Beklemmendes Gefühl

Gestern ging ich sehr früh zu Bett. Aber nicht um zu schlafen, sonder einfach um mich hinlegen zu können. Ich habe ja seit knapp einem Monat kein Sofa mehr, nur noch 2 grosse Ohrensessel :

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Die sind zwar äusserst bequem, aber man kann sich halt nicht hinlegen und die Beine ausstrecken 😀

Ich lag also im Bett, war ein bisschen auf FB, Insta und TikTok und schrieb meinem lieben Chat-Partner. Das letzte Mal online war er um 20h04 … und es kam keine Reaktion. Ok, dachte ich, er ist sicher beschäftigt und wird sich – hoffentlich – später melden. Als bis kurz vor 23h immer noch keine Antwort gekommen war (ich hatte nämlich am frühen Abend eine Frage gestellt), fing ich an, mir ein wenig Sorgen zu machen und fragte, ob alles ok sei ? Auch da kam nichts zurück. Vielleicht schlief er schon ? Wäre eine Möglichkeit, aber irgendwie stieg je längs je mehr ein beklemmendes Gefühl auf. Das wurde mit der Zeit so stark, dass es regelrecht weh tat.

Alles in mir zog sich zusammen, und ich hatte ein enormes Traurigkeitsgefühl. Das war wirklich fast erschreckend und ich begriff nicht, wieso das so plötzlich kam. Schlussendlich bekam ich einen regelrechten Heulanfall. Ihr denkt sicher, ich sei nicht ganz dicht. Aber ich musste wirklich weinen – die Tränen kamen einfach so.

Dann, um kurz vor Mitternacht kam eine (etwas) ernüchternde, knappe Nachricht. Aber das war egal, er hat sich immerhin gemeldet. Ich war immer noch traurig, aber nach ca 45 Minuten war ich dann wieder etwas ruhiger und konnte schlussendlich gegen viertel vor eins einschlafen.

Heute morgen war das beklemmende, traurige Gefühl sehr abgeschwächt – aber ganz weg ist es noch nicht…

Es gibt noch Mitgefühl

Ich weiss nicht, ob ich es Mitgefühl, Menschlichkeit oder christliche Nächstenliebe nennen soll. Jedenfalls bekam ich am Sonntag und Montag überraschenderweise Spenden für meine Autoreparatur und andere Schulden.

Ich war wirklich total dankbar und wusste gar nicht richtig, wie ich darauf reagieren soll.

Auch wenn einige dieser liebevollen Menschen meinen Blog nicht kennen, möchte ich auch hier nochmals DANKE sagen. Ich bin einfach nur überwältigt.

Begegnungen

Es gibt im Leben Begegnungen, die passieren einfach. Plötzlich hat man einen Menschen in seinem Leben, der einem wichtig geworden ist. Man fragt sich, wieso genau dieser Mensch in unser Leben getreten ist.

Mir ist das passiert. Und zwar seit Anfang Juli. Dieser Mensch hat in kürzester Zeit eine grosse Bedeutung für mich bekommen. Unsere tägliche Kommunikation bereichert mein tägliches Leben und gibt mir viel. Dieser Mensch ist etwas ganz besonderes und hilft mir oft sehr mit seinen Worten. Er bringt es fertig, mich zu motivieren, mir Mut zu machen, mich wieder aufzubauen wenn ich ein Down habe und mich so zu nehmen wie ich bin. Er ist immer da wenn ich ihn brauche. Auch wenn wir uns nur virtuel begegnet sind : ich habe das Gefühl, dass ich ihn schon ewig kenne und ich möchte ihn nie wieder missen.

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Vielleicht treffen wir uns mal – auch wenn er das nicht will, für den Moment zumindest – aber wünschen würde ich es mir schon…

Danke, lieber Mensch, dass Du da bist !

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Aufbruch

Entferne dich von alten Wegen
tritt einfach aus der alten Spur
geh einem neuen Ziel entgegen
präg einfach eine neue Spur.
Verlasse die gewohnten Pfade
schlag eine andre Richtung ein
geh kurvig anstatt nur gerade
dein Leben wird viel bunter sein.

Marion von Vlahovits

Alte Zeiten

Am letzten Samstag bekam ich einen WhatsApp-Anruf einer unbekannten Nummer. Ich nehem keine Anrufe entgegen, wenn ich die Nummer nicht kenne… 3 Minuten später hat die selbe Nummer wieder angerufen, diesmal allerdings auf der normalen Telefonlinie, also nicht über WhatsApp. Auch da nahm ich nicht ab – wenn’s wirklich was wichtiges ist, wird die Person eine Nachricht hinterlassen.

Und tatsächlich, es wurde eine Nachricht hinterlassen… es war eine ehemalige Nachbarin aus meiner Kinderheit (als ich zwischen 2 und 7 Jahre alt war). Sie sei gerade mit ihrem Mann in der Gegend und sie würden uns (also Mama und mich) gerne morgen abend (also Sonntag) zum essen einladen. Da sie noch Kontakt mit meinem Vater haben, konne er ihnen unsere Nummern geben…

Ich hatte nicht mal Zeit, meiner Mama Bescheid zu geben – Mama war schneller, denn sie hatte genau die selbe Sprachnachricht erhalten 😀

Wir haben uns dann am Sonntag zum Abendessen getroffen und schwelgten in alten Zeiten. Diese ehemaligen Nachbarn sind ein paar Jahre jünger als Mama und ich war als Kind oft bei ihnen. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit und war ein wirklich toller abend !

