Die Heiligen Drei Könige – Caspar, Melchior und Balthasar – werden am 6. Januar, dem Dreikönigstag (Epiphanias), gefeiert. Laut dem Matthäus-Evangelium waren sie Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland, die einem besonderen Stern folgten – suchend und vertrauend –, um dem neugeborenen Jesuskind zu begegnen. Ihre Geschenke – Gold, Weihrauch und Myrrhe – stehen symbolisch für Königtum, Göttlichkeit und Vergänglichkeit; sie lassen sich auch als Zeichen von Würde, Verehrung und der Zerbrechlichkeit des Lebens lesen.
Erst im Mittelalter erhielten die Weisen ihre Namen und wurden als Könige dargestellt. Sie symbolisieren die damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika und stehen sinnbildlich für die gesamte Menschheit, die sich auf den Weg macht.
Bis heute prägen Traditionen wie das Sternsingen (eher in D, in der CH nicht so verbreitet) oder der Dreikönigskuchen den Dreikönigstag.
Mit dem Segensspruch C + M + B – Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) wird ein stilles Zeichen des Schutzes und der Hoffnung gesetzt.
Zugleich markiert dieses Fest das Ende der Weihnachtszeit und erinnert an die Offenheit des christlichen Glaubens für alle Menschen.
Ich hab ein super Team. Eigentlich mag ich sie sehr – jeder auf seine Art. Wir verstehen uns gut, lachen viel, helfen einander. Es ist ein gutes Team. Und trotzdem gibt es Momente, in denen ich mich fühle, als sässen wir in zwei verschiedenen Welten.
Heute morgen war so ein Moment. Das Gespräch drehte sich um Politik – genauer gesagt um „die Rechten“: über die SVP, die AfD, über Trump. Und über all die Menschen, die „so etwas“ wählen. Der Ton war eindeutig – verächtlich, abwertend, manchmal sogar spöttisch. Ich sass daneben, hörte zu und schwieg – wie so oft in solchen Situationen.
Ich bin nicht jemand, der gerne streitet. Auch nicht jemand, der mit Parolen um sich wirft oder Diskussionen provoziert. Doch innerlich spüre ich dann dieses Ziehen – den Wunsch, etwas zu sagen. Zu zeigen, dass nicht alle, die rechts denken, automatisch intolerant, dumm oder menschenfeindlich sind. Dass es dort auch Menschen gibt, die sich einfach Sorgen machen: um Sicherheit, um Werte, um das, was ihnen vertraut ist.
Ich will niemanden bekehren. Ich möchte nur sagen dürfen, dass ich anders denke – ohne dafür verurteilt zu werden. Denn Meinungsfreiheit gilt nicht nur für die, die laut sind, sondern auch für jene, die still bleiben, weil sie spüren: Ihr Schweigen ist ihr Schutz.
Diese extreme Spaltung zwischen den Menschen hat, so scheint es mir, mit Corona richtig begonnen. Damals standen sich Geimpfte und Ungeimpfte plötzlich unversöhnlich gegenüber. Wenn ich daran zurückdenke, wie diskriminierend wir Ungeimpften teils behandelt wurden – unglaublich. Seitdem hat sich dieses „Wir gegen die Anderen“ in so viele Bereiche hineingefressen. Kaum ein Thema bleibt davon verschont.
Vielleicht ist das der Preis, den man zahlt, wenn man in einem Umfeld arbeitet, in dem alle dieselbe Meinung teilen – oder glauben, dass sie es tun. Und doch: Genau dort, wo Schweigen entsteht, sollten wir anfangen zuzuhören. Denn Offenheit bedeutet nicht, immer einer Meinung zu sein, sondern einander trotzdem mit Respekt zu begegnen.
Wir Menschen denken, wir seien das intelligenteste Wesen auf Erden. Dabei sind wir nur Teil eines Ganzen, dem Göttlichen, dem Universum – nenne man es, wie man will – und scheitern oft an den einfachsten Dingen. Ein Körper, der vergeht, ein Herz, das fühlt, ein Geist, der erschafft und zerstört – das ist unsere Natur.
