Was gedacht wird – was wir wirklich wollen

Wir denken, wir wollen S*x. Dabei geht es gar nicht immer darum.

Wir wollen

  • Intimität
  • Berührt werden
  • Angeschaut werden
  • Angelächelt werden
  • Mit jemandem lachen
  • Uns sicher fühlen
  • Uns geborgen fühlen
  • Unsere Sorgen teilen
  • Komplimente bekommen
  • Verstanden werden
  • Zuhören
  • Unterstützt werden
  • Auf Augenhöhe sein
  • Das Gefühl haben, dass jemand einen wirklich sieht

Das ist es, wonach wir uns sehnen…

Schlaflos

Diese Nacht war ich wieder mal sehr lange wach.

Gestern ging es mir – zusätzlich zu meinem grippalen Zustand seit Sonntag – moralisch nicht so gut. Ich hatte irgendwie so eine Weltuntergangsstimmung.

Frank hatte gestern nicht viel Zeit… seine Worte, der Austausch mit ihm fehlte mir sehr. Irgendwie war er sehr wortkarg. Er hatte wohl viel zu tun, oder vielleicht auch einfach keine Lust gestern und ich versuchte so gut es ging, mich irgendwie zu beschäftigen (siehe weiter unten). Kurz vor 20h schrieb ich Frank (ich hatte vorher schon ein paar Mal geschrieben, worauf aber nur knappe Antworten kamen) :

[19:48] boelleli 🐘: Monsieur… vos paroles commencent à me manquer… 🥺
Ich weiss, Sie arbeiten… aber es ist halt so still…

[20:56] : Wirklich sehr still…
Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich keine Nachricht von Ihnen bekomme und ich spüre, wie sich alles in mir zusammenzieht, wenn es diese Stille gibt… und ich weiss nicht recht, wie ich damit umgehen soll. …


[20:59] Frank: So schnell gehe ich nicht kaputt

[21:01] boelleli 🐘: Das ist gut zu wissen…
Sie sind hoffentlich bald mit arbeiten fertig…
Geht grad nicht so wie ich möchte
😓

[21:04] Frank: Wie möchten Sie es denn gerne?

[21:04] boelleli 🐘: Weiss nicht, irgendwie grad nicht gut… 🤦🏻‍♀️😓
Dieser 🤧 ist mühsam, fühl mich schlapp und allein

Hab ein wenig ausgemistet heut Nachmittag… kam aber irgendwie nicht vorwärts.
RIO schauen war nicht so ne gute Idee (Nostalgie, aber das ist ’ne andere Geschichte)…
Abendessen allein (wie meistens)
Versucht zu lesen – Konzentrationsschwäche
TV nix G’scheites

Sie arbeiten (und ich wollt eigentlich gar nicht schreiben – mais c’était plus fort que moi)

Launen einer Frau ? Hab zwar manchmal das Gefühl, dass ich nicht so eine typische Frau bin… aber vielleicht ja doch… 🤷🏻‍♀️

[21:11] Frank: Vielleicht versuchen zu schlafen

[21:13] boelleli 🐘: Dafür hab ich zuviel im Kopf… geht nicht… ausserdem ist schlafen nicht die Lösung, sondern nur ein Mittel, sich nicht mit selbst zu beschäftigen…
[21:24]: Na ja, vielleich haben Sie morgen mehr Zeit… Sie scheinen noch viel Arbeit zu haben
Ich lass Sie…
Mals sehen, was ich tun kann, um das leide Gefühl los zu werden…

Eine knappe Stunde später, fragte Frank, wie es mir inzwischen gehe, worauf ich nur mit „nicht sonderlich“ antwortete. Ich betonte dann noch, dass es nicht an meinem grippalen Zustand läge, sondern meinem moralischen. Und um 23:19 schrieb ich :

Sie fehlen mir grad sehr…
Aber ich weiss, Sie haben auch ein Leben und ich bin nicht Ihre Priorität. Das ist auch richtig so. Ich bin schon sehr chanceuse, Sie überhaupt zu haben.
Ich werd noch ein bisschen raus gehen… halt das grad nicht aus…

Und ich fuhr mit dem Auto ein bisschen rum, hörte mir laut Musik an und landete schlussendlich auf dem Friedhofparkplatz (!).