Zeichen

Vor etwa einem Monat habe ich einen Eintrag über Kartenlegen gemacht. Wie dort schon beschrieben, glaube ich jetzt nicht alles was da erzählt wird und doch – seit gut einem Monat – stoplere ich immer wieder über solche Kartenlegungen die meine Situation beschreiben. Villeicht bilde ich mir das alles auch nur ein ?

Ich glaube an Übernatürliches. Auch wenn man als Christ z.B. nicht an Reinkarnation glaubt – ich tue es ! Und so glaube ich auch an gewisse Zeichen. Seit vielen Wochen (genauer gesagt, seit die Kommunikation mit Pierre Ende Juli intensiver wurde) sehe, respektive finde ich immer wieder Federn, sehe ich bestimmte Formen bei Wolkenbildungen, gestern sah ich sogar einen Regenbogen, obwohl es nicht geregnet hat und nur die Sonne schien…. manchmal spüre ich auch, dass es Pierre schlecht geht – erklären kann ich es nicht, ich fühle es einfach. Das sind Momente, in welchen es mir ausgesprochen schwer fällt, ihm nicht zu schreiben. Ich weiss, dass er Zeit braucht. Ich weiss, dass seine Situation schwierig ist. Ich will ihn nicht zusätzlich stressen oder Druck machen – aber vielleicht würde es ihm gut tun ? Ich bin dann immer hin- und hergerissen, weiss nicht, wie und ob ich agieren soll. Bis jetzt habe ich es nicht getan.

Jedenfalls sehe und spüre ich seit einiger Zeit überall Zeichen, und irgendwie ist mir das fast ein bisschen unheimlich…

Müssen tut man gar nichts (ausser sterben)…

Oft bekomme ich zu hören oder lese ich „du musst…“ – NEIN ! Müssen tut man gar nichts (ausser sterben) …

Ein Freund sagt mir, man „müsse“ nicht, aber es alternativlos als einzig sinnvoll erachten, dies oder jenes zu tun oder zu unterlassen. Aber das ist nicht immer einfach.

Wenn gefühlsmässig grad alles drunter und drüber geht, immer wieder die selben Gedanken kommen und man mir dann sagt „du musst halt loslassen“, „du musst dich andersweitig umsehen“, „du musst dich beschäftigen“, etc ist das vielleicht gut gemeint, aber es bringt mir nicht sehr viel… Es ist nicht easy – jedenfalls für mich nicht – einfach zur Tagesordnung über zu gehen.

Natürlich beschäftige ich mich und versuche, mich abzulenken : lesen (ich habe mir das Buch MÄNNER SIND VOM MARS, FRAUEN VON DER VENUS gekauft; sehr aufschlussreich und interssant), schreibe hier im Blog oder für mich, arbeite (keine wirkliche Wahl), Musik (singen im Chor, hören/sehen auf Youtube, im Auto), TV (irgendwelche doofen Soaps), obgenanntem Freund schreiben (der immer versucht, mich dazu zu bewegen, einen Millionär zu finden :-D, mir aber auch sehr hilft, wenn ich grad mal wieder ein Down habe), Freundinnen/Bekannte treffen, usw. Aber die Gedanken und Gefühle kommen halt immer wieder…

Manche sagen, ich übertreibe und können sich überhaupt nicht vorstellen, wieso ich „so drauf“ bin. Wieso ich mich so „verbeisse“, mich selbst so“quäle“. Aber ich mach das nicht extra. Es kommt einfach über mich. Dieses Gefühl, diese Gedanken sind nicht erfunden oder erträumt – die sind echt. Und diese Warterei die ganze Zeit macht mich wahnsinnig. Pierre nicht zu schreiben erfordert enorme Selbstbeherrschung. Ja, er wird sich dann schon melden, wenn er soweit ist. Ok – aber inzwischen „muss“ ich Wochen oder Monate (?) warten… Nein ! werden einige sagen. Vergiss ihn einfach ! werden andere mir raten. Lass los ! kommt von den nächsten und Schau‘ dich andersweitig um ! meinen die letzten.

Sorry, aber das geht einfach nicht… Oder findet Ihr es normal, jemanden zu küssen und dabei an jemand anderen zu denken ? Ja, das ist mir schon passiert… leider… und ich kann Euch sagen, dass ist weder angenehm, noch respektvoll der anderen Person gegenüber ist.

Also: falls Ihr irgendwelche – noch nicht genannte – Tipps für mich habt : Her damit !

Nimm meine Hände

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So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich
Ich mag allein nicht gehen,
Nicht einen Schritt
Wo du wirst geh’n und stehen,
Da nimm mich mit.

In dein Erbarmen Hülle
Mein schwaches Herz
Und mach es gänzlich stille
In Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen
Dein armes Kind;
Es will die Augen schließen
Und glauben blind.

Wenn ich auch gleich nicht fühle
Von deiner Macht,
Du bringst mich doch zum Ziele
Auch durch die Nacht.
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich.

Julie Katharina von Hausmann
(1826-1901)