Vielleicht sind wir tatsächlich eine Fehlkonstruktion. Nicht, weil wir fehlerhaft wären – im Gegenteil: Die Natur hat ein Meisterwerk erschaffen, wenn man bedenkt, wie unser Körper funktioniert. Aber unser Verstand macht uns manchmal – unbewusst – einen Strich durch die Rechnung. Wir denken zu viel und fühlen zu stark. Nicht der Körper ist die Fehlkonstruktion – sondern das Bewusstsein, das glaubt, alles verstehen zu müssen.
Doch wenn man in die Geschichte blickt, war die Menschheit schon immer ein ständiges Auf und Ab – eine Welle aus Aufstieg und Verfall. Reiche entstanden aus Vision, Stärke und Ordnung – und gingen unter an Überheblichkeit, Dekadenz und Selbstvergessenheit. Die Römer zum Beispiel: eine Hochkultur, die Wissen, Technik, Konstruktion, Recht und Kunst auf ein damals unerreichtes Niveau hob. Sie bauten Strassen, Aquädukte und ein funktionierendes Rechtssystem, das noch heute nachklingt. Und doch – sie verloren alles. Nicht durch rohe Gewalt allein, sondern durch innere Erosion.
Ich denke, sie waren zu offen geworden. Sie liessen alles zu, nahmen jeden auf, wollten alles verstehen, alles integrieren. Ihre Grenzen verschwammen, ihr Selbstverständnis löste sich auf. Toleranz wurde zur Beliebigkeit, Offenheit zur Schwäche. Und so zerfiel das, was einst unerschütterlich schien – von innen heraus.
Ich nenne das „das Römersyndrom“. Ein Phänomen, das sich – so scheint es – wiederholt. Auch heute öffnen wir uns allem und allen, lassen jede Wahrheit gleich gelten, jedes Extrem zu, jede Richtung nebeneinander bestehen. Wir nennen es Fortschritt, Vielfalt, Freiheit. Ich glaube, wir sind längst an demselben Punkt angekommen – aufgeklärt bis zur Erschöpfung und frei bis zur inneren Leere.
Vielleicht besteht die Tragik des Menschen darin, dass wir im Streben nach Freiheit, Offenheit und Stärke genau das verlieren, was uns trägt – Richtung, Halt und Mitgefühl – und kaum bemerken, dass wir uns dabei auflösen.
Fehlkonstruktion Mensch? Vielleicht nicht im biologischen Sinn. Aber im moralischen, geistigen, gesellschaftlichen – immer wieder.
Sie wurde vor etwa 1 Woche vom Gemeinderat unserer Stadt angefragt, ob sie es – als Präsidentin der Jeunesse (die sie 2018 gegründet hat)lesen würde.
Gestern hat sie es mir geschickt, damit ich es ausdrucke. Sie hat beschlossen, eine Einführung und ein Schlusswort zu machen. Was soll ich sagen ? Es ist einfach nur super und ich bin mächtig stolz auf sie 🥰
Und wenn wir dann die Hymne singen, werde ich wohl – wie jedes Mal – wieder Tränen haben. Ich vermisse meine Schweiz sehr !
Wir müssen unsere Werte wieder mehr vertreten und ausleben und nie vergessen :
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, In keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht Fürchten vor der Macht der Menschen.
Ich habe via WhatsApp folgende Nachricht bekommen und würde das sofort unterschreiben !
Juli 2025
An den Gesamtbundes(ver)rat:
„Ihr habt euer Mandat verraten – wir kündigen den Gehorsam!“ Es reicht!
Guten Tag, Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte Guten Tag, Frau Bundespräsidentin
Zu Ihrer Information: WIR MACHEN NICHT MEHR MIT! Weder bei den IGV, der E-ID noch beim Unterwerfungsvertrag der EU. Kein Mitspielen mehr bei Planspielen, Notlagen oder Simulationen. Keine Akzeptanz mehr für Massnahmen ohne Verfassungsgrundlage. Kein Gehorsam mehr gegenüber Verrat am Eid.
Sie reGIERen im Bundeshüttli, als ob es keinen Souverän und kein Parlament gäbe. Das Parlament verweigert, so wie es aussieht, schon seit längerem die Arbeit. Wofür bezahlen wir diese Arbeitsverweigerer eigentlich noch so fürstlich?
Beim Bundesverrat sieht es anders aus. Anscheinend sind Sie ausser Rand und Band und kutschieren im Bundeshüttli, als ob es kein Morgen gäbe.