Frank meinte noch, dass die Mitternachtsstimmung am See sicher interessant sei, worauf ich verneinend antwortete und erklärte, dass ich grad traurig sei. Wieso ? – Wusste ich nicht, hatte einfach Weltschmerzstimmung. Liegt vielleicht am Herbst ? Oder einfach an mir, weil ich zu emotional bin – was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt. Darauf meinte Frank, dass mich das auszeichne…

Sollte ich das als Kompliment nehmen ? Denke schon, aber ich fragte nur „in was? La connerie ? (Schwachsinn)

Es kam nichts mehr zurück.

Als ich knapp vor 1h wieder zu Hause war, schrieb ich ihm noch

Sorry, bin grad sehr drüber…
Dieses ständige auf und ab in den letzten Wochen macht mich echt wahsinnig…

Aber er war wohl inzwischen eingeschlafen…

Meine Nacht war relativ kurz, denn um halb drei war ich immer noch wach und jetzt seit 7h wieder… Ich kann mir denken, was Ihr denkt… und vielleicht ist das ein bisschen so – kann zumindest so interpretiert werden – aber das ganze hat mit meinem Naturelle zu tun; so wie ich das gestern hier geschrieben habe…

Beziehungsstatus : kompliziert

Das hab ich bei mir auf FB so angegeben – seit Jahren schon. Dabei hab ich überhaupt keine Beziehung 😅 – ausser zu mir selbst vielleicht.

Ich kenne andere, die diesen Beziehungsstatus leben. Aber wieso ist das so ? Wieso ist oder bleibt man in einer Beziehung, wenn sie kompliziert ist ? Was ist daran interessant ?

Aber wenn ich so darüber und mich selbst sinniere, verkompliziere ich meine Beziehungen ja grösstenteils wohl selbst… oder wieso bin ich immer von denen angezogen, die so oder so unerreichbar sind ? Ist das irgend ein Schutzmechanismus oder einfach nur schizophren ?

Wenn ich jemanden wirklich mag, dann zeig ich das auch (manchmal wohl zu sehr, zu viel, zu oft). Und wenn dann nichts oder weniger als erwartet zurück kommt, bin ich irgendwie frustriert. Ja, ich weiss, man sollte nicht von anderen erwarten, dass sie gleich agieren wie wir (wie ich). Aber dieses Gefühl kommt einfach. Und dann denke ich, dass ich den anderen damit nerve, störe und er sich dann (meinem Empfinden nach) irgendwie abweisend verhält.

Wenn ich in eine Beziehung investiere (ob Liebes- oder Freundschftsbeziehung), dann ganz oder gar nicht – aber das ist wohl falsch. Denn bis jetzt hatte ich noch nie eine Liebes-Beziehung (auch wenn es nur wenige waren) die wirklich so verlief, wie ich mir das wünsch(t)e … Vielleicht liegt es an der unterschiedlichen und gegensätzlichen Logik von Mann und Frau ? Aber ich kenne Männer, die doch ansatzweise gleich ticken wie ich…

Es muss an mir liegen, anders kann ich mir das nicht erklären. Aber was, oder besser wie, kann ich (es) ändern ? Soll ich mich verbiegen und anders werden als ich bin – gegen mein Naturelle ? Man kann doch irgendwie nicht aus seiner Haut, oder ?

Meine gedankliche Reflexion ist grad auf Hochtouren… aber irgendwie kann ich das alles grad nicht in Worte fassen…

Frank

Frank ist das neue Pseudonym für jemand, ein Freund, mein Chat-Partner.

Ich fand, dass obgenannte Bezeichnungen so unbedeutend sind. Und Frank bedeutet mir sehr viel – also bekommt er auch ein Pseudonym in meinem Blog.

Frank ist einzigartig.
Frank ist witzig.
Frank ist einfühlsam.
Frank ist interessant.
Frank ist gebildet.
Frank spricht mehrere Sprachen.
Frank ist vielseitig interessiert – man kann über alles mit ihm reden
Frank ist immer da wenn ich ihn brauche.

Frank wär eigentlich mein idealer Partner… aber, er ist viel zu weit weg und (laut seiner Aussage – ich finde das nicht !) zu alt für mich. Das Einzige, was ich bis jetzt (wenn überhaupt) beanstanden könnte, wär dass er keinen Käse mag 😀 . Ich liebe Käse – normal als Schweizerin… ein Leben ohne Fondue und Raclette ist unvorstellbar 😀

Ich weiss auch nicht, aus welchem Grund mich solche Männer immer anziehen. Wenn ich zurückdenke, an den Anfang meines Liebeslebens (also mein 1. Freund mit 14, über meine 1. grosse Liebe, bis hin zu meiner gescheiterten Ehe und dem letzten „Freund“ ), waren ALLE ohne Ausnahme geographisch nicht in meiner Nähe. Nie.

