Tag-Archiv | Liebe

Kriterien

Seit etwa einer Stunde suche ich einen alten Blogeintrag von mir, aber ich finde ihn einfach nicht… 😠 Es geht dabei um Kriterien, welche ein potenzieller Mann in meinen Augen haben sollte.

Warum ich diesen Eintrag suche ? Nun, jemand hat mir gesagt, dass er gemäss meinen „Anforderungen“ nicht ins Profil passt und ich wollte gern nachlesen, was ich da genau geschrieben haben.

Aus heutiger Sicht (damals hatte ich vielleicht eine andere), finde ich Männer interessant, wenn sie kultiviert sind, sich für vieles interessieren, man sich angeregt unterhalten – vielleicht auch debatieren – kann und sie nicht nur an das Eine denken. Und natürlich sollte er einfühlsam, romantisch und bodenständig aber nicht egositisch und von sich selbst eingenommen sein. Künslter-Typen mit Diva-und Künstler-Allüren ziehen mich zwar an, sind aber zu anstrengend. Wie ich irgendwo geschrieben habe, sind die interessanten Männer entweder vergeben oder zu alt und wohnen meistens zu weit von mir weg.

Aber was ist alt ? Ich bin jetzt 48 (auch wenn ich mich höchstens wie 35 fühle) und ein „zu alter Mann“ wäre mindestens 65 oder älter. Ich würde lieber einen „älteren“ als einen „zu jungen“ Partner haben. Eine sehr gute Freundin von mir ist mit einem über 20 Jahre älteren Mann verheiratet und sie scheinen sehr glücklich miteinander. Spielt das Alter wirklich eine so grosse Rolle ? Wo die Liebe hinfällt – oder ?

Und was ist „zu weit weg“ ? Man(n) sagte mir, dass für eine interessante Person, oder besser für eine Frau jeder Weg auf sich genommen wird und man(n) halt hinfährt. Das ist ehrenswert, sicher, aber das wär dann wieder Liebe auf Distanz. Grundsätzlich habe ich dagegen nichts. Was bei so einer Beziehung meines Erachtens das Wichtigste ist : Vertrauen – blindes Vertrauen. Reaktivität auf Nachrichten (sms, whatsapp, mail) empfände ich auch als essenziell.

Und der Mann muss sich einfach bewusst darüber sein, dass ich nicht von hier wegziehe – ausser auf eine Alp in den Bergen, mit 2 Geissen (Ziegen), ein paar Hühnern, einem Hund und Katzen und als Selbstversorger. So wie Heidi und der Alpöhi (das soll jetzt in keinster Weise eine Anspielung aufs Alter sein !)

Also, falls jemand von Euch meinen gesuchten Blogeintrag findet, darf er ihn mir gerne in der Kommentarfunktion verlinken 😉

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und warte freudig auf Nachrichten von Euch 😉

Liebe

Und dann gibt es Menschen, die wissen, wie man „Ich liebe dich“ sagt, ohne „Ich liebe dich“ zu sagen.
Wahrscheinlich, weil sie es mit Liebe tun.

… und wie auch immer Dein Weg aussieht… nichts ist von grösserer Bedeutung, als darauf so richtig viele Spuren der Liebe zu hinterlassen.

Entscheide dich, glücklich zu sein!

Die meisten Menschen, wenn sie unglücklich sind, meinen, daran seien allein äußere Bedingungen oder andere Personen schuld. Das ist ein Irrtum! Einzig der Mensch selbst kann für sich die Entscheidung treffen, glücklich oder unglücklich zu sein. Wer glücklich sein will, der versuche einfach, nach diesen Regeln zu leben:

1.

Liebe dich selbst.

Lerne dich selber anzunehmen und zu mögen, wie du bist, mit deinen Stärken und Schwächen. Mache dir bewußt, daß du einzigartig bist auf dieser Welt und unendlich kostbar. Nimm dir ausreichend Raum und Zeit für dich, gehe liebevoll mit dir um, und tu dir Gutes. Spüre deinen Körper, höre darauf, was er dir sagen möchte, und sei aufmerksam für die Bedürfnisse, die er dir signalisiert.

