Meinungsfreiheit

Also ich muss schon sagen, dass ich gewisse Leute nicht verstehe und mich wohl in ihnen getäuscht habe.

Da gibt man einen Kommentar ab, wird „herausgefordert“ und bekommt fast schon etwas agressiv Antworten, bekommt erklärt, dass man Bullshit erzählt oder wird sogar „belächelt“ und dann, wird der Verteidigungskommentar nicht frei geschalten.

Natürlich hat jeder Blogger das Recht, die Kommentarfunktion so einzurichten, dass ein Kommentar nicht automatisch sichtbar ist und erst frei gegeben werden muss. Aber wenn ich in Bezug auf vorhergehende Kommentare – die mich persönlich betreffen – Antwort gebe, fände ich es das Mindeste, dass man diesen Kommentar dann auch frei schaltet. So sieht es jetzt aus, als würde ich tatsächlich nicht wissen, was ich darauf antworten soll und der letzte Kommentar „da wird nicht viel kommen“ sich als richtig erweist…

Aber gut, jeder so wie er will – ich finde es einfach eine „Unterbindung der Meinungsfreiheit“.

Mainstream-Medien

Informiert Ihr Euch via Mainstream-Medien ? Ich eher selten, denn meiner Meinung nach werden Mainstream-Medien (öffentlich-rechtliche Medien) von Lobbys/Wok gesteuert (gekauft) – Wer persönlich dahinter steckt, weiss ich natürlich nicht, wie vieles anderes auch nicht.

Jedenfalls bin ich der Überzeugung, dass Worte Menschen manipulieren können (und manipuliert sollen). Und die Medien sind dazu praktische Akteure.

Ein paar Beispiele:

Corona : z.B. wurden Ärzte die gegen die Impfungen waren, nie in diesen Medien zitiert oder interviewt. Die findet/fand man irgendwo anders (bei nicht vom Staat finanzierten freien Medien, freien Journalisten, etc). Und nur so nebenbei, ich habe mich nie gegen CoVid impfen lassen… und auch wenn ich teils deswegen schikaniert oder als Komplottist hingestell wurde – das ist/war mir egal. Ich gehe selten «mit dem Strom» und ich bin sehr froh, dass ich standhaft blieb.

Ukrainekrieg : Die Russen sind eingefallen! Schock – alle Russen sind jetzt böse! Dabei ist ja nicht das ganze russische Volk auf Kriegsfuss… Ausserdem gibt’s da schon über 10 Jahre Konflikte, Putin hat immer wieder gewarnt und irgendwann war wohl das Fass übergelaufen (was nicht heisst, dass ich diesen Krieg gutheisse !!). Und was Zelensky angeht – und bitte notieren: das ist MEINE Meinung – ist er ein Hampelmann.

Präsidenten-Wahlen in Frankreich (2007) : als es damals entweder Le Pen oder Sarkozy werden sollte. Auf TF1 (1. franz. Fernsehen) wurde Sarkozy um 20h30 nach der Tagesschau interviewt (Wahlkampf) und Le Pen erst morgens um 2h und dann erst noch auf dem 2. Sender (France 2). Das ist doch manipulativ und ungerecht. Wieso? Weil Le Pen „rechts“ war?

Man kann mir jetzt anhängen, ich behaupte irgendwelche Sachen, aber es ist einfach meine ganz persönliche Sichtweise der Dinge und ich glaube einfach nicht nur das, was in den öffenlich rechtlichen Medien erzählt wird. Ich denke, dass man ohne es zu merken, „zu einer Meinung manipuliert“ wird. «Gutmenschen» sind – meiner Meinung nach – «einfache Beute».

Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.

Herbst

Die Blätter tanzen im Wind, die Sonne liegt nun tiefer, die Tage werden kürzer und die Schatten länger.

Ich mag den Herbst, mit seinen melancholischen Facetten, den vielen Farben, den von Nebel umhüllten Morgen und dem wohligen Kaminfeuer (ich hab zwar keinen Kamin, aber ich habe eine grosse Vorstellungskraft 😀 ), Kürbissuppe und Wildgerichte – ein Gaumenschmaus. Halloween allerdings ist nicht so meins, auch wenn die geschnitzen Kürbisse manchmal echte Kunstwerde sind.