Ich frage mich, wieso das so ist ? Habe ich Angst davor, weil ich – wenn’s denn auseinander geht – nicht will, dass ich der Person weiterhin über den Weg laufe ?

Der einzige, der noch in meiner Nähe ist (15km ca) ist mein Ex-Mann. Und den brauch ich nun wirklich nicht zu sehen. Der ist sowas von unsensibel, herablassend, verletzend, egoistisch, unreif und unverantwortlich…

Es ist wohl mein Schicksal…

5h30

Um 5h30 erwacht… keine Chance, nochmal einzuschlafen… ich war einfach *zack* wach – wie auf Knopfdruck. Ich mag das gar nicht. Aber ich steh halt dann auf, denn ich liege nicht gern wach im Bett. Ausserdem bekomm ich vom langen Liegen zusätzlich stärkere Rückenschmerzen und wenn ich mehr als 6 Stunden schlafe, hab ich meistens auch Kopfschmerzen.

Mein Vater nennt das senile Bettflucht … also nicht dass ich denke, dass ich senil bin, aber ich habe seit einiger Zeit (eigentlich sind es schon einige Jahre) wirklich grosse Mühe, lange zu schlafen. Eigentlich bin ich gern früh morgens wach. Es ist dann alles still und ich kann in aller Ruhe diese Stille geniessen… wenn da seit einiger Zeit nicht wieder diese Gedanken wären… Pierre ist momentan weniger präsent – Gott sei Dank – dafür jemand anders, der mir irgendwie keine Ruhe lässt. Es ist wirklich ein sehr einfühlsamer und lieber Mensch und doch – obwohl ich ihn im richtigen Leben gar nicht kenne und auch erst seit 3 Monaten viel mit ihm kommuniziere – habe ich das Gefühl, ich kenne ihn schon ewig. Ich weiss nicht, wie ich dieses Gefühl interpretieren soll… aber wenn es das ist, was ich so langsam vermute, dann bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich gut ist…

Vor zwei Tagen schrieb mir dieser Mensch eine sehr berührende Nachricht. Ich las sie im Büro und musste mich beherrschen, meinen Emotionen nicht freien Lauf zu lassen. Es waren positive Emotionen, ich war positiv berührt und es tut gut, solche Worte zu lesen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Menschen – wenn für den Moment auch nur virtuell – in meinem Leben habe…

Endlich…

… habe ich meine Steuererklärung (auf den letzten Drücker wie immer) abgeschickt.

Wieder etwas getan, das auf der To-Do Liste gestrichen werden kann 🙂

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende !

Warten…

Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Warten verbringe. Bei gewissen Dingen muss man warten, dass ist mir klar und logisch, aber bei anderen Sachen gäbe es vielleicht Möglichkeiten, etwas zu beschläunigen, wenn man nicht einfach passiv wartet.

Jemand sagte mir, dass ich – was Pierre betrifft – passiv warten soll. Aber wär pro-aktives Warten nicht besser…? Diese Warterei lähmt mich zunehmend. Ich hätte eigentlich tausend Dinge zu tun (Steuererklärung, Haushalt, Mozart üben, Sohn in den Hintern treten, ausmisten, lesen, schreiben,…), aber ich hab einfach die Kraft nicht… und dann wird das Warten zur Qual.

Und wärend ich so warte, „strickt es“ in meinem Kopf. Ich stelle mir tausend Fragen und bekomme keine Antworten. Ich kann mir nur irgendwelche Ausreden vorstellen, oder Schreckens-Zenarien, oder negative, traurige Erklärungen.

Es kommt vor, dass ich mir manchmal sage, ich sollte zwischenzeitlich andersweitig schauen. Und es gäbe vielleicht auch jemand. Aber diese Person gibt mir zu verstehen, dass das – aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will, die ich teils verstehe und akzeptiere, teils aber auch nicht – nicht möglich ist und er nicht will. Und das habe ich auch zu akzeptieren – man kann niemande zu etwas zwingen – auch wenn es manchmal schwer fällt.

Vielleicht ist es irgendwann zu spät, weil ich einfach zu lang gewartet habe – oder der andere zu lang wartet, mich mindestens zu informieren, was er vor hat oder möchte ? Dann sieht’s irgendwann so aus :

Wie macht Ihr das, oder was macht Ihr, wenn Ihr auf etwas wartet, das mit Sentimentalität zu tun hat ?