Kein Opting-Out bei den IGV der WHO, durchpauken des EU-Unterwerfungsvertrages und dann auch noch die Zwängerei bei der E-ID.
Frau Baume-Schneider: Sie werfen dem Parlament die IGV am letzten Sessionstag vor die Füsse. Da, wie oben erwähnt, das Parlament die Arbeit eh verweigert, wird sich kein einziger Nationalrat die Ferien wegen der IGV vermiesen lassen. Gutes Timing, Frau Bundesverräterin. Wenn Sie glauben, dass Sie nochmals auf Anordnung der WHO eine «Plandemie» durchziehen können, haben Sie sich bös verrechnet. Seit dem 19. Juli 2025 hat der Bundesverrat für uns ausgespielt. Wir leben ganz gut ohne Befehle unserer Bundeskasperli!
Herr Cassis, dass Sie verlauten lassen, von Ihnen höre man nie «Switzerland first», ist bezeichnend. Als eingebürgerter Papierlischweizer interessiert Sie die Schweizer Neutralität und Souveränität einen Dreck! Mit diesen EU-Unterwerfungsverträgen sind Sie fein raus. Sie müssen nichts mehr selbst entscheiden! Frau von der Leyen gibt den Kurs vor uns Sie müssen nur noch ausführen. Unsere Urahnen haben geschworen: Keine fremden Vögte in der Schweiz. Genau diese holen Sie mit diesem unseligen EU-Vertrag wieder in die Schweiz. Nicht mit uns!
Herr Jans, Sie sollten erst einmal Ihren Asyl-Saustall aufräumen, bevor Sie grossartig verkünden, der EU-Unterwerfungsvertrag sei «wie ein Rütlischwur». Das ist Blasphemie! Der Rütlischwur hat mit diesem Knebelvertrag überhaupt nichts gemeinsam. Lesen Sie einmal den Bundesbrief, vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf! Dann die E-ID. 2021 hat das Volk die E-ID mit grosser Mehrheit (64,4%) abgelehnt. Was soll also diese Zwängerei? Wenn man Widerspruch gegen die Organtransplantation einlegen will, braucht man zwingend diese E-ID. Was ist mit denen, die diese verweigern? Werden die dann automatisch zu Organspendern? Ohne E-ID wird man aus der Gesellschaft ausgeschlossen (kein Internet etc.), genau wie während der «Plandemie» mit dem Zertifikat. Ist das der Plan? Fachkräftemangel! Wo sind bei den Tausenden, die in die Schweiz «einwandern», die Fachkräfte? Nirgends, es sind zum grossen Teil Menschen, die unser Sozialsystem aushöhlen, die Krankenkassenprämien in die Höhe treiben und die Mietzinsen unerschwinglich machen. Frau Keller-Sutter: Unser Steuergeld wird mit vollen Händen im Ausland verteilt. Hier ein paar Milliönchen, da ein paar Milliarden (WHO, WEF, NATO, UN, Biodiversitäts-Projekte in Tschechien 38,4 Mio.), Bund kauft für die Bundesangestellten höhenverstellbare Stehpulte für fast 40 Millionen, wobei es im Bundeshaus ein geflügeltes Wort ist: «Wer am Freitag im Büro arbeitet, ist ein Löli!» Beim Volk jedoch wird der Sparhammer angesetzt. Weniger Geld für die Jugend (J + S), die 13. AHV muss mit Mehrwertsteuer-Erhöhung und Lohnprozenten finanziert werden usw., Soforthilfe für Blatten nur 5 Mio., und jeder Franken, der in Blatten ausgegeben wird, muss ausgewiesen werden.
Verlangen Sie dies auch bei der WHO, den Biodiversitäts-Projekten in Tschechien oder beim WEF auch? Oder sind nur die eigenen Bürger in der Pflicht? Zur Einführung der Widerspruchslösung (nur mit E-ID) bezahlt der Bund der Wirz Group AG 14,7 Millionen. Nur zum besseren Verständnis: Der Bund kauft gar nichts, es ist der Steuerzahler, der dies alles berappt. Damit Sie und Ihre Bundesverratskollegen im Ausland gut dastehen, ziehen Sie dem Steuerzahler den letzten Rappen aus der Tasche.
