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Notaufnahme

Unglaublich !! 11 Stunden und noch nicht wieder draussen.

Seit ein paar Tagen hat Sohnemann Schmerzen auf der linken Seite unterhalb der Brust.

Vor 2 Tagen ging er – nach Telefon mit dem Piquet-Dienst – ins Centre médical, weil dort für ihn ein Termin gemacht wurde. Er bekam Schmerzmittel und man sagte ihm, wenn es in 3 Tagen nicht besser sei, soll er in die Notaufnahme.

Heute morgen krümmte er sich vor Schmerzen und wir entschieden dann – nachdem die Schmerzmittel die er bekommen hatte nichts nützen – in die Notaufnahme zu fahren.

Um 13h30 waren wir dort … gegen 15h30 entschied wir, dass ich nach hause gehe und dort warte. Um 20h (!) kam der Radiologe und Röntgenaufnahmen wurden gemacht.

Inzwischen ist es 00h40 und ich habe 3 Folgen der neuen Sisi-Stafffel geschaut bis ich dann gegen 23h erfuhr, dass Sohnemann immer noch auf den Arzt wartet…

Ich riet ihm, mal nachzufragen. Vielleicht haben sie ihn ja vergessen … 1. Antwort der Krankenschwester „wir können nicht alles gleichzeitig tun“… 10 Minuten später, 2. Antwort „ich schau, dass der Klinikarzt zu Ihnen kommt“ .

30 Minuten später – also um 23h40 – kam dann die Ärztin. Ich frage mich, ob sie auch gekommen wäre, wenn Sohnemann nicht nachgefragt hätte… 🤔.

Inzwischen war ich wieder zur Notaufnahme gefahren, in der Annahme, dass er demnächst raus kommt. Weit gefehlt ! Sohnemann kam raus und meinte, die Röntgenbilder zeigen nichts und alles sei ok. Da er aber immer noch Schmerzen hat, wollen sie noch weitere Untersuchungen machen und hätten ihm jetzt Blut abgenommen. Nun müsse er jetzt die Analyse abwarten 🤦🏻‍♀️

In Anbetracht, dass Sohnemann den ganzen Tag noch nichts gegessen hat, die Krankenhaus-Kantine geschlossen war und ich sowieso hellwach bin, fuhr ich zum Drive-in und holte ihm ein Cheesburger Royal Menu.

Und nun bin ich wieder zu hause und warte, bis er mich anruft, um ihn zu holen… hoffentlich nicht erst morgen früh…

Warten…

Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Warten verbringe. Bei gewissen Dingen muss man warten, dass ist mir klar und logisch, aber bei anderen Sachen gäbe es vielleicht Möglichkeiten, etwas zu beschläunigen, wenn man nicht einfach passiv wartet.

Jemand sagte mir, dass ich – was Pierre betrifft – passiv warten soll. Aber wär pro-aktives Warten nicht besser…? Diese Warterei lähmt mich zunehmend. Ich hätte eigentlich tausend Dinge zu tun (Steuererklärung, Haushalt, Mozart üben, Sohn in den Hintern treten, ausmisten, lesen, schreiben,…), aber ich hab einfach die Kraft nicht… und dann wird das Warten zur Qual.

Und wärend ich so warte, „strickt es“ in meinem Kopf. Ich stelle mir tausend Fragen und bekomme keine Antworten. Ich kann mir nur irgendwelche Ausreden vorstellen, oder Schreckens-Zenarien, oder negative, traurige Erklärungen.

Es kommt vor, dass ich mir manchmal sage, ich sollte zwischenzeitlich andersweitig schauen. Und es gäbe vielleicht auch jemand. Aber diese Person gibt mir zu verstehen, dass das – aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will, die ich teils verstehe und akzeptiere, teils aber auch nicht – nicht möglich ist und er nicht will. Und das habe ich auch zu akzeptieren – man kann niemande zu etwas zwingen – auch wenn es manchmal schwer fällt.

Vielleicht ist es irgendwann zu spät, weil ich einfach zu lang gewartet habe – oder der andere zu lang wartet, mich mindestens zu informieren, was er vor hat oder möchte ? Dann sieht’s irgendwann so aus :

Wie macht Ihr das, oder was macht Ihr, wenn Ihr auf etwas wartet, das mit Sentimentalität zu tun hat ?

Irgendwie ernüchternd…

… denn seit Pierre’s letzter Nachricht habe ich ihm am Sonntag Nachmittag

geschrieben, und dann am Dienstag

und am Mittwoch diesen Bild mit Text

Ich wünsche mir wirklich sehr, dass es dir wieder gut geht…🙌🏻 Du würdest mir eine grosse Freude machen, wenn du mir sagst, wie’s dir geht. Mehr will ich ja gar nicht im Moment … 😘

Und auch darauf kam nichts. Dann habe ich am Mittwoch abend – etwas genervt – folgende Nachricht geschickt :

Und dann kam gestern, Donnerstag, gegen 20h eine Antwort :

Gut… ich war irgendwie erleichtert und schrieb zurück :

Und jetzt ? Ich bin wieder im Wartemodus

Geduld ist die Tugend der Könige…

… sagte meine Grossmamme immer.

Ich muss demzufolge eine Königin sein 😀 . Ich bin ein sehr geduldiger Mensch. Vorallem im Warten bin ich Meister der Geduld. Auch wenn ich manchmal innerlich vor Ungeduld koche, sieht man mir das doch äusserlich nicht an.

Am schlimmsten finde ich, wenn ich auf Antworten warten muss. Ich bin jemand, der in der Regel immer sofort auf eine Mail oder Whatsapp-/SMS-Nachricht antwortet. Und ich kann nicht verstehen, wieso manche Leute Tage oder Wochen brauchen, um zu antworten.