2.

Sei gelassen.

Betrachte deine Ziele und Wünsche, deine Sorgen und Ärgernisse nicht mit übertriebenem Ernst und nimm dich selber nicht zu wichtig. Lerne über dich und deine Fehler zu lachen,antstatt überehrgeizig und verkrampft zu sein. „Wer sich nicht selbst zum besten haben kann, der ist bestimmt nicht einer von den besten!“, sagt Goethe.

3.

Sei dankbar.

Empfinde deine Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens, für die täglich neu aufgehende Sonne, für die Farbenpracht des Herbstes, für jede Stunde ohne Schmerzen, dafür, daß du Luft zum Atmen hast und Menschen, die gut zu dir sind. Dankbarkeit ist die schönste Form des Glücks. Zeige anderen Menschen deine Dankbarkeit, und teile dein Glück mit ihnen.

4.

Gehe mit dir in die Stille.

Jeden Tag ein paar Minuten in der Stille zu sein hilft dir, zu deiner inneren Mitte zu finden. Es hilft dir, gelassener zu werden, Unvermeidliches annehmen zu können, wie es ist, und mit Problemen leichter umgehen zu können. Es hilft dir, Antworten auf Fragen zu finden und Zufriedenheit mit dir selber zu fühlen.

5.

Atme richtig.

Die richtige Atmung ist das Fundament für ein glückliches Leben. Atme tief, spüre, wie sich dein Bauch dabei vorwölbt, behalte die Luft ein Weilchen in dir, und atme ganz langsam wieder aus. Gewöhne dir diese Atmung an, und du wirst staunen, wie wohl sie auch deinem seelischen Befinden tut.

6.

Lebe den Augenblick.

Konzentriere dich ganz auf das, was du gerade tust, ganz gleich, was es auch immer ist. Genieße das Jetzt als etwas Unwiederholbares. Wenn deine Gedanken abwandern, hole sie immer wieder in den Augenblick zurück. So erlebst du dein Gegenwärtigsein in seiner ganzen Tiefe.

7.

Erlebe die Welt mit wachen Sinnen.

Nimm alles, was dich umgibt, mit neugierigem Blick wahr. Schau die Dinge, mit denen du täglich umgehst, mit staunenden Augen an, so als sähest du sie zum ersten Mal. Du wirst überrascht sein, was du dabei alles entdeckst, und welche Freude dir daraus erwächst. Nimm kein Ding, keinen Handgriff, keinen Weg als selbstverständlich hin, sondern suche immer wieder das noch Unbekannte, Spannende darin. Dann wird dein Leben, und sei es noch so eintönig, wahrhaft reich.

So ist Glücklichsein möglich!

Das habe ich bei vielen schwerkranken und notleidenden – und trotzdem glücklichen – Menschen bestätigt gefunden.

© Eberhard E. Küttner 3.10.2005

Worte einer Verstorbenen

Mein Name ist Beatrice (Bea für Freunde).

Ich bin im Mai dieses Jahres 73 Jahre alt geworden. Vor drei Wochen hat mein Herz aufgehört zu schlagen! Ohne Vorankündigung und ohne Verzögerung bin ich gegangen … aber ich bin noch nicht nach oben gegangen, ich bin nicht dem weißen Licht gefolgt, ich wollte ganz sicher nicht diese Mega-Party verpassen, die sie für mich vorbereiten!

Es gibt Blumen – überall – ich liebe Blumen! Ich habe seit Jahren keine mehr bekommen!

Ich werde mich bald auf den Weg machen, um meinen Gino zu finden! Gino, das ist mein Mann Er hat uns 2009 nach einem Unfall verlassen. Ich glaube, ich habe mich nie davon erholt; weil mein Körper mir seither schreckliche Schmerzen bereitet hat.

Heute scheint der Tag der Beerdigung zu sein… ja, meine Beerdigung! Ich weiß nicht, wie viele Leute hier sind … 50-60-100 ? aber ich kann Ihnen eines sagen : ich habe selten so viele Leute gesehen, die mich zu meinen Lebzeiten besucht haben!