Meine Damen und Herren Bundesverräter: Was wären Sie ohne das Volk, ohne die Steuerzahler? Sie wären nichts! Ohne die Steuergelder kein Gehalt, ohne Steuergelder kein grosskotziges Verteilen von Millionen in alle Welt, ohne Steuerzahler wäre das Bundeshüttli leer! Überlegen Sie sich also gut, ob Sie weiterhin das Volk gängeln und an ihm vorbei reGIERen wollen, um Ihre Pfründe zu erhalten.
So, nun können Sie mich teeren und federn oder die Fedpol auf mich hetzen. Ich sage Ihnen: Es ist mir völlig egal. Was aus Ihrem verrückt gewordenen Bundeshüttli kommt, interessiert mich nicht im Mindesten.
Trotzdem wünsche ich Ihnen noch schöne Ferien und hoffe, dass Sie irgendwann zur Besinnung kommen und die Schweiz nicht an die EU, WHO, NATO usw. verkaufen.
Zitate:
Das Schlimmste, das ich kenne, ist Untertänigkeit oder der Wunsch, sich unbedingt zu unterwerfen, dieses Mitlaufen, Mitsingen, Mitmarschieren und dabei auch noch in eine peinliche Euphorie zu verfallen (Heinrich Böll).
Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit und die Lüge kommt (Ödön von Horvath).
Verräter sind selbst denen, deren Sache sie dienen, verhasst (Publius Cornelius Tacitus).
Elisabeth Vetsch
PS: Herr Pfister, Herr Parmelin und Herr Rösti werde ich mit einem separaten Brief beehren.
Manchmal frage ich mich ernsthaft: Sehe nur ich, was hier gerade passiert? Während alle über Klimawandel, Gendersternchen und neue Sprachregeln diskutieren, frage ich mich: Wer hat das eigentlich so gewollt? Für mich fühlt sich vieles davon inszeniert und aufgesetzt an – nicht wie eine natürliche Entwicklung, sondern wie ein ideologisches Programm.
Und während wir über all das sprechen (oder besser gesagt: belehrt werden), ist meine Schweiz kaum wiederzuerkennen. Vor 30 Jahren lebten hier rund sechs Millionen Menschen. Heute sind es neun Millionen. Woher kommt dieser enorme Zuwachs – und warum haben wir ihn nicht gestoppt? Gab es je eine ehrliche Debatte darüber, ob das überhaupt gut ist für unser Land?
Ich fühle mich in meinem eigenen Land oft fremd. Ich sehe verschleierte Frauen, Männer in Wüstengewändern – und frage mich: Was ist aus dem geworden, was uns einmal ausgemacht hat? Integration scheint oft einseitig zu sein. Wir passen uns an – andere nicht.
Gleichzeitig wird das Leben für viele hier immer schwieriger. Bezahlbarer Wohnraum? Mangelware. Und wenn es ihn gibt, bekommt man den Eindruck, dass andere zuerst drankommen – Menschen mit fragwürdigem Asylstatus, während Einheimische auf der Strecke bleiben. Das fühlt sich falsch an. Ungerecht.
Wir schuften, zahlen Steuern, rennen im Hamsterrad – und sollen dazu noch schweigen. Keine Kritik, keine Fragen, kein Widerspruch. Wer sich äussert, wird sofort in eine Ecke gestellt.
Ich will meine Schweiz zurück. Eine Schweiz mit klaren Werten, mit Sicherheit, mit Verlässlichkeit. Eine Schweiz, in der nicht alles beliebig wird – sondern in der wir wieder wissen, wer wir sind. Wieder stolz auf unsere Werte, Traditionen und Vorfahren sind.
Wenn wir jetzt nicht aufwachen, verlieren wir nicht nur unser Land – wir verlieren auch uns selbst !
Die Christkatholische Kirche begleitet mich seit meiner Kindheit – und liegt mir bis heute am Herzen. Darum ist es mir ein Bedürfnis immer wieder über sie und die Menschen zu schreiben, die ihr Gesicht geben.
Immer wieder werde ich gefragt, was die Christkatholische Kirche eigentlich ausmacht. Für mich ist sie mehr als eine Glaubensgemeinschaft – sie ist eine Kirche mit Geschichte, Haltung und Gesichtern. Heute möchte ich einige dieser Gesichter vorstellen: Persönlichkeiten, die durch ihr Wirken innerhalb und außerhalb der Kirche sichtbar gemacht haben, wofür wir stehen – damals wie heute.
