss ich nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Ich hab schon so viele Dinge versucht :

  • Gut zureden
  • Erklären
  • Gemeinsam to-do Listen erstellen
  • nichts sagen
  • genervt sein und ihm die Leviten lesen
  • etc

Es bringt alles nichts. Nichts funktionniert. Ich weiss langsam echt nicht mehr, was ich noch tun soll…

Versagt ?

Manchmal frag ich mich, ob ich als Mutter versagt habe ?

Niemand macht alles richtig – das ist mir klar. Aber teilweise frag ich mich, was ich bei meinen Kindern besser hätte machen sollen oder können.

Natürlich hat niemand die Lösung und Menschen, die keine Kinder haben, können oft Theorie nicht von Realität unterscheiden. In vielen Dingen haben diese Leute recht, aber es ist 1. anders und 2. als man denkt…

Bedingungslose Liebe trägt dazu bei, dass man manche Dinge vielleicht falsch sieht, oder halt eben gefühlsmässig und nicht rational handelt.

Wär es besser, man würde das Gefühl aussen vor lassen ? Kann man das überhaupt ?

Sklave des Systems ?

Dieses Foto ist ein Netzfund… aber wenn das echt ist, finde ich das richtig gut. Sollte überall stehen. Ist auch für die Schweiz gültig.

Warum brechen wir nicht aus dem System aus ? Wenn alle mitmachen würden, hätten Die keine Chance. Aber das ist Utopie… Träumerei… Wunschdenken…

Mainstream-Medien, Indoktrinierung, Manipulation… das wird mit uns (nicht allen, aber vielen) gemacht. Und diejenigen, die das ganze durchschauen können nicht viel machen, weil sie auch in diesem System sind und irgendwie mitmachen müssen, weil sie sonst untergehen.
Es ist einfach zu sagen „ich zieh mich zurück, geh in ein Berghüttli und werd Selbstversorger“. Das ganze umsetzen ist – auch hier – ohne Kapital nicht möglich.

Wir sind einfach alle Gefangene und Sklaven… echt traurig !