Natürlich kann es Gründe geben, die gerechtfertigt sind. Jeder hat mal ein unvorhergesehenes Ereignis und kann dann nicht umgehend antworten. Und es kommt auch darauf an, wie wichtig einem die Person ist, welche auf Antwort wartet. Eine Firma kann ruhig mal ein paar Tage warten – da muss man ja manchmal auch diplomatisch oder strategisch vorgehen – aber privat ? Ausser man mag die Person nicht. Da muss ich zugeben, ich kenne zwei Personen, denen geb‘ ich nie sofort Antwort, weil ich sie einfach nicht sonderlich mag.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich bald von einer gewissen Person Antwort bekomme (und ich rede hier nicht von Pierre !!). Einen regen Austausch halt. Vor allem auch, weil besagte Person sehr interessant scheint und ich gerne mehr über sie erfahren würde… auch wenn ich diese Person nicht persönlich kenne, ist es eine Art Begegnung die ich sehr bereichernd finde.

Als ich 13/14 war hatte ich einen Brieffreund. Wir schrieben uns quasi täglich. Jeden 2. Tag hatte ich einen Brief von ihm, und zwar von Hand geschrieben und immer mehrere , meistens A4-Seiten. Ich schrieb dann am selben Tag zurück und so hatte auch er jeden 2. Tag Post von mir. Mit der heutigen Technologie (Email) ginge das sogar noch schneller, aber auch jeden 2. Tag wäre schon toll.

Na ja, ich werde warten und mich weiterhin in Geduld üben…

Ungeduld

Warten… das ist etwas was ich gut kann. Warten auf

  • den Abend / das Wochenende / die Ferien
  • Nachricht von Pierre
  • Kommentare
  • den Lohn, oder besser : eine Lohnerhöung
  • einen Lottogewinn (dafür müsste ich allerdings Lotto spielen)
  • eine geniale Idee
  • Antwort auf eine email (ich habe schon – und das ist nicht sehr lange her – 6 Jahre auf eine Antwort gewartet. Als ich nachgefragt habe, bekam ich zwar eine Reaktion, aber nicht die erhofte Antwort. Ich warte also weiter… 😉 )
  • ein Wunder

Manchmal werde ich ungelduldig und hoffe, dass das Warten bald ein Ende hat…

Neuer Job

Am Mittwoch unterschreibe ich meinen neuen Arbeitsvertrag. Somit habe ich dann 3 verschiedene Jobs :

  • 1 x 15% Kirchgemeinde-Sekretärin
  • 1 x 20 % Sekretärin für Erwachsenenbildung bei der Kirche
  • 1 x 50% Assistentin in einer Firme, welche medizinische Geräte an Krankenhäuser, Physiotherapeuten, etc verkauft.

Man kann wohl nicht behaupten, dass ich nicht alles versuche, um aus meiner Lage heraus zu kommen – also muss es jetzt auch mit einer Wohnung klappen.

Wenn ich eine gefunden habe, kann ich endlich etwas zu Ruhe kommen. Diese stetige Ungewissheit treibt mich manchmal zum Wahnsinn !

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Geniessen

01

Geniesst den Frühling.

Er ist schneller vorbei, als erwartet.

Pflücke den heutigen Tag, denn er ist einzigartig.

 

Dazu eine Kurzgeschichte von Heinrich Spoerl (dt. Schriftsteller, 1887-1955):

Es war einmal ein junger Bauer, der wollte seine Liebste treffen. Er war ein ungeduldiger Geselle und viel früher zum Treffpunkt gekommen. Er verstand sich schlecht aufs Warten. Er sah nicht den Sonnenschein, nicht den Frühling und die Pracht der Blumen. Ungeduldig warf er sich unter einen Baum und haderte mit sich und der Welt.

Da stand plötzlich ein graues Männlein vor ihm und sagte: „Ich weiß, wo dich der Schuh drückt. Nimm diesen Knopf und nähe ihn an deine Jacke. Und wenn du auf etwas wartest und dir die Zeit zu langsam geht, dann brauchst du nur den Knopf nach rechts zu drehen, und du springst über die Zeit hinweg bis dahin, wo du willst.“

Der junge Bauer nahm den Zauberknopf und drehte. Und schon stand die Liebste vor ihm und lachte ihn an. Er drehte abermals und saß mit ihr beim Hochzeitsschmaus. Da sah er seiner jungen Frau in die Augen:

„Wenn wir doch schon allein wären …“

„Wenn unser neues Haus fertig wäre …“

Und er drehte immer wieder. Jetzt fehlten noch die Kinder und er drehte schnell am Knopf. Dann kam ihm neues in den Sinn und er konnte es nicht erwarten. Und drehte, drehte, dass das Leben an ihm vorbeisprang, und ehe er sich’s versah, war er ein alter Mann und lag auf dem Sterbebett.

Er merkte, dass er schlecht gewirtschaftet hatte. Nun, da sein Leben verrauscht war, erkannte er, dass auch das Warten des Lebens wert ist. Und er wünschte sich die Zeit zurück.

Ausgebucht !

615Oh Mann! Ich habe grad mal so meine Agenda durchgesehen und festgestellt, dass ich bis Mitte Juli an den Wochenenden total ausgebucht bin :-O

Jedes Wochende ist irgendwas. Entweder ein Event mit dem Chor, Gottesdienste, Tanzaufführung der Kids und zu guter letzt das Sommerlager auf der Mörlialp.

Mir wird fast schlecht… Eigentlich wollte ich demnächst meinen Vater in seinem neuen Haus besuchen… aber es sieht so aus, als müsste ich mich bis zum Sommer gedulden … 😦