Eine Kirche aus dem Geist des Widerspruchs
Die Christkatholische Kirche der Schweiz entstand im 19. Jahrhundert als Antwort auf das Erste Vatikanische Konzil (1869–1870), insbesondere auf die dort beschlossene Unfehlbarkeit des Papstes. Viele Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz – vor allem aus staatskirchlich geprägten, liberalen Kreisen – lehnten diese Neuerung ab. Aus dieser Bewegung ging 1871 die Christkatholische Kirche der Schweiz hervor: katholisch in der Liturgie, demokratisch in der Struktur und offen für theologische Weiterentwicklungen – ich sag ja immer „Wir sind reformierte Katholiken“.
Im Laufe der Zeit wurde die Kirche geprägt von Persönlichkeiten, die nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch darüber hinaus Wirkung entfaltet haben. Eine Auswahl:
Bischof von 1876 bis 1924 Als erster Bischof der Christkatholischen Kirche war Eduard Herzog eine prägende Figur der Gründungszeit. Der ehemalige römisch-katholische Theologieprofessor in Luzern wandte sich nach dem Ersten Vatikanischen Konzil der altkatholischen Bewegung zu. 1876 wurde er von Bischof Joseph Hubert Reinkens (Deutschland) geweiht. Herzog setzte sich für eine staatskirchlich verankerte Struktur, theologische Eigenverantwortung und den Aufbau einer glaubwürdigen Seelsorge ein.
👤 Johannes Stremlau (1874–1955)
Bischof von 1924 bis 1955 Der gebürtige Elsässer wurde nach Herzogs Tod zum zweiten Bischof gewählt. In seiner langen Amtszeit führte er die Kirche durch gesellschaftliche Umbrüche, die Zwischenkriegszeit und den Zweiten Weltkrieg. Stremlau galt als besonnener und verbindlicher Kirchenmann, der die christkatholische Identität festigte.
👤 Urs Küry (1901–1976)
Bischof von 1955 bis 1972 Theologe, Publizist und Vordenker: Küry prägte die Nachkriegszeit durch seine liturgischen Reformimpulse und seinen Einsatz für den ökumenischen Dialog. Sein Werk „Die altkatholische Kirche“ zählt bis heute zu den Standardwerken der altkatholischen Theologie.
👤 Léon Gauthier (1912–2003)
Bischof von 1972 bis 1986 Der erste frankophone Bischof der Christkatholischen Kirche wurde in La Chaux-de-Fonds geboren und war über 30 Jahre Pfarrer in Genf-Carouge. Als Bischof engagierte er sich stark in der internationalen altkatholischen Bewegung, leitete ökumenische Kommissionen und förderte eine moderne, offene geistliche Kommunikation.
👤 Hans Gerny (1925–2014)
Bischof von 1986 bis 1999 Der Basler Theologe war ein Mann der Ausgewogenheit. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Kirche in Richtung verstärkter Partizipation – besonders auch durch die Einbindung von Frauen. Gerny war ökumenisch stark vernetzt und legte Wert auf eine menschennahe Seelsorge.
🔄 Vakanzzeit 1999–2009
Kein amtierender Bischof Nach dem Rücktritt von Hans Gerny im Jahr 1999 entschied die Nationalsynode, vorerst keinen neuen Bischof zu wählen. Die Leitung der Kirche wurde interimistisch durch ein Team aus Synodalrat, Synodalvertretung und Kirchenkanzlei übernommen. Diese Zeit war geprägt von Reflexion, Strukturfragen und einer Neuorientierung der kirchlichen Leitung – insbesondere im Hinblick auf die Stellung des Bischofsamts in einer demokratisch verfassten Kirche.
👤 *Fritz-René Müller (1949)
Generalvikar und leitender Geistlicher in der Vakanzzeit 1999–2009 Nach dem Rücktritt von Bischof Hans Gerny übernahm Fritz-René Müller als Generalvikar eine zentrale Leitungsfunktion in einer bewusst bischofslosen Phase. Der erfahrene Pfarrer und frühere Synodalratspräsident vertrat die Kirche in theologischen, ökumenischen und organisatorischen Fragen nach innen wie nach außen. Müller galt als integrative Persönlichkeit mit einem feinen Gespür für Ausgleich und Kommunikation. Unter seiner Mitwirkung wurde die spätere Wahl von Harald Rein vorbereitet und die Rolle des Bischofs im Kontext der synodalen Kirchenstruktur neu reflektiert.