Meine Tochter Marie ist gerade mit ihrem Stéphane (die Viel-reisenden) hereingekommen. Sie kommen gerade aus Los Angeles und sehen so gut aus mit ihrem Urlaubs-Teint! Der Halbruhestand passt perfekt zu ihnen. Sie laufen ständig zwischen dem Golfclub, dem Boot und dem Flughafen hin und her, um die Welt zu erkunden!

Ohhhhh…. sogar die kleine Alice ist hier. Alice ist meine Urenkelin… sie läuft, ich habe sie noch nicht laufen sehen! Um ehrlich zu sein, ich wusste nicht einmal, dass sie läuft! Katrine (meine Enkelin) hatte es mir nicht gesagt! Katou (für die engsten Freunde) ist überlastet, da sie zwischen ihrer Arbeit, dem gemeinsamen Sorgerecht für Alice, ihrem neuen Freund und ihren Kindern hin- und hergerissen ist! Man kann leicht verstehen, dass ihr die Zeit davonläuft! Ich habe sie seit mindestens sechs Monaten nicht mehr gesehen!

Mein Sohn ist auch da – wie schön er ist, mein Großer! Er ist ein wenig nervös, aber er ist so sehr damit beschäftigt, sein Imperium zu leiten (wie er es so schön sagt), dass es sehr schwierig war, Zeit zu finden… Manchmal kam er zu mir nach Hause, fünf Minuten zwischen zwei „Meetings“ und zwei Telefonaten mit dem Smartphone.

Mein Bruder, meine Schwestern, Cousins, Cousinen und Freunde sind auch hier… alles Leute, die ich schon sehr, sehr lange nicht mehr gesehen habe! Das letzte Mal, dass ich einige von ihnen habe, war bei Ginos Beerdigung, … glaube ich!

Die letzten Jahre waren nicht leicht für alle, auch nicht für mich! Ich war oft (die ganze Zeit) allein zu Hause, ohne und/oder wenig Nachricht von meinen Kindern, Enkeln, meinem Bruder und meinen Schwestern… Ich fand es schwierig, aber vor allem zeitweise sehr langwierig!

Eines Tages ging ich in den Laden und kaufte mir ein „intelligentes“ (wie sie es nennen) Telefon, um das Internet zu lernen! Der kleine Nachbarsjunge brachte mir bei, wie man SMS schreibt! Ich dachte, das würde die Kommunikation mit meinen Kindern erleichtern, aber trotz allem blieb mein Telefon stumm! (Tssssss…es war an und geladen…denken Sie nicht, dass ich eine senile alte Frau bin).

Da ich nicht stören wollte, habe ich mehrmals leise geweint. Von Zeit zu Zeit ließ ich sie wissen, wie es mir geht… in der Hoffnung, sie öfter zu sehen, aber vergeblich!

Nach meinem Ableben musste ich fünf Tage warten, bis mich jemand fand! Ich war zu Hause in meinem Bett. Marie (meine Tochter) war in Los Angeles im Urlaub und rief die Polizei an, weil sie sich Sorgen machte, da ich nicht auf Anrufe reagierte. Gott sei Dank hat mich ein Polizist gefunden!

Jetzt höre ich den Gesprächen zu und es ist schön zu hören, dass die Leute gut über mich reden, sie erzählen Anekdoten, die manchmal traurig, manchmal lustig sind!

Viele weinen und sagen: Ich hätte es wissen müssen!

Hätte ich es gewusst, Mama, hätte ich mehr Zeit mit dir verbracht… hätte ich es gewusst, Schwester, hätte ich dich öfter gesehen!

Hätte ich gewusst…Hätte ich gewusst…. jeder auf dieser Welt weiß doch, dass das Leben ein Verfallsdatum hat und wir es nicht kennen!

Sie sagen: „Hätte ich gewusst“ und ich frage mich, warum? – Warum hast du mich nicht öfter angerufen?

Warum haben wir nicht mehr gemeinsame Ausflüge gemacht? Und sei es nur eine Fahrt mit dem Auto, ein Eis essen oder ins Theater gehen?