Als Kind allerdings liebte ich den Räbeliechtli-Brauch in der Deutschschweiz . In Richterswil findet jedes Jahr ein bekannter Umzug statt. Dieses Jahr fällt es auf den 11.11. – Geburtstag meiner Tochter 🙂
Ich finde es schade, dass dieser Brauch hier in der Westschweiz nicht bekannt ist. Ich hätte ihn gerne meinen Kindern weiter gegeben – aber allein mit 2 Kindern in der Kleinstadt einen Umzug zu veranstalten hielt ich dann doch für etwas übertrieben 😀 . Doch jedes Jahr denke ich nostalgisch an diese Zeit zurück.

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Im Herbst bin ich auch oft etwas kreativer als sonst. Ich habe vor 10 Jahren mal ein Gedicht über den Herbst, respektive den Eté indien geschrieben und dieses Foto hab ich vor über 10 Jahren in unserer damaligen Strasse gemacht :

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Albert Camus drückt wunderschön aus, was der Herbst ist :

Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.


Ruhig und still

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Gott,
wie ruhig und still es hier ist.
Weit und breit niemand, der etwas von mir will.
In dieser Kirche muss ich keinem Rede
und Antwort stehen.
Hier kann ich durchatmen.
Hier darf ich sein, wie ich bin.
Deshalb komme ich gerne.
Deshalb fühle ich mich wohl hier.

Gott,
wenn es bei dir so ist wie hier,
so ruhig und still,
wenn du mich so lassen kannst,
wie ich bin,
wenn du mir so viel Raum gibst zum Atmen
und mich zu keiner Antwort zwingst,
dann könnte ich mich wohl fühlen bei dir.
Dann komme ich gerne –
zu dir.

Amen

Richard

Gestern Abend hatte ich – wie jeden Mittwoch – Chorprobe. Wir kommen ganz gut mit Mozart voran, langsam „nimmts Klang an“.

Nach der Probe gibt’s immer einen Apéro riche im Tournus-Verfahren und wir quatschen noch miteinander.

Richard ist 56 und wir mögen uns ganz gut. Er hat bei uns im 2017 angefangen und nach seinem 1. Konzert (Requiem von Mozart), nachdem das Publikum schon weg war, kam er auf mich zu, umarmte mich herzlich und meinte „Das war einfach so toll !“ Er war total begeistert von dieser Erfahrung und musste seine Freude einfach irgendwie kund tun. Ich fand das irgendwie sehr berührend.

Zurück zu gestern : nach der Probe und vor dem Apéro stapelt jeder seinen Stuhl. Ich wollte dies also grad tun und da stand Richard neben mir und meinte „lass, ich mach das“. Das war nicht das erste Mal, dass er das tat. Ausserdem arrangierte es mich zusätzlich, da ich immer noch – wenn auch etwas weniger – Rückenschmerzen und ein hexenschussmässiges Ziehen im Bein habe.
Ich bedankte mich bei ihm und erwähnte meine „kleinen“ Beschwerden. Da meinte er lachend „wirst du etwa alt ?“ Ich entgegnete, dass das sehr wohl der Fall sei, immerhin werde ich in 2 Jahren 50 😀 . – „Was soll ich denn sagen, in 2 Jahren werd ich 58. Und schau doch mal, wie ich aussehen, schon ganz graue Haare“. – „Na und ? Männer mit grauen Haaren haben etwas charmantes ;-)“ „Meinst Du ? Aber ich habe ja sonst nichts“ (er ist gelernter Ingenieur, ist aber schon über 2 Jahre arbeitslos und darbt mehr oder weniger dahin. Er hat einen 40% Sekretariats-Job gefunden, was ihm – nebst den Sozialleistungen die er empfängt – ein minimales Einkommen bring.) „Ja ok, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass Männer mit grauen Haaren etwas anziehendes haben können.“ Darauf lächelte er verlegen und wir begaben uns in den Flur wo der Apéro statt fand. Wir haben dann noch ein wenig zusammen geplaudert und ein Stück Zitronen-Kuchen gegessen. Dann versabschiedete sich Richard.