👤 *Harald Rein (1957)
Bischof von 2009 bis 2023 Nach zehnjähriger Vakanz wurde Harald Rein gewählt – der erste Bischof nach dem Zwischenjahrzehnt. Er führte die Kirche in eine neue öffentliche Sichtbarkeit und vertrat klare Positionen zu ethischen, kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen. Rein galt als Stimme des Dialogs und setzte sich besonders für Inklusion, ökumenische Verständigung und innerkirchliche Offenheit ein.
👤 *Frank Bangerter (1966)
Bischof seit 2024 Der Seelsorger aus dem Kanton Solothurn steht für eine dialogische, sachlich fundierte Leitung. Er betont die Rolle der Kirche als Gesprächspartnerin in der Gesellschaft und fördert eine Seelsorge, die die Lebensrealität der Menschen ernst nimmt. Als Bischof setzt er auf Zusammenarbeit, Klarheit und geistliche Tiefe.
Stimmen für Gleichstellung und Wandel
👩🎓 *Denise Wyss (1965)
Erste geweihte Pfarrerin der Christkatholischen Kirche Nach der Einführung der Frauenordination durch die Nationalsynode 1999 wurde Wyss als erste Frau zum priesterlichen Dienst geweiht – ein Meilenstein in der Geschichte der Kirche und ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung.
👩🎓 *Angela Berlis (1957)
Professorin für Kirchengeschichte und Theologin Berlis zählt zu den wichtigsten Theologinnen der altkatholischen Welt. Sie lehrt in Bern, ist international vernetzt und setzt sich seit Jahrzehnten für die Gleichstellung in kirchlichen Ämtern ein – sowohl theoretisch als auch praktisch.
Christkatholisch geprägte Persönlichkeiten aus Kultur und Justiz
🎭 *Franz Hohler (1943)
Kabarettist, Autor und Liedermacher Der bekannte Schweizer Künstler stammt aus einem christkatholischen Elternhaus. Seine Werke verbinden feinen Humor mit kritischem Blick – Ausdruck eines Glaubens, der nachfragt und mitdenkt.
⚖️ Arthur Häfliger (1916–2000)
Ehemaliger Bundesrichter Häfliger war eine respektierte Stimme im Schweizer Rechtswesen. Seine christkatholische Prägung spiegelte sich in seinem Engagement für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Unabhängigkeit der Justiz.
⚖️ *Michael Lauber (1965)
Ehemaliger Bundesanwalt, heute Medienverantwortlicher der Christkatholischen Kirche Lauber, Sohn des christkatholischen Pfarrers Roland Lauber, ist seit Geburt Teil dieser Kirche. Nach seiner juristischen Karriere engagiert er sich heute in der kirchlichen Kommunikation und prägt das öffentliche Bild der Kirche mit.
🧑🎨 Walther Munzinger (1830–1873)
Jurist, Politiker und Mitbegründer der Christkatholischen Kirche der Schweiz Munzinger war eine Schlüsselfigur in der Gründungsphase. Als engagierter Kirchenpolitiker organisierte er 1871 den ersten christkatholischen Katholikenkongress in Solothurn und wirkte massgeblich an der Berufung von Eduard Herzog mit. Auch der Aufbau der theologischen Fakultät in Bern ist untrennbar mit seinem Namen verbunden.
👩🏫 Anny Peter (1882–1958)
Pädagogin, Frauenrechtlerin und führende Persönlichkeit der christkatholischen Frauenbewegung Als Präsidentin des Verbands Christkatholischer Frauenvereine setzte sich Anny Peter früh für Mitbestimmung und Gleichstellung ein. Sie gründete eine internationale Arbeitsgemeinschaft altkatholischer Frauenverbände und engagierte sich während des Zweiten Weltkriegs in der Flüchtlingshilfe.
Persönliches Schlusswort
Diese Persönlichkeiten stehen exemplarisch für eine Kirche, die trotz ihrer überschaubaren Grösse bedeutende Impulse gesetzt hat – theologisch, gesellschaftlich und menschlich.