Warum haben Sie Ihre Nasen immer in Ihre Handys gesteckt, wenn Sie mit mir zusammen waren, und jetzt bitten Sie die Leute, die Handys nicht hervor zu nehmen, weil es im Beerdigungsinstitut „angeblich“ unhöflich ist?

Warum haben Sie mir bis heute keine Blumen geschickt? (Das Schlimmste ist, dass ich meine Tochter sagen höre, dass sie unbedingt will, dass ich von nun an in jedem Frühjahr frische Blumen bekomme).

Warum, warum, warum?

Ich bin nicht betrübt, wütend oder enttäuscht… Es geht mir gut, aber ich denke, dass viele „Hätte“ und „Warum“ hätten vermieden werden können!

Jetzt ruft mich Gino … ich nehme an, dass ich in Frieden gehen kann… auf Wiedersehen, alle zusammen!

Pssssst… Noch eine kleine Sache:

Bitte vergessen Sie nicht, den Menschen, die Sie lieben, Zeit zu schenken, reden Sie miteinander, lieben Sie sich, seien Sie nicht zu nachtragend… Das Leben besteht aus Versuch und Irrtum! Verlieren Sie nicht Ihre grundlegenden Werte!

Helfen Sie anderen, versuchen Sie nicht, andere zu übertrumpfen, um sich selbst zu verbessern! Bringen Sie anderen Menschen Ihr Wissen bei, teilen Sie Ihr Wissen, sprechen Sie zusammen meine Güte!

Manchmal genügt eine kleine Geste, ein kleines Wort oder ein Lächeln, um jemanden aus seiner Einsamkeit, Isolation oder Angst zu befreien.

„Das Leben hängt an einem Faden“. Ein Faden, so dünn, so zerbrechlich … zu leben ist ein Privileg, das wir jederzeit verlieren können. Wir versuchen, alles zu kontrollieren, aber wir können das Ende nicht vorhersagen oder verhindern“.

Vermeiden Sie: hätte ich gewusst, dass … und … Reue!

Kümmern Sie sich um Ihre älteren Mitmenschen und all die anderen Menschen um Sie herum.

Vergessen Sie nie, dass Sie die Älteren von morgen sind!

Gino sagt, dass ich zu viel rede… das hat er mir 45 Jahre lang gesagt …  kann man wirklich zu viel reden? Ich sollte besser gehen… bevor er sagt, dass ich nur schwafle und klatsche!

Bis bald, meine Lieben, meine Freunde! Beatrice 2017

Aus dem Französichen übersetzt –  Original Copyright (c) Nathalia Grenier

Gefühle

Es gibt Zeiten im Leben, da halten wir unser größtes Glück auf Erden in unseren Händen, und behalten es ein Leben lang in unseren Herzen, denn die Liebe und die Gefühle für sein Kind können keine Worte dieser Welt auch nur annähernd beschreiben…

(Texquell unbekannte – Bildquelle unbekannt)

Valentinstag

Ein Augenblick – ein Liebesblick

Liebe ist ein Blick,
merke ich, als du mich ansiehst,
mich streifst mit einem liebevollen Blick
nur ein Augenblick, der Blick, dann… vorbei!

Liebe ist ein Blick,
merke ich, als du mich ansiehst,
dein begehrender Blick auf meine Haut trifft
nur ein Augenblick, der Blick, dann… vorbei!

Liebe ist ein Blick,
merke ich, als du mich ansiehst,
Sehnsucht, Besorgtheit, Verlangen, Fürsorge – alles gemischt
nur ein Augenblick, der Blick, dann…vorbei!

Im Augenblick ein Liebesblick und eine Frage bleibt:
Bleibt die Liebe länger als der Liebes-Augen-Blick?

Leere

Mein Herz ist leer,
ich liebe dich
nicht mehr.
Erfülle mich!
Ich rufe bitterlich
nach dir.

Im Traume zeig
dich mir
und neig
dich zu mir her!

Erfülle mich
mit dir
auf ewiglich!

