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Zwischen den Linien

„Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.“
Hildegard von Bingen


Du sprichst vom Erwägen im Herzen.
Ich bleibe bei dem, was still kann werden.

Zwischen den Linien liegt es bereit —
Worte, die schweigen, und dennoch weit.

Nähe, die da ist, doch ohne Gestalt.
Nichts muss geschehen, nichts wird zu alt.

Manches wächst still, kaum je erschienen.
Es bleibt in uns — zwischen den Linien.

Im Stillen zu mir selbst

Wenn du beginnst, dich selbst zu verlieren,
such Wege zu dem, was dich hält,
lerne erneut, dein Herz zu spüren,
fern von dem Lärm dieser Welt.

Lausch still dem Flüstern tief im Herzen,
wo Wahrheit leise in dir wohnt,
dort heilen langsam alte Schmerzen,
weil deine Seele sich selbst belohnt.

Nur du kannst dein innerstes Licht befreien,
kein anderer zeigt dir den Weg zurück,
du findest dich selbst im mutigen Sein,
und gehst dir entgegen – Schritt für Stück.

Dietrich Bonhoeffer – Ausstellung

Anlässlich des 80. Todestages von Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 starb, lädt das CIDOC zu einer für alle offenen Ausstellung über diese bedeutende Persönlichkeit der Geschichte ein.

Bonhoeffer war Pastor, Theologe und Widerstandskämpfer. Mit Mut und Glauben stellte er sich dem NS-Regime entgegen und hinterließ ein bis heute aktuelles, einflussreiches Werk.

Sein Zeugnis inspiriert bis heute viele Menschen auf der ganzen Welt.



Ich habe schon mehrmals über ihn in meinem Blog geschrieben :
Heute wie damals immer noch aktuell
Sein berühmtes Gedicht
Eine Predigt

Der verwirrte Poet

Die Zeit kommt kalt,
Die Zeit führt still,
Sie bring dir Menschen,
Wie sie will.

Du triffst sie flüchtig,
Fremd und klar,
Die Stunde wählt,
Wer wirklich war.

Das Herz schlägt hart,
Das Herz begehrt,
Es sucht und sehnt,
Es pocht und zerrt.

Doch was du willst,
Das bleibt nicht lang,
Nur Flammen,
Die im Sturm vergangen.

Ihr Verhalten,
Hält die Ketten fest,
Wer bei dir bleibt,
Und nicht verlässt.

Denn wer
Den Sturm besteht,
Ist der,
Der mit dir weiter geht.

Der ver(w)irrte Poet

gefunden HIER

Herbstfarben

Wie der Früling vor dem Sommer erblüht‘,
Der Herbst den Winter unbetrübt;
Mit seinen schönen warmen Farben,
Die Bäume schmückt‘, bevor sie starben.

Auch in mir stirbt wieder
Der wunderbare Flieder
welchen ich so geliebt
Die Zeit hat ihn besiegt.

So trüb auch mein Gemüt
Mir bleibt noch die Musik
Erinnerungen in der Nacht
in den Träumen nun erwacht.

Herbst-Melancholie

Die Tage werden kürzer, die Sonne ist weniger warm
Die Blätter wirbeln im Wind, die Bäume werden arm
Verlieren ihr Kleid, umhüllt von Nebel und gefallenem Laub
Sehen sie traurig und verlassen aus – alles ist taub.

So fühl ich mich manchmal auch …

Augenblick der Erinnerung

Manchmal ist es nur ein Augenblick,
ein kurzer Moment,
in dem wir wahre Liebe erfahren dürfen.
Halte diesen Moment fest,
speichere ihn in deinem Kopf ab.
Es kann tröstend sein,
den Gedanken an den Moment hervor zu holen.
Sei dankbar für den gelebten Augenblick
halte ihn fest und sei glücklich,
dass du die Fähigkeit der Erinnerung besitzt.

(c) boelleli 2013