Ich selbst stamme aus einer christkatholischen Familie, deren Vorfahren zu den Gründungsmitgliedern dieser Kirche gehörten. Diese Verwurzelung ist für mich mehr als nur familiäre Geschichte – sie ist Teil meiner Identität. Sie verbindet mich mit einer Glaubensgemeinschaft, die seit über 150 Jahren versucht, glaubwürdig, offen und verantwortungsbewusst Kirche zu sein – in der Welt von damals und von heute.
Ich bin stolz, dieser Kirche anzugehören. Es ist mir ein echtes Anliegen, ihre Geschichte, ihre Werte und ihr Profil sichtbar zu machen – innerhalb und außerhalb kirchlicher Kreise. Denn ich bin überzeugt: Unsere Kirche hat auch heute viel zu sagen.
„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“ Friedrich Schiller
Das institutionelle Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU klingt harmlos – ist es aber nicht. Hinter technischen Begriffen wie „Harmonisierung“ steckt in Wahrheit der Verlust unserer nationalen Souveränität.
Das Abkommen verpflichtet die Schweiz, EU-Recht automatisch zu übernehmen und fremde Richter anzuerkennen. Damit stünde EU-Recht über Schweizer Recht. Wir würden Gesetze übernehmen, die wir weder mitgestalten noch verhindern können – ein klarer Verlust an Unabhängigkeit.
Ja, gute Beziehungen zur EU sind wichtig. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass wir unsere Eigenständigkeit aufgeben. Wir brauchen keine Unterwerfung unter fremdes Recht, sondern Partnerschaften auf Augenhöhe.
Die Schweiz ist stark genug, ihre Interessen selbst zu vertreten – ohne ein Rahmenabkommen, das sie in eine einseitige Abhängigkeit bringt. Souveränität ist kein verhandelbares Gut.
Papst Franziskus starb und hinterließ nur 100 Dollar. Kein Haus, kein Bankkonto, keine Investitionen – obwohl er das Oberhaupt der katholischen Kirche war und jährlich 340.000 Euro hätte verdienen können. Warum? Weil er als Jesuit ein Armutsgelübde abgelegt hatte. Er lebte einfach: in einer bescheidenen Unterkunft, mit alten Schuhen, fuhr Ford Focus, ass mit den Angestellten und trug ein schlichtes Eisenkreuz.
Sein Reichtum war nicht materiell, sondern moralisch. Seine Botschaft:
„Es zählt nicht, was du besitzt. Es zählt, wer du bist. Was du für andere tust.“
Er war kein Papst des Luxus – Er war ein Papst des Herzens. Ein Mann, der bewiesen hat, dass einfach zu leben bedeutet, auf eine andere Weise zu herrschen.
In einer Welt, die Reichtum oft über alles stellt, hinterließ Franziskus kein Geld – sondern eine ewige Inspiration.
Es war ein bewegender Augenblick, der am 30. März 2019 in Rabat viele Herzen berührte: In Anwesenheit von König Mohammed VI. und Papst Franziskus kamen Vertreter der drei großen monotheistischen Religionen auf eine ganz besondere Weise zusammen – durch Musik.
Im Rahmen eines Konzerts des Philharmonischen Orchesters von Marokko erklangen nacheinander der muslimische Gebetsruf „Allahu Akbar“, das jüdische Gebet „Adonaï“ und das christliche „Ave Maria“. Der Muezzin Smahi El Hadni eröffnete mit dem islamischen Ruf zum Gebet, gefolgt von der Sängerin Françoise Atlan, die das jüdische Gebet vortrug. Schließlich vereinte sich Caroline Casadesus, Tochter des berühmten Dirigenten Jean-Claude Casadesus, mit ihrer Interpretation des „Ave Maria“ von Caccini zu diesem einzigartigen musikalischen Moment.
Der Höhepunkt: Die drei Künstlerinnen und Künstler schlossen das Konzert Hand in Hand ab – ein symbolisches Bild für Versöhnung, Respekt und gemeinsames Menschsein.
Dieses Konzert war Teil der Veranstaltungsreihe „Les religions à l’unisson“ („Die Religionen im Einklang“), einer Initiative des Philharmonischen Orchesters von Marokko, die den interreligiösen Dialog durch die universelle Sprache der Musik fördern möchte.
Ein Gänsehautmoment – und ein Beispiel dafür, wie Kunst Brücken bauen kann, wo Worte oft nicht ausreichen.