Ich trag’s nicht mehr, –
ich liebe dich
zu sehr.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Beim Erwachen

Tiefer ins Morgenrot versinken die Sterne alle
Fern nur aus Träumen dämmert dein Bild noch vorüber,
Und weinender tauch‘ ich aus seliger Flut. –
Aber im Herzen tief bewahr‘ ich die lieben Züge,
Trage sie schweigend durch des Tages Gewühle
Bis wieder zur stillen träumenden Nacht.

Ein Valentinsgedicht von Joseph von Eichendorff 1788 – 1857

Mein Herz steht leer

Der graue Tag
Legt seine Wolken an meine Brust,
Mein Herz steht leer.
Mein Herz ist dunkel und wolkenschwer,
Ich habe so lange nicht mehr geküsst,
Ich küsse so gerne.
Lippen und Seele warten auf dich,
Du Herz der Ferne.

Max Dauthendey 1867 – 1918

Du

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Der Seelenschmerz
Das Verlangen nach Dir
Zerreisst mein Herz
Ich will zu Dir

Es schreit in mir drinn‘
Will Eins sein mit Dir
Gehst mir nicht aus dem Sinn
Bitte komm zu mir

Deine Nähe zu spüren
Deine Küsse zu schmecken
Ich möcht Dich berühren
Ich möcht Dich entdecken

Die Sehnsucht nach Erlebtem
Wächst von Tag zu Tag
Uns’re Körper bebten
Wie ich das wohl aushalten mag?

(c) boelleli 2018

Beziehung suchen?

Vor 2 Tagen hatten wir im Büro am Mittagstisch ein Gespräch über Beziehungen. Irgendwann erwähnte ich, dass ich eigentlich ganz froh bin, allein zu sein. So muss ich keine Rücksicht nehmen oder Kompromisse eingehen. Wenn ich eine politische Diskussion oder einen Gottesdienst am TV schauen will, oder aber plötzlich um 21h eine Freundin anrufe oder meine Mama vorbei kommt, muss ich niemanden fragen / informieren /Rechenschaft ablegen. Ich kann einfach tun und lassen wie’s mir gerade passt.

Da meinte die Chefin der Human Ressources: Sie wollen also lieber ihr ganzes Leben allein sein, als mal einen Kompromiss einzugehen?

Nein! So habe ich das nicht gemeint. Was ich damit sagen wollte ist eigentlich folgendes: ich bin nicht frustriert, weil ich niemanden habe, ich SUCHE nicht nach einer Beziehung. Ausserdem lebe ich schon seit Anfang 2011 mit meinen Kindern allein und habe halt so meine/unsere Gewohnheiten. Sollte sich aber irgendwann mal etwas ergeben, bin ich natürlich nicht abgeneigt und auch bereit, eventuelle Kompromisse einzugehen. Allerdings glaube ich kaum, dass ich mit jemandem zusammen ziehen würde (zumindest solang die Kids noch zu hause sind).

Ich versteh halt einfach nicht, dass es Menschen gibt, die unbedingt immer jemanden haben müssen. Ich lebe nach dem Prinzip: Lieber allein, als schlecht begleitet.

Natürlich sehne ich mich manchmal (vorallem halt abends) nach Nähe. Das muss nicht unbedingt körperliche Nähe sein – eine simple Präsenz würde manchmal reichen. Trotzdem bin ich aber weder frustriert noch unglücklich. Im Gegenteil: Ich würde mich selbst als ziemlich positiv, ausgeglichen und zufrieden bezeichnen.

Das Einzige, was mir allerdings manchmal zu denken gibt, ist: Wenn meine Kinder mal ihr eigenes Leben leben, wenn meine Mama mal nicht mehr da ist… dann werde ich wohl ziemlich oft allein sein… Aber das ist ja nicht gleich morgen der Fall. Darum: Ich geniesse das Leben und freue mich über kleine Dinge. Lasse schlechte Gedanken vorbeiziehen und konzentriere mich auf die tollen Begegnungen in meinem Job und meinem sozialen Umfeld und bin dankbar für alles.

Ich glaub‘, ich träum….