Ich mag Richard – und er mich scheinbar auch – aber auch er ist (wieder mal) ein Typ Mann, der mir zu instabil ist… und in seinem Alter noch einen „guten“ Job zu finden, gestaltet sich eher schwierig.
Mit meinem Ex hatte ich lange genug einen Mann, der – trotz guter Ausbildung – nichts auf die Reihe kriegt(e), Pierre ist emotional instabil und Richard scheint zwar bodenständig zu sein, aber ist auf dem Sozialamt. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen (war ja selbst jahrelang vom Soz abhängig), aber ich will niemanden mehr, der finanziell nicht ein Minimum von Sicherheit hat – es reicht, wenn ich es nicht habe…

Ja, meine Kriterien in Bezug auf Männer werden langsam von den rationalen Überlegungen übertrumpft…

Try and error

Gestern haben Frank und ich über Frau und Mann geredet. Es war ein interssantes Gespräch. Irgendwann meinte Frank, dass man sich an Frauen normalerweise die Zähne ausbeisst, weil eine Frau nie wisse, was sie wirklich wolle : „Weiss auch nicht, vielleicht, oder auch nicht oder dann doch, vielleicht morgen, vielleicht auch nicht, …“

Darauf antwortete ich, dass ich eigentlich schon wisse, was ich will und schlug vor :

boelleli 🐘: Versuchens Sie’s doch… Sie werden schon sehen…

Frank : In der Ökonomie heisst diese Methode „try and error“.

boelleli🐘: Ich bin aber nicht Ökonomie…

Frank : aber ich

boelleli🐘: Wenn Sie Frauen mit Ökonomie vergleichen, kann’s ja nicht funktionnieren…

Frank : Es gibt in allen Wissenschafts- und Forschungsgebieten übergreifende Ergebnisse. Da die Frau zwar das meisterforschte, aber trotzdem am wenigsten erschliessbare Thema ist, projiziert man Ergebnisse aus den anderen Wissenschaften zunächst mal darauf, um vielleicht im Zeitverlauf (ich rechne in Generationen) zusammenhanglose einzelne Felder anzufangen zu erschliessen zu versuchen.

boelleli 🐘: Eine Frau sollte man(n) nicht mit Wissenschaft vergleichen… Eine Frau ist mehr als Wissenschaft.
Eine Frau muss man nicht verstehen, sondern fühlen (nicht nur körperlich)
Eine Frau ist etwas, was man nicht erklären kann (genau so wenig wie ein Mann).
Wenn eine Frau nicht versucht den Mann zu ändern und der Mann nicht versucht, eine Frau zu ändern, sondern jeder den anderen in seinem Wesen akzeptiert, kann es wunderbar funktionnieren.
Eine Partnerschaft sollte immer gleichberechtigt sein, nicht einer der über den anderen bestimmt, jedem seine Macken und Freiheiten lassen, loyal sein, Vertrauen haben… dann funktionniert’s

Da musste ich dann eingestehen, dass das stimmt, und ich aus meinen Erfahrungen schliesse, wie er auch… .

Man sollte sich wirklich bemühen, nicht zu denken, dass nur das was man selbst denkt, fühlt, tut oder erlebt (hat) auf alle zutrifft. Man sollte Niemanden kategorisieren, weil jeder auf seine Art einzigartig ist. Jeder hat seinen Charakter, seine Macken, seine Fehler, seine Begabungen. Jeder Mensch versucht doch eigentlich nur sein Bestes, das was für ihn richtig ist und logisch scheint. Doch manchmal (oft sogar) schliesst man einfach automatisch von sich auf alle anderen, was wohl menschlich ist… und dadurch urteilt man indirekt über den anderen.


Grundsätzlich will ja ein Mensch weder leiden, noch anderen Schaden zufügen. Natürlich gibt es Personen, die böse, gemein oder unsenibel und gefühlskalt sind. Aber wurden sie das vielleicht, weil sie verletzt wurden ? Es gibt emotionale und körperliche Verletzungen. Beide sind sehr schmerzhaft. Wir kennen das Leben jedes Einzelnen nicht bis ins Detail und können deshalb auch manchmal nicht verstehen, wieso der andere dies oder das tut (oder nicht), weil wir selbst es nicht so handhaben würden. Man sollte wirklich versuchen, den anderen einfach so zu nehmen und akzeptieren, wie er ist.

Überraschungen

Mögt Ihr Überraschungen? Es gibt verschiedene Arten von Überraschungen. Es gibt positive und negative Überraschungen. Die negativen Überraschungen zähl ich jetzt hier nicht auf, aber darunter wären z.B. hohe Rechnungen oder unangenehme Telefonate.

Meine positiven Überraschungen, über welche ich mich freue(n würde) sind :

  • Einen freundschaftlichen Brief (oder ein Liebesbrief 🙂 )
  • Ein spontaner Besuch einer Person die ich mag
  • Eine Einladung zum Essen
  • Eine unverhoffte Spende
  • Ein gelieferter Blumenstrauss
  • Eine unverhoffte Nachricht morgens wenn ich erwache
  • Ein unerwartetes Kompliment
  • Eine aufgeräumte Küche wenn ich nach Hause komme
  • Ein für mich geschriebenes Gedicht
  • Jemanden wieder treffen, den man seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat

Über welche positiven Überraschungen würdet Ihr Euch freuen ?

Beste Arbeitskollegen überhaupt

Ich habe wirklich ein Super-Team. Ein RICHTIGES Team das so Alle für einen, Einer für alle funktionniert.

Heute morgen hat einer meiner Kollegen – ohne das ich ihn spezifisch danach gefragt habe – mir angeboten, das Geld für die grosse Werkstatt-Rechnung zu leihen.

Ich bin einfach grad nur dankbar.

Schulfreundin

Gestern war ich bei einer alten Schulfreundin in der Deutschschweiz. Wir kennen uns, seit wir 12 sind. Das sind jetzt also 36 Jahre… wie doch die Zeit vergeht. Geht es Euch auch so : wenn mir jemand sagt, das war vor 20 Jahren, dann kommt bei mir direkt 1980 vors innere Auge ?

Um halb zehn fuhr ich los und war kurz vor Mittag bei ihr. Ihr (2.) Mann war auch da – wie immer. Ich mag ihn sehr gut. Sie sind jetzt seit 5 Jahren verheiratet… das war die Hochzeit, an welcher ich mit Otto eine heisse Nacht verbracht habe… 😏

Aber zurück zu gestern. Meine ehemalige Schulfreundin kocht und probiert gerne Neues aus. Es gab erst mal ein Gnocchi-Auflauf der wirklich köstlich war. Zum Dessert servierte sie ein Apfel-Tiramisu :

Es war einfach göttlich – ich bin eigentlich nicht so Tiramisu-Fan, aber das war wirklich ausgesprochen umwerfend.

Etwas später kam ihre Mutter zum Kaffee – meine Mama war auch dabei und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag.

Gegen späteren Nachmittag/frühen Abend – ihre Mutter war inzwischen wieder gegangen – hatte meine Schulfreundin eine wunderbare Kürbis-Wähe aus dem Ofen gezaubert (leider hab ich kein Foto gemacht). Wirklich ein Gaumenschmaus – muss ich auch mal ausprobieren. Mal was anderes, als die „traditionnelle“ Kürbissuppe.

Wir haben viel geredet und gelacht und sind schlussendlich erst gegen 21h von dort gegangen.

Zuhause war ich kurz vor Mitternacht. Ich kam in die Wohnung… die Küche sah aus wie Sau…

Wieso kann man (Sohnemann) eigentlich nicht aufräumen, wenn man die Küche benutzt hat ??

Immerhin waren Wasabi und Saké gleich unter dem Bett hervorgekommen und haben mich – zwar noch etwas scheu – begrüsst. Ich hab dann noch ein wenig mit ihnen gespielt, bevor ich zu Bett ging.

Und dann fing’s wieder an… ich konnte nicht schlafen… Frank war das letzte Mal auf Whatsapp um 18h34 … inzwischen schlief er wohl. Aussedem hab ich sowieso das Gefühl, dass ich ihm manchmal zu viel schreibe – also hab ich es gelassen und mich auf TikTok und Instagram etwas umgesehen…

Und dann kamen da wieder diese Gedanken über Pierre. Ich möchte ihn eigenlich zum Mond schiessen… aber es gelingt mir irgendwie nicht. Am Freitag abend habe ich ihm folgende Nachricht geschickt : Hast Du mich nicht mehr gern? … oder bedeute ich Dir sowenig, dass es nicht so wichtig ist, Dich mal zu melden…? Aber auch darauf kam – bis jetzt – keine Reaktion. Ich habe dieses Spiel wirklich langsam satt.

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen… und heute morgen um halb acht war ich wieder wach. Ich habe Wasabi und Saké gefüttert, mir einen Kaffee und eine Kopfschmerztablette eingeschmissen und mit einer meiner besten Freundinnen ein paar Sprachnachricht hin-und her geschickt.

Wäsche zusammen gelegt, Küche aufgeräumt, andere Blogs gelesen… und jetzt diesen Artikel hier geschrieben.

Es ist jetzt halb elf und Sonntag. Wasabi und Saké spielen zusammen im Wohnzimmer, der Wecker von Sohnemann klingelt ins Leere und ich warte, was der Tag noch bring…

In diesem Sinne – allen einen schönen Sonntag !