Wie schon in. meinem vorhergehende Post angekündet, konnte ich die sms von Pierre nicht ignorieren. Ich habe ihm am Sonntag Nachmittag folgendes geantwortet:

Hallo mein Lieber, ich hoffe, der Gottesdienst heute morgen war gut!?
Also ich habe ja schon nicht schlecht gestaunt, als ich deine sms gestern Nacht bekommen habe…vor lauter Emotion, konnte ich dir nicht sofort antworten. Du musst wissen, dass ich mich seit Weihnachten zusammen nehme, dir nicht zu schreiben. Weder an der Fasnacht noch an deinem Geburtstag. Und glaub mir, es fällt mir sehr schwer! Also wenn du jedes mal an mich denkst, wenn’s in M. kracht, dann denkst du aber oft an mich… auch wenn der Anlass an mich zu denken nicht gerade unbedint toll ist, freut es mich ja, dass du so in etwa alle 10 Tage an mich denkst… 😛 😛
Also, wenn ich deine sms lese, möchtest du eigentlich eine Affäre mit mir. Wenn du dich erinnern magst, habe ich dir vor etwa 3 Jahren gesagt, dass ich damit einverstanden wäre. Du musst wissen, dass ich mir momentan sowieson keine feste Beziehung vorstellen kann. Ich arbeite inzwischen fast 100% bei der reformierten Kirche. Mein Leben gefällt mir soweit ganz gut: Ich habe eine super Wohnung, eine gute Stelle und tolle Freunde. Das Einzige was mir fehlt bist DU! Natürlich wär es toll, wenn wir zusammen wären, aber solange du den Schritt nicht machst und dich von deiner Frau trennst, geht das ja nicht. Was bleibt also anderes übrig als eine Affäre? Ja, moralisch gesehen ist dies wohl nicht wirklich vereinbar, aber momentan gibt’s nur das oder gar nichts. Du redest von deiner Libido. Soll ich dir was erzählen? Das letzte Mal, dass ich mit einem Mann geschlafen habe war vor etwas mehr als 2 Jahren. Genau genommen am 21. März 2015 mit dir. Und übrigens: auch ich verspüre die Lust und denke dabei an Dich… und ich hätte ein paar sexuelle Fantasien, welche ich gerne mit dir ausleben würde… Ach Pierre, ich weiss nicht was wir machen sollen. Ich weiss nur, dass die ganze Geschichte jetzt dann 15 Jahre dauert und die Sehnsucht nach Dir immer noch gleich stark ist! Vielleicht sehen wir uns ja am Kirchentag? Jedenfalls liegt es an dir, den nächsten Schritt zu machen. Ich bin da. Ich warte. Ich liebe dich…❤

Tja, voilà… darauf hat er ca 15 Minuten folgendes geantwortet:

Wow, Wow, Wow! Daaaanke! Das Schöne SMS. Ich werde meine Frau zwar nicht verlassen, das würd ich auch bei Dir nicht machen, aber die Nähe, welche wir beide brauchen, müssen wir unbeding ausleben. Du stellst mir keine Bedingungen, das mach ich auch bei Dir nicht. Das muss die Grundlage sein! Frei sein wird der Schlüssel zum Erfolg. Schwierig wird wohl, Zeit zu finden, wann wir uns treffen können…. und nicht mehr ob wir uns treffen! Du arbeitest 100% und ich 120%. Abends geh ich immer gleich nach hause, denn ich bin ziemlich oft relativ lang in der Schule. Wie sehen deine Nachmittage aus?

Du musst wissen, ich freu mich, auch deine sexuellen Fantasien auszuprobieren…. Wow, bin gespannt was dir vorschwebt
Nächsten Donnerstag geh ich nach B. Habe dort von 13h-15h Kurse. Da gäbe es vor- oder nachher einen Moment….
Big Kisses everywhere…

Darauf habe ich ihm dann zurück geschrieben, dass er immerhin einen Schritt weiter sei, und sich mit mir auf eine Affäre einlassen wolle. Wir schrieben dann noch ein paar Mal hin und her und er wird heute ein Hotel reservieren für Ende April…

Ich bin total baff. Ich lass mich darauf ein. Wir werden sehen